Enclosed in Three - Challenge

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  • Hallo an Alle!

    Mit fortgeschrittenem Alter kommen die Schrulligkeiten immer mehr hervor. Gepaart mit einer gewissen, temporären Langeweile fängt man an sich selbst Herausforderungen zu stellen. Bootsbauer fangen dann an ein Boot aus nur einer Sperrholzplatte zu konstruieren und in anderen Bereichen gibt es bestimmt ähnliches.

    Die aktuelle Herausforderung für mich heißt "Enclosed in Three": Kann man eine brauchbare, rundum geschlossene Zeltbehausung herstellen und dabei nur drei Laufmeter Stoff benutzen?

    Nicht geschlossene Shelter aus drei Laufmetern Stoff sind ja schon ein alter Hut (Torwald, Michas Quick & Dirty Tarp, Ponchotarps usw.), aber rundum geschlossene Zelte aus der gleichen Stoffmenge sind IMHO dünn gesäht.

    Groß irgendwelche Regeln hätte ich eigentlich nicht für diese Challenge, wer extrabreiten, also über 1,5m breiten Stoff nehmen möchte kann das IMHO gerne tun, die Königsklasse wäre natürlich ein Shelter aus nur 1,37 m breitem DCF. Verstärkungen der Abspannpunkte und der Packbeutel müssen ebenfalls nicht in den 3 Metern inkludiert sein. Man kann diese gerne aus irgendwelchen anderen Stoffresten upcyclen (altes Hemd, Hose oder Regenjacke). Auch eine eventuelle Ponchokapuze fürs sich anbietende double- use als Regenklamotte muß IMHO nicht zwingend Teil der 3 m sein. Aber schafft man das alles noch mit reinzupacken, dann natürlich um so besser. Als Material bietet sich Silpoly an, das hängt in nassem Zustand nicht so durch wie Silnylon und bei den zu erwartenden Hundehüttenmaßen ist man wahrscheinlich froh um jeden Zentimeter Kopffreiheit.

    Hier mal ein Paar Inspirationen was so eventuell möglich wäre:

    Alpinlite Ponchotent:

    Alpinlite Gear Microburst PonchoTent | 鴫内野外道具製作所 Address 37.011173, 139.924865
    Alpinlite Gear社のMicroburst PonchoTentです。シェルターの張り姿に惹かれてオーダーしてみました。 他にはMLD社のPr...
    ulgstore.exblog.jp

    Tunnelzelt gefällig:

    F10 Neon UL 1
    Following years of research and development by the Project Hydrogen team and countless days spent on the mountains we introduced the Neon UL - the lightest,…
    www.vango.co.uk

    Warum das ganze? Frei nach George Mallory: "Weil es geht!"

    Also, werft die grauen Zellen an und ran an Sketchup, Karopapier und die Nähmaschinen.

  • Ich habe schon viele Schlafsäcke und Quilts genäht und weiß daher, dass man dafür mindestens 4,5 m (bei einer Stoffbreite von 1,50 m) benötigt. Für mein einwandiges Kuppelzelt aus DCF habe ich 7,5 m Stoff gebraucht. Eine Zeltbehausung aus 3 m Material ist vor dem Hintergrund dieser Erfahrungswerte nicht zu realisieren. Warum also sollte man für eine solche Aufgabe seinen Grips anstrengen?

  • Zitat

    Kann man eine brauchbare, rundum geschlossene Zeltbehausung herstellen und dabei nur drei Laufmeter Stoff benutzen?

    Definiere „brauchbar“. ;)

    Ich bin gerade dabei, in Kooperation mit swissbushcraft einen Bivy zu entwickeln.
    Wenn ich den Boden weglasse, haben wir’s doch, oder?

    btw. Die Maximalhöhe ist 65 cm! 8o

    VG. -wilbo-

  • Für unsere Hobbits?


    Biete mich (1,63) schon mal zum Probeschlafen an... mit Prolite oder Eva - oder im Winter mit beidem

    aber nur wenn es Schutz vor wilden Schnecken bietet. Und Zecken. Oder eben im Winter

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Die aktuelle Herausforderung für mich heißt "Enclosed in Three": Kann man eine brauchbare, rundum geschlossene Zeltbehausung herstellen und dabei nur drei Laufmeter Stoff benutzen?

