Tarptent Notch - Hub für alle Infos

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  • Ich möchte hier eine Threat eröffnen, um das Tarptent Notch vorzustellen, und um einen Ort zu haben, um Fragen zu stellen, oder um sich über das Zelt auszutauschen. Es zu teilen auch schon einiges hier "Notch-Li oder Alternativen" diskutiert worden.

    Um die Specs kurz zusammenzufassen:

    Was mag ich an dem Zelt, warum habe ich es gekauft

    • für ein Double Wall -> leicht
    • Das Ding ist mit 4 Heringen superschnell supereasy aufgebaut (30sec?)
    • Da man entweder “Aussenzelt zuerst” oder “Aussenzelt mit Innenzelt zusammen” aufbauen kann, bekommt man es super auch im Regen hingestellt. Selbiges fürs abbauen.
    • Die beiden Apsiden bieten viel Platz - in der einen habe ich normalerweise all mein Zeug und die andere ist die “Tür” mit Kocher, Schuhen etc. So gesehen hat man fast mehr Platz als im z.B im Hilleberg Enan (mein Vorgängerzelt), aber es ist halt immer ein Reißverschluss zwischen Dir und deinen Sachen, was kein großes Problem ist. Die liegen halt dann “im Dreck” was mich endlich zu mehr Ordnung zwingt, und ich räume brav alles in den Rucksack, bevor ich mich ab lege (bleibt eh nicht viel übrig).
    • Da man nur 4 (max 6) Aufstellpunkte hat, bekommt man das auch auf Sand oder Schotter schön mit Steinen aufgebaut (sh Foto). Man kann die Außenleine mit einem kleinen Karabiner verknüpfen und in die so entstandene Schlinge Steine o.ä. legen
       
    • Das Innenzelt ist mit 8 Häckchen superschnell und super easy ein-/ausgebaut, ohne dass man pitschnass vom Kondens im Innenzelt ist, wenn man alle Türen hoch hängt kommt man problemlos dran <3<3<3
    • Man kann das Zelt ziemlich weit aufmachen und hat so eine gute Lüftung
    • Boden mit 5000 mm sollte “Kniefest” sein - man kann das Zelt tatsächlich in Pfützen aufstellen, ich habs getestet
    • Es regnet, der Boden ist matschig und alles ist neblig? Wurscht. Double Wall. Stells auf, kriech ins inner und alles ist trocken und wohlig.
    • man kann im Schneidersitz drinnen sitzen und beim kochen schön raus schauen
    • man kann bei Regen auch gut drinnen kochen, Platz in der Apside is genug
    • die Sehschlitze beim Solid Inner sind entgegen meiner ursprünglichen Erwartung echt sinnvoll angebracht und man kann vor allem Nachts gut raus sehen - wenn dass Außenzelt auf ist
    • Der Preis ist im Vergleich zum Hilleberg ein Traum
    • Der Stoff saugt sich im Vergleich zum Hilleberg Kerlon (SilNy?) kaum mit Wasser voll und trocknet schneller, sackt auch Nachts nicht durch. Das war beim Enan schon so eine Sache, dass man nach einer nassen Nacht echt so einen nassen Sack in der Hand hatte
    • Der Foodprint des Inners ist echt schmal. Wenn man kreativ mit dem Outer zum aufspannen ist, braucht man tatsächlich nicht viel Platz. Ich habe es zB mal auf einen breiteren Single Trail hingestellt.
    • Man kann die Sturm Flaps vom Innenzelt aus öffnen wenn man mal wieder vergessen hat sie nach dem Aufbau auf zu machen
    • Windschnittig ist es, und man kann es relativ "tief" aufbauen (Stocklänger 110 - 115cm)

    Neutral oder/und erwähnenswert

    • es hat den Ruf schlechtwetterfest zu sein (ich glaube (noch) nicht wirklich an UL Sturmbunker). Ich konnte mich vor Starkwind bisher recht gut verstecken. Wenn man das Zelt in Windrichtung stellt, hängt allerdings das ganze Zelt quasi an einem Hering. Gerade bei nicht idealen Böden die man gerne dort hat, wo es häufig windet überzeugt mich die Konstruktion so nicht wirklich
    • es ist echt klein innen, aber ich war überrascht, dass mich das kaum stört. Die LuMa macht sich im Kopfbereich dann doch Platz mit ihren 62cm Breite, was das Zelt auch geduldig erträgt. Die Sachen lagern in der nicht-Ausgang Apside jederzeit verfügbar und Pulli und Jacke sind im Kopfkissen zugreifbar
    • auf Kopfhöhe hängt das Inner tatsächlich recht tief, aber es ist trocken, und zumindest bei meinem Setup habe ich kein Problem mit Kondens abstreichen beim Aufstehen o.ä.
    • es gibt Stimmen die meinen, dass sie in einem so kleinem Zelt, besonders mit Solid Inner nicht auswettern wollen - allerdings - bei Regen gibt es keine Mücken und man lässt die Türen einfach auf, oder? Getier das sich mal trotzdem rein verirrt, hat eh kaum Platz sich zu verstecken :evil:
    • Durch die Stangen an den Enden ergibt sich ein längliches Packmaß von minimal 40 cm was nicht zu jedem Use Case passt. Bei mir kommt es normalerweise seitlich in den Rucksack (Bonfus Aerus) oder hochkant innen rein
    • Die Stangen an den Enden zwingen einen das Zelt immer ähnlich rollend einzupacken - manche bemeckern bei einem solchen packing schnelleren Verschleiß durch sich wiederholende Knickkanten. Mein Gegenargument hier wäre das stopfen zwar statistisch immer andere Kanten erzeugt, dafür aber DEUTLICH mehr. Ich bin von der Methode nicht überzeugt

