Effiziente Brenner-Topf Kombinationen

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  • Das Video ist ganz unterhaltsam. Ein Urgestein. :)

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    Unterhaltsam vielleicht schon. Ernst nehmen kann ich es nicht, wenn er den Brenner jedesmal ganz aufdreht, unter gleichen Bedingungen für den gleichen Topf einmal 1,5 min braucht bis zum Kochen und dabei 5 g verbraucht haben will, und bei der Wiederholung 2 min und 10 g Verbrauch. Und dann halt den Mittelwert 7,5 g verwendet....

    Hinweis zum minimal möglichen Verbrauch: Man braucht etwa 1,16 mWh/g*K zum Erwärmen von Wasser. Um 500 ml um 90K zu erwärmen, also etwa 46 Wh. Butan hat einen Heizwert von 12,7 Wh/g und einen Brennwert von 13,7 Wh/g.

    Wenn ich die gesamte Wärmeenergie des Brenners nutzen könnte (Heizwert), bräuchte ich 3,6 g Gas. Nur wenn ich außerdem den im Abgas enthaltenen Wasserdampf (Verbrennungsprodukt) auch noch kondensiere, kann ich auf 3,35 g Gas reduzieren. In der Realität sind wir davon ein gutes Stück entfernt - das entweichende warme Abgas, die Wärmeabgabe des Topfes an die Umgebung, das anfängliche Aufheizen von Brenner und Topf und die Verdampfungsenergie (Blasenbildung) kommen dazu. Ein gewisser Ausgleich wird sein, dass das "kochende" Wasser dann doch keine 100 °C hat.

    Deshalb mein Angebot:

    Wenn Du auf 3,5 g kommst, geb ich ein Bier aus!

    Wer misst, misst Mist. :)


  • 3,5 Gramm das wird ziemlich sicher nichts werden. Das Messen ist beinhaltet halt Faktoren, die sich nicht berechnen lassen. Warum sollte das Wasser auf einer Höhe von 330 Metern nicht annähernd 100 Grad haben wenn es kocht? Gut nach der Faustformel eben nur 99 Grad. ^^

    Stichwort Butan! Das ist eben kein Butan, sondern eine mir unbekannte Mischung. Und ganz nebenbei ist die Füllung der Kartuschen unterschiedlich in der Zusammensetzung. Ein Gramm Gas ist eben nicht ein anderes Gramm Gas in Sachen Zusammensetzung und Brennwert. Diese Vergleiche sind lediglich eine Information in welche Richtung es gehen kann. Mit 7 Gramm nach der Küchenwaage für 900 ml bin ich bislang zufrieden. Wir bleiben dran. Ich finde auch, die Temperaturen von Wasser und Umgebung spiegeln eine Sommertour wieder, eventuell ist das Wasser sogar oft am Anfang sogar wärmer als 10 Grad.

    Beispiele:

    Die Coleman-Ventilkartuschen sind mit einem leistungsstarken Butan-/Propangasgemisch im Verhältnis 70/30 gefüllt und bieten zuverlässige Leistung bis zum Gefrierpunkt. Die Schraubkartusche mit integriertem Ventil sorgt für eine einfache Handhabung und eine längere Brenndauer, ideal für ausgedehnte Ausflüge und längere Outdoor-Abenteuer.


    Primus Power Gas ist ein Gemisch aus Propan und Isobutan. Unser vielseitigster Gas-Mix, sorgt für eine ausgezeichnete Leistung von Frühjahr bis Herbst.


    Campinggaz: Leistungsstarkes Butan/Propan-Gemisch (80/20)

    Einmal editiert, zuletzt von Carsten K. (22. November 2025 um 15:45)

  • [ot]

    Ob das ganze sinnvoll ist, kann sich jeder selbst ausrechnen.
    Mein 1l Titan Topf wiegt 147 g. der Wärmetauscher Topf wiegt 80 g mehr.
    Wenn ich 5 g Gas pro Liter spare, müsste ich schon 16 Liter verbrauchen, um an den „Break-even Point“ zu kommen.

