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  • Keine Lüftung an der Spitze (peak vent).

    Da mache ich mir schon Sorgen wegen Kondensation - die von mir erwärmte Luft steigt ja auf, und wenn sie oben nicht entweichen kann, kondensiert sie an der Wand ab. Oder überschätze ich das?

    Deswegen habe ich mich dann doch für die Variante mit Front Zipper entschieden, da man diesen oben einen Spalt offen lassen kann. Hatte das Pioulou jetzt noch nicht oft im Einsatz, aber die höchste Kondenskonzentration (ist das ein Wort?) befand sich stets im Eingansbereich, warum auch immer.

    Ich kann jetzt nicht genau einschätzen, ob das mit dem Pioulou besser würde. Ist 20D Silnylon eher mehr oder weniger dehnbar als 15D? Lässt sich das Pioulou gut allseitig straff aufbauen (so dass man man durch Nachspannen bei Nässe gut gegensteuern kann)?

    es lässt sich ordentlich straff über die Grundgeometrie aufbauen, für mich ist der Vorteil dieses Shelters eben genau in der Silpoly Variante - keinerlei Dehnbarkeit bei Nässe, wenn nass einfach paar Sekunden abschütteln, daher kein nasses Zelt einpacken. Zu 20d Nylon kann ich nichts sagen, hatte ich nie, nur 15d bei unserem Exped Orion Sturmbunker, und das ist bei Nässe stets ein ekelhafter Lappen ^^

  • Ein älterer Beitrag von mir aus dem silpoly/silnylon Thread rauskopiert:

    Xavier hatte wohl auch mal seine beiden verwendeten Stoffe, also 30D silpoly mit 20D silnylon, miteinander verglichen. Habe es mal aus diesem Thread rauskopiert und durch deepl gejagt:

    Ich dachte mehr oder weniger dasselbe, aber Xavier konnte das Verhalten von Silnylon 20D im Vergleich zu Silpoly 30D in Bezug auf die Wasseraufnahme testen.

    Ein äußerst interessantes Experiment.

    Er stellte zwei völlig identische Unterkünfte, eine aus Silnylon 20D, die andere aus Silpoly 30D, unter einen 6-stündigen Dauerregen.

    Er wog die Tücher, nachdem er sie ausgeschüttelt und verstaut hatte.

    Das Ergebnis: Jeder der Schutzräume nahm genau 42 Gramm an Übergewicht zu. Silpoly hat in dieser Hinsicht keinen Vorteil und die Art und Weise, wie das Tuch vor dem Verstauen geschüttelt wird, wird das Endgewicht eher beeinflussen als die Wahl des Stoffes.

    Was die Entspannung gegenüber Feuchtigkeit betrifft, so ist sie bei Silnylon relativ gering: Sie liegt bei etwa 1 %, und wenn die Überdachung am frühen Abend sehr gut gespannt ist und Gummibänder mit hoher Rückhaltekraft an den Befestigungen verwendet werden, wird dieses Phänomen noch weiter minimiert.

    Es genügt, den Mast um einige cm zu erhöhen, um wieder eine optimale Spannung zu erreichen.

    Ich habe zwei identische Schutzdächer aus Silpoly und Silnylon besessen und verwendet und konnte keine Unterschiede feststellen, sofern das Schutzdach sehr gut gespannt ist und die Gummischlaufen dort angebracht sind, wo sie benötigt werden.

    Schließlich (und ich zitiere Xavier) hat Silnylon Vorteile, die Silpoly nicht hat: Es ist aufgrund seiner Elastizität durchbruchsicherer, da die Fasern dazu neigen, nach einem Durchbruch ihre Plätze wieder einzunehmen, und diese Elastizität ermöglicht eine bessere Spannung des Unterstandes, was ich auch mit meinen beiden Unterständen aus Silpoly 20D und Silnylon 40D bestätigen kann: Ich hatte immer einen schöneren Aufbau mit dem Silnylongewebe, das immer super gespannt war, nicht so gut mit Silpoly.

    Schließlich ist auch der Gewichtsunterschied nicht zu vernachlässigen: Ich habe ein Projekt für einen Custom Shelter mit Xavier, eine Version aus 30D Silpoly würde 495 Gramm wiegen, gegenüber 400 Gramm aus 20D Silnylon, bei gleicher Reißfestigkeit.

