MYOG-Shaped-Tarp mit Stockloch

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  • Werte Forengemeinde,


    bisher war ich meist mit einem einfachen Flat Tarp als A-Frame unterwegs, aber in pyamidenartigen Tarps sehe ich den Vorteil von besserem Wetterschutz bei ähnlichem Gewicht, außerdem geht der Aufbau einen Ticken schneller.

    Es gibt nur einen Nachteil: Man braucht eine Zeltstange von der exakt passenden Länge. Da ich inzwischen ohne Wanderstöcke gehe, ist das etwas schwierig. Und ich habe ganz sicher keine Lust, im dunkeln bei Regen mir einen glibschigen, morschen Stock zu suchen, den ich dann beim Versuch zu kürzen in zwei zu kurze Teile breche.

    Daher habe ich mir ein pyramidenartiges Tarp genäht, bei dem der Stock auch zu lang sein darf.

    Zunächst ein paar Bilder:


    An der Spitze des Tarps befindet sich ein Abspannpunkt mit Linelock, sowie das Stockloch. Ähnlich wie bei Packsäcken kann dieses Loch oben mit Gummizug und Tanka zugezogen werden, damit das Zelt dicht bleibt. Die eigentliche Belastung liegt aber an dem Abspannpunkt selbst.

    Dieses Stockloch habe ich erst nachträglich eingenäht, und dann auch nicht mit Kappnähten sondern mit Einfassband gearbeitet.


    Das Schnittmuster ist recht simpel. Ich habe einfach aus 3,5 Laufmetern X-Wide Silpoly ein Dreieck ausgeschnitten, und das dann wieder zusammen genäht. Durch die 3% der Kantenlänge betragenden Catcuts wurde das ganze aber doch noch komplizierter. Wie man an der hinteren Kante sieht, könnte ein etwas stärkerer Catcut hier nicht schaden.


    Vom 11. August bis vorgestern war ich bis auf ein paar Ruhetage auf verschiedenen Touren unterwegs. Leider habe ich in der Zeit dieses Zelt nur fünf mal aufstellen müssen, ich hatte einfach Glück mit dem Wetter. Gestern abends habe ich aber bei langem Regem mein Zelt im Garten aufgestellt, und ich konnte nicht beobachten dass es irgendwo leckt. Ein bisschen Wasser fließt an der Zeltstange entlang, aber das ist nicht schlimm.

    Mit dem Platzangebot bin ich zufrieden. Hoffentlich wird bei meinen nächsten Touren das Zelt mehr Gelegenheit haben, sich zu beweisen.


    Ich bin mal gespannt ob man so ein Stockloch auch bald bei anderen Zelten findet.

  • Danke für die Vorstellung. Myog Tarps find ich gut. Das Konzept dahinter sagt mir nicht unbedingt zu, aber das ist sicher Geschmacksache. Ich hätt lieber 100-150 g als sichere Tarpstange dabei, als mich auf das Vorhandensein von Holz zu verlassen. Da spielen ja nicht nur die Länge sondern auch Form und Stabilität eine Rolle.

    Wie lange stand das Teil denn im Regen?
    Könnte mir vorstellen, dass durch runterlaufendes Wasser irgendwann Pfützen im Schlafbereich entstehen.

  • Regenumhang habe ich auch schon gedacht! Allerdings ist dann entweder das Zelt zu klein, oder der Poncho zu lang und schleift auf dem Boden.


    Was die Stocksuche angeht, kann ich beruhigen. In meiner Tarp-Erfahrung ist es wirklich ziemlich egal wie hässlich der Stock ist. Einfach den nächstbesten greifen, sofern er nicht sofort zerbricht wenn man etwas Druck drauf gibt ist er stabil genug. Auch wenn an dem Stock noch Laub dran ist, ist es egal. Der erste Stock findet sich eigentlichen immer sofort. Komischerweise kann es aber sein, das man nach dem zweiten doch noch etwas suchen muss, sofern man nicht im Wald schläft. Meistens schlafe ich aber eh im Wald.


    Ich schätze mal, dass es ca. 4 Stunden geregnet hat. Ich benutze aber keinen Zeltboden oder Groundsheet, eine Pfützenbildung kann ich daher ausschließen.

    Ein weiterer Vorteil ist, dass ich im Gegensatz zu einer Carbonstange das Tarp nach Lust und Laune so hoch oder niedrig aufbauen kann wie ich will.

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