Enclosed in Three - Challenge

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  • Mit 3,5 m Lauflänge und auf 1,6 m könnte das vielleicht was werden ...

    Aber erstmal bleibe ich bei 1,5 m.


    (Wie kann man eigentlich Bilder zitieren. Bei mir geht das irgendwie nicht.)

    Dieser Entwurf ist IMHO für Rechteckponchos sehr interessant. Die einfachen- 1,5m breiten Rechteckponchos kranken IMHO daran, dass im Ponchomodus die Breite bei den Armen nicht ausreicht und dann die Unterarme nass werden. Im Zeltmodus kann man ein recht brauchbares Holden Tent bauen für schönes Wetter, aber für Schietwetter bleibt nur Firstzelt oder Mushroom tent und da sind 1,5m auch recht knapp. Man könnte jetzt, so wie bei wilbos Entwurf eine Mittelnaht quer rüber machen und dort eine Breite von z. B. 2m vorsehen. Zu den Enden hin lässt man den Poncho auf die üblichen 1,5m auslaufen. Die Kapuze kommt in die Mittelnaht und kann im Tarpmodus per runterrollen geschlossen werden.

    So hat man eine prima Abdeckung im Ponchomodus. Im Tarpmodus hat man eine tolle Halbpyramide mit genug Material für einen Beak (siehe Wilbos Entwurf) und im Fall von Schlechtwetter baut man sich ein niedriges Firstzelt, das in der Mitte aber deutlich breiter ist. So gewinnt man auch hier etwas mehr Komfort und Schutz.

    Das Ganze hätte auf etwa 3,75 Laufmeter Stoff Platz und man würde sicher auch noch die Kapuze und den Packbeutel da mit unterbringen können.

    2 Mal editiert, zuletzt von Christian Wagner (10. Oktober 2025 um 07:56) aus folgendem Grund: Bild eingefügt.

  • Noplex Iteration 2:

    Der Versuch Nr. 1 krankte daran, dass ich die veränderte Länge der Diagonalen bei 1,8 m Stoffbreite nicht einberechnet hatte. Darum ist die Liegelänge des Zeltes etwas zu kurz geraten. Außerdem wurde das ganze Teil durch die Stoffdehnung zu mit über 1,30 m zu hoch für meinen Geschmack. Etwas mehr Platz seitlich wäre auch wünschenswert.

    Also auf zur zweiten Version:

    Freihandzeichnung, ein Papiermodell ergab eine Breite von gut 1,4m und eine Liegelänge von 2,6m. Die Höhe lag bei knapp 1,1m.

    Erstmal schnippelt man die Panele aus die später das Dach bilden. Am First ist das Zelt nun 10 cm breiter geworden. Das sollte für etwas mehr Raumgefühl im Sitzen sorgen. Durchgehend 70 cm ging leider nicht, da ich dann mit den kleinen gelben Verlängerungen nicht mehr hinkomme. Durch das asymmetrische Dachpanel ergeben sich minimal unterschiedlich tiefe Apsiden. An der geraden Seite des Dachpanels ist die Apside einen Tick tiefer - da würde ich den Reißverschluß einplanen.

    Die Türpanele waren bei der ersten Version in der Diagonalen, die am Dachpanel angenäht werden, zu lang. Durch den schrägen Schnitt in der Mitte werden die Diagonalen nun deutlich kürzer. Gleichzeitig bekommen die Apsiden mehr Tiefe und eine gewisse Asymmetrie mit einer flotten, leicht schräg verlaufenden Mittelnaht - schön hipstermäßig.

    Jetzt muß ich erstmal neuen extrabreiten Stoff kaufen...:P

  • Wie hier in einem anderen Faden gewünscht, möchte ich kurz mein (altes) Zelt vorstellen. Mitlerweile bin ich wieder beim Tarp.

    Grobe Fakten:

    - 266g Gewicht, mit Abspannleinen
    - 20d Silpoly, 180cm breit von Adventurexpert
    - insgesamt etwa 45 Tage auf Tour gewesen, davon habe ich aber nur geschätzt 25 Nächte drin geschlafen
    - Mehr oder minder vollständiger Mückenschutz
    - Kein Boden

    Dieses Zelt ist schwer inspiriert von Meadowphysics (John Zahorian) Abode. Es ist groß genug zum sitzen und zum liegen, kleiner sollte es aber nicht sein.

