Bikepacking in den nordwestlichen Highlands Anfang Mai 2026

Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
  • Der Termin steht, die Fähre ist gebucht. Anfang Mai werde ich mit 2-3 Freunden mit Zug/Fähre/Zug nach Inverness reisen. Von dort wollen wir eine Runde durch das Gebiet nordwestlich von Inverness drehen. Wir haben netto rund 11 Tage und planen ca. 400 km zu schaffen. Im Moment schwebt mir vor, aus Inverness noch mit der Bahn weiter nach Norden zu fahren und dann als erstes Cape Wrath anzusteuern. Dann auf irgendwelchen Wegen bis Ullapool, dann irgendwie zurück. Eine vorab geplante Route wird es wohl nicht geben, aber einige Punkte, die wir ansteuern wollen. Ich werde hier gelegentlich Gedanken und Fragen abwerfen. Teils als Notizzettel, teils in der Hoffnung, dass mir jemand mit konkreter Erfahrung weiterhelfen kann.

    ->Hier die
    1.) Frage: Sollte man Bargeld dabei haben? Bei meinen letzten vier Inselbesuchen hatte ich nie welches in der Hand, da war ich aber auch in der Zivilisation. Ich frage mich, ob das bei Zeltplätzen, winziges Cafés und irgendwelchen Pubs am Ende der Welt vielleicht noch anders ist.

  • Ich habe bis auf die Waschmaschinen auf Campingplätzen keinen einzigen Ort mehr in den Highlands erlebt, der keine Bezahlmöglichkeit über Karte hatte. Allerdings sind 2 Karten (bzw. 1x Smartphone mit anderem Konto oder PayPal) von Vorteil, wenn eine mal nicht funktioniert.

  • Ich habe bis auf die Waschmaschinen auf Campingplätzen keinen einzigen Ort mehr in den Highlands erlebt, der keine Bezahlmöglichkeit über Karte hatte. Allerdings sind 2 Karten (bzw. 1x Smartphone mit anderem Konto oder PayPal) von Vorteil, wenn eine mal nicht funktioniert.

    Eigentlich ebenso, aber in den Bussen haben warum auch immer unsere beiden Karten nicht funktioniert. Also vlt kleiner Notgroschen aber prinzipiell sind die da oben deutlich weiter mit Karten als wir.

  • Habe dieses Jahr eine kombinierte Bikepacking/Klettertour durch GB gemacht, u.a. auch in der Ecke, also wenn Fragen sind kann ich vlt. Antworten.


    Zu Frage 1: Ein kleiner Notgroschen reicht, normalerweise bevorzugen alle dort das zahlen mit Karte.

    Persönlich würde ich empfehlen, ein Ordnance Survey Abo für den Monat abzuschließen, sind die besten Karten und die App ist praktisch weil dort die National cycletrails eingezeichnet sind.

  • Oh, ich habe hier ja gar nichts mehr geschrieben. :D Jetzt ist es jedenfalls bald so weit.

    Ist hier zufällig jemand, der den "Weg" zwischen Cape Wrath und Sandwood Bay kennt?

    Und vielleicht jemand, der die Fähre in Keoldale/Durness irgendwie umgangen hat? Dabei geht es uns nicht darum, die Gebühr zu sparen, sondern einfach keine Zeit zu verlieren.

  • Oh, ich habe hier ja gar nichts mehr geschrieben. :D Jetzt ist es jedenfalls bald so weit.

    Ist hier zufällig jemand, der den "Weg" zwischen Cape Wrath und Sandwood Bay kennt?

    Und vielleicht jemand, der die Fähre in Keoldale/Durness irgendwie umgangen hat? Dabei geht es uns nicht darum, die Gebühr zu sparen, sondern einfach keine Zeit zu verlieren.

    Cwt ist bei mir mehr als 10 Jahre her, vlt. gibt es hier Menschen die aktuellere Infos haben, aber das war damals kein Weg sondern ein Pfad durchs Moor, eher nicht geeignet fürs Rad.

    Von Cape bis zur Fähre war es ein Feldweg, wir haben dann die Fähre genommen. Wenn ich mich Recht erinnere wäre die Umgehung der Fähre ein oder zwei Tage laufen gewesen, kann sein, dass das mit dem Rad schneller geht.

