Coast to coast England

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  • Hallo in die Runde,

    Dieses Jahr steht der Coast to coast in England noch auf dem Programm.

    Habt ihr Tipps oder Hinweise dazu?
    Ich hab zwar im Forum gesucht, aber nicht wirklich was gefunden.

    Was sollte man sich unbedingt auf der Tour anschauen, welche Orte lohnen sich für einen Ruhetag oder als Resupply, …
    Welche Erfahrungen habt ihr dort gemacht?

    Anfang Oktober soll’s losgehen. Unterwegs nach Möglichkeit viel im Zelt übernachten. Sowohl wild als auch ggf. auf Camingplätzen.
    Je nach Wetter, Lust und Laune aber evtl. auch mal ein Bed and Breakfast.

    Gibt’s eine Karte für den C2C? Mir ist nur ein Buch über den Weg gelaufen, in dem alle Karten drin sind.

  • Bei mir ist der CtC schon ewig her, und ich war in der ersten Septemberhälfte unterwegs. Das Wetter ist dann im UK oft sehr gut – der Weg war aber wohl auch deswegen arg voll. Im Oktober dürfte das wohl deutlich ruhiger sein. Die meisten schienen Wainwright zu folgen, d. h. von West nach Ost zu laufen – vielleicht besser umgekehrt angehen, wenn man nicht immer den selben Leuten begegnen will? Und im Nachhinein wünschte ich, ich hätte mir für die Start- und Zielregion etwas Zeit genommen.

  • Schon mal danke für die Infos. Da war dann doch was neues mit dabei, dass ich noch nicht kannte.

    Wie sieht es denn unterwegs mit Gaskartuschen aus? Kann man da sicher auch nachkaufen oder ist es zwingend notwendig, von Anfang an Gas für die gesamte Tour mitzunehmen?

    30km und mehr am Tag, werde ich nicht laufen. Bin aktuell nicht ganz so fit.

  • Du wirst ja kein Gas mit nach GB nehmen können, außer Du reist mit dem Auto an.

    Wir sind mit dem Zug angereist und haben beim Umsteigen in Preston in einem Outdoorladen (im "Trespass") Gas gekauft.

    Unterwegs kannst Du im "Mountain Warehose" in Richmond (nach etwa 180 km) Gas nachkaufen.

    Orte für einen Ruhetag....hmmh...der einzige größere Ort auf dem Trail ist Richmond, der sich für einen Ruhetag lohnt. Alle anderen Orte sind (sehr) klein, wenn auch oft mit viel englischer Atmosphäre (z.B. Kirkby Stephen).

    Für einen großen Resupply am besten geeignet ist Richmond, wo es einen sehr gut sortierten und sehr großen Lidl (sehr günstige Preise) gibt.

    Ansonsten gibt es auf der Strecke einige coop's und kleine Grocery Stores, von West nach Ost in St Bees, Grasmere, Shap, Kirkby Stephen, Reeth, Brompton-on-Swale, Glaisdale und Grosmont. D.h. mitunter musst Du also auch mal für 2 bis 3 Tage einkaufen. Trotzdem gibt es auf der ganzen Strecke immer wieder Pubs, Tea Houses, Tuck Shops (in Kirchen), Jugendherbergen etc., wo Du überall Essen und Trinken bekommst.

    Es gibt drei englischsprachige Führer über den C2C, Cicerone hat auch ein Mapbook herausgebracht, das eigentlich jeder englische Wanderer dabeihatte.

    Wild zelten ist überhaupt kein Problem. Du bist auf dem Trail oft "so weit weg von der Welt", dass Du immer ein gutes Gefühl hast, wenn Du Dein Zelt aufstellst. Zudem kannst Du auch in vielen Pub Gardens, neben Jugendherbergen, Bunk Barns etc. Dein Zelt aufstellen.

    Wenn das Wetter mitmacht, unbedingt immer die Bergvarianten über die "Grate" machen. Das sind zumeist Graswege, also technisch einfach. Geht halt mitunter sehr lange sehr steil hoch (Serpentinen sind keine englische Erfindung), Ausnahme: die Striding Edge im Lake District, die ist nicht ganz einfach, kann aber auch seitlich leicht umgangen werden (und man ist trotzdem "oben").

    Bei weiteren Fragen: gerne :)

  • Hey hey,


    bin 2024 den C2C Ende Mai in 14 Tagen gegangen. Ich versuche alle Infos zusammen zu fassen. Pausentag hatten wir nicht, dafür ein paar kürzere Tage. Im Lake District muss man gut schauen wo man wann für wie viele Tage einkaufen geht. Sonst ging es eigentlich immer Recht einfach. Im Reiseführer (siehe unten) gibt's dafür ne gute Übersicht. Könnte sie dir aber auch in 2 Wochen abfotografieren.