    Leider gefällt mir dieses Zelt nicht mehr so. Ich glaube das ist einfach was persönliches: Manche fühlen sich wohler in so kleinen, geschlossenen Räumen, ich fühle mich eher eingeengt. Und durch das Mückennetz kann man auch nicht mehr so gut rausgucken. So habe ich in der Praxis dann doch meist in Schutzhütten geschlafen.

    An der Spitze musste ich übrigens etwas seamsealen - dafür habe ich einfach Baumarktsilikon aus der Kartusche benutzt. Ich will da nicht extra was kaufen.

    Regendicht ist dieses Zelt aber: Das Mückennetz fängt das Spray ziemlich gut ab.

    Mit den Linelocs bin ich auch ziemlich zufrieden. Aktuell verwende ich diesen Lineloc aus PLA, ich habe in jeden Lineloc ein Loch gebohrt, dass die Schnüre schön ordentlich bleiben. Als nächstes möchte ich aber gerne den Lineloc von Christian Wagner ausprobieren. Den hier: https://www.printables.com/model/275990-a…line-tensioners



    Als Schnüre verwende ich einfache Maurerschnurr, und die funktioniert ganz prima. Wichtig ist nur, dass man nicht die nur gedrehte, sondern die geflochtene Schnurr Benutzt.

  • Werner Wanderfreund Kannst du noch ein bisschen was zum Schnitt des Zeltes sagen? Von den Bildern her sieht das sehr prima aus alles. Erinnert wirklich sehr an das Abode (bis vor einem halben Jahr kannte ich das gar nicht- irgendwie lebe ich wohl hinter dem Mond). Dass das Moskitonetz einiges abhält kann ich bestätigen. Bei meinem ersten Tarptent hat das Mückennetz einiges abgemildert wenn der Wind aus der falschen Richtung kam. Trotzdem musste ich mich manchmal arg weit in den Fußraum verkriechen (war ein Längslieger mit nur 2,4m Länge ohne beaks).

    Danke für den Link mit den Linelocs!

  • Ich würde ungerne ein Schnittmuster teilen, zumal das Zelt ja eh nicht perfekt ist.

    Erstellt habe ich das ganze, indem ich in Blender einfach die Eckpunkte so herumgezogen habe, dass die Stofffläche möglichst gering wird, aber trotzdem noch genug Platz zum liegen/sitzen ist. Sämtliche Symmetrie habe ich dabei ignoriert.

    Das aufmalen eines so assymetrischen Musters ist natürlich nicht so einfach, daher habe ich den Stoff an eine Wand gehängt, und mit einem gut ausgerichteten Beamer das Schnittmuster aufprojiziert. Drei Laufmeter Stoff haben dafür gut gereicht.

    An den Außenkanten sowie an der Firstlinie ist überall ein Catcut.

    An den Kanten von der Spitze nach hinten-rechts bzw. hinten-links war ursprünglich gar keine Naht, das Zelt besteht nur aus zwei großen Stücken Stoff. Nachträgich bin ich da einfach mal mit der Nähmaschine rüber, dass sich eine schönere Kante bildet und das Zelt straffer steht. Später habe ich an die Kante Spitze - hinten-rechts noch einen Catcut eingebaut. Ob der etwas bringt, weiß ich nicht. Sowieso finde ich, dass die Außenkanten etwas schlaff aussehen, vielleicht hätte ich mir den Catcut da sparen können.

    Leider weiß ich nicht mehr, wie stark ich den Catcut gemacht habe. Ich kann nur ganz grob etwas von 7cm tiefe pro meter schätzen.


    Der Spaß hat übrigens mit allem drum und dran etwa 40 Euro gekostet. Man muss also kein Zahnarzt sein, um sich ein leichtes Zelt basteln zu können. Dennoch bleibe ich im Team Tarp.

  • Joa, das mit dem Zelt und Tarp ist so eine Sache. Mein Tarp ist jedenfalls ein 3m * 1.8m Flat Tarp, myog, ziemlich standard.

    Ich habe tatsächlich noch nie ein Groundsheet verwendet. Da ich eine Schaumstoffmatte verwende, lege ich die direkt auf den Boden, und damit die Füße auf meiner Torso-Length Matte nicht im Dreck liegen habe ich ein Stück Müllsack an die Isomatte geklebt. Finde ich praktischer, als ein seperates Stück Plastikfolie für die Füße zu haben.

