Trekkingtouren in Chile - wer hat Ideen?

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  • Ich überlege, Mitte Dezember bis Mitte Februar nach Chile zu fliegen, weil ich dort schöne Treks vermute.
    Aber die Tourenrecherche fällt mir schwer.

    Ich muss vielleicht dazu schreiben, dass ich vor ca. 15 Jahren ein paar Argentischen Sachen und Bariloche und El Chalten, und den großen Torres Del Paine Circuit gemacht habe, und auch am Puyehue Vulkan in Chile war.
    Daher dachte ich, nicht das gleiche noch mal zu machen, sondern mich auf Chile ohne Torres del Paine zu konzentrieren.
    Ehrlich gesagt hatte ich gehofft, gar nicht bis nach Südpatagonien oder Feuerland fahren zu müssen, um einige schöne Mehrtagestreks zu finden, aber die Suche fällt mir schwer.

    Was ich mag:
    Ich mag keine Wälder. Ich mag viel Panorama, bin gerne über der Baumgrenze. Als Abwechslung mag ich Küstentreks, wenn man viel weit gucken kann (ist ja meistens so), und ich mag Vulkanlandschaften.
    Ich gehe gerne Touren ca. 3-7 Tage länge.
    Ich entscheide gerne spontan und geh bei guter Wettervorhersage los, daher versuche ich, Touren zu vermeiden, wo man lange vorher reservieren muss.
    Ich habe wenig Erfahrung mit Eis und Steigeisen, und bin kein harter Kletterer - bin ja auch alleine unterwegs.
    Grundsätzliche Trekkingerfahrung habe ich viel.


    Ich versuche gerade, die Optionen in Chile zu verstehen, und habe viele Fragezeichen.
    Der Norden um San Pedro Atacama und so finde ich schön. Aber ich sehe hier eher Tagestouren (und dann glaube ich auch größtenteils nur mit Guide), und gar keine typischen Trekkingtouren.
    Übersehe ich da was?

    Ich habe viel KI gefragt, und schöne passende Touren könnten (?) sein.
    1.
    .Villarrica Traverse 5-6 Tage, 81km
    https://www.alltrails.com/de/route/chile/araucania/villarrica-traverse-completo

    2.
    Circuito Condores, Condor Circuit

    Kondor Circuit - Trekkingchile DE
    Der Kondor Circuit oder auch Circuito los Condores genannt ist wohl derzeit der Newcomer unter den Trekkingtouren in Chile.
    www.trekkingchile.com

    4 Tage, Outdoorcactive schreibt 5-8 Tage, sieht gut aus, Hoffentlich keine Guide Pflicht


    FRAGEN:
    -Kennt diese beiden Touren wer und würdet ihrdie empfehlen. Übersehe ich was, was die Toruen sehr schwieirig macht (z.B. Anmeldung notwendig und lange vorher ausgebucht, oder sonst was was man schnell übersieht
    -Kann mir wer ein paar andere passende Touren nennen (Dientes da Naravino habe ich noch auf dem Schirm, aber ich hatte gehofft, dass ich auch in der Mitte oder dem nördlichem Süden schon voll auf meine Kosten komme)?
    -Stimmt sonst mein Eindruck (ich hoffe nicht), dass es in Chile viel weniger gute Trekkingtouren gibt, als man vermuten könnte. Oder halt, dass es zwar viel schöne Landschaft gibt, die aber kaum bewandert wird, und es daher wenig Infos gibt?
    -Oder gibt es einfach vor allem viele Tageswanderungen (danach habe ich gar nicht so sehr geschaut), und ich sollte mich darauf konzentrieren, was ja auch schön sein kann.

    2 Mal editiert, zuletzt von superflow (1. Oktober 2026 um 18:45)

  • Der Greater Patagonia Trail läuft meines Wissens nach Norden deutlich über Patagonien hinaus bis fast an die Haustür von Santiago: https://www.wikiexplora.com/Greater_Patagonian_Trail

    Schau mal bei Gerald Klamer vorbei. Der war dort viel unterwegs.

    Bei Bernd Looft erinnere ich mich an seine Hornopiren Traverse und einiges mehr.

    Allgemein gibt es super viel Potential für selbst geplante Unternehmungen. Längere, vorgedachte und etablierte Trails sind mir sonst auch keine bekannt.

