Enclosed in Three - Challenge

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  • Ok, gestern habe ich Mal daran gemacht das versprochene A- frame aufzuzeichnen:

    The Stratos (cirriforme Wolken sind recht hoch oben, Stratoswolken sind die niedrigsten;))

    Man bekommt so ein Tarp mit 2m Stoffbreite am Kopfende und ca. 1,4m am Fußende. Längsliegertypisch ist die komplette Länge nutzbar. Durch die geschlossenen Enden sollte man mit der recht kurzen Länge des Längspanels hinkommen.

    Die angegebenen Höhen wären bei sehr flachem, bodennahen Aufbau. Das ist in der Praxis natürlich je nach Wetter natürlich deutlich höher. Sitzhöhe werde ich mit meinen 1,87m Körpergröße aber nicht hinbekommen.

    Ich war erst ganz stolz auf meine Idee den Eingang seitlich am Kopfende mit einem RV zu realisieren. So muß man nicht sich nicht am Kopfende reinwurschteln. Dann habe ich aber rausgefunden das Yamamountaingear das bei seinem Cirriform schon seit Jahren macht:rolleyes:. Netter Nebeneffekt ist dass man ein Seitenteil mit einem Stöckchen aufspannen kann. Dann hat man bei gutem Wetter eine Art Lean-to mit prima Ausblick. Je nach Wetterlage kann das aber auch im Liegen von Innen zurückgebaut werden (Stöckchen weg, RV zu, fertig.)

    Über das Fußende bin ich mir noch nicht hundertprozentig im klaren. Da könnte man IMHO die Panele auch geteilt lassen wie beim Cirriform und dann nur bei Bedarf mit Heringen überlappend zusammenfügen. Gerne hätte ich den Grundriß trapezförmig hinbekommen. Dann hätte man das gesamte Tarp mit minimal 4 Heringen aufspannen können. so sind es jetzt aber mindestens 5-6. Je nachdem ob man Tarpent-typisches Gezunsel am Fußende Installieren möchte. Am Kopfende geht das IMHO wegen der auftretenden Kräfte nicht.

  • Ich bin ja eher ein Freund des Einfachen.

    150 ist als Trapez-Tarp in der Breite etwas knapp.

    Bei 160 cm sieht es schon viel besser aus.

    Das wäre meine Präferenz zusammen mit diesen Stoffen:
    https://www.esvocampingshop.com/de/nylon-stoff-meterware-goldbeige/
    https://www.esvocampingshop.com/de/supreme-ripstop-nylon-stoff-ultra-leicht-und-stark-dunkelgrun-160-cm-46-gr-m-30dn/
    Beide Materialien sind auf der Vorder- und Rückseite gleichmäßig Silikon-beschichtet. Ich kann also meinen Schnitt bedenkenlos spiegeln.

    Wie war das noch mit dem Design?
    Es ist erst dann gut, wenn man nichts mehr wegnehmen kann. ;)

    VG. -wilbo-

  • Ich habe mal versucht, Deinen Entwurf nachzuvollziehen.

    Danke für's mitdenken!

    Wie hast Du das Fußende gedacht, flach auslaufend oder gerade runter?
    Bei der geraden Variante wird die Liegelänge ganz schön knapp.

    Etwas schräg auslaufend wäre natürlich wünschenswert. Aber da muß ich noch einige Papiermodelle basteln bis das Design da final ist. Die Winkel sind da recht kritisch. Schon einige cm mehr oder weniger machen aus einem Beak da eine astreine Dachverlängerung.

    BTW, das Protrail hat auch nur 2,1m Liegelänge, und in den Kopfteilbeak kann man ja auch noch etwas reinkrabbeln.

    Am Fußende komme ich in der Breite nur auf knappe 130 cm

    Die 1,4 m kommen noch von einem früheren Entwurf. Da hatte ich bei 1,9m Lotrecht zur Kante abgeschnitten und kam dann auf 0,7m.

    Noch ein Paar cm kann man rauskitzeln wenn man einen leichten Catenary- Cut an der Firstnaht einplant. Allerdings kostet das dann auf Hüft-/ Kniehöhe wieder Tarpbreite. In diesem Bereich ist Breite aber denke ich sinnvoller angelegt. Macht sich in der Specsliste halt nicht so doll;).