    (Auch immer bedenken daß das Cape militärischer Übungsplatz ist und man sich kurz vorher erkundigen muss ob Grade Übungen anstehen oder nicht)

  • Pfad durchs Moor

    gar kein richtiger trail

    So ungefähr habe ich mir das schon gedacht. Fahrradspezifisches für die Gegend zu ermitteln ist etwas schwierig, ist halt kein leichtes Gelände. Die Strava-Heatmap zeigt, dass die Leute dort zu Fuß mehr oder weniger einer "Empfehlung" folgen. Ich habe mich halt gefragt, ob es im Prinzip quer durchs Kraut geht und die Spur auf der Heatmap quasi selbstverstärkend wirkt, weil ihr alle nachlaufen, oder ob es zumindest sowas wie eine Markierung gibt.

    Was die Übungszeiten im Sperrgebiet angeht: Es gibt eine Facebookgruppe, in der auch der zuständige Koordinator aktiv ist. Dort gibt es sehr feingliedrige Informationen darüber, wann man rein kann, und wann nicht. Die Warnflaggen werden teils zwischen Übungen gar nicht abgenommen, weil das so kurzfristig nicht zu schaffen ist. Da reinzugucken lohnt sich also gegebenenfalls. Für unser Zeitfenster ist allerdings weiträumig alles klar.

    Ich möchte jedenfalls gern Mitglied des Cape Wrath Fellowship werden, wenn ich schon mein Fahrrad in die letzte Ecke der Insel zerre. Meine Reisegenossen müssen das auch wollen, denn ich bin der Reiseleiter. :D Aber ich möchte eben auch weder einen halben Tag auf die Fähre warten, noch eine Strecke doppelt fahren, sondern lieber Sandwood Bay sehen. Daher die Frage. Da wir leicht abenteuerlustig sind und kein Kilometerziel haben, ist 9 km Heidewhacking im Zweifel auch mal ok. :S

  • Markiert ist in Schottland in der Regel nix. Bei wegspuren muss man manchmal auch aufpassen dass man keinem Schafweg folgt.

    Outdooractive sagt 10km bei etwa 500hm rauf und runter. Wenigstens gibt es keine hohe und dichte Vegetation die schieben/tragen extrem behindert. Bleibt der eher weiche und feuchte Untergrund.

    Sandwood bay ist schön, Cape Wrath und die Gegend rundum fand ich nicht übertrieben spannend. Wenn du oder deine Mitstreiter sich das mit dem Rad nicht antun wollen.... Sandwood bay ist von Süden ganz gut mit dem Rad erreichbar. So als "Umweg "

  • Ist hier zufällig jemand, der den "Weg" zwischen Cape Wrath und Sandwood Bay kennt?

    Und vielleicht jemand, der die Fähre in Keoldale/Durness irgendwie umgangen hat? Dabei geht es uns nicht darum, die Gebühr zu sparen, sondern einfach keine Zeit zu verlieren.

    Ab der Sandwood Bay führt der "Weg" nur pfadlos nach Norden. Es gibt lediglich an der Strathchailleach Bothy Andeutungen von Pfaden und natürlich den Fahrweg zwischen der Fähre und Cape Wrath.

    Die Umgebung der Fähre ist wohl möglich. Ich meine mich zu erinnern im englischsprachigen Forum dazu was gelesen zu haben. Allerdings auch pfadlos.

  • Cape Wrath und die Gegend rundum fand ich nicht übertrieben spannend. Wenn du oder deine Mitstreiter sich das mit dem Rad nicht antun wollen

    Wir wollen uns eben genau das antun und Cape Wrath Fellows werden. ;)

    Ich bin mal gespannt. Letztlich brauchen wir allgemein ein wenig Glück und passende Bedingungen, um in unserem Zeitfenster überhaupt so weit nach Norden zu kommen.


    Ordnance Survey

    Da habe ich die Tage mal das Probeabo genutzt. Die Karte ist zwar gut und ich werde für den Reisezeitraum auch das Abo nutzen. Aber die App lässt sehr zu wünschen übrig, wenn man Locus gewohnt ist. Bspw. ist der in einem Rutsch herunterladbare Bereich nur ca 21x13 km groß, dass ist für die Nutzung mit dem Rad ein Witz. Und das ausgerechnet in einer Ecke, in der ich nicht mit sonderlich viel Mobilfunkbandbreite rechne. Locus einbinden kann man die Karte auch nicht (mehr). Als PDF von der Webseite laden (und dann in Locus einbinden) hilft auch nicht, da auch hier der Bereich winzig ist.


