Kunstfaser-Jacken: Apex, Primaloft etc.

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  • Ich schaue gerade, was an Alternativen zu leichten Daunenjacken gibt.
    -Abends im Camp an "normalen" Tourtagen
    -bei richtig ekligem Wetter (stürmischer kalter Regen unter eine Regenjacke)

    Langlebigkeit im Sinne von "nicht nach 2 Jahren den Loft verlieren" ist mir wichtig.
    Wärmeleistung ungefähr so wie 300-Gramm Daunenjacken (in L), also nicht Ultra-Dünn, und Antworten wie "ich komme bis Minus 10 Grad mit einem Merino-Tshirt aus" helfen mir leider nicht weiter.
    Leider stege ich durch die verschiedenen Materialien, vor allem durch die verschiedenen Varianten von Primaloft etc nicht durch.
    Ich habe z.B. eine Kufa Jacke der "Lifestyle-Outdoor-Marke" "1803 Born in the Alps" auf der Primaloft draufsteht, ich mag die Jacke im Alltag sehr aber habe gelsesen, dass es evt. verschiedenes Primaloft mir unterschiedlichen Qualitäten gibt
    (meine KI sagt: "Laut einem Testbericht hält Black 65 %, Silver 79 % und Gold 92 % der Wärme, und Black ist die günstigere Variante, eher für Alltag und leichte Aktivität gedacht. Für Trekking relevant: Die Active-Varianten sind auf hohe Atmungsaktivität bei Stop-and-go-Aktivitäten ausgelegt")
    .
    Wie kann am besten den Markt scannen. Oder gibt es eh nur 5 Modelle (Patagonia Nano Puff habe ich im Hinterkopf), und wenn es nur wenige sinnvolle Modelle gibt, welche wären das?
    Die EE Torrid habe ich mal im Laden gesehen und nicht getestet, irgendwie wirkte sie ästhetisch merkwürdig (steif oder so?) und ich möchte nicht so gerne EE kaufen.

    Mit den modernen Materialen wie Alpha Direct habe ich keine Erfahrung, und wäre offen, wenn sie wirklich warm genug ist (wie geschrieben so wie Daunenjacken in der 300Gramm-Klasse), über einem Fleecepulli noch passen, und die gewünschten anderen Eigenschaften haben (nicht so schnell kaputt gehend oder ihre Isolation verlierend, für ekliges Wetter geeignet)
    Falls sich wer sehr gut im Markt auskennt: Ästhetisch am liebsten sind mir gedeckte Farben aber gerne nicht total einfahrbig, sondern 2 Farbig, oder einfarbig dunkel mit hellem Reissverschluss oder so. Die Jacke soll nicht total körpereng stretchig geschnitten sein

    Einmal editiert, zuletzt von superflow (28. Oktober 2026 um 09:00)

  • Um die Wärme von den verschiedenen Materialien zu vergleichen fand ich diese Tabelle mit den CLO-Werten hier ganz gut: https://outdoorcrunch.com/clo-values/ --> die haben auf der Webseite auch für etliche Modellen von Patagonia die Werte und so. Generell gilt: je mehr Isolation, desto wärmer, wird meistens in Gewicht/Fläche angegeben, das lässt sich auch gut gegeneinander ausrechnen. Ansonsten zaubern können die Materialien alle nicht.

    Ansonsten ist climashield apex das Standard Material für ultraleichte, synthetische Isolierjacken, aus Europa kannst du dir z. B. in Frankreich von French Light Outdoor eine Jacke maßgeschneidert mit deinen Farbwünschen etc. zusammenschneidern lassen, dauert eben entsprechend. Da kannst du auch ganz genau angeben wieviel Füllmaterial du willst, je mehr desto wärmer, aber desto mehr siehst du auch irgendwann aus wie das Michelin-Männchen. Aus der Ukraine von Litway Equipment gibt es ansonsten auch eine klassische schwarze Apex Jacke welche sofort geliefert werden kann, dann musst du auch nicht Enlightened Equipment unterstützen.

    Ich persönlich bin mit einer Apex 67er Jacke sehr zufrieden für nicht Wintertouren.

    Zur Haltbarkeit kann ich nur anekdotisch berichen, dass meine Jacke nach einigen Jahren immer noch wärmt - vielleicht kennt jemand anderes hierzu einen Test welcher die Materialien einem Langzeitstresstest ausgesetzt hat.

  • Schau mal hier:

    Roiber
    27. April 2026 um 17:32

    Oder hier:

    RaulDuke
    3. September 2025 um 06:35
  • Wenn es günstig und leicht sein sollte dann schau mal nach der Berghaus MTN Arete LB.

