Beiträge von Eichkatz

    Erzähl doch schon mal, wie Du das umsetzen möchtest. Kenne da nur dieses tolle rinko roller Projekt, für das es dann allerdings die passenden Naben, eine extra lange custom Steckachse und eine entsprechende Aufnahme im Rahmendreieck braucht.

    Ja, das ist das Vorbild.

    Da ich mein Rad aber sehr mag, weder schweißen kann noch möchte und was die zerlegten Maße angeht ambitionierter bin werde ich es anders machen.

    Das ist der aktuelle Stand:



    Es funktioniert gut, aber ein längerer Test steht noch aus.

    Bisher habe ich immer eine 230x120 20d Silnylon-Plane benutzt. An die Seiten hat meine Frau in regelmässigen Abständen Schlaufen genäht und in die Ecken Linelocs. So habe ich zusammen mit etwas 3 mm Shockcord ein schönes Multifunktionsteil: Groundsheet / Rinko-Plane / Mini-Tarp / Decke. Dazu dann den Rinko-Ständer von Ostrich mit einem DIY-Achsspacer.


    Machmal bleiben Lenker & Gabel auch drin:



    Durch die Schockcord wird der Stoff entlastet, trotzdem treten natürlich punktuelle Belastungen auf. Gewichtstechnisch ist da noch Luft: Plane & Shockcord alleine wiegen ~160 und mein komplettes Rinko-Kit inklusive Gurten, Riemen, Bremsspacern liegt bei 313 g.

    In jedem Fall empfehle ich, das Schaltwerk abzubauen: Mir ist es dieses Jahr auf der Hinreise verbogen und ich hatte 2 Wochen Ärger damit.

    So weit zum Status Quo. Für nächstes Jahr arbeite ich gerade an einer Variante des Rinko-Roller, wo das zerlegte Rad also rollbar ist.

    Ich zitiere mich mal selbst, als ich vor 3,5 Jahren mit Bikepacking anfing, den zugehörigen Artikel auf cyclingabout fand und in einem anderen Forum darüber schrieb:

    „Ich habe gerade diesen wunderbaren Artikel hier gelesen: [Link zu CA entfernt]
    Jetzt weiß ich, dass ich nicht komplett alleine mit der Meinung bin, dass Gewicht meistens deutlich überbewertet wird.
    Für mich ist Bikepacking ja ein Spektrum ungefähr zwischen diesen beiden Extremen:

    Gewichts-Fetischist: Unterwegs mit dem Sub-8-kg Dropbar-Carbon-Bike baut er Unterkunft und Geschirr mithilfe seines Titan-Zahnstochers vor Ort selbst. Immer wieder erwischt er sich bei dem Gedanken, dass er doch statt der gefriergetrockneten Nahrung auch Beeren und Pilze sammeln könnte …

    Komfort-Fetischist: Sein vollgefedertes 5-Zoll-Fatbike (Reifenbreite, nicht Rahmenhöhe) trägt so viele Taschen, dass man den Rahmen kaum mehr sieht. Immer wieder erwischt er sich bei dem Gedanken, dass Kaffeemühle, Milchaufschäumer sowie Santoku-Kochmesser unterwegs eigentlich auch noch fein wären. Mit Gepäckträger und Packtaschen würde das vielleicht passen …

    😉

    Mir geht es so: Mein voll gefedertes Plusbike wiegt ca. 14,5 kg, mein Gepäck (inkl Essen für 3 Tage & Wasser jeweils für 1 Tag) etwa nochmal so viel. Immer wieder erwische ich mich bei 2 komplett unterschiedlichen Gedanken:

    • Für 1-2 € / Gramm könnte ich bestimmt an Rad und Gepäck noch 5 kg einsparen. Dann noch selbst 3 kg abnehmen …
    • Den erst kürzlich wegrationalisierten Whisky-Flachmann würde ich eigentlich doch gerne noch mitnehmen und bei Regen dürfte das Zelt ruhig etwas größer sein …“


    Heute bin ich weiter irgendwo in der Mitte unterwegs: Die eigenen Kilos habe ich mittlerweile abgenommen, sogar noch ein paar mehr. Bei der Ausrüstung habe ich auch deutlich Gewicht gespart. Leichtere & weniger Taschen zusammen mit weglassen und weniger Wasser & Essen gleichzeitig waren dabei die größten Faktoren. Gewicht zu sparen ist mir auch Geld wert, aber höchstens 50 ct / Gramm und bei unter 100 g Ersparnis lasse ich es meistens auch. Das Rad ist immer noch das Selbe. Und Komfort beim Camping ist mir immer noch wichtiger als die letzen paar hundert Gramm bzw Liter Volumen zu sparen. Das Zelt ist zB größer als nötig und meistens sogar noch zusätzlich die Hängematte mit Tarp dabei.

    Für meine liebste Art Touren, mit vielen Höhenmetern im Gelände, hat sich das geringere Gesamtgewicht aber als deutliche Verbesserung erwiesen. Insofern würde ich den Artikel heute nicht mehr 100%ig unterschreiben. Je größer aber der Strassenanteil ist desto mehr stimmt er imho.

    Nur 1,88m.

    Wie kommst du denn mit dem Nordisk Lofoten so klar?

    Ich bin 1,91, finde das Zelt äußerst interessant und habe bisher viel widersprüchliches darüber gelesen: Das Outdoor-Magazin hat mal explizit die Liegelänge gelobt, einige Nutzer empfehlen es aber nur bis 1,80 …

    Auf was für einer Matte schläfst du zB? Wie sieht es für dich an Kopf und Füßen mit dem Abstand zum Inner aus? Ist das Zelt durch den kleinen Innenraum merklich wärmer als andere?

    Könnte ich dich vielleicht sogar zu einer (Mini-) Rezension bewegen? 😉

    Theorie vs Praxis:

    Ich habe schon länger Plattformheringe weil ich mir vor einer Tour mit Holzplattformen eingebildet habe, die zu brauchen. In der Eifel und im Sauerland haben sie funktioniert.

    Im Schwarzwald sahs dieses Jahr dann so aus:

    Aufgebaut habe ich dann letztlich improvisiert mit Spannriemen an einigen Stellen und gekreuzten normalen Heringen an anderen.


    Der fertige Aufbau konnte sich trotzdem sehen lassen, finde ich:



    Mein Rat: Vergesst die Spezialteile.