Abspannen von Tarptent Dipole (1+ DW)

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  • Ich bin nun stolzer Besitzer eines Dipole 1+ DW. Das Zelt ist innen sehr geräumig, und steht, wenn es mal abgespannt ist, wirklich erstaunlich fest.

    Allerdings ist das Aufstellen nicht ganz einfach.

    So verläuft die Abspannleine von den Peaks runter sehr steil. Das bedeutet, dass der Hering sehr "flach" in den Boden gesteckt werden muss, da die Leine sonst am Hering "hochläuft". Nun könnte ich die Leine natürlich verlängern, allerdings meinte Henry Shires auf meine Anfrage, dass dann die Leine zum Reissverschluss hin nicht mehr im Winkel des Eingangs zum Boden runterläuft, und das sei ungünstig. Nun könnte ich diese Leinen natürlich trennen, und 2 Heringe verwenden.

    Auch ist das Einhängen des Hakens unten am Eingang schwierig, da die Befestigung über ein Band erfolgt, das sich nur schlecht in den Haken einhängen lässt. Ich habe jetzt eine kleine Schleife aus Dyneema-Schnur in das Band eingeknüft, und hänge die Abspannleine dann in die Schnur ein. Das geht einfacher.

    Bevor ich nun weitere Dinge modifiziere wollte ich hier mal in die Runde fragen, wie die Dipole-Besitzer unter euch das Zelt aufstellen? Habt ihr die Abspannung modifiziert? Gibt es spezielle Dinge, die zu beachten sind?

  • Habt ihr die Abspannung modifiziert? Gibt es spezielle Dinge, die zu beachten sind?

    Ich habe einmal auf einem Treffen das Dipole gemeinsam abgespannt. Ich glaube es war das Zelt von Ruskaman?
    Die Standard-Abspannungen ergaben in meinen Augen nur begrenzt Sinn. Wir haben in jedem Fall die Leinen verlängert, ergänzt und auch die Abspannwinkel verändert.
    Ich würde das Zelt für mich so modifizieren, dass ich das shelter möglichst einfach und schnell aufgebaut bekomme.

    Nun könnte ich die Leine natürlich verlängern, allerdings meinte Henry Shires auf meine Anfrage, dass dann die Leine zum Reissverschluss hin nicht mehr im Winkel des Eingangs zum Boden runterläuft, und das sei ungünstig.

    Es läuft immer auf einen Kompromiss raus.
    Am Ende bist Du der Anwender für den es passen muss. Wenn sich im Nach-herein rausstellt, dass der Hersteller doch die bessere Konfiguration hatte, baut man es eben wieder zurück. ¯\_(ツ)_/¯

  • Ich bin nun stolzer Besitzer eines Dipole 1+ DW. Das Zelt ist innen sehr geräumig, und steht, wenn es mal abgespannt ist, wirklich erstaunlich fest.

    Allerdings ist das Aufstellen nicht ganz einfach.

    Willkommen im Club 😀. Ich hatte das Dipole dw und habe es nie faltenfrei aufgestellt bekommen. Dazu die üblen, winzigen Täschchen für die beiden Stangen - ich habe es gerne wieder verkauft.

  • Ich hab die Abspannleinen etwas verlängert und in den Schlaufen kleine Schlaufen aus Gummiband reingemacht. Damit geht es mit den Haken einfacher. Warum ist es ungünstig wenn der Winkel nicht mehr stimmt ?

    Wohl weil die Apside dann nach aussen gezogen wird, anstelle von in Geweberichtung zum Boden hin. Das zieht ja dann noch an den Reissverschlüssen. Ich werde wohl zwei separate Leinen daraus machen: Eine lange für die Spitze, und eine kürzere für die Apside. Wenn man will, kann man die dann ja immer noch an denselben Hering hängen.

    Die Standard-Abspannungen ergaben in meinen Augen nur begrenzt Sinn. Wir haben in jedem Fall die Leinen verlängert, ergänzt und auch die Abspannwinkel verändert.

    Das ist auch mein Plan :) wollte einfach mal wissen, was so die Erfahrungen hier sind...

    Ich nehme an, ihr habe auch die Leinen in den Ecken verlängert, so dass mehr Aufstellfreiheit resultierte?

    Willkommen im Club 😀. Ich hatte das Dipole dw und habe es nie faltenfrei aufgestellt bekommen. Dazu die üblen, winzigen Täschchen für die beiden Stangen - ich habe es gerne wieder verkauft.