    Es kleckert sich halt einiges zusammen und lohnt halt nur, wenn Spiritus nicht mehr effektiv verbrennt:
    Leergewicht der Butanflasche, 95 g
    top&top Adapter, 40 g
    GSI-Brenner, 127 g

    = 262 g. das wäre gut 1/4 Liter Spiritus!

    VG. -wilbo-


    Fehlt da nicht was?

    Den Spiritus transportiert und verbrennt man ja nicht in der flachen Hand. Da fehlt doch ebenfalls die Brennstoffflasche und der Brenner, oder?

    Bei einer normalen Schraubkartusche braucht man auch nicht den sackschweren Msf-1a Adapter auf Schraubgewinde, also minus 40 Gramm (meiner wiegt sogar 50 Gramm).

    Allerdings kann man Spiritus bei gut planbaren Touren passend mitnehmen. Theoretisch. Es sei denn der Wind weht oder man verschüttet mal was. Kartuschen könnte man auch halbwegs passend füllen.

  • Interessant - ich dachte immer, flachere, breitere Töpfe seien effizienter als hohe, schmalere Zylinder.

    (Von allen anderen Vorteilen jetzt mal abgesehen, abzüglich Packmaß)

    Wahrscheinlich bringt es aber auch schon viel, Flamme(ngröße) und Topf zu optimieren, sprich, in harmonischen Einklang zu bringen.

  • Wahrscheinlich bringt es aber auch schon viel, Flamme(ngröße) und Topf zu optimieren, sprich, in harmonischen Einklang zu bringen.

    So halb OT: Jetzt muss ich doch mal den Link da lassen :D

    Kochen, auch wenn es windet
    Ein von Studenten und einem Doktoranden der ETH Zürich entwickelter Campingkocher trägt die Flamme in seinem Innern. Beeinträchtigung durch Wind und…
    ethz.ch

    Peakboil – Design Technology Lab

    Eigentlich war ich auf der Suche nach einem Youtube Video, bei den jemand vor ein paar Jahren sogar den Brenner in Metall gedruckt hatte. Wäre interessant gewesen, ob es da ein Update gab. Leider konnte ich das Video nicht mehr finden.

    Tyler Reeves hat sich 2022 auch mal an einem 3D Druck topf pribiert. Reddit Youtube

    Mittlerweile wird Metall 3D Druck ja auch schon von Diensten wie PCBWay angeboten. Vielleicht findet sich ja bald wieder jemand, der das nochmal auf die Spitze treibt :)

  • Haben die also tatsächlich den "Samowar" noch mal "erfunden"??? Jetzt muss er noch leichter, effizienter und bezahlbar sein, der "Peakboil".

    Er passt wohl nur in spezielle Töpfe und es muss wohl eine Abdichtung (fehleranfällig) zwischen Topfkörper und "Peakboil" geben. Nahrung darin zubereiten kann man darin auch eher nicht. Wie sieht denn der Brenner aus?

    Nette Spielerei.

    4 Mal editiert, zuletzt von Carsten K. (22. November 2025 um 15:06)

  • Haben die also tatsächlich den "Samowar" noch mal "erfunden"??? Jetzt muss er noch leichter, effizienter und bezahlbar sein, der "Peakboil".

    Er passt wohl nur in spezielle Töpfe und es muss wohl eine Abdichtung (fehleranfällig) zwischen Topfkörper und "Peakboil" geben.

    Nette Spielerei aus meiner Sicht, mehr wohl nicht.

    Da mir der Samowar nicht wirklich bekannt ist konnte ich die Assoziation nicht herstellen.
    Beim kurzen googlen konnte ich aber auch nicht herausfinden ob es bei der "Studienarbeit" blieb oder ob noch mehr Arbeit reingesteckt wurde.
    Zudem möchte ich noch drauf hinweisen, dass das von 2018 ist. In der Zwischenzeit hat sich beim 3D Druck ja auch noch einiges getan.

