Ich habe mal von Januar bis November bei mehr als 20 Meilen im Schnitt auf jegliches Kochen verzichtet. Die Qualität des Essens in der Gegend ist jetzt nicht so, dass man etwas verpasst, wenn man halt allermeistens kalt isst. Kochen auf Tour ist nur psychologisch/mentalen und aus sozialen Gründen wichtig. Sonst bringt es nix, verwandelt aber die eigene Brieftasche/Konto zuverlässig in einen UL-Gegenstand. Ehe man sich versieht, trägt man mehr Gramm am Rücken als Euronen auf dem Konto. Und man schleppt ständig Gas/Spiritus oder offenbar auch Chemikalien mit sich rum.
Von Lösungen à la wo kein Kläger, würde ich sehr dringend abraten. Es ist wie sportliches Fahrradfahren ohne Helm. Oft hat das Opfer gar nichts falsch gemacht. Das Schädel/Hirntrauma wäre mit zweckmässigem Helm trotzdem wesentlich besser zu verarbeiten gewesen. Da sind wir schon mitten in der Gurt-Diskussion im Auto. Es geht halt auch um die gesellschaftlichen Kosten, weshalb die bösen Behörden sowohl den Gurt vorschreiben als auch Kocher bei Waldbrandgefahr verbieten.
In Bagdad soll es momentan über 50 Grad warm sein. Offenbar liegt es auch daran, dass mangels Wald rundherum (im letzten Krieg abgeholzt) heisse Wüstenluft ungehindert in die Stadt strömt. Zivilisationsnaher Wald hat also durchaus eine Funktion, auch im Schwarzwald.
Wo es übrigens auch sehr deftiges Essen gibt. Ich sehe wirklich keinen Sinn darin, da einen Kocher irgendwelcher Art mitzuschleppen. Du kannst dort wirklich eine sehr ansprechende Zubereitung (von entsprechenden Fachleuten, die mehr können, als die Mikrowelle in Gang zu halten) für angemessene Beträge geniessen. Vielleicht Mittags nicht grad sinnlos Fritten und Braten mit entsprechenden Flüssigkeiten runterspülen, sonst kommst Du am Nachmittag wirklich nicht mehr vorwärts.