Big Agnes Copper Spur UL1 , kurzer Erfahrungsbericht

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  • Das Zelt ist das aktuelle Modell, es wurde im Herbst 2025 gekauft und bisher etwa 25 Nächte benutzt. Warum wurde es gekauft? Ich wollte ein wohnliches doppelwandiges Zelt das weitgehend freistehend ist, schnell und einfach aufzubauen und dazu einen Querlieger. Benutzen wollte ich es in deutschen Mittelgebirgen und generell in Waldgebieten.

    Das Gewicht mit Packbeuteln und Gestänge auf meiner Küchenwaage beträgt etwa 1100 Gramm. Die Farbe „Tangelo“ ist weniger ein Orange sondern eher ein schönes Terracotta, dass sich m. M. nach schön in die Landschaft einfügt, aber natürlich nicht so unauffällig ist wie z. B. ein dunkelgrünes Zelt. Ich habe aber auch zunehmend weniger Lust mich unterwegs zu verstecken.

    Was mir gefällt:

    - Die Verarbeitung ist Top, gerade, saubere Nähte, keine losen Fäden, sauber abgeklebte Nähte am Überzelt
    - Das Innenzelt ist durch die geraden Wände tatsächlich sehr geräumig und bietet Bewegungsfreiheit wie es schon der Grundriss vermuten lässt. Es steht straff und faltenfrei.
    - Der Eingang ist groß und komfortabel, besonders das Außenzelt mit RV mittig und am Rand ist klasse und variabel.
    - vier Taschen im Innenzelt bieten ausreichend Stauraum, besonders die 3 am Himmel lassen sich gut nutzen, die am Eingang hängt etwas durch.
    - bis auf einen notwendigen Hering für die Apsis freistehend
    - effektive Belüftung, öffnet man die Lüftung oben am Kopfende spürt man einen kleinen Luftzug
    - Apsis ist ausreichend groß für Rucksack, Schuhe und (vorsichtiges) Kochen

    Was für mich weniger wesentlich ist:

    - der Preis ist mit 500€ VK sicher nicht günstig, aber ich habe schon ähnliche teure Zelte gekauft die weniger Komfort geboten haben
    - der Packsack ist eine Wursteltüte, er funktioniert, könnte aber besser sein
    - Heringe sind beigelegt
    - das Klippsystem zur Verbindung von Über- und Innenzelt an den vier Ecken klappt manchmal nur mit Fummelei
    - Innenzelt zuerst aufbauen ist naja, das zusammenhängende Gestänge bietet ein straffes Innenzelt, wäre mir aber als einzelne Gestänge lieber
    - durch viel Netz im Innenzelt bei kaltem Wind kühl im Inneren

    Was mir nicht gefällt:

    - das Außenzelt dehnt sich bei Feuchtigkeit stark, Apsis hängt schnell schlaff und oben sammelt sich das Wasser in tiefen Falten
    - der Boden ist nicht dicht, es drückt sich Wasser durch

    Fazit:

    Eigentlich gefällt mir das Zelt und ich fühle mich darin wohl. Aber der Boden macht es m. E. zu einem Schönwetter Zelt und damit würde ich es niemandem empfehlen. Ich hätte gerne einen stabileren Boden auch wenn es dadurch etwas schwerer würde.

  • Das ist ein "Inner first" Zelt oder? Wie bekommt man das bei Regen aufgebaut? Regneg es da nicht rein oder hast du einen Trick?

    Wie B2H schon schrieb, Innenzelt zuerst. Einen Trick bei Regen kenne ich leider nicht, das ist ja das Grundproblem der „amerikanischen Methode“.

  • Das Originalfootprint müsste dieses Problem - zumindest theoretisch - lösen können. Wir haben das Tigerwall 3 und das lässt sich mit dem Footprint auch nur mit dem Außenzelt aufbauen und vermutlich müsste es dann möglich sein, das Innenzelt von innen noch reinzupfriemeln. Habe ich aber noch nie ausprobiert, denn auch bei uns ist es ein Schönwetterzelt, da mein Mann bei Regen streikt und ich das Tigerwall nie alleine verwende.

  • Wäre auch noch eine Frage gewesen ob mans auch ohne Inner aufgebaut bekommt. Ich war in letzter Zeit viel in Spanien/Portugal unterwegs mit entweder Sand oder steinhartem ausgetrocknetem Boden. Da wäre "freihstehend" schon schick. Und "Sommerzelt" an sich auch ok 🤔

    Aber 1kg ist halt 1kg.... 😓

  • Wäre auch noch eine Frage gewesen ob mans auch ohne Inner aufgebaut bekommt

    Wäre es nicht sinnvoll nur das Innenzelt aufzubauen? Natürlich kein Sonnenschutz aber Blick auf die Sterne.

    Naja, ich such schon was gegen schlechtes "schönes Wetter". Wenns weder regnet noch taut, brauche ich kein Zelt. Das ist noch doller für den Sternenhimmel. Windschutz. Nieselregen oder auch mal kräftiger. Halt nix wie in Norwegen wo man in Feuchtwiesen schläft oder wo es auch mal knackig Wind haben kann. Kein Auswettern bei Dauerrregen osä.

    Wo man halt ggf worst case auch ein 80g S2S Bug Bivi reingezaubert bekommt

  • Das Originalfootprint müsste dieses Problem - zumindest theoretisch - lösen können. Wir haben das Tigerwall 3 und das lässt sich mit dem Footprint auch nur mit dem Außenzelt aufbauen und vermutlich müsste es dann möglich sein, das Innenzelt von innen noch reinzupfriemeln. Habe ich aber noch nie ausprobiert, denn auch bei uns ist es ein Schönwetterzelt, da mein Mann bei Regen streikt und ich das Tigerwall nie alleine verwende.

    scheint zu gehen. Wäre interessant was das wiegt ohne IZ tuto....