    Die hauen sie gerade raus. Ich habe sie für gut 80 bekommen. Die Damenvariante für meine Frau war für 100 zu bekommen.

    Wärme zu Gewicht ist für Kufa ziemlich gut und bei dem Preis meiner Meinung nach kaum zu toppen.

    Aber es ist wie beim Schlafsack... je mehr Füllunge desto schwerer und unhandlicher. Aber wärmer.

    Bei APEX ist ja oft das Gewicht der Füllung angegeben. Bei Jacken meist 67g/m.

    Auch bei anderen Herstellern geben Sie manchmal das Gewicht pro Fläche an. Beispielsweise bei OMM.

    Ich selbst bin mir aber nicht sicher ob ich bei gleichem flächengewicht einen deutlichen unterschied merken würde.

  • Wenn es günstig und leicht sein sollte dann schau mal nach der Berghaus MTN Arete LB.

    die hat 40g/m2, würde ich nicht mit einer 300g Daunenjacke gleichsetzen, auch wenn ich meine Arete Weste liebe ;)

    Das stimmt schon, war jetzt nur ein schnelles und günstiges Beispiel.

    Um wirklich eine 300g (Gesamtgewicht) daunenjacke zu imitieren würde ich mit locker 400g kufa rechnen

    Einmal editiert, zuletzt von Cullin (28. Oktober 2026 um 18:36)

  • Mit den modernen Materialen wie Alpha Direct habe ich keine Erfahrung, und wäre offen, wenn sie wirklich warm genug ist (wie geschrieben so wie Daunenjacken in der 300Gramm-Klasse), über einem Fleecepulli noch passen, und die gewünschten anderen Eigenschaften haben (nicht so schnell kaputt gehend oder ihre Isolation verlierend, für ekliges Wetter geeignet)

    Ich würde mit Alpha Direkt eher den Fleece Pulli ersetzten. Alpha funktioniert halt nur gut wenn du was winddichtes drüber hast. Ich habe die EE Torid (243g), kann mir schon vorstellen dass man die mit einem Alpha 120 und einer Windjacke substituieren kann, aber was stopfe ich dann ins Kopfkissen? 8o

    Wie viel Daune ist denn in Deiner 300g Daunenjacke?

  • Weil hier immer wieder gerne Alpha als Substitut für statische Wärme heran gezogen wird, wofür es meines Wissens weder gedacht ist, noch seine Stärken hat, nur zur Orientierung: An superflow s 300 g Vergleichs-Daunenjacke ist in meinem Fall aus meinem Kleiderschrank eine 380 g (Größe XL) Norrøna Lyngen 850 am Dichtesten dran. Wenn ich die reine Wärmeleistung mit Alpha würde erreichen wollen, bräuchte ich über'n Daumen gepeilt 2-3x 120er übereinander und wäre dann irgendwo bei 600 g oder so.

    Was statische Isolation anbelangt, gibt es meines Wissens keine konkurrenzfähigen Neuentwicklungen. Da ist nach wie vor Daune König. Und nach wie vor leider nicht geeignet, es unter einer Hardshell zu tragen bzw. nimmt sie es einem krumm.

    Wenn man Daune aus ethischen Gründen oder aufgrund von Feuchtigkeitsmanagement nicht mag, würde ich persönlich in der angeführten Wärme-Range nach etwas wie dem Patagonia DAS Parka schauen: https://eu.patagonia.com/no/en/product/…8077915751.html

    133g/sqm Primaloft Gold. 560 g in M. Das würde ich als einen Schritt wärmer als eine 300g Daunenjacke einschätzen. Eignet sich aber kaum zum Tragen bei Bewegung, insbesondere unter einer Shell.

    Und was Active Insulation anbelangt, also klassisch "Fleece": Alpha Direct ist etwas leichter und etwas modularer (meint: du kannst entscheiden, ob du mehr Windschutz mit einer Windjacke oder Hardshell drüber haben willst, statt dass er ein Stück weit eingebaut ist) als generisches Fleece. Aber einen substantiellen Unterschied zu Fleece von 1990 für meine Unternehmungen spüre zumindest ich nicht. In Skandinavien empfinde ich es teils eher als umständlich: Wo der eingebaute leichte Windschutz von normalem Fleece oft genau richtig ist, ists mit Alpha Direct pur (ohne Jacke drüber) zu kühl und mit Shell drüber zu schwitzig. Andere schwören darauf. Und es wiegt in meiner Größe etwa 150 g weniger als vergleichbares herkömmliches Fleece.

    2 Mal editiert, zuletzt von Bohnenbub (28. Oktober 2026 um 20:31)

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