  • Hm, eine offizielle Zeltsemantikpolizei gibt es ja nicht, aber ich versuche Mal ein Paar Definitionen die für mich funktionieren:

    Tarp= flat Tarp

    Trailstar, Cricket= shaped Tarps

    Abode, Whisper= Tarptent (im Prinzip alles a la Tarp+ Perimeternetz)

    Tarp mit Reißverschluß oder Eingängen a la Duplex Classic und Boden= Einwandzelt

    Es gibt bestimmt die ein oder anderen Behausungen die in mehrere Kategorien fallen, oder in keine...

    Ich würde ungerne ein Schnittmuster teilen, zumal das Zelt ja eh nicht perfekt ist.

    Och Menno ;-). Grobe Abmessungen eventuell? Jedenfalls gut zu wissen dass man das halbe Zelt so auf 1,8m Stoff unterbringt.

    Cleverer Entwurf jedenfalls. Man sieht, dass der Catcut viel Volumen an der Spitze geklaut hat.

  • Ich würde ungerne ein Schnittmuster teilen, zumal das Zelt ja eh nicht perfekt ist.

    Hier gibt es einige User (zB wilbo , Christian Wagner , Capere , xfoil usw), die mir schnell in den Sinn kommen, die ihre Schnitte und ihr damit verbundenes Wissen an das Forum weitergeben. Ich kann mir vorstellen, dass die, die das gewerblich betreiben, dadurch den einen oder anderen Kunden verlieren. Trotzdem tun sie es...:)

    An deinem Tarp fallen mir die Falten auf, die in Richtung der hinteren Naht verlaufen.

    Liegt das am Abspannen oder am Vernähen?

  • Tja, die Arbeit kann ich mir wohl doch nicht sparen.


    Hier noch die STL-Datei. Ja, ich habe die Dateiendung durch jpg ersetzt. STL ist im Forum keine erlaubte Dateiendung. Einfach selber wieder zu .stl ändern.

    definitivKeineStl.jpg


    WENN ich mir übrigens mal wieder ein Zelt nähen würde:

    Ich finde 4-seitige Pyramidenzelte spannend. So wie das Zelt von Ounce Designs. Dadurch braucht es einmal weniger Heringe, und in meiner Vorstellung sind Flächenabspanner sehr effektiv, besser als jeder catcut. Und auch davon braucht es bei eine Pyramidenzelt nur 4 Stück. Also insgesamt 8 Heringe bei guter Windstabilität. Ach je, erst mal bleibe ich beim Tarp, bevor ich wieder in diesen Kaninchenbau stürze.

  • Werner Wanderfreund Danke für das Teilen. Ich finde deinen Entwurf recht radikal. Da ist nochmal deutlich weniger Platz als in meinem Torwald. IMHO kein Wunder dass es dir zu klein war, gut 2,4 m an der Hinterkante... Jetzt verstehe ich auch warum es so leicht ist.;)

    Flächenabspanner bewirken ja das Gegenteil vom catcut. Sie ziehen den Stoff nach draußen und vergrößern den Innenraum. Ein wichtiger Vorteil.

    Ounce design finde ich ebenfalls toll. Ich habe vor mal das Bunni nach zu bauen. Mal sehen wann ich dazu komme.

  • Ich hätte gerne gesehen, wie man in das „Zelt“ hinein kommt, wenn der Eingang auch komplett geschlossen wird.

    Er hämmert in dem Filmchen einen Hering in den Boden und die Pyramide ist geschlossen. Ohne Zipper!

    Wie kommt man da rein, ohne wirklich auf dem Boden rum zu kriechen?

    Und wenn man von dier Option absieht, die Pyramide ganz zu schließen, ist das Ding doch fast identisch mit dem Trailstar, oder täusche ich mich da?

  • Wie kommt man da rein, ohne wirklich auf dem Boden rum zu kriechen?

    Naja, du machst es vom Hering ab, öffnest den Tanka , lupfst die Unterkante hoch uns krabbelst rein. Der Hering wird im Prinzip gar nicht zwingend gebraucht.

    Und wenn man von dier Option absieht, die Pyramide ganz zu schließen, ist das Ding doch fast identisch mit dem Trailstar, oder täusche ich mich da?

    Die Ähnlichkeit sehe ich nicht. Es ist viereckig, nicht fünfeckig, deutlich kleiner und hat eben diesen Schnürzugverschluß. Das Trailstar hat gar keine "Tür". Das Trailstar ist auch für 2-3 Personen, das Adobi 1-2. Die einzige Gemeinsamkeit ist IMHO der fehlende Reißverschluss.

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