  • Moin!

    Ein äußerst interessantes Experiment.

    Er stellte zwei völlig identische Unterkünfte, eine aus Silnylon 20D, die andere aus Silpoly 30D, unter einen 6-stündigen Dauerregen.

    Er wog die Tücher, nachdem er sie ausgeschüttelt und verstaut hatte.

    Da habe ich ein komplett anderes Messergebnis erhalten:

    Zitat

    Zum Vergleich, jeweils identische Größen, mit 1,7 x 3 m.
    Nach dem nassen Abbau wurden die Tarps 10-mal kräftig ausgeschüttelt.

    *Das Silnylon Tarp ist im Vergleich etwas schwerer geworden, da ich die Verstärkungs-Pads geklebt und genäht habe.

    https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/98…dComment-532594

    Leider bin ich nicht der einzige, der eine hohe Wasseraufnahme von Silnylon beobachten konnte. Insofern würde mich die Materialauswahl von Xavier interessieren.

    Es ist aufgrund seiner Elastizität durchbruchsicherer, da die Fasern dazu neigen, nach einem Durchbruch ihre Plätze wieder einzunehmen, ...

    Das ist bei dem Silpoly von Extex auch der Fall. Neulich habe ich erst beim Aston von fatrateine „luftige“ Stelle zurecht-gerubbelt.

    ... sofern das Schutzdach sehr gut gespannt ist und die Gummischlaufen dort angebracht sind, wo sie benötigt werden.

    Das funktioniert tatsächlich recht gut, (habe ich bei unseren Tentipis aus Nylon angebaut). Ungünstigerweise wiegen Gummilitzen mit entsprechender Zugkraft mehr als eine simple 2 mm Abspannschnur.

    Ich hatte immer einen schöneren Aufbau mit dem Silnylongewebe, das immer super gespannt war, nicht so gut mit Silpoly.

    (Gerade Nähte!)

    Ja, im Silnylon ist meistens etwas mehr Stretch, besonders in der Diagonalen.
    Bei beiden Materialien ist im Wind, (abhängig von der Konstruktion des shelters), viel Bewegung im Material.

    ... eine Version aus 30D Silpoly würde 495 Gramm wiegen, gegenüber 400 Gramm aus 20D Silnylon, bei gleicher Reißfestigkeit.

    Ich muss mal schauen, welche Reiss-Proben mir Xavier zuschickt hat. Aber ich glaube das 20 D Silnylon war nicht dabei.

    VG. -wilbo-

  • ... genau wie ich, das Material abtrocknen, bevor sie es einpacken!

    Hast Du mal vorher und nachher gewogen?

    Ich dachte einer der Vorteile von DCF ist dass es kaum Wasser "zieht" und deswegen nach Regen schnell trocknet ...

    Nö, wenn bei uns im Garten Tarps aus drei Materialien trocknen, ist zuerst die Baumwolle trocken!
    DCF und Silpoly geben sich nix.

  • Super, interessante Punkte.

    Zitat

    Da hast Du dann ja ein leichteres Silpoly mit einem etwas schwereren Silnylon verglichen, richtig? Beim Tipik Pioulou ist ja das verwendete Silnylon deutlich leichter - sollte es dann auch im Verhältnis weniger Wasser aufnehmen? ist die Wasseraufnahme generell proportional zur Materialdicke/-Dichte?

    Das funktioniert tatsächlich recht gut, (habe ich bei unseren Tentipis aus Nylon angebaut). Ungünstigerweise wiegen Gummilitzen mit entsprechender Zugkraft mehr als eine simple 2 mm Abspannschnur.

    Wie groß ist denn der Gewichtsunterschied? Und wo würdest Du bei einem Mid wie dem Pioulou solche Gummiblitzen platzieren? Vermutlich eher nicht an den drei Hauptpunkten, mit denen man zuerst aufspannt, sondern eher den Nebenpunkten, die das Material straff halten?

  • Deswegen habe ich mich dann doch für die Variante mit Front Zipper entschieden, da man diesen oben einen Spalt offen lassen kann. Hatte das Pioulou jetzt noch nicht oft im Einsatz, aber die höchste Kondenskonzentration (ist das ein Wort?) befand sich stets im Eingansbereich, warum auch immer.