    Zu deiner Zeichnung:

    Das Maß 1108 mm am Kopfbeak ist bei mir anders. Das hatte ich mit einem Meter angegeben. So kann es direkt an das Kopfende der Dachbahn angenäht werden. In der Mitte ist dort keine Überlappung.

    Die Dachpanele hätte ich auch anders zusammengenäht. Ich mache das immer (OK, bisher 2x) so, daß die schräge Kante die Firstnaht bildet. Dann bekommt man IMHO eine bessere Überdachung hin. Das Kopfende kragt dann natürlicherweise etwas aus und hat keine Einbuchtung an der Spitze. Der schrägen Fadenverlauf an der Kappnaht sieht dann immer etwas bescheiden aus, tut der Nutzbarkeit allerdings keinen Abbruch. Einmal habe ich wegen der Dehnbarkeit eine abgeschnittene Webkante mit in die Kappnaht eingearbeitet. Aber ob das jetzt soviel bringt sei dahingestellt. Eine Webkante ist nun mal kein Gurtband.

    Ich bin ja eher ein Freund des Einfachen.

    Das ist ja nun hinreichend bekannt ;). Aber die Herausforderung hier heißt ja enclosed. Obwohl ich mich ja schon beim Torwald am simplen 3x1,5m Tarp abgearbeitet habe, finde ich die einfachen Tarps ja auch wirklich prima. Aus einem 1,5- oder 1,6 m breiten Tarp einen Trapezschnitt zu basteln, ist, mit Verlaub, den Aufwand nicht wert. Dann hast du wieder eine Firstnaht die du Abdichten musst usw. Du hattest das glaube ich Mal etwas ähnliches bei einem Tyvekponcho probiert. Da war wenigstens noch der Mehrwert der Mittelnaht, daß man die Kapuze dort hineinnähen konnte. Bei den kleinen Tarps, die eh zu 95% als Holden aufgebaut werden ist das IMHO overkill.

    Würde man dieses Design mit dem XXL Stoff bauen dann würde ich wahrscheinlaich auch eher einen einfachen Trapezschnitt nehmen und da noch ein Paar kleine Beaks oben und unten anbauen. So wie das blaue Tarp hier.

    Also ich finde Christians Tarp „more sexy“!

    Danke für die Blumen!^^

    Unter ein 45cm hohes Tarp, kann ich mit meiner Plautze gar nicht drunter kriechen… erst ab 46cm…

    Wie schon gesagt. Das Teil ist in der Praxis ja höher aufgebaut. Selbst beim absoluten "Sturmmodus" mit allen 6 Abspannpunkten auf der gleichen Höhe wird man ja wegen der Linelocs einen Abstand zum Boden von so 5-10 cm nicht vermeiden können. Außerdem kannst du ja das Zelt schmäler machen und so entsprechend höher aufbauen. Wirklich reinkriechen muß ja, wegen dem Seiteneinstieg, auch niemand.

    Es ist erst dann gut, wenn man nichts mehr wegnehmen kann.

    Ah, Antoine de Saint Exupery- das ist eigentlich mein Leitspruch beim Basteln.

    Aber wie im Eingangspost schon gesagt: Das hier ist die Schrulle eines "in die Jahre gekommenen".

  • Danke für's mitdenken!

    So, kommt dies Deinen Vorstellungen schon näher?

    Aus einem 1,5- oder 1,6 m breiten Tarp einen Trapezschnitt zu basteln, ist, mit Verlaub, den Aufwand nicht wert.

    Da bin ich komplett anderer Meinung.
    Die Schutzfunktion ist bei dem Schnitt um einiges höher als bei einer simplen Stoffbahn.

    Dann hast du wieder eine Firstnaht die du Abdichten musst usw.

    Muss ich nicht, da meine Doppelkappnähte mit dem dicken 35 CoreSpun ohne Versiegelung dicht sind.

    Aber die Herausforderung hier heißt ja enclosed.

    Genau, und dafür ist das Tarp mit den beaks schon „ein bisschen“ gemogelt. ;)

    Außerdem kannst du ja das Zelt schmäler machen und so entsprechend höher aufbauen.

    Wie das, wenn die beaks fix sind?

    Ah, Antoine de Saint Exupery- ...

    Dank Dir!
    Ich wusste gar nicht mehr, woher das habe.

    VG. -wilbo-

  • So, kommt dies Deinen Vorstellungen schon näher?

