Von Melbourne nach Sydney zu Fuß

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  • Von Melbourne nach Sydney zu Fuß - Teil 1

    Hier meine Reisebericht von meinem Thruhike in Australien, von Melbourne nach Sydney.
    Meine selbst zusammengestellte Route , ausgelegt auf 105 Hikingtage ( wegen festen Rückflugdatum ), bestand aus existierenden Fernwanderwegen, Wanderwegen, Bikepacking / Railtrails, Firetrails, Forststrassen, aber auch normale Nebenstrassen/Strassen und ein wenig Autobahn ( wo keine andere Möglichkeit vorhanden war ).
    Zudem habe ich die Strecke auch so gewählt, das ich spätestens alle 300 Km an einer Einkaufmöglichkeit vorbeikam.
    Ich habe alles zu Fuß gemacht, Public Transport, Hitchhiking, Lift ( Mitnahmeangebot von freundlichen Autofahrer), Fähre, etc. habe ich von vornherein ausgeschlossen, bzw. nutze ich generell nie auf meinen Hikes.
    Da ich auch die Strecke vom und zum Flughafen zu Fuß zurücklegte, mussten die Unterkünfte bei Ankunft und Abflug nicht allzuweit vom jeweiligen Flughafen entfernt liegen und gaben somit den Start und Endpunkt vor.

    Die im vorhinein geplante Route war auf ca. 4200 km ausgelegt, aber mir war klar, das ich flexibel sein musste um diese jederzeit anpassen zu können wegen Streckensperungen, Karten- oder Planungsfehler, Bushfire, Überschwemmungen, Wasserknappheit bzw. auffinden von zuverlässigen Wasserquellen oder ähnlichen.
    All diese Punkte sind dann auch eingetreten. Am häufisten allerdings waren es Kartenfehler, da viele Wege als öffentlich gekennzeichnet waren, aber sich vor Ort herausstellte, das diese über Privatgrundstücke verliefen oder in Trinkwassereinzugsgebiete gelegen waren und somit kein Zutritt erlaubt war.

    Die Reisezeit war nicht optimal gewählt, aber ich hatte kein anderes Zeitfenster.
    Da ich schon mehrmals in Australien war, machte ich mir am meisten Sorgen über die zu erwartende Hitze, Bushfire und Buschfliegen Plage.
    Ist alles mehr oder minder eingetreten.
    Die Temperaturen reicht von 0 Grad ( nachts, am beginn des Hikes ) bis zu 38 Grad.
    Bushfire hatte ich zum Glück nur in der Ferne gesehen und einmal ich bin Wochen nach einem Bushfire durch dieses Gebiet gekommen.
    Buschfliegen waren ab Anfang November präsent und erst Mitte Dezember wurde sie weniger.
    Meist reisten dann 20 bis 100 Buschfliegen auf meinem Rucksack mit und stürtzten sich ( nicht alle auf einmal !) in einem ausgeklügelten System von Angriffs- und Ruhezeiten auf Naseneingang, Augen, Ohreneingang und Mund um ein paar Hautschuppen oder ähnlich eiweißhaltiges zu ergattern.
    Die wirksamste Methode sich dagegen zu wehren, war mit einen ( abgefallen ) Eukalyptuszweig immer schön über die rechte und linke Schulter im Wechsel zu wedeln und das permanent.
    Irgendwann abends sind diese dann verschwunden, aber dann kamen auch meistens die Mücken .......


    Trail Daten:


    TrailZeit: 27.10.25 - 07.02.26 = 104 Trailtage
    Start Ort: Keilor ( Melbourne, Victoria )
    Ziel Ort: Sydney ( New South Wales )
    Distanz: 4808 Km
    Höhenmeter +: 103210 Meter
    Höhenmeter -: 102733 Meter
    Höchster Punkt: 1577 Meter ( Barrington Tops National Park)
    Nächte: 103 (1 x Caravan Park, 99 x Wildcamping, 3 x Campground mit Facilities (kostenlos) (National Park oder dergleichen))
    Pausentage: 0


    Hier eine Karte der Route die ich dann letztendlich gelaufen bin.
    ( Bitte das Höhendiagramm ignorieren, da es fehlerhaft ab 1800 keine Höhemeter mehr anzeigt und ich weder dies beheben konnte, noch habe ich es geschaft dies gänzlich auszublenden ).