  • Ich denke es ging auch nicht primär um einen Kocher, sondern um das Herstellungsverfahren. Auch die gelben Flammen sehen für mich nicht wie eine saubere Verbrennung aus.

    Lösungen für das zugrunde liegende Problem "Wind" gab es bereits vorher. Siehe z. B. der MSR Windburner usw.

    Wenn man einen altbekannten Samowar auf der Abgasseite mit weiteren Rippen für den Wärmeaustausch ausstatten würde, dann glaube ich das der in Sachen Effizienz nicht hinten an steht. Das wird halt für die Befeuerung mit Holz nicht gemacht, damit man das runde Rohr leichter vom Ruß reinigen kann.

    Ob generell ein Aufschraubbrenner zum Schnee schmelzen die erste Wahl ist, bezweifle ich. Ich würde einen Schlauchkocher mit Vorheizschleife verwenden, wie etwa den Primus Express Spider.

    Entscheidend wäre, ob sich noch etwas einsparen lässt, dass die ganzen Nachteile aufwiegt.

  • Haben die also tatsächlich den "Samowar" noch mal "erfunden"??? Jetzt muss er noch leichter, effizienter und bezahlbar sein, der "Peakboil".

    Er passt wohl nur in spezielle Töpfe und es muss wohl eine Abdichtung (fehleranfällig) zwischen Topfkörper und "Peakboil" geben. Nahrung darin zubereiten kann man darin auch eher nicht. Wie sieht denn der Brenner aus?

    Nette Spielerei.

    Ist an dem Teil irgendetwas anders/neu als am Kelly Kettle (und weiteren ähnlichen Produkten)?

  • Haben die also tatsächlich den "Samowar" noch mal "erfunden"??? Jetzt muss er noch leichter, effizienter und bezahlbar sein, der "Peakboil".

    Er passt wohl nur in spezielle Töpfe und es muss wohl eine Abdichtung (fehleranfällig) zwischen Topfkörper und "Peakboil" geben. Nahrung darin zubereiten kann man darin auch eher nicht. Wie sieht denn der Brenner aus?

    Nette Spielerei.

    Ist an dem Teil irgendetwas anders/neu als am Kelly Kettle (und weiteren ähnlichen Produkten)?


    Am "Samowar"?

    Oder am "Peakboil"?

    "Samowar" (schriftliche Erwähnung um 1730) hieß es wohl schon lange vor dem "Kelly Kettle". Das Prinzip dürfte identisch sein.

    Kelly Kettle – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Einmal editiert, zuletzt von Carsten K. (22. November 2025 um 21:16)

  • Um den Bestand angebrochenen Gaskartuschen mal ein bisschen zu reduzieren, habe ich mal mein Kaffeewasser damit gekocht.

    330 Meter üNN, ca. 20 Grad Celsius Zimmertemperatur, ca. 10 Grad Celsius Wassertemperatur.

    300 Gramm netto "Biltema" Schraubkartusche mit Butan. Blieb irgendwann in Schweden übrig.

    Startgewicht 432 Gramm

    Erhitzt 11 x 900 ml

    Endgewicht 340 Gramm

    Das entspricht 92 Gramm Gas für 9,9 Liter kochendes Wasser.

    Ergibt 9,2929 Gramm Gas pro Liter Wasser.

    Soto Windmaster und Primus ETA Topf.

    Die Wassermenge entspricht bei mir etwa einer 5-tägigen Tour.

  • Ergibt 9,2929 Gramm Gas pro Liter Wasser.

    Aber bei Laborbedingungen (Küche?) ohne Wind, oder?

    Wie viel brauchst Du mit nem normalen Titan Topf? 😇😋

    Ja, ohne Wind. Sonst wird das ja nicht annähernd vergleichbar.

    Für einen Titantopf gibt es eigentlich keinen Grund. Titan ist schwerer und leitet Wärme schlechter. Der einzige Grund für die Verwendung von Titan ist für mich der Einsatz im offenen Feuer. Da schmelzen dann die Henkel nicht ab 😄

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