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  • Ich denke nicht, dass die Risikobereitschaft mit dem Alter zunimmt. Aber abnehmende Fähigkeiten (Sehvermögen, Gleichgewicht, Kreislauf/Hitzeerschöpfung) können schon beteiligt sein.

    Als freier Photodesigner hatte ich mein Leben lang immer Zeit zu reflektieren und mich und meine Fähigkeiten zu hinterfragen. Ich kann mir gut vorstellen, dass jemand der permanent arbeitet, schlicht zu nichts anderem kommt. Mit den Jahren macht man halt weiter das, was man immer in den Ferien gemacht hat.

    In jungen Jahren habe ich eher Grenzen ausgereizt, um zu erfahren was geht und was nicht. Würde ich diese Einstellung immer noch haben, nähme mit meinen abnehmenden körperlichen Fähigkeiten das Risiko erheblich zu.

    btw.
    in der Statistik (Alpintote in Osterreich (2015-2024) sehe ich eher gleichmäßige Schwankungen, aber keine Steigerung.

  • Ich gucke seit einiger Zeit "In höchster Not · Bergretter im Einsatz"

    einer der echten Bergwachtler s.o. war letztens im Interview - und da kam genau die Frage: s.o. mehr Unfälle?
    Seine Antwort war sinngemäß: "dafür dass erheblich mehr Leute in den Bergen unterwegs sind, waren die Einsätze eher weniger als erwartet"
    ergo - Statistik der Bergwacht ist wohl am zuverlässigsten
    Bei den Bergwanderern (eigene Erfahrung) kann es schon vorkommen dass Menschen (meist ältere Herren) sich überschätzen
    nach dem Motto "das hab ich früher in xy Std. gemacht" und dabei "vergessen" dass sie zwischenzeitlich älter und deutlich "unfitter" sind.... oder Herzkrank usw.

  • Wäre auf der Liste meiner bevorzugten Todesarten im Alter eh recht weit vorne....

    Das sagt sich leicht, wenn man noch nie mit einem gebrochenem Bein alleine in Bergen lag.
    Bei mir wurde jedenfalls der Kinderglauben an den "Lieben Gott" überraschend flott aufgefrischt. (...)

    Kenn ich ^^ trifft aber sicher auf jedes ich-schau-dem-"Tod"-ins-Auge zu

    Nur, wenn ich wählen dürfte zwischen Metastasen-zerfressen-meine-Wirbelsäule und hach-ist-es-hier-schön--ausgerutscht-schwups-tot, wäre es sicher das 2te.

  • Bei den Bergwanderern (eigene Erfahrung) kann es schon vorkommen dass Menschen (meist ältere Herren) sich überschätzen
    nach dem Motto "das hab ich früher in xy Std. gemacht" und dabei "vergessen" dass sie zwischenzeitlich älter und deutlich "unfitter" sind.... oder Herzkrank usw.

    Das stimmt sicherlich. Ich denke aber auch, dass das Bergwandern an und für sich unterschätzt wird.

    Ich schreibe das als jemand, der Sommer und Winter durchaus viel in den Alpen unterwegs war (heute leider eher selten). Auf eine Tour, von der man weiss, dass sie technisch anspruchsvoll ist, bereitet man sich vor (Planung, Ausrüstung) und erwartet auch Schwierigkeiten. Eine Bergwanderung sieht dagegen eher wie ein Spaziergang aus... häufig ist sie das dann auch, aber eben nicht immer, z.B. wegen schlechten Wetters. Ein und dasselbe Gelände kann bei mangelnder Sicht oder Nässe plötzlich ungleich schwieriger werden.

  • Habe gerade mal die KI von gugl gefragt: plane mir für Anfang Oktober eine viertägige Trekkingtour ab Ort XY mit den schönsten Aussichtsgipfeln - und bekomme die Tour-Beschreibung in ein paar Sekunden komplett geliefert

    Ich glaub die Welle "Unfall durch KI" liegt noch vor uns, der YouTube Kanal Alpenacademy hatte dazu mal einen interessanten Beitrag, die Tour war gar nicht schlecht geplant und die Beschreibung passte zu 90%, fatalerweise fehlte das Details, dass ein Abschnitt über einen Gletscher verläuft.

    einer der echten Bergwachtler s.o. war letztens im Interview - und da kam genau die Frage: s.o. mehr Unfälle?
    Seine Antwort war sinngemäß: "dafür dass erheblich mehr Leute in den Bergen unterwegs sind, waren die Einsätze eher weniger als erwartet"
    ergo - Statistik der Bergwacht ist wohl am zuverlässigsten

    Ich glaub das ist am Ende ganz simpel der Hauptgrund, ich hab auf doch ein paar Tausend km Alpen nur ganz selten Leute gesehen, die sich wirklich doof angestellt haben (insofern die nächste Bergbahn weit genug weg war), vielleicht wird vieles schlimmer dargestellt, als es in Wirklichkeit ist.

  • lustigerweise auch der Trupp Gebirgsjäger, die waren nicht besonders trittfest. Vermutlich grade mit der Grundauabildumg angefangen, bzw. hoffentlich :D

    Damit die Kameraden Mulitreiber eventuell nicht ungerechtfertigt schlecht da stehen, in den Schulen der Bw in Mittelwald oder Sonthofen können auch schon mal Lehrgangsteilnehmer aus ganzen Republik und darüber hinaus rumstolpern 😁.

  • lustigerweise auch der Trupp Gebirgsjäger, die waren nicht besonders trittfest. Vermutlich grade mit der Grundauabildumg angefangen, bzw. hoffentlich :D

    Damit die Kameraden Mulitreiber eventuell nicht ungerechtfertigt schlecht da stehen, in den Schulen der Bw in Mittelwald oder Sonthofen können auch schon mal Lehrgangsteilnehmer aus ganzen Republik und darüber hinaus rumstolpern 😁.

    fand das jetzt auch nicht weiter tragisch. Vermutlich im September angefangen, wie du sagst, wer weiß, wo die herkommen, und die hatten ne Offizierin dabei, die einen recht fähigen Eindruck machte und die 10 Kerle gut unter der Fuchtel hatte :D Aber eben, die sind da zum Lernen und hatten jemand dabei der aufpasst und helfen kann - großer Unterschied zum Rest, der sich da rumgetrieben hat.

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