    Quelle: Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM | Kartendarstellung: © OpenTopoMap


    Fotos folgen dann ab Teil 2.

  • Von Melbourne nach Sydney zu Fuß - Teil 2

    Keilor ( Motel ) nach Strathbogie Area

    27.10 - 4.11

    452 Km 

    3287 Hm + 

    2785 Hm -

    Quelle: Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM | Kartendarstellung: © OpenTopoMap


    Von meinem Motel in Keilor, einem kleinen Ort ca. 10 vom Melbourne Airport entfernt, startete ich bei bedeckten Himmel und kühlen Temperaturen los nach Bacchus Marsh wo ich einen Zeltplatz auf einem Caravan Platz gebucht hatte. Der Weg verlief unspektakulär an mehreren Hauptstrasse entlang, auf Fuß oder Radwegen.
    In Bacchus Marsh startete ich dann, nach einer frostigen Nacht, am nächsten morgen auf den Lerderderg Track der dann später in den Goldfields Track überging, welcher in Bendigo endet. Ab da ging es dann Forst und Nebenstrassen weiter bis in die Strathbogie Area.

    Sonnenaufgang über der Skyline von Melbourne


    Echidna ( Ameisenigel ) , eierlegendes Säugetier

    Nachtplatz neben einer offenen Wasserpipeline ( leider zu tief um Wasser zu schöpfen )


    Über etliche Kilometer führte der Weg an dieser ( alten ) Pipeline vorbei.

    Leider war es nur an ganz wenigen Punkten möglich Wasser daraus zu schöpfen und das Wetter war sehr, sehr warm.


    Sulphur crested cockatoo ( Gelbhaubenkakadu )


    Pink Cliffs , Heathcote


    Grasstree

    ca. 18 Km schnurgeradeaus ohne Kurve :)

    2 Mal editiert, zuletzt von FNZ (14. März 2026 um 15:10)

  • Wow, Respekt! Solche selbst zusammengestellten Routen finde ich immer am spannendsten.

    Vielleicht hast Du ja Lust, deine Tier- und Pflanzenbeobachtungen auf iNaturalist zu posten? Bringt nutzbare Forschungsdaten, ein kleines zusätzliches Reisetagebuch, und in Australien gibt's sicher ne aktive Community, die deine Bestimmungen bestätigen kann.

  • Von Melbourne nach Sydney zu Fuß - Teil 3 A

    Strathbogie Area - Mannus State Forest ( near Tambarumba )

    05.11.2025 - 15.11.2025

    537 Km

    13445 HM +
    12877 HM -

    Quelle: Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM | Kartendarstellung: © OpenTopoMap


    Das Wetter ist etwas durchmischt, teilweise bewölkt und es regnet auch mal oder gewittert, aber sobald die Sonne scheint, ist es schon sehr, sehr warm und das lockt auch die Buschfliegen an. Routenmässig läuft soweit alles nach Plan und ich musste nur geringfügige Änderungen vornehmen ( meist um die Wasserversorgung sicherzustellen ).

    Es wird bergiger und zum erstmal geht es auf 1000m hoch ( und auch wieder runter ).


    Nachdem ich schon Koalas in einer Nacht gehört hatte, bekommen ich diese nun auch zu Gesicht ( alle drei innerhalb 45 Minuten, die ersten beiden haben sich selbst bemerkbar gemacht durch Ihre lauten Grunzgeräuschen, ansonsten hätte ich diese nicht entdeckt ).

    Zikade


    Erster Berg mit Aussicht: Golden Mountain

    Paradise Falls ( Alpine National Park )


    Woolshed Falls ( nahe Beechworth )


    Sulphur Crested Cockatoos ( Gelbhaubenkakadus )


    Kookaburra ( Jägerliest, auch Lachender Hans genannt, Hörprobe )

    Murray River in Albury ( New South Wales ), hier beginnt der Hume & Hovell Track ( HHT ), welcher 426 Km lang ist und in Yass endet.