    Das geht ein wenig in die Richtung von meinem Penta-Mid Projekt, bei dem ich mit einer möglichst kurzen Bahn DCF ein brauchbares Shelter aufbauen wollte. Da bin ich aber bei 4,5m gelandet. 3m? No way! Dann lieber ein anständiges Rechteck-Tarp draus machen...

  • OT: muss man "es" betreten können oder zählt der mld-super-bivvy-alike auch (mit Aufhängung)?

    Eigentlich wollte ich diesbezüglich keine Vorgaben machen. Wenn der Shelter für dich passt dann ist doch gut. Realistischerweise sind bei 3 Meter Stoff jedoch keine Paläste zu erwarten.

    Definiere „brauchbar“.

    Nö, das soll jeder selbst für sich entscheiden. Je mehr Designs vorgestellt werden, desto besser für alle. Manchmal kann man ja aus einer Idee die für einen selbst nicht passt doch etwas Nützliches für sich rausziehen.

    Aber nur für den Fall, dass „rundum geschlossen“ und „Boden weglassen“ miteinander vereinbar ist.😂

    Rundum geschlossen war eher so gemeint, dass es aus jeder Richtung draufregnen kann ohne das man nass wird. Einen Boden kann der geneigte Ultraleichttrekker ja wie so oft üblich aus einem Stück Plastikfolie improvisieren.

    Ich bin gerade dabei, in Kooperation mit swissbushcraft einen Bivy zu entwickeln.
    Wenn ich den Boden weglasse, haben wir’s doch, oder?

    Das ist schon einmal ein prima Anfang- aber da geht doch noch was.

    Bei meinen ersten Entwürfen bin ich bei 80 cm Höhe. Ich versuche Mal die Tage meine Papiermodelle für das Forum zu dokumentieren.

  • Zwei Entwürfe hätte ich schon parat, aber wie ich diese dem Forum präsentieren soll so ohne was konkretes genäht zu haben weis ich noch nicht. Das ist ein ganz schönes Geschnipsel, aber ich arbeite dran.

    Bei der Recherche gab es aber einige tolle Ausflüge in die Vergangenheit der Ultraleichtshelter.

    Gossamer Gear Spinshelter

    Integral Designs Silshelter

    Integral Designs Sil Dome

    Tarptent Sublite und Contrail

    Alles Shelter die es so nicht mehr gibt. Das war damals so die Zeit als man die Shelter in Ermangelung neuer Materialien im Rahmen des "Jedes Jahr muß ein leichteres Zelt rausgehauen werden"- Rennens nur immer kleiner bauen konnte. Nach einer kurzen Phase der Shelter aus Spinnakernylon kam dan Cuben- aka DCF auf den Markt und die Zelte wurden wieder größer- leicht genug sind sie jetzt wohl. :P

    Obwohl, auch bei DCF scheint das "immer leichter, koste es was es wolle" zu funktionieren. Siehe Holden Tents/ Poncho Tarps mit 1,35 cm Stoffbreite.;)

    Ein Zelt das ich noch gar nicht kannte war das Rocket tent von Brooks Range. Das ist ein Minimalgeodät der zwei der drei Zeltstangen mit Trekkingstöcken ersetzt. Vielleicht ist das ja für den ein oder anderen hier interessant.

  • Moin!

    Integral Designs Silshelter

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    Ich glaube, dass mit der Überlappung der Eingangspaneele war vom Design her anders gemeint ...
    Davon würde mich der Schnitt interessieren.

    Nette, kleine review:

    Zitat

    Others might be even more scathing though and to them, sleeping under a simple piece of silicone coated nylon will hold the same appeal as having their testicles nailed to a table by Satan himself ... this is for those people!

    :evil:

  • Fürs Forumsarchiv noch ein Minimalschelter: Tencho von Montbell- noch so ein Gatewood Cape Vorläufer. Wahrscheinlich auch wieder eher für kleinere Leute gebaut.

