Trinknahrung für mein Leben am Fels

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  • Bei mir sind die 4500kcal für die 10h Aktivität.

    Da kommt sicher noch was vom Grundumsatz (oder mehr?) für die Ruhestunden dazu. Nur wieviel? Meine Idee:

    Grundumsatz x Ruhestunden/24h

    Gut, da kommst Du dann auch auf 5'900 kcal/d, also sind wir wieder auf gleicher Basis (ich habe jetzt mal 2'400 kcal/d Grundumsatz angenommen).
    Ich würde sagen ein bisschen mehr, da der Körper sich ja von der Anstrengung reparieren muss, aber da muss man wohl eher auf das Körpergefühl hören, so einfach ausrechnen ist dann einfach nur ein Theoriewert. Irgendwann kommen Einflussfaktoren (Temperatur, Sonneneinstrahlung, wie anstrengend ist es nun wirklich) die nicht mehr nachrechenbar sind (und anyway was bringts, ein Tag mehr, ein Tag weniger, dafür hat der Körper Fettreserven).

    Ich frage mich auch: Wieviel kcal sollte ich schon während der Aktivität zuführen?

    Aus dem Bauch heraus : Frühstück + während der Aktivät die 4'500 kcal (eventuell ein bisschen mehr). Zopiclon hat ja schon ein paar Verwertungswege/-werte beschrieben. Alle 30-45 Minuten muss man einen Teil wieder zuführen.

    Rund 0,8 bis 1 Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm fettfreies Körpergewicht sind pro Stunde angemessen (fueling). Pro 100 Milliliter Getränk kann man etwa fünf bis sechs Gramm Kohlenhydrate­ aufnehmen.

    Wenn das so stimmt (ich kann das nicht beurteilen, das ist kein Vorwurf, ich möchte nur die Beispielrechnung mal machen), wären das so ca. 55g/h. (80 kg, 15% Fettanteil). Das wären ca. 225 kcal/h, also 2'250 kcal während der Aktivität. Dazu noch Frühstück und Abendessen, damit man auf die Gesamtzahl kommt (wenn man nicht vor hat abzunehmen).

  • Aus dem Bauch heraus : Frühstück + während der Aktivät die 4'500 kcal (eventuell ein bisschen mehr). Zopiclon hat ja schon ein paar Verwertungswege/-werte beschrieben. Alle 30-45 Minuten muss man einen Teil wieder zuführen.

    Rund 0,8 bis 1 Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm fettfreies Körpergewicht sind pro Stunde angemessen (fueling). Pro 100 Milliliter Getränk kann man etwa fünf bis sechs Gramm Kohlenhydrate­ aufnehmen.

    Wenn das so stimmt (ich kann das nicht beurteilen, das ist kein Vorwurf, ich möchte nur die Beispielrechnung mal machen), wären das so ca. 55g/h. (80 kg, 15% Fettanteil). Das wären ca. 225 kcal/h, also 2'250 kcal während der Aktivität. Dazu noch Frühstück und Abendessen, damit man auf die Gesamtzahl kommt (wenn man nicht vor hat abzunehmen).

    Wenn wir diese Annahmen treffen. Dann sind die 2250kcal, nur aus Kohlenhydraten, die untere Grenze an Energie die während der Aktivität zugeführt werden sollten. (+ Energie aus Fett und Proteine).

  • Man sollte , für gewöhnlich,genügend Kalorien zu sich nehmen, dass Proteine und essentielle, sowie semiessentielle Fette nicht als Energieträger genutzt werden müssen.

    Dann klappt das auch besser mit der Regeneration.

    Skills are cheap - Passion is priceless

  • Eure Berechnungen setzen ja voraus, dass der Körper in der Belastung die zugeführten Nahrungsmittel überhaupt vernünftig umsetzen kann. Ich könnte nie und nimmer a) das Äquivalent von 4500kcal (!) unter der Belastung mir zuführen und b) meinen Körper davon überzeugen, da jetzt tatsächlich 4500kcal rauszumelken. (Der möchte dann nicht intensiv verdauen etc. pp. , das Blut ist woanders und der Fokus auch.)

    Ist das nicht alles ein bisschen hypothetisch mit der Rechnerei? So viel sich zuführen, wie man eben verknusen kann und reinbekommt und sich noch damit wohlfühlt-?

    Natürlich soll man nicht in einen Hungerast kommen und sollte beachten, dass Konzentration & Leistungsfähigkeit nicht so einbrechen, dass das Verletzungsrisiko und womöglich Fehleraufkommen steigt, ist ja klar. Also, ich bin nun kein Leistungssportler und fahre keine Tour de France, aber denke einfach, dass der Körper das auch mal abkann, dass transiente Defizite bestehen. Das passiert doch unweigerlich bei längeren Belastungen, dafür sind wir gebaut, dafür hat unser Stoffwechsel Konzepte.

    Sorry, dass ich nicht mit einem Rezept nützlich beitragen kann, ich bekäme die genannten Mixturen nie in größerer Menge hinunter. Vielleicht bin ich ja auch total von vorgestern, wenn ich jetzt hier anderweitig lese, dass man einen Kalorienrechner braucht.