    Diesem folge ich bis Wee Jasper. Der HHT einen längeren Abschnitt der entlang einer Hauptstrasse führt und dann auch sehr viel über Farmland ( Kuhwiesen ), aber auch durch National Parks, Natur Reservate oder ähnlichen.

    Die Abschnitte über Farmland gingen grösstenteils steil bergauf ( und wieder bergab ) und man musste vielfach ( manchmal alle 500m ) über Steighilfen die Stacheldrahtzäune überwinden und auch aufpassen, das man nicht in Kuhfladen tritt, welche wiederum eine grössere Anzahl von Buschfliegen anlocken.


    Eastern Hill Reserve

    Possum


  • Von Melbourne nach Sydney zu Fuß - Teil 3 B ( leider liessen sich keine Bilder mehr hochladen, so daß ich diesen Teil nochmal aufteilen musste )

    Strathbogie Area - Mannus State Forest ( near Tambarumba )

    Blue tongued Skink


    Hier führte der HHT über ein Privatgrundstück mit einer Kamelherde ( vielleicht habe ich auch den Wegweiser falsch interpretiert ).

    Aus der nahe sind diese ganz schön groß und impossant. Es hat mich auch ausgiebig beschnüffelt, bevor ich dieses passieren konnte.

    Als ich mich dann nochmal umgedrehte, hatten sich drei Kamele im Karawanen Modus formiert und sind mir gefolgt....

    Da habe ich dann beschleunigt so gut es ging und hab mich schnellstens über den nächsten Zaun auf die Strasse gemacht..... Führungspositionen liegen mir nicht so......

    Brücke inmitten einer Kuhweide, darf von Hikern und Kühen benutzt werden.

    Kuhweide

    Normalerweise sind Echidnas sehr scheu und graben sich ein oder rennen weg, wenn man sich ihnen nähert. Diesen konnte ich, aus einiger Entfernung, eine ganze Weile beobachten und fotografieren.

  • Von Melbourne nach Sydney zu Fuß - Teil 4

    Mannus State Forest ( Tumbarumba ) - Namadgi National Park, Nass Valley Fire Trail

    16.11.25 - 23.11.25

    389 Km

    10795 +
    10781 -

    Quelle: Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM | Kartendarstellung: © OpenTopoMap


    Immer noch auf dem ( einsamen ) Hume & Hovell Trail ( insgesamt sehe ich dort nur 2x andere Hiker, auf einer länge von 340 Km ) geht es weiter Richtung Norden. Nach wie vor, schaffe ich es jede Nacht einen Platz zu finden an dem ich Wild Campen kann.

    Pelikane und Kormorane


    Brumbies ( Wildpferde )


    Emus

    Blowering Reservoir

    Yellow-tailed black cockatoo  

    Ausblick vom Mount Wee Jasper


    In Wee Jasper ( einem ganz kleinen Ort ) verlasse ich den Hume & Hovel Trail um in den Brindabella National Park zu gelangen.

    Bin dann kurzfristig im Australian Captial Territory ( ACT, der nun insgesamt 3. Bundestaat durch den ich hike ).

    Gang Gang cockatoo ( HelmKakadu )

    Crimson Rosella ( Pennantsittich )

    Murrumbidgee River ( Murrumbidgee Discover Trail )

    Namagdi National Park ( ACT )


    Im Namadgi National Park wechsele ich auf den Australian Alps Walking Track ( da ich diesen ca. 650 Km langen Fernwanderweg, über die australischen Alpen, schon komplett im Jahr 2023 absolviert habe, nutze ich nur die ersten ( sehr steilen ! ) 4 Km um dann auf einen Firetrail und den National Trail ( Australiens längster Fernwanderweg ) zu kommen. Diesen werde dann ich aber nach mehren Kilometern wieder verlassen.

    Einmal editiert, zuletzt von FNZ (19. März 2026 um 10:36)

  • Was für ne tolle Tour, ganz sicher Erlebnis pur, ganz individuelle Route, das mag ich ... und platze natürlich vor Neid weil ich noch auf die Rente warten muss um wieder so viel Zeit zu haben ... nein, freue mich für dich :) Danke für den Bericht.