    Wir werden sehen, ob es mir auch so geht. Ich hatte das DCF-Dipole von mars_hikes mal aufgestellt, und die Stabilität und der Innenraum haben mich begeistert. Das Aufstellen ist natürlich nicht ganz einfach. Gegenwärtig habe ich auch ein X-Mid 1, bei dem stören mich aber die grossen Seitenflächen, die sehr windempfindlich sind, auch mit zusätzlichen Abspannpunkten.

    Die Taschen sind tatsächlich nicht riesig, aber die Stockspitze muss ja auf jeden Fall gut in der Oese sitzen, sonst hat man eh ein Problem.

  • Ich habe einmal auf einem Treffen das Dipole gemeinsam abgespannt. Ich glaube es war das Zelt von Ruskaman?

    Deine Erinnerung ist richtig wilbo .

    ULgeher ich habe das Dipole 2 DW (und stelle gerade fest, dass dieses Produkt nicht mehr auf der Tarptent-Website gelistet wird).

    Als Ergänzung zu den 4 Heringen aus dem Lieferumfang nehme ich folgendes mit:

    • 4 weitere Heringe (Big Sky International Tube Steaks[sic!] 15 cm)
    • 6-8 Zusatzleinen in 1 m Länge (Edelrid Multicord SP 2mm)

    Die Zusatzleine kommt eigentlich immer an den mittigen Abspannpunkten von Kopf- und Fußende zum Einsatz. Die übrigen Leinen dienen dann noch der Verängerung bestehender Abspannpunkte, falls ich den Hering nicht genau dort platziert bekomme.

    Ein faltenfreier Aufbau ist bei diesem Zelt nicht mein Anspruch. Ich freue mich über den großzügigen Innenraum ohne Mittelstange und bin zufrieden, wenn sich Regen nicht auf den Dachflächen sammeln kann.

  • Die Zusatzleine kommt eigentlich immer an den mittigen Abspannpunkten von Kopf- und Fußende zum Einsatz. Die übrigen Leinen dienen dann noch der Verängerung bestehender Abspannpunkte, falls ich den Hering nicht genau dort platziert bekomme.

    Und hast du auch die Leinen in den Ecken verlängert? Mehr Heringe mitzunehmen ist kein Problem, für meinen Trailstar nehme ich 16 (!) Heringe mit...

    Irgendwie frage ich mich, ob die zwei Leinen von den Ecken zu den Struts rauf wirklich notwendig sind, wenn man die Struts mit einer weiteren Leine abspannt. Oder sind diese einfach da, um behaupten zu können, dass man das Zelt mit nur 4 Heringen aufbauen kann? Was ist da dein Eindruck?

  • Und hast du auch die Leinen in den Ecken verlängert?

    Nicht dauerhaft, ich knote bei Bedarf eine Zusatzleine mit einem Palstek in das vorhandene Auge der Originalabspannung. Die Eckpunkte möchte ich im Normalfall schon in dem durch das Design vorgegebenen Bereich mit einem Hering abspannen. Zusammen mit zwei zusätzlichen Leinen an den Struts an Kopf- und Fußende gelingt der Aufbau für mich zufriedenstellend. Eine Verlängerung der Eckabspannung habe ich bisher nur gemacht, wenn genau dort in der Ecke der Erdboden nur 5 cm mächtig ist und dann Fels kommt o.ä..

    Irgendwie frage ich mich, ob die zwei Leinen von den Ecken zu den Struts rauf wirklich notwendig sind, wenn man die Struts mit einer weiteren Leine abspannt. Oder sind diese einfach da, um behaupten zu können, dass man das Zelt mit nur 4 Heringen aufbauen kann? Was ist da dein Eindruck?

    Mit den Abspannungen von der Ecke zum Strut in der Mitte kann man

    1. die Spannung auf den Dachflächen nachträglich optimieren und aber schnell auch verschlimmbessern - dort passe ich erst zum Schluß an
    2. grundsätzlich mit nur vier Heringen aufbauen, aber dann fehlt für mein Empfinden trotzdem noch der Zug in Längsrichtung auf der Dachfläche

    Sind die wirklich notwendig wenn man die Struts zusätzlich abspannt (also 6-Heringe-Modus)? Eher nicht, die Option 1 zur Optimierung halt ich für verzichtbar.

    Demnach könnte man im 6 Heringe-Modus auch für die Verlängerung der Eckpunkte die bestehende Leine aus den Linelocs ausfädeln und verwenden. Die Gewichtsersparnis ist mir persönlich das dann nicht wert. Ich habe mir sogar das Zusatzgewicht von den Trekking-Pole-Handle-Adapters angetan, weil ich es persönlich angenehmer finde (Stockspitze in den Boden rammen statt ins Außenzelt und Griff trocken statt im Matsch).

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