    Aber nun Mal Butter bei die Fische: Ich habe einige Entwürfe nun einige Wochen im Kopf mit mir schwanger getragen. Hier stelle ich nun Mal einen davon vor. In Anlehnung an das Duplex und das Notch - da gibt es durchaus Parallelen in Bezug auf (nicht vorhandenes) Platzangebot und diverse Designelemente, habe ich den Entwurf kurzerhand Noplex getauft:


    Und hier der Schnitt:

    Bei 1,5 m Stoffbreite ist das sicherlich nur ein Schönwetterzelt, aber immerhin Sitzhöhe. Die Apsiden sind ähnlich luftig wie beim Duplex. Die schmalen Fußenden ähnlich eng wie beim Notch. Für kleine Menschen aber eventuell doch noch ausreichend. Es spricht ja auch nichts dagegen da einen hohen Bathtub- Boden reinzufrickeln wie beim Duplex, dann hätte man nochmal extra Wetterschutz - oder man benutzt z. B. einen Bivy mit WPB Fußende.

    Komplett "enclosed in three"? Vielleicht gerade eben so, ist sicherlich strittig.

    Interessant ist dieser Schnitt aber IMHO für überbreite Stoffbahnen wie das 1,75 m breite Silpoly von Adventureexpert. Eigentlich 180 cm wenn man die Webkanten mitrechnet. Bei meinem Schnitt kann wenigstens an den Seitenpanelen die Webkante mitgenutzt werden. Dann könnte der Mittelteil 60 cm breit sein und die Apsiden gehen schön weit herunter. Die Höhe der Seitenpanele würde dann ca. 1,15 cm betragen. IMHO ganz schön viel Zelt für so wenig Stoff.

    Ich habe noch einen Entwurf für ein klassisches A- Frame und etwas "Pyramidales", aber das zeichne ich euch später auf.

    Wünsche und Anregungen sind wie immer herzlich Willkommen.

  • Ansonsten sind 2,50 m Länge für einen Unterschlupf auch ausreichend:

    Moin!

    Für mich mit 1-85 eben leider nicht. (Geht die Tiefe vom Poncho-Tarp über 1-45 hinaus?)
    Am Kopf- und Fußteil braucht es nur ein wenig Wind und man muss sich irgendwas Zusätzliches zum Schutz einfallen lassen.
    Mit einem Regenschirm kann man so ein Shelter halbwegs regensicher gestalten, aber ohne alles ist dies eher ein Schönwetter-Tarp.

    Ich habe noch einen Entwurf für ein klassisches A- Frame und etwas "Pyramidales", aber das zeichne ich euch später auf.

    Ich bin gespannt!

    Interessant ist dieser Schnitt aber IMHO für überbreite Stoffbahnen wie das 1,75 m breite Silpoly von Adventureexpert.

    Das 20 D Gewebe hat eine recht hohe Diagonal-Dehnung. Alle Verbindungen, wo Gerade an Schräg liegt, sind extrem anspruchsvoll zu nähen. :(

    Auf der anderen Seite, gibt ein simples 1,7 m x 3 m Tarp einen passables shelter ab. Mein overnighter Set mit niedrigem Profil hat genau diese Maße.


    (30 D Silpoly Setup auf den Fernwandertagen)

    VG. -wilbo-

  • Meine Anregung wäre, dass mal einer was baut und aus der theoretischen Planungsphase rauskommt.

    OK, ich hab dich heute Mal beim Wort nehmen können und was aus dem extrabreiten Stoff gebastelt. Da wir uns gerade bei Bullenhitze in einem Yachthafen befinden und Parks hier rar und weit sind, haben wir das Zeltchen kurzerhand auf dem Pontoon aufgebaut.

    Leider habe ich wieder einmal unterschätzt wie sehr sich Stoff schräg zum Fadenverlauf stretcht, außerdem habe ich denke ich auch noch einen Rechenfehler gemacht. Die Schrägen der Seitenpanele waren jedenfalls viel zu lang für das Dachpanel, ich musste die Enden an den Ecken abschnippeln. Ich habe deshalb ordentlich Liegelänge verloren. Das Zelt ist so leider nur 2,3m lang. Für mich mit 1,87 m ginge es mit dünner Isomatte gerade so. Dafür sind aber die mittleren Abspannpunkte der Seitenpanele auf genau der gleichen Höhe wie die Ecken an Kopf- und Fußende. Das Zelt ist also tatsächlich komplett umschließend.