    4 Mal editiert, zuletzt von Bohnenbub (1. Oktober 2026 um 20:37)

  • Danke Dir.
    Ich bin nicht so richtig der Fan von sehr langen Fernwanderwegen. Daher würde mich interessieren, ob der Greater Patagonien Trail einzelne Abschnitte von 5 Tagen oder so hat, die besonders schön und von der Organisation her nicht zu kompliziert sind.

    Gerald Klammer kenne ich nicht und habe ihn gegooglet. Aber wie finde ich da was zum Thema?

    Bernd Looft ist das BernieHH im ODS Forum. Da werde ich eh noch mal länger lesen müssen (Offtopic: Ich habe gerade einen Schreck bekommen, weil ich beim googlen eine Traueranzeige für einen anderen Bernd Looft gefunden habe).

  • Das sind Fragen für Mia im Zelt , denke ich

    Hallo,

    ich bin 2025 beide von dir genannten Treks im Rahmen von GPT gewandert. Beide fand ich absolut grandios - eine der schönsten Touren überhaupt. In meinem Blog habe ich ausführlich dazu berichtet.

    Villarica Traverse: Tolle gepflegte Wege. Den Eintritt für den NP zahlt man online. Zwischendurch passiert man die Checkpoints der Conaf.

    Circuito de los Condores: Hier ist die Orga deutlich komplizierter. Man braucht nicht nur den Eintritt zum NP Altos de Lircay, sondern auch die Erlaubnis der Familie Galdames ihr Grundstück zu betreten. Sie sind die offiziellen Besitzer der Region hinter dem NP. Eintritt war 25.000 CLP. Man muss dazu aber ein Formular auf Spanisch ausfüllen und die Gebühr per Überweisung (mit Caja Vecina möglich) zahlen. Es hat sich trotz des Aufwandes definitiv gelohnt.


    Es gibt in der Region südlich von Santiago viele tolle Möglichkeiten, die alle vom GPT erfasst sind. Spanischkenntnisse sind sehr empfehlenswert.

  • Mia, wie weit bist du auf dem GPT gekommen? Ich erinnere, dass wir mal sprachen als du auf der Pioneeros Rute warst…oder waren es die Torres del Avellanos? Wie auch immer: Recht dicht am südlichen Terminus.
    Hast du etwa alles in einem Jahr geschafft? Oder dir die Highlights rausgesucht?

  • Mia im Zelt
    Danke Dir.
    Hab gerade schnell mal auf Deinen Blog geschaut, und ich glaube der wird für mich sehr wertvoll sein.

    Mit ein bischen Orgakram kann ich leben und mit den Kosten von 25.000 CLP, und ein paar Sätze Traveller-Spanisch kann ich zumindest so gut, dass ich häufiger damit durch die Länder durchgekommen bin.
    -Bist Du in Chile auf Tracks gestoßen, die schnell ausgbucht sind (Permits, Hütten , geregelte Zeltplätze o.ä.) - sprich wo ich mich Wochen oder Monate vorher anmelden muss?
    Oder kann ich in der Regel ein paar Tage vorher entscheiden, was ich machen will?
    -Stimmt die Einschätzung meiner KI, dass ich (im Dezember bis Februar) in Chile häufiger bei knapp unter Null Grad übernachten werde (auch wenn ich eher Trekking als hohe Berge besteigen will)?
    -Wo kann ich am besten zur aktuellen Situation von Wegen Fragen? Hast Du Tips für Facebook-Gruppen, Foren, oder wen man einfach die Conaf anmailen? Oder sollte ich auf jeden Fall mit Jan Dudeck Kontakt aufnehmen?
    -Sonst irgendwas, was ich auf jeden Fall im Hinterkopf haben muss und was schnell übersehen wird, wenn ich jetzt erstmal n Flug nach Santiago buchem und von Mitte Dezember bis Mitte Februar vor Ort sein will?