    Ja, das passt besser. Der Beak am Fußende ist bei dir jetzt flächenmäßig maximiert, hat aber einen nicht optimalen Fadenverlauf. Das muss bei dem kleinen Dreieck aber auch kein Weltuntergang sein. Mal sehen was es bei mir wird.

    Wie das, wenn die beaks fix sind?

    Nun, wenn du das Tarp höher abspannst, aber den Abstand der Seitenkanten zum Boden gleich lässt, dann wird die Liegefläche achmäler und die Beakspitzen wandern nach aussen und oben.

    Genau, und dafür ist das Tarp mit den beaks schon „ein bisschen“ gemogelt. ;)

    Hm, warum gemogelt? Zugegeben, eine Höhe von 50- 60 cm ist jetzt kein Palast, aber rundum geschlossen isses.:P

  • Ja, das passt besser. Der Beak am Fußende ist bei dir jetzt flächenmäßig maximiert, hat aber einen nicht optimalen Fadenverlauf.

    Mich würde viel mehr der suboptimale Fadenverlauf an der Firstnaht stören. Damit bekommt man keinen vernünftigen Zug auf die Naht, welche die gesamte Struktur halten soll.

    Nun, wenn du das Tarp höher abspannst, aber den Abstand der Seitenkanten zum Boden gleich lässt, ...

    Hier kann ich bei diesem Widerspruch nicht folgen ...

    ... dann wird die Liegefläche achmäler und die Beakspitzen wandern nach aussen und oben.

    ... und ab hier bin ich ganz raus. Das musst Du mir mal für Dummis aufzeichnen.

    Hm, warum gemogelt? Zugegeben, eine Höhe von 50- 60 cm ist jetzt kein Palast, aber rundum geschlossen isses. :P

    Na ja, der Titel »Enclosed in Three - Challenge« impliziert für mich ein dreiseitig geschlossenes shelter. Nenn mich kleinlich, aber das ist es offensichtlich nicht. (Abgesehen davon ist es ein interessanter Schnitt)

    Aber, Dein Faden, Deine Regeln ...
    VG. -wilbo-

  • Ah, da liegt der Hase im Pfeffer. Das "three" bezog sich auf die 3 m Stoff. Dreiseitig umschlossen bekommt man ja bereits mit einem Torwald hin. Das hatte ich für mich schon abgehakt :). Hier soll es tatsächlich um komplett an allen vier Seiten geschlgeschlossene Behausungen gehen.

  • Hier soll es tatsächlich um komplett an allen vier Seiten geschlgeschlossene Behausungen gehen.

    Wirklich? Dein oben verlinktes Tarp-Schnittmuster erfüllt genau dieses Kriterium nicht, denn da fehlt der Boden.
    Und mal ganz ehrlich: wie soll bei dieser willkürlichen Materialbegrenzung ein nutzbarer Shelter herauskommen? Das kann nur eine Dackelgarage werden, in der sich kein erwachsener Mensch bewegen kann.

  • Definiere »geschlossen«.
    Ich vermute, da haben wir unterschiedliche Vorstellungen.

    Nun, ein Meadowphysics Abode, ein Holden Tent oder Torwald sind eben nicht rundum geschlossen, ein Solomid oder ein Gatewood Cape schon.

    ... und ab hier bin ich ganz raus. Das musst Du mir mal für Dummis aufzeichnen.

    Bitteschön, Beaks in zwei Aufbauvarianten:

    Wirklich? Dein oben verlinktes Tarp-Schnittmuster erfüllt genau dieses Kriterium nicht, denn da fehlt der Boden.

    Das hatten wir doch hier schon mal am Anfang des Threads:

    Rundum geschlossen war eher so gemeint, dass es aus jeder Richtung draufregnen kann ohne das man nass wird. Einen Boden kann der geneigte Ultraleichttrekker ja wie so oft üblich aus einem Stück Plastikfolie improvisieren.

    Und mal ganz ehrlich: wie soll bei dieser willkürlichen Materialbegrenzung ein nutzbarer Shelter herauskommen?

    Och, ich fand den ersten Entwurf schon mal gar nicht so übel: Sitzhöhe, die Liegelänge für nicht- Hobbits wird in Version 2 gefixt, und sogar Platz für etwas Gepäck. Das ganze mit nur 5,4 qm Stoff und entsprechend wenig Gewicht.