    Hab ne Schraube locker, so hat das Leben etwas Spiel

  • Triffst Du in Australien eigentlich irgendwelche speziellen Vorkehrungen gegen Schlangen?

    Also die Gefahr von Schlangen gebissen zu werden ist gering, da diese meistens fliehen, bevor man diese selbst entdeckt.

    Für den ungewöhnlichen Fall eines Bisses, weiss ich wie man sich zu verhalten sollte ( betroffenes Körperteil mit Kompresse abbinden und nicht bewegen ) .

  • Für den ungewöhnlichen Fall eines Bisses, weiss ich wie man sich zu verhalten sollte ( betroffenes Körperteil mit Kompresse abbinden und nicht bewegen ) .

    Und wenn du dann da irgendwo bewegungslos verharrst, wie geht's dann weiter? Ist natürlich nur diese theoretische Frage "Was ist wenn" aber die Gefahr ist in Australien natürlich größer als bei ner Schlenderei durch den Pfälzerwald.

    Hab ne Schraube locker, so hat das Leben etwas Spiel

  • Für den ungewöhnlichen Fall eines Bisses, weiss ich wie man sich zu verhalten sollte ( betroffenes Körperteil mit Kompresse abbinden und nicht bewegen ) .

    Und wenn du dann da irgendwo bewegungslos verharrst, wie geht's dann weiter? Ist natürlich nur diese theoretische Frage "Was ist wenn" aber die Gefahr ist in Australien natürlich größer als bei ner Schlenderei durch den Pfälzerwald.

    Naja, sobald man gebissen wurde muß man unbedingt einen Notruf absetzen, falls kein Empfang vorhanden ist... dafür habe ich einen PLB dabei.

    Es hilft halt nur, so schnell wie möglich das Gegengift zu bekommen.

    Wobei es aber auch möglich ist, das die Schlange einen "Dry Bite" macht, also zubeisst ohne Gift, leider läst sich das ohne Arzt nicht so einfach feststellen.....

    Es gibt ca. 3000 gemeldete Schlangenbisse in Australien pro Jahr, davon Todesfälle 1-2.

    Tote durch Verkehrsunfälle ca. 1000 / Jahr.

  • Von Melbourne nach Sydney zu Fuß - Teil 5A

    Namadgi National Park, Nass Valley Fire Trail - 7 Mile Beach National Park, Sand Walk South Track

    24.11.2025 - 04.12.2025

    517 Km   ( Gesamt: 1878 Km )

    14156 +
    14816 -

    Quelle: Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM | Kartendarstellung: © OpenTopoMap


    Die Temperaturen bewegen sich weiterhin um die 30 Grad trotz, das ich auf teilweise auf Höhen oberhalb 1000 m bin.

    Aushalten läst sich das nur, wenn ich von Zeit zu Zeit meinen Sun Hoodie einmal komplett nass machen kann.

    Leider wird es immer schwieriger durchgängig Wasser zu finden, so daß ich immer grössere Mengen Wasser als Vorrat mitschleppen muß.

    Black Tiger Snake ( erst die zweite Schlange, die ich bis jetzt antreffe )

    Bin mir unsicher, aber wahrscheinlich ist das eine Common Brown Snake.

    Diese Schlangen ergreifen nicht sofort die Flucht, sobald man sich ihr nähert.


    Lace Monitor ( Buntwaran )

    Sonnenaufgang

    Tuross Falls, Wadbilliga National Park


    Cascades, Wadbilliga National Park

    Tallaganda National Park

    Junger Wombat, der mich erst nicht bemerkt hat und so sind wir 500 zusammen gewandert ( in gebührenden Abstand )


    Wegen Wassermangel musste ich aus dem Tallaganda National Park absteigen und einer Strasse folgen, um an einen Fluß zu kommen und treffe diese Kamele ( auf Farmland ).