  • Chile ist riesig – oder zumindest riesig lang. Und reicht in Europäischen Maßstäben gesprochen vom Nordkap bis weit nach Nordafrika rein. Und reicht von 0 bis fast 7000 m Höhe. Aber auch ganz ohne Bergsteigen liegt z.B. das Altiplano auf durchschnittlich etwa 4.000m Höhe. Entsprechend unscharf sind pauschale Aussagen über zu erwartende Temperaturen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Bohnenbub (3. Oktober 2026 um 13:06)

  • Im "kleinen Süden", also nicht so weit südlich:

    Wenn du Küste magst, könntest du auch mal nach Chiloe denken. 2016 habe ich dort eine 3-tägige Küstenwanderung zu einer Pinguinkolonie (Humboldt und Magellan) gemacht - ob das inzwischen noch "einfach so" möglich ist, oder reglementiert, weiß ich nicht. Die Pinguine waren da leider fast alle schon abgereist, da bereits herbstlich.
    Unglaublich ist der Regenwald der Alerces Andinos mit den letzten drei Ü-3000-Jahre-alten Alerces - alle anderen Riesen sind zur Zellulosefabrikation über den Pazifik geschippert worden. Nur Tagestouren möglich. Wenn du da irgendwo meine alte Digi-Knipse findest - bring sie mir bitte mit.

    Wenn du wirklich doch ganz nach Süden möchtest (entgegen deinem Eingangspost), auch da gibt es eine Küstentour in der Nähe von Punta Arenas zum faro San Isidro, und weiter entlang an der Magellanstraße. Wir sind Dezember 2019 nicht weiter gekommen als zum faro, da geht es um die Kurve und dann wurde ich nahezu weggeweht - wörtlich. Wenn man weiter gehen möchte, muss man auch die Gezeiten im Blick haben für ein paar Stellen.

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Gerald Klammer kenne ich nicht und habe ihn gegooglet. Aber wie finde ich da was zum Thema?

    Check-In mit Gerald Klamer aus Südamerika - Wanderwach & Kaffee
    Gerald Klamer, Weitwanderer, Abenteurer und Autor, ist wieder unterwegs: Dieses Jahr wird er ganze 10 Monate gemeinsam mit seiner Partnerin in Süd- und…
    wanderwachkaffee.buzzsprout.com

    Kenne die Folge nicht, aber Mareike lohnt sich eigentlich meistens, und unten stehen dann auch noch die Shownotes

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  • Ach ja: Noch was. Du wohnst wohnst in Hamburg? Glückspilz! Da habe ich einen etwas altmodisch anmutenden Tipp, mag auch am Alter liegen. Ich mag ja Bücher, noch so richtige aus Papier, die man zur Reiseplanung, zum sich-Anfixen bei nem schönen Glas Wein durchblättern kann. Auch heutzutage kann man sich einfach mal zur Fachbuchhandlung bemühen - bei mir, in Berlin, wäre das Schropp in der Knesebeckstraße, bei dir in Hamburg Land und Karte . Da gibt es auch richtiges Fachpersonal! Und für den Preis von 2 Kinokarten geht man mit einem ganzen Buch nach Hause! Dann noch 'n Zehner fürs Weinchen und der Abend ist gerettet. Und wenn man es wirklich alles online machen möchte, obwohl man so ein großartiges Geschäft in der eigenen Stadt hat, kann man dort auch viel, sehr viel bestellen...

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  • Natürlich nehme ich auch Bücher für die Vorbereitung.
    Ich habe bloß in den nächsten 2 Wochen wenig Zeit, und möchte gerne einen Schnell-check mache
    -ob ich Chile in den nächsten Tagen buchen kann, oder ob Chile ein Ziel sein könnte das für meine Wünsche evt. gar nicht passt
    -falls ich buche: ob ich irgendwas ganz schnell reservieren oder machen muss.
    -und parrallel schon mal abklopfen, ob ich noch Equipment kaufen sollte (daher die Frage, ob ich mit Minusgraden werde rechnen muss)

  • Beitrag von Bohnenbub (3. Oktober 2026 um 22:55)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (3. Oktober 2026 um 22:59).
  • Wenn du eher auf der Suche nach kürzeren Touren und nicht nur “großen” Fernwanderungen bist, würde ich den Rother Wanderführer “Patagonien und Feuerland” empfehlen, u.a. mit dem habe ich meine drei Monate in Chile 2024 geplant und fand die Touren recht schön.

    Ansonsten +1 für Abschnitte des GPT, da sind wirklich sehr schöne Routen dabei!

    Ein Kontakt mit Jan ist immer hilfreich, er kennt sich wahnsinnig gut aus in Chile und kann dir auch echt gute Tipps je nach Anforderungen geben.

  • Ich kann absolut die gesamte nördliche Wüste empfehlen. Gewandert bin ich damals nicht, aber wer nach Chile fliegt und da nicht unter anderem hinfährt, hat die für mich, schönste Landschaft meines Lebens verpasst!