    Hm, das würde ja eher darauf hin deuten, dass eine offener Reißverschluss nicht so viel bringt?

  • Deswegen habe ich mich dann doch für die Variante mit Front Zipper entschieden, da man diesen oben einen Spalt offen lassen kann. Hatte das Pioulou jetzt noch nicht oft im Einsatz, aber die höchste Kondenskonzentration (ist das ein Wort?) befand sich stets im Eingansbereich, warum auch immer.

    Hm, das würde ja eher darauf hin deuten, dass eine offener Reißverschluss nicht so viel bringt?

    uuups sorry, das hätte ich klarer ausführen sollen... bevor ich zu Bett gehe schaue ich, ob a) im Eingangsbereich schon Kondens ist, ohne dass mein Atem diesen im Schlaf beglückt, wodurch ich dann b) entscheide ggf. die Tür oben einen Spalt offen zu lassen, oder c) bei entsprechender Witterung die Tür möglichst ganz offen lasse. Wobei das für mich nicht Pioulou-spezifisch ist, so mache ich das bei jedem Shelter... im Pioulou selber hatte ich bislang aber kein Thema mit Nässe am Mesh da Mesh + Zeltinnenwand sehr ordentlichen Abstand genießen

  • Beim Tipik Pioulou ist ja das verwendete Silnylon deutlich leichter - sollte es dann auch im Verhältnis weniger Wasser aufnehmen? ist die Wasseraufnahme generell proportional zur Materialdicke/-Dichte?

    Interessanter Aspekt, könnte sein!

    Vermutlich eher nicht an den drei Hauptpunkten, mit denen man zuerst aufspannt, sondern eher den Nebenpunkten, die das Material straff halten?

    Das kommt auf die Konstruktion an.
    Beim Lavvu sind die Gummiringe an allen 8 Hauptabspannpunkten gesetzt.

    Ich würde mir die Dehnung erstmal im nassen Zustand anschauen. Bei kleinen sheltern könnte man einfach die Stange verlängern und hat von innen alle relevanten Punkte mit einem Griff nachgespannt.
    Ansonsten würde ich das tatsächlich abhängig vom Material machen. Beim geringer Dehnung reichen mir die Nebenabspannpunkte, (z.B. bei Luxe F6a). Sollte der Stoff richtig durchhängen, nehme ich mir zuerst die Hauptabspannpunkte vor.
    Gummilitzen gibt es übrigens in unterschiedlichen Zugstärken. ;)

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    Diese habe ich noch nicht mit der von Extex vergleichen, wäre aber einen Test wert:

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    btw. Dies wäre der Knoten der Wahl, wenn ich meine Gummiringe baue.

    VG. -wilbo-

  • Es wird jetzt die Silnylon-Version. Mein Gedankengang war:

    Erstens glaube ich nach weiteren Nächten in Gatewood Cape, dass die Konstruktion hier wirklich suboptimal ist. Ich erwarte also, dass sich das Pioulou straffer aufbauen lässt.

    Zweitens, wenn ich mal ganz grob die von wilbo ermittelten Werte (die Tarps sind ja in einer ähnlichen Gewichtsklasse) für die Wasseraufnahme annehme, komme ich auf folgende Schätzungen im nassen Zustand: Silnylon 20D 405 g (320 + 85), Silpoly 30D auch 405 g (385 + 20)! Die Silnylon-Variante wäre also im schlimmsten Fall etwa genauso schwer und ansonsten meistens deutlich leichter.

    Werde dann mal einen Test nach wilbos Methodik machen.

    Liefertermin aber erst ab September, also heißt es geduldig sein :)

  • Hier meine Eindrücke zum Pioulou in Silnylon 20D nach einem Testwochenende. Wirklicher Einsatz unter schwierigeren Bedingungen im Fjäll steht noch aus, aber bis jetzt bin ich sehr zufrieden!

    Das Mid lässt sich einfach und sehr straff aufbauen. Ganz anders als mein bisheriges Gatewood Cape! Vermutlich helfen da die Catcuts, wobei ich das als nicht-Experte nur vermute.