    Grundsätzliches zur willkürlichen Materialbeschränkung:

    Ich finde diese Art des Konstruierens ungemein stimulierend. Da muss man wieder einmal seine grauen Zellen anstrengen um ein Ziel zu erreichen. Außerdem kommt man so wieder auf neue, ganz andere Ideen. So habe ich im Zuge des ganzen "Enclosed in Three"- Nachdenkens eine Idee für einen Bothybag für zwei Personen bekommen. Du scheinst intern einen anderen Konstruktionsprozess zu haben, und das ist auch OK so.

    Außerdem bedeutet weniger Fläche auch weniger Gewicht, warum also sich nicht beschränken. Auch wird bei so wenig Stoff zwangsläufig der Verschnitt minimiert sein müssen.

    Des Weiteren hindert einen ja niemand daran aus den Ideen die hier entstehen XXL- Versionen aus mehr Stoff zu bauen.

    Warum 3m? Nun, 4m hatte ich schon und 3,5m hatte ich auch schon. Beides IMHO sehr brauchbare Shelter.

  • Nur der Vollständigkeit halber hier noch zwei Poncho- bzw. Tarpaufstellvarianten die, ganz im Sinne dieses Threads einen Rundumschutz bieten. Wenn auch mit knapp 60 cm Höhe nur mit minimalen Komfort.

    In einem Nachbarthread bin ich über das Alphatent gestolpert. Das ist ein winziges Kuppelzelt aus einem Poncho. Das ganze geht wohl auf diesen Burschen hier zurück. Auf Youtube gibt es diverse Videos zum Thema.

    Ein recht ähnliches Konzept wird mit dem "Mushroom Tent" verfolgt. Das ist eine Aufbauvariante eines 3m x 1,5m Tarps. Dabei werden die vier Ecken am Boden mit Heringen fixiert und die Mitte des Tarps nach oben ab- bzw. aufgespannt. So entsteht eine kleine Pyramide die ebenfalls rundum geschlossen ist.


  • Hab mal eine andere Idee, die mir schon länger im Kopf herum schwirrt mal grob auf 3m Stofflänge und 1,6m Stoffbreite skaliert. So komme ich auf eine Halbpyramide mit 2,8m Liegelänge, 1,1m Breite, einer Höhe von 0,7m und einem komplett geschlossenen Falteingang, der bei Bedarf als Vordach aufgestellt werden kann. Wenn man das ganze nicht komplett bodennah auf baut, sondern auf 0,8 oder 0,85m und mit Flächenliftern noch etwas Volumen heraus holt, könnte das (für Nichtriesen) tatsächlich funktionieren.

    mfg
    der Ray

  • Hab mal eine andere Idee, die mir schon länger im Kopf herum schwirrt mal grob auf 3m Stofflänge und 1,6m Stoffbreite skaliert. So komme ich auf eine Halbpyramide mit 2,8m Liegelänge, 1,1m Breite, einer Höhe von 0,7m und einem komplett geschlossenen Falteingang, der bei Bedarf als Vordach aufgestellt werden kann.

    Ui, das ist ja mal richtig toll. Ganz anders als die Entwürfe die mir so im Kopf herumspuken. Prima!

    Das mit dem Falteingang finde ich toll, viel einfacher als meine Reißverschlusslösungen.

    Im Prinzip könntest du das ganze Geschnippel an den Rändern auch sein lassen. Du schneidest die Stoffbahn einfach schräg durch und nähst die Stücke an der 1,9m langen Seite wieder zusammen.

    So hättest du immer noch ein Flattarp. So könnte man dann bei richtig gutem Wetter noch eine Aufbauvariante a la Torwald bauen bei der der Stock weiter Richtung Beakspitze wandert und man so zu einem nach drei Seiten offenen Shelter mit guter Sitzhöhe kommen kann. (Wenn man da nicht folgen kann, dann werde ich noch Zeichnungen folgen lassen).

    In der geschlossenen Aufbauvariante wird das Vordach dann mittels zweistufigen wilbo - Beak zum Türpanel. In die Unterkante des Türpanels müsste man wahrscheinlich aufgrund des Fadenverlaufs eine Schnur mit einsäumen, sonst bekommt man keine Spannung drauf.

    BTW, wilbo und derray was verwendet ihr eigentlich als CAD Programm für eure Entwürfe. Ich mache meine 3d Druck Sachen mit FreeCAD, aber ich wüsste nicht wie man da Zelte usw. aufstellen und abwickeln könnte.

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