    Was mag ich nicht so:

    • die Taschen im Innenzelt sind TO-TAL NUTZ-LOS, alles fällt raus, kein Plan wie die sich erhalten haben über die Jahre. Ich hab dann eine Seite etwas angenäht
    • der Türhalter vom Innenzelt, zwei einfache Gummis, ist ECHT WINDIG aber wtf
    • das Zelt wird meiner Meinung mit 30% zu kurzen Leinen geliefert
    • die Heringe machten auf mich eher einen windigen Eindruck und ich habe sie gegen Y-Alu Pegs getauscht. Ein Zelt mit 6 Abspannpunkten mit 4 Heringen zu liefern finde ich auch ziemlich frech.
    • An sich hängt das Notch falls in Windrichtung aufgestellt an einem einzigen Hering, und ich frage mich, ob/wie das gut geht. Ich hätte mir hier wie beim Enan zumindest ein paar Zusatzschlaufen für Just-In-Case gewünscht. Auch ein oder zwei zusätzlich Abspannschlaufen für just-in-case wären mir 20g mehr wert. Bin ich da zu paranoid? Ich hab teilweise Stingers (Titannägel) verwendet um die vorderen Ecken zu sichern, wäre aber trotzdem über mehr Abspannpunkte dankbar. Dazu ggf später noch mehr
    • Die mesh Schlitze hängen teils schräg, und es hat mir vom Outer (den AZ Tür toggeln) durchs mesh ins Auge getropft (einer der Gründe warum ich ein solid inner genommen habe war keinen Spray im innenzelt zu haben bei Regen uns Sturm)
    • Ich wäre glücklich, wenn die Aufhängungen für das Inner nicht mit Gummizug sondern solide ausgeführt wären. Dann könnte man sie generell ggf noch für Heringe extra hernehmen, zumindest die unteren 4. 

    Ich habe das Zelt an sich für Gegenden gekauft, wo das Wetter gerne mal mehrere Tage auch rauher wird. Wenn man es neben das Enan stellt, kommt mir das Enan halt schon deutlich stabiler/solider vor. Ich hatte das jetzt u.a. in Ligurien (Italien) und Jotunheimen (Norwegen) dabei. Durch das DW ist ein super Regenzelt, besonders wenn man es in selbigen auf und abbauen muss. In Jotunheimen kam man deutlich aus der Baumgrenze raus, ich hätte mich hier mit einem Zelt mit mehr Abspannpunkten subjektiv sicherer gefühlt, bin aber zugegeben bisher auch eher Mittelgebirgshikker

    2 Mal editiert, zuletzt von WonderBär (24. August 2026 um 19:25)

  • Ich hatte das Zelt mit solid inner vor 2 Jahren und habe es auf einer Tour im Erzgebirge benutzt. Ich habe mich darin nicht richtig wohl gefühlt, mir war es einfach zu eng, ständig kommt man an das leicht schlabbrige Innenzelt. Da hätte ich für ein bisschen mehr Platz gerne auf die 2. Apsis verzichtet. Habe es danach verkauft.

    Unabhäng von diesem Modell würde ich mir bei Tarptent mal etwas fröhlichere Farben wünschen.

  • Da hätte ich für ein bisschen mehr Platz gerne auf die 2. Apsis verzichtet. Habe es danach verkauft.

    Mit welchem hast du es ersetzt?

    Oh, das ist eine interessante Frage.

    - Dipole 1, fand ich allerdings schwierig richtig und halbwegs faltenfrei aufzustellen und die Täschchen für die kurzen Stangen fand ich eine Fehlkonstruktion, schwer reinzufrikeln und rutschen gerne wieder raus. Hier ist m. E. an der falschen Stelle Gewicht gespart worden: verkauft

    - Lanshan 1, na ja für den Preis top, aber für länger nix: verkauft

    - BA Copper Spur 1, schöne Farbe und gut Platz im Innenzelt, klasse Taschen, brauchbare Apsis. Aber Innenzelt zuerst und das verbundene Gestänge sind der Nachteil. Was mich aber massiv gestört hat war der undichte Boden: verkauft

    - jetzt werde ich es mit dem Rainbow 1 DW versuchen (vor 2 Tagen bestellt), ist ein finanzieller Kompromiss. Geliebäugelt habe ich auch mit dem HMG Crosspeak 1. Würde mir für Skandinavien gut gefallen, konnte mich aber nicht durchsetzen bei meiner inneren Diskussion. Hatte außerdem über das Tarptent SS1 nachgedacht. Ist aber kaum ein Gewichtsvorteil zu dem SS2 Ultra das ich besitze und die Stellfläche ist immer noch sehr groß.