    Empfohlen sind 125 cm Höhe, die halte ich auch ungefähr ein - mein Carbonstock ist max. 130 cm lang und ich stelle ihn etwas schräg. Etwas höher wäre zwar nett, aber auch mit meinen 191 cm kann ich ganz gut darin liegen und sitzen, ohne die Wand zu berühren.

    Sehr hilfreich beim Aufbau ist, dass man die drei hinteren Punkte mehr oder weniger auf einer Linie auslegen und dann fixieren kann - kein Abstand-Schätzen und sicher von Vorteil beim Aufbau gegen den Wind. Nettes Detail sind die unterschiedlichen Farben für die kurzen Leinen in der Mitte (blau) und an den Seiten (rot), das hilft echt wenn man müde ist und nicht viel nachdenken will.

    Ich hab die Version ohne Reißverschluss; die zwei Türen lassen sich vorne unten einklipsen. Passt gut für mich. An der Abspannleine vorne ist ein kleiner Karabiner zum Einhängen, den werde ich aber entfernen. Befestigung mit einem zusätzlichen Hering am Boden scheint mir stabiler, und kommt mit einem Titanhaken vermutlich aufs gleiche raus, gewichtsmäßig.

    Das Tarp hat fünf Sturm-Abspannpunkte mit 1.5-mm-Leinen (die Firstleine und die anderen fünf kurzen Hauptleinen - mit clam cleats - sind 3 mm). Mit denen lässt es sich wirklich sehr stabil machen. Test im Wind steht wie gesagt noch aus, aber mit den fünf Leinen + zusätzlichen Heringen werde ich mich schon mal über die Baumgrenze wagen.

    Die Sturmleinen lassen sich mit einer kleinen Schlaufe ziemlich leicht verstauen, sehr praktisch. Habe mich gefragt, ob eine durchgehende Leine ohne Knoten und Ring nicht doch stabiler wäre, aber vermutlich halten die schon einiges aus und die Heringe sind eher der Schwachpunkt.

    Der Beak über der Apsis ist gut bemessen, habe eine Tür trotz Regen nachts offen lassen können. Trotz meiner Größe komme ich auch gut rein und raus. Das nimmt mir auch etwas die Bedenken bezüglich fehlender Lüftung an der Spitze: außer bei wirklich widrigen Bedingungen lasse ich dann einfach die vorne offen.

    Die Türen haben auch jeweils zwei Gummischlaufen zum Befestigen wenn sie aufgerollt sind, super. Beim Gatewood Cape haben die sich schon bei leichtem Wind immer schnell gelöst.

    Die Aufnahme oben für den Stock ist eine Art verstärktes "Hütchen":

    Und natürlich, das Gewicht! Ohne die fünf Sturm-Abspannleinen bei mir 294 g, diese Leinen zusammen 21 g. Packsack 9 g.

    Hab auch wilbo s "Regentest" durchgeführt, sprich bei Regen im Garten aufgebaut, 3-4 Stunden gut draufregnen lassen, 10 mal gut ausschütteln, dann wiegen: 82 g Wasseraufnahme. Also fast exakt der gleiche Wert wie bei wilbos ähnlich schwerem Silnylon-Tarp! Vielleicht kann fatrat mit seiner Silpoly-Version ja auch noch einen Wert zum Vergleich beisteuern ;)

    Und die Dehnung bei Regen ist wirklich überschaubar, wenn man vorher schon gut abspannt. Etwas nachspannen oder Stock höher stellen reicht. Extra Gummilitzen werde ich nicht brauchen. Bin ganz froh, dass ich letztendlich doch die leichtere Silnylon-Variante genommen habe!

    Als Inner nehme ich mein Serenity Net Tent von Six Moon Designs. Passt ganz gut rein, aber ich werde die hinteren Schlaufen im Tarp zum Einhängen noch etwas verlängern, damit das Inner weiter vorne sitzt und noch etwas weiter von der Wand entfernt ist.

    Insgesamt sehr zufrieden mit einem super verarbeiteten Tarp! Vielleicht ist es einfach nur der unfaire Vergleich mit einem Poncho-Tarp, aber ich bin bis jetzt wirklich sehr glücklich über meine neue Behausung.

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