    Morton National Park

    Morton National Park

    Morton National Park

    Corang Arch, Morton National Park

    Morton National Park

    Morton National Park

    Christmas Bells, Morton National Park

    Morton National Park

    Morton National Park

    Morton National Park

    Morton National Park

    Lyrebird ( Wappentier von New South Wales )

    Kann nicht so gut fliegen, aber dafür alles stimmlich imitieren, was er so hört ( andere Vögel, Handy Klingeltöne, etc. )

    Camping Overhang, Morton National Park

    Nach einem sehr anstrengenden und langen Tag mit vielen Kletterstellen, im Morton National Park, ein ausgefallener Platz zum campen .

    Was man nicht so gut sieht, über die Felskante tropften zwei Mini Wasserfälle, einer zum Duschen geeignet ( rechts unter halb des umgestürzten Baum ) und einer direkt an dem Busch vor meinem Zelt ( geeignet zum Händewaschen ).

    2. Tag im Morton National Park, auf dem Weg zum Hidden Valley

    Hidden Valley, sehr beschwerlicher Weg mit sehr viel Bushwacking

  • Von Melbourne nach Sydney zu Fuß - Teil 5B

    Namadgi National Park, Nass Valley Fire Trail - 7 Mile Beach National Park, Sand Walk South Track


    Nach dem Hidden Valley, ging es beschwerlich weiter im Morton National Park auf einem Trail, mit einer grossen Anzahl von umgefallen Bäumen bis ich die Bikepacking Route " Attack of the Buns " erreiche.

    Dieses Stück folgt einer Allrad Piste innerhalb eines ehemaligen Trainingsgelände der Army.

    Hier ist es verboten den Tail zu verlassen, zu graben und zu campen.

    Kurz bevor der Trail den Morton National Park verläst, gibt es eine Campsite mit Regenwassertank, die ich ganz für mich alleine habe.

    Nachts kommen dann noch ein paar Kängurus vorbei zum grassen.

    Weiter auf einem Firetrail und dem Attack of the Buns Trail.

    Nach einem sehr heissen Tag kommt der Trail an einem aufgestauten See vorbei, campen kann ich leider nicht.

    Den ganzen Tag höre ich schon Hubschrauber kreisen, was mir ein mulmiges Gefühl wegen eventueller Bushfire gibt.

    Sehen kann ich nichts.

    Auch nachts kreist ein Hubschrauber in der Nähe meines Zelts, als dieser dann verschwindet, kommt noch ein Wildschwein vorbei und schmatzt genüsslich beim essen, insgesamt eine Nacht mit nicht viel Schlaf.

    Shoalhaven Heads

    Ich verlasse die Bikepackingroute ungeplant in der Stadt Nowra, da es von hier nur 20 Km zum Meer sind ( allerdings gibt es nur eine vielbefahrene Strasse dorthin ).

    Nach der Entscheidung, sehe ich in der Wetter App, das es eine Hitzewarnung für die folgenden Tage gibt mit bis zu 38 Grad.

  • Von Melbourne nach Sydney zu Fuß - Teil 6

    7 Mile Beach National Park, Sand Walk South Track - Nortons Basin

    05.12.2025 - 13.12.2025

    386 Km  ( Gesamt: 2265 Km )

    7894 + HM
    7781 - HM

    Quelle: Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM | Kartendarstellung: © OpenTopoMap


    Sonnenaufgang 7 Mile Beach

    Kiama Costal Walk

    Magpie ( Flötenkrähenstar )

    Sehr melodischer ( Hörprobe ) Vogel, dessen flötenartiger Gesang mich fast jeden Tag begleitet.

    Allerdings muss man während der Brutzeit aufpassen, dann verteidigen diese die Gegend um Ihren Brutplatz sehr agressiv und fliegen Angriffe mit Ziel Kopf.

    Superb Fairywren ( Prachtstaffelschwanz )

    Kiama Costal Walk

    Kiama Costal Walk

    Von Kiama aus will ich in den Budderoo National Park, leider erfahre ich, kurz bevor ich diesen erreiche, das dies einer der wenigen National Parks ist, der Öffnungszeiten hat und nachts abgeschlossen ist. Also muss ich umplanen und mir einen anderen Platz zum übernachten suchen.

    Nach einem langen anstrengenden Aufstieg bei immer noch sehr heissen Temperaturen finde ich dann einen Platz kurz vor dem Saddleback Mountain Summit.