    Eigentlich bin ich immer noch auf der Suche nach dem einen wahren Zelt.

    !Bitte urteilt nicht zu streng über mich 😎

  • Eigentlich bin ich immer noch auf der Suche nach dem einen wahren Zelt.

    Du hast die Versuchsreihe einfach nur falschherum aufgebaut. Andersrum landet man dann beim Notch ^^

    Hatte vor Jahren das Notch gesehen - und direkt aussortiert, weil das Innenzelt ja so furchtbar nah am Kopf hängt. :rolleyes:

    Dann im Stealth gemerkt, dass Seiteneingang was feines ist. Im Lanshan gemerkt, dass Struts eigentlich ne gute Idee sind. Im Xmid gemerkt, dass so viel Platz bei der Platzwahl (Footprint, Windangriffsfläche) einschränkt und es auch leichter sein sollte. Und dann gemerkt, dass das Notch eigentlich überall der passende Kompromiss ist ;)

  • Ich hab ein Notch LI solid inner. Gebraucht gekauft im blauen Forum 2023.

    Die Taschen habe ich auch direkt umgenäht. Die sind echt. voll blöd. Jetzt passen Uhr, Powebank und Telefon gut rein ohne rauszufallen.

    Mittlerweile ist es recht mitgenommen aber immernoch teu und funktional. Hat aber auch einige km auf dem Buckel und wiegt mit den ganzen Patches etwas mehr als zu Anfang. CDT, Eiffelsteig, Rheinsteig, Westweg im Winter und viele Overnighter. Auf dem CDT ist mir bei Sturm ein Ast draufgekracht, der Riss ist getaped. Auf dem Westweg haben Mäuse ein Loch ins solid inner gefressen. Auch geflickt. Das Innenzelt hing mit zu doll durch, ich habe die Gummis gekürzt, mit denen das aufgehängt ist.

    Habe das für meinen CDT thru 2024 gekauft. Da war es völliger overkill. Westweg bei tiefem Schnee mit -10 Grad im Februar wars genau richtig. Hab allerdings nicht auf Schnee geschlafen, sondern immer einigermaßen schneefreie Stellen und Fichten gefunden. Jetzt lebe ich in Jämtland eine Stunde vom Fjäll entfernt und freue mich auf Zeit, hier seine Grenzen auszuloten. Da ich Bauer bin, habe ich eigentlich nur Zeit wenn das Wetter wirklich schlecht ist. Passt also.

    Baue es mit 6 Groundhog Minis auf. Das hat bisher immer geklappt. Bei Schlechtwetter werden die mit dicken Steinen oder was sich sonst so findet gepimpt. Als Poles habe ich dreiteilige Fizan Compact Stöcke. Hab so einige Gewitter und Hagelstürme sicher drin verbracht und mich immer wohl gefühlt.

    Das Solid inner bringt wirklich wahnsinnig viel mehr Wärme, Geborgenheit und Schutz vor Kondens. Weiß nicht, ob sich das gegen eingespartes Schlafsackgewicht aufrechnet, aber ich mags. Die Form finde ich super. Je nachdem, wie ich es in den Wind stelle und wie hoch ich es aufbaue, kann ich das sehr sturmfest oder sehr ventiliert machen. Wenn ich es an 6 Punkten gut abspanne, flattert es für ein UL Zelt wirklich wenig und die Reißverschlüsse sind gut entlastet. Ich habe an allen Heringen relativ viel Freiheit bei Aufbau, wo ich die in den Boden stecke. Hatte trotz der 6 benötigten Punkte dadurch noch keine Probleme.

    Oben, wo die Poles das Fly halten, habe ich eine kleine Schnur, die ich über die Teller der Stöcke lege, an der ich mit den Mini-Karabinern (an denen ich tagsüber Zeug außen am Rucksack trockne) meinen Rucksack und meinen Essensbeutel im Vorzelt aufhängen kann. Wenn ich das mache, hatte ich (bisher) noch keine Nager an meinem Essen und auch bei Starkregen ist das Zeugs von Boden weg.

    Kleine Kritik neben den schon genannten Punkten: Die zweite Apsis ist eigentlich nicht nötig. Ich hätte dafür lieber etwas mehr Platz im Innenzelt. Das wäre ein Luxus, für den ich gerne noch 50g dazugeben würde. Da fand ich die Aufteilung vom Hilleberg Akto, das ich vorher hatte, besser.

    Auch wenn es nicht das leichteste Zelt ist, liebe ich es sehr und hoffe, dass es mich noch einige tausend weitere km beglückt.

    Nachtrag: was auch doof ist. Durch die kleinen Stangen an Kopf und Fußende, die fest im Fly eingebaut sind, lässt sich das Zelt nicht gut knüllen, sondern hat im Rucksack immer eine Wurstform. Ich komme damit klar, ist aber gewöhnungsbedüftig.

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