    Copper Spur UL1 Footprint | Big Agnes
    To extend the life of your tent floor, we recommend using a Big Agnes footprint or ground cloth. Get yours at Big Agnes!
    eu.bigagnes.com
  • Mein Mann und ich haben das gleiche Zelt in der 2er-Variante inkl. Original-Footprint. Wir sind damit den Coast to Coast Trail in Nordengland gelaufen. Er führt durch den Lake District und dort durch die regenreichste Region Englands. Was wir bestätigen können. Auch in Frankreich haben wir schon einige Regennächte, auch mit sehr starkem Regen, darin verbracht. Bisher ist es mir mit Footprint nicht als irgendwie undicht am Boden vorgekommen. Der Aufbau mit dem Außenzelt zuerst funktioniert. Man steckt das Gestänge in die dafür vorgsehenen Löcher im Footprint, legt das Außenzelt darüber und steckt es am Footprint mit den am Footprint angebrachten Steckverbindungen fest. Dann befestigt man es von innen am Gestänge. Danach friemelt man von innen das Innenzelt rein. Ist keine Freude, aber geht und sollte man vorher üben. Es gibt sicher viel bessere Zelte für Regen. Aber mein Mann und ich haben nur dieses.

  • Mein Mann und ich haben das gleiche Zelt in der 2er-Variante inkl. Original-Footprint. Wir sind damit den Coast to Coast Trail in Nordengland gelaufen. Er führt durch den Lake District und dort durch die regenreichste Region Englands. Was wir bestätigen können. Auch in Frankreich haben wir schon einige Regennächte, auch mit sehr starkem Regen, darin verbracht. Bisher ist es mir mit Footprint nicht als irgendwie undicht am Boden vorgekommen. Der Aufbau mit dem Außenzelt zuerst funktioniert. Man steckt das Gestänge in die dafür vorgsehenen Löcher im Footprint, legt das Außenzelt darüber und steckt es am Footprint mit den am Footprint angebrachten Steckverbindungen fest. Dann befestigt man es von innen am Gestänge. Danach friemelt man von innen das Innenzelt rein. Ist keine Freude, aber geht und sollte man vorher üben. Es gibt sicher viel bessere Zelte für Regen. Aber mein Mann und ich haben nur dieses.

    Hallo!

    Hast du es mal mit Footprint gewogen? Oder eben den Footprint allein? Ohne Footprint scheint es ja nicht wirklich dicht zu sein. Vermutlich ist das auch nicht so schlimm, so lange sich keine Pfütze bildet. Man liegt ja auf der Matte und so lange es nur etwas feucht wird - Schönwetter eben.

    Ich nähe mir gerade einen Footprint für ein anderes Zelt aus dem 65 Gramm-Material von extex. Ob jetzt 54?-Gramm Tyvek oder eben das Zeltbodenmaterial, scheint mir egal. Eins ist wasserdichter, das andere reißfester.

  • Man liegt ja auf der Matte und so lange es nur etwas feucht wird

    Leider wird es nicht nur etwas feucht sondern innen nass wenn sich unter dem Zelt eine Pfütze bildet. Bei mir im unteren Drittel passiert, also nicht mal dort wo das höchste Gewicht bzw. der größte Druck auf der Isomatte aufliegt/wirkt.

  • Man liegt ja auf der Matte und so lange es nur etwas feucht wird

    Leider wird es nicht nur etwas feucht sondern innen nass wenn sich unter dem Zelt eine Pfütze bildet. Bei mir im unteren Drittel passiert, also nicht mal dort wo das höchste Gewicht bzw. der größte Druck auf der Isomatte aufliegt/wirkt.

    Ja, dann würde ich sagen das Zelt ist unbrauchbar für meine Wünsche. Für ein paar Gramm mehr gibts funktionierende Zelte.

    Was wiegt es denn mit "Footprint"? Mit der Plane drunter ist es dann aber dicht?

  • Was wiegt es denn mit "Footprint"? Mit der Plane drunter ist es dann aber dicht?

    Für die Zweierversion des Zeltes wiegt es ca. 150 g (ohne Packsack). Viel, ich weiß. Aber wir teilen das Zelt ja auch durch zwei und wir wollten halt ein Doppelwandiges nicht allzu teures Zelt. Wie gesagt, es handelt sich bei dem Footprint um mehr als ein Stück Stoff, weil es Ösen für die Stangen und Stecker für den Regenaufbau hat. Bin jetzt auch nicht megabegeistert von dem Footprint, aber ich hab es sehr günstig bekommen.

    Uns war es dicht genug. Ob es 100% dicht ist, kann ich nicht sagen, denn auch bei viel Regen haben wir das Zelt jetzt nicht auf einer komplett sumpfigen Wiese gehabt (aber durchaus auf nassem Untergrund). Ich hab in Erinnerung, dass bei dem Regenaufbau sowieso Nässe zwischen Footprint und Innenzeit kommt, denn man muss es ja hinlegen, die Stangen einstecken und dann kann man erst das Fly befestigen. Das Zelt ist sicher kein Zelt, bei dem man wochenlang durch regnerische Gebiete wandern will. Wir hatten im Lake District zwischendrin immer Mal die Gelegenheit, es komplett zu trocknen.

    Hier kann man in etwa sehen, wie das Footprint designt ist. Man kann es sich sicherlich mit Tyvek und entsprechenden Ösen und Steckern nachbauen.

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