    Damit gewonnene Erkenntnisse nicht einfach so verloren gehen, schreibe ich mal noch vom Buchungsspaß mit Trainline. Unser Plan war eigentlich Bahn-Fähre-Bahn (Dresden-Amsterdam-Newcastle-Inverness) zu fahren. Bis Newcastle ist auch alles schick. Danach wurde es leider absurd:
    -Züge auf der Insel kann man erst 12 Wochen vor der Fahrt buchen, d.h. bei uns vergehen 1,5 Wochen buchbare Zeit, eher wir wissen, ob wir auch mit dem Zug zurück fahren könnten, in der Folge sind für den Hinweg ggf. schon die günstigsten Tickets weg, oder auch keine Fahrradplätze mehr buchbar. Das ist doof, aber noch irgendwie handhabbar.
    -Bei Scotrail braucht man weder Fahrradkarte, noch Fahrradreservierung, außer für die 3 Äste ab Inverness, und zwischen Newcastle und Edinburgh fährt man leider nicht Scotrail.
    -Zwischen Newcastle und Edinburgh gibts an unserem Reisetag nur genau einen Zug, der zeitlich passt. Dieser hat meistens 4 Fahrradplätze, an unserem Tag aber nur 2. Wir sind zu dritt unterwegs.
    -Der Zug zwischen Newcastle und Edinburgh hat außerdem Größenbeschränkungen für Fahrräder, u.A. maximal 2 m Länge. Bei einem modernen MTB in (X)XL wird das knapp. Reifenbreite ist auf 85 mm beschränkt, ein Fatbike geht also auch nicht.
    -Für die Fahrradrervierungspflichtigen Strecken bei Scotrail braucht man wohl ein Papierticket. Dieses kann man aber nicht etwa selbst drucken, sondern muss es am Schalter/Automaten abholen. Automaten scheint es aber nördlich/westlich von Inverness gar nicht zu geben, Schalter natürlicha uch nicht/kaum. Also spontan mit dem Rad in der Bahn von Achnasheen nach Dingwall fahren geht nicht. Das Personal im Zug kann das vielleicht lösen, aber vielleicht sind die 4 Plätze pro Zug halt auch gerade dann zufällig voll.
    -Sonntags ist der Verkehr da oben sehr sehr eingeschränkt. Wir hätten evtl den Bedarf, Samstag Abend oder eben Sonntag von Dingwall mit der Bahn weiter nach Norden zu fahren. Samstag fährt die letzte Bahn gegen 19 Uhr. Sonntag fährt die erste, einzige, und somit auch letzte um 18:31 Uhr. Verständlich, aber für uns Mist.

    Das Ende vom Lied: Wir haben einen dreisitzigen Transporter gemietet. Der kostet für 13 Tage inklusive Sprit ungefähr so viel, wie wir mit der Bahn gezahlt hätten. Ich liebe die Bahn, ich hätte sie sehr gern genutzt, aber es ist halt nicht möglich. Einen Tag mit Einwegmiete kostet übrigens genauso viel, wie 13 Tage mit Rückgabe an der Abholstation. Und der Transporter wird uns natürlich als Gepäckaufbewahrung dienen und erlaubt nebenbei noch einen Abstecher in einen Bikepark, wenn wir auf dem Rückweg sind.

  • Hast Du Dir Busse angeschaut. Meine Erfahrung von damals war (ca. 10 Jahre), dass die um einiges regelmässiger fahren und auch ein besseres digitales Angebot hatten. Wie das mit der Fahrradmitnahme aussieht, kann ich jedoch nicht beurteilen.

  • Busse angeschaut

    Ja, ist (für uns) auch aussichtslos. Die normalen öffentlichen Busse nehmen gar keine Räder mit. Flixbus glaube ich auch nicht, jedenfalls nicht da oben. Neulich hatte ich durch die schon erwähnte Facebookgruppe noch einen Busanbieter in Schottland gefunden, der nimmt Räder mit, aber nur 2 pro Bus.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!