    Ebenfalls verschätzt habe ich mich bei der Gesamthöhe. Auf den Fotos wurden 132 cm lange Stöcke benutzt. Geplant hatte ich eigentlich mit 1,2m Höhe. Allerdings hat man so, im Gegensatz zu einer Einpersonenpyramide, durch die zwei Stöcke eine prima Raumgefühl. Das Zelt wirkt in keinster Weise klein oder beengt. In der Zeltmitte ist das Zelt 1,2m tief. Meine Lütten meinten als erstes: "Prima, kann man ja drin' stehen..."8o.

    Für den ersten Versuch finde ich es nicht übel. Das mit der Länge bekommt man mit Version 2 hin, und da der Shelter im Moment zu hoch ist, könnte man eventuell sogar 10 cm Höhe von den Seitenpanelen klauen und ein 70 cm, statt 60 cm breites Mittelpanel aus dem 1,8cm breit liegendem Stoff schneiden.

  • Moin!

    Alle meine 20 D Stoffe hatten bisher eine so abgrundtief be ... scheidene Querdehnung, dass ich kurz davor bin hier einen Schlussstrich zu ziehen.
    Aktuell steht noch eine Bestellung von Dutchware aus und dann bin ich damit durch.

    Wenn ich mit diesem Stoff schräg an gerade nähe, drehe ich durch! Ganz abgesehen davon, dass ich am Ende nie auf die gleiche Länge rauskomme. :(

  • Ist es das 20 D Silpoly XL von adventurexpert?

    Ja, ist es. Im Gegensatz zum 20d Silnylon von Extremtextil finde ich es bisher eigentlich ganz gut. Das 20d Silnylon empfand ich eher als Gummi als als Stoff. Ich habe da Mal versucht ein Torwald daraus zu schneidern. Das war übelst schwer zu verarbeiten (Das konkrete Zelt war dann aber wegen einer nicht doll funktionierenden Tür dann sowieso für die Tonne gebaut).

    Ich habe hier noch das "20D silpoly recycled B-grade" von Adventureexpert hier liegen. Das hat ein recht interessantes Microripstopmuster. Fühlt sich wertig an. Da bin ich Mal gespannt was das kann.

    Ich habe das 20d Silpoly hauptsächlich wegen der Überbreite gekauft. Da ist es glaube ich in Europa alleine auf dem Markt. Auch finde ich dass Silpoly wegen des fehlenden Durchhangs bei Nässe für diese kleineren Shelter mehr Sinn als Nylon macht. Die Reißfestigkeit ist dafür bei diesen kleinen Schönwetterzelten nicht unbedingt oberste Priorität. Du hattest glaube ich Mal geschrieben dass die Reißfestigkeit von dem Silpoly nicht sooo prall ist, oder?

    30d Silnylon finde ich persönlich einen guten Kompromiss aus Gewicht und Performance. Leider habe ich noch recht viel 40d Silnylon zu Hause was erstmal weg muß.

    In gut einem Monat sind wir wieder daheim, dann kann ich hoffentlich wieder etwas produktiver sein was MYOG angeht. Ultraleichte Stoffe auf dem Steg zuschneiden ist eine Herausforderung;),

  • Ja, ich war erstaunt, wie du das an Bord hinbekommen hast! :thumbup:

    Aktuell stehen mal wieder zwei nasse Vergleichs-Tarps im Garten.
    20 D Silpoly von RBTR und das Silnylon von Esvo. Wenn ich das Nylon-Material trocken stramm abspanne, ist kein Unterschied zum Silpoly zu erkennen.
    Das 30 D Silnylon hat eine erstaunlich feste Gewebestruktur. Wenn ich an der Spitze der Halbpyramiden rüttel, habe ich auf der einen Seite Silpoly-Gummi-Geschwabbel und auf der anderen Seite eine richtig gute Statik. Die Diagonalen muss man bei Wind halt zusätzlich abspannen.

    Nachher baue ich die beiden ab und wiege viel Wasser im Gewebe hängen geblieben ist.

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