    Saddleback Mountain Firetrail

    Oystercatcher ( 7 Mile Beach )

    Da es heute 38 Grad heiss werden soll, kehre ich wieder an den 7 Mile Beach zurück und gehe bis an dessen nördliches Ende und weiter auf die Comerang Island, welches eigentlich nur per Fähre erreichbar, da diese von der einen Seite vom Shoalhaven River und von der anderen Seite vom Meer umschlossen ist. Der Shoalhaven River führt allerdings sehr wenig Wasser, so daß dessen Mündung von einer Sandbank verschlossen ist.

    Comerong Island ( vor Sonnenaufgang )

    Comerong Island ( vor Sonnenaufgang )

    Von hier wandere ich zurück zur Stadt Nowra und auf die Bikepackingroute " Attack of the Buns".

    Hampden Bridge Kangaroo Valley ( Attack of the Buns )

    Attack of the Buns

    Kurzzeitig verlasse ich die Attack of the Buns Bikepackingroute, um im Morton Nationalpark den West & East Rim Track zu absolvieren.

    East Rim Track

    Am Ende des West Rim Tracks finde ich dann noch eine Möglichkeit mein Zelt aufzubauen, begleitet von einem sehr schönen Sonnenuntergang.

    Am nächsten morgen gehe dann den gleichen Weg zurück und dann Richtung Nattai National Park.

    Nattai National Park

    Nattai River

    Hier gibt es eine primitive Campsite, die ich ganz für mich alleine habe.

    Am nächsten morgen geht es weiter auf einem Trail, der nach wenigen Metern schon nicht mehr als solcher zu erkennen ist.

    Ich kämpfe mich durch dichtes Gebüsch, Bäume und Schlingpflanzen und kann nur meiner GPS Route folgen.

    Nach mehr als 9 anstrengenden Stunden und nur 14 Km kreuze ich den Nattai River wieder und übernachte hier.

    Am nächsten Morgen entschliesse ich mich, nicht mehr auf dem Track zurück zu kehren, sondern dem Flussverlauf zu folgen um dann von dort aus meiner Route Richtung Blue Mountains weiter zu folgen.

    Es regnet zur Abwechselung mal und nach nur wenigen Metern sinke ich in Quicksand/Treibsand ein.

    Immer wieder treffe ich auf solche Stellen, die nur schwer zu erkennen sind. Einmal ist es so tief, das ich nur mit mühe meinen Fuß inklusive Schuh wieder herausziehen kann. Ansonsten ist es aber viel einfacher, als der Track von gestern und irgendwann hört es es auch auf zu regnen.


    Mountain Dragon ( Bergagame )

    Nach mehr als 9 km Flusswanderung treffe ich auf die Strasse, die mich laut meiner Karte entlang des Warragamba Rivers in Richtung Blue Mountain führen soll. Allerdings endet diese nach 6 Km an einer Schranke und einem Verbotsschild, das die Nutzung bei Androhung eines Bussgeldes von 11000 AUS $ verbietet, da diese durch ein Trinkwassereinzugsgebiet führt.

    Mir bleibt nichts anders übrig, als umzukehren und der Strasse in anderer Richtung zu folgen. Von dort gebe es die Möglichkeit in die Blue Mountains von der Westseite zu gelangen.

    Nachdem ich den Nattai River wieder quere geht es auf einer steilen Strasse bergauf, diese ist ziehmlich marode.

    An einem Seitenweg finde ich nach langen Suchen eine Möglichkeit mein Zelt aufzustellen, muss mir aber leider den Platz mit einigen Blutegeln teilen.

    Am nächsten Tag geht es fast ausschliesslich an vielbefahrenen Strassen weiter.

    Als ein heftiges Unwetter losbricht, bin ich in einem Einkaufscentrum um einzukaufen und meine Powerbank und Handy aufzuladen.

    Ich warte bis der Regen nachläst und nahe des Nortons Basin am Neapan River einen Platz für mich und mein Zelt.

    Einmal editiert, zuletzt von FNZ (22. März 2026 um 13:47)

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