    • Wir sind "rückwärts" gegangen, da ich mich am meisten auf den Lake District gefreut habe und mich auch durch die Moore einlaufen wollte. Fand ich im Nachhinein auch perfekt und würde es s so empfehlen.
    • Wir sind mit dem Zug eingereist (sehr einfach) und das Opinel meiner Freundin wurde einkassiert (feststehende Klinge).
    • Gas habe ich mit Not in Kirkby Stephen im Gemischtwarenladen bekommen. Die beiden Outdoorläden, die der Reiseführer empfohlen hat, haben zu gemacht.
    • Wir hatten den englischen Reiseführer von Trailblazer. Ich kenne nur ihn und fand ihn super. Die Karten sind handgezeichnet und lösen bei mir so eine Schnitzeljagd / Abenteuer-Quest Stimmung aus. Der Teil mit der Flora und Fauna hat geholfen, da es soviele für mich fremde Vögel zu sehen gab (Lapwings in den Mooren :) ).
    • Wir waren in Hotels, B&B, Campingplätzen und haben wild gecampt. Ich liste nur die tollen Plätze / Stops auf, die in Erinnerung geblieben sind.
    • Falling Floss Tea-Garden: Total schönes Café in einer Lichtung am Fluss.
    • Blue Bell Inn: Sehr leckere Burger + vegetarisches Essen. Super Stimmung.
    • Ingleby House Farm: Ein B&B mit großen Zimmern, modern, sauber und einem großen Frühstück. Der Besitzer hatte Angeboten uns abzuholen, sollte das Wetter zu schlecht werden.
    • Church Holme Camping in Danby Wiske. Super netter kleiner Camping. Der Inhaber hat uns gefragt, ob er für uns was aus dem Supermarkt mitbringen soll damit wir was kochen können.
    • Keld Green Café: Super netter Imbiss + WLAN
    • Pennine View Park: Top gepflegter Campingplatz. Sehr sauber.
    • Brookefield House in Shap. Ein B&B, das von einer sehr alten Frau geführt wird. Mehr England geht glaube ich nicht. Sehr nett + bestes Frühstück auf dem Trail.
    • Ullswater Inn: Wir hatten 3 Tage Regen und haben uns das Hotel gegönnt. Sehr sauber, umfangreiches Frühstück und eine Badewanne :)
    • Warnung vor: Fox&Hounds Pub + Camping (erster oder letzter Stop): Dreckig, laut und teuer.
    • The Gather: leckeres Community Café. Sie haben auch eine öffentliche Dusche (Öffnungszeiten checken).
    • Manor Inn: unser letzter Stop. Leckeres Essen + gute Zimmer.
    • Wir waren noch 3 Tage in Keswick im Lake District. War sehr touristisch aber auch schön. Atom Packs näht dort auch die Rucksäcke.
  • Wir hatten 2 Paar Stöcke Stöcke von Decathlon und 6 oder 8 MSR Groundhogs mit.

    Das Victorinox Classic war auch kein Problem. Nur das Opinel haben sie sehr schnell und zielgerichtete gefunden :D


    edit: In London habe ich Gas in einem Decathlon gekauft. Da kann man online auch gut die Bestände einsehen.

  • Schau mal im blauen Forum, da gibt es Reiseberichte. Ich selbst fand die tollste Nacht die im Slate Bothy (Dubs Hut) kurz hinter der Black Sail-Jugendherberge nach dem Lake Ennerdale (und dann noch hoch auf die Höhe) am tollsten.

    Man kann da einfach pennen und es gibt sogar einen Ofen! Dieser Teil Englands ist nämlich der regenreichste.

  • Die Frage nach den Socken und Schuhen bereitet mir noch etwas Sorgen.

    Mit „It‘s okay to have wet feet“ bin ich leider nicht so gut gefahren.

    Ich werde wohl meine Altras ohne Membran anziehen. Da ich jedoch oft mit Wasser von oben oder unten rechne, liebäugle ich derzeit mit Neoprensocken, statt normaler Socken.

  • Die Frage nach den Socken und Schuhen bereitet mir noch etwas Sorgen.

    Mit „It‘s okay to have wet feet“ bin ich leider nicht so gut gefahren.

    Ich werde wohl meine Altras ohne Membran anziehen. Da ich jedoch oft mit Wasser von oben oder unten rechne, liebäugle ich derzeit mit Neoprensocken, statt normaler Socken.

    Ich habe meine Freundin überredet, das erste Mal mit Trailrunnern zu gehen 😅 Es gibt viel hohes Gras, durch das man morgens geht. Ich würde sagen, dass ich an 50% der Tage morgens sofort nasse Füße hatte (nicht feucht, sondern richtig nass - bei vielleicht 3 Regentagen insgesamt). Für mich wars OK, für andere nicht :)

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