    Rund um San Pedro de Atacames, ist es, als lebe man in einem Aquarell Gemälde!

    Ständig wechselnde Farben, das Pampa Gras, etc… etc…

    Ich fand es traumhaft!

    San Pedro wird sich wahrscheinlich noch mal weiter zum schlechteren entwickelt haben, aber wenn man das alte nicht kennt, fällt es einem nicht auf!

    Ich war 1994 und im Jahr 2000 da. In der Zwischenzeit, ist da der Tourismus komplett durch die Decke geschossen.

  • San Pedro ist natürlich ein Touri-Hotspot, und mit selbstständig Wandern in der Wüste ist da nicht viel möglich. (meine Erfahrung von 2019, nach meinem PCT und während der politischen Protesten in Chile. Ich hatte dort entschieden zu wenig Auslauf). Ins Valle de Luna ging es damals nur noch tagsüber, nur als Bus- oder Kleinbus-Touren, auch zu den ganzen Flamingo-Salzlagunen. Die Farben, die Wüsten-Sonnenuntergänge sind genial. Geologisch sehr interessant, und vieles gefährdet, wegen der Seltenen Erden. Aber bei so einem riesigen Land muss man echt aufpassen, sich nicht zu verzetteln. Sonst bleibt alles an der Oberfläche. Und das wäre ja nicht nachhaltig. Meine Meinung.

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Danke Euch. Ich habe gerade gebucht 14.12. bis 10.2. und werde beriuchten...
    bzw. werde hier noch ein paar mal nachfragen.
    Mit San Pedro war auch mein Eindruck, dass es höchstens eine lange Tageswanderung gibt, die ohne Guide gehen .... und dass die geführten Wanderungen meist ca. 100 Euro am Tag kosten, was ich auch nicht unbedingt 5 mal machen will,.

    Raul hast Du noch Stichworte bei San Pedro in Erinnerung was da als Tageswanderung ging, oder warst Du sehr Ortsnah oder mit geführter Gruppe unterwegs?


    Stimmt mein Eindruck, dass es so eine ganz brutale Hochsaison um Weihnachten in Chile gar nicht gibt? Z.B. bei San Pedro als Test mal geguckt und noch sehrviel Hostals eta verfügbar. An Hotsports in z.B. Neuseeland wäre das sehr anders.
    Oder sind die Haupt-Stress-Tage gar nicht zwischen Weihnachten und Sylvester?
    Oder sind die schwierigsten Orte für Unterkünfte andere?
    Sprich: Gibt es Orte oder Zeitphasen, wo ich mir auf jeden Fall jetzt schon mal Unterkünfte als Option reservieren sollte?

  • superflow

    Ich war damals gar nicht Wandern!

    Aber ich habe mehrere Geländewagentouren gemacht, unter anderem in das von caficon erwähnte Vale de la Luna.

    Aber ich war auch ganz im Norden, in irgendeinem Kaff, nahe der Peruanischen Grenze und habe von da ebenfalls Touren mit Fahrzeugen unternommen.

    Ich schrieb ja, das ich damals nicht gewandert bin.

    Des weiteren bin ich damals von San Pedro, da ist die Zoll Abfertigung in Richtung Argentinien, mit einem LKW Konvoi nach Argentinien getrampt, was drei Tage dauerte, da die Fahrer erstmal auf über oder um die 5000 Meter Höhe Eisenerz laden mussten. War extrem geil, die Tour.

    Ebenfalls empfehlenswert ist es, von San Pedro aus, eine Mehrtägige Tour in Richtung Salar de Ujuni in Bolivien zu unternehmen.

    Man kommt an der Laguna Verde und an der Laguna Colorada vorbei.


    Der Salar de Ujuni ist der größte Salzsee der Erde.

    Eine der tollsten Eindrücke meines Lebens.

    Da du aber Wandern willst, ist das wohl alles nichts für dich, hahahahaha!

    Obwohl ich vor ein paar Jahren mal auf einen Blog gestoßen bin, wo jemand mit dem Fahrrad, die Anden quer durch die Wüste bis nach Argentinien überquert hatte.

    Aber das ist alles sehr sehr schwierig.

    Habe den Blog Eintrag gefunden!

    Andes by Bike - Paso Socompa to Paso San Francisco
    A tough, tough, 15 day route in northern Argentina.
    www.flickr.com

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