  • Ist das nicht alles ein bisschen hypothetisch mit der Rechnerei? So viel sich zuführen, wie man eben verknusen kann und reinbekommt und sich noch damit wohlfühlt-?

    Nein. Manche Dinge muss man sich vorher überlegen, weil man sonst irgendwann die Quittung bekommt.

    Also. Ich habe ja oben geschrieben, dass ich mit 4500 kcal/Tag nicht abgenommen habe. Das war auf einigen ca 6 Wochen langen Wanderungen mit milder bis moderater Belastung. Keine extremen langen Tage, keine extremen km-Leistungen oder viele Höhenmeter. Irgendwas zwischen 20-35 km/Tag, irgendwas zwischen 700 und 2500 Höhenmeter Aufstieg. Ich habe auch einen Grundumsatz von ca. 2000-2200 kcal angenommen. Keine kcal-Messung. Wiege zwischen 70-75 kg.

    Das bedeutet: jemand der Rad fährt und wirklich Druck auf das Pedal bringt, der braucht bedeutend mehr. Also so richtig viel viel mehr! Leistungsmässig im Sportklettern auf Geschwindigkeit in schwerem Grad, sicherlich auch (beim Klettern weiß ich das aber nicht und auch nicht wie genau diese kcal-Verbrauchs-Berechnungen sind!)

    Das ist kein Problem, wenn man das nicht viele Tage hintereinander macht, weil man dann genügend Reserven hat (je nach Person mehr oder weniger). Bei mir ist es so, dass ich mich in den ersten Tagen zwingen muss, genug zu essen. Wenn ich das nicht mache, dann fühle ich mich nach spätestens ca. 7-10 Tagen schlapp und verbraucht. Die Beine sind Pudding. Gleichzeitig setzt ein fieser hiker-hunger ein. Das bedeutet, man kann einfach ständig irgendwas essen. Oder man hat eine Stinklaune...

    Mit einer hohen Leistung auf dem Rad über lange Zeit habe ich nicht viel Erfahrung, weil ich einfach nicht so viel Watt auf das Pedal bringe und auch keine Lust habe, mehr als 8 oder 10 Stunden (max) pro Tag auf dem Rad zu hocken. Was ich aber von früher aus den Rennradzeiten noch weiß: wir haben geschaut, dass wir alle 15-20 Minuten etwas trinken und mindestens einmal in der Stunde etwas essen. Das waren Touren bis 220-230 km/Tag. Also nichts extremes. Mehr habe ich noch nicht gemacht. Wenn man essen und trinken hinbekommen hat, ging das eigentlich ganz gut damals. Wenn nicht, dann gab es den richtig üblen Hunger Ast, wo man sich manchmal wirklich geplagt hat oder auf den letzten km nochmal ne Tankstelle suchen musste wegen ein paar Snacks, manchmal wußte man nicht, wie man die letzten 20 km noch schaffen soll - ich hab da echt keinen Bock mehr drauf, das ist nicht schön! Außerdem ist die Erholungszeit zumindest bei mir gefühlt deutlich länger wenn ich so leer gefahren nach Hause komme..

    Dann gab es Dinge, die hat man besser vertragen, andere weniger. Manche waren besser runter zu kriegen, andere weniger. Bei mir war unterwegs die Ernährung tatsächlich ziemlich kohlehydrat-lastig, weil es sich mit Cheeseburger und Doppelwopper im Ranzen einfach nicht gut radeln lässt. Gummibärchen sind einfach leichter verdaulich. Man kann einfach ständig was nachschieben und hat nicht einmal gefühlt drei kilo auf einmal im Magen. Man sollte den Magendarmtrakt wirklich nicht zu sehr überfordern, wenn man den Körper belastet, weil die Verdauung echt viel schlechter funktioniert und man Bauchweh, Blähungen, Übelkeit, Durchfall etc bekommt, wenn man nicht aufpasst. Fett ist aufwendig von der Verdauung (macht Bauchweh) und Protein, Ballaststoffe machen Blähungen (v.a. wenn zu viel). Ich kann schon mal ein paar Pommes unterwegs essen aber insgesamt bin ich mit diesen Dingen eher vorsichtig. Wir haben hauptsächlich mit Riegeln/Gel gearbeitet und halt noch Getränkepulver verwendet. Ich bin mir aber relativ sicher, dass wir damals nicht den gesamten Verbrauch direkt unterwegs ersetzt haben. Da wir das aber nur wenige Tage hintereinander ab und zu gemacht haben war es kein Problem. Wir waren in der Summe ja auch nur wenige Stunden/Tag auf dem Rad, da bleibt genug Zeit vorher und hinterher zum ordentlich was essen. Allerdings hatte ich da auch schon manchmal Probleme mit Sodbrennen nachts o.ä. durch die großen Portionen beim Abendessen.

    Mein Bauch kann ziemlich problemlos 60-80g Kohlenhydrate pro Stunde aufnehmen - auch bei Belastung. Mehr habe ich noch nicht probiert. Im Leistungssport ist man mittlerweile glaub ich schon länger bei 100 oder 120 g - wobei dann oft wieder Fruktose mit benutzt wird und die Leute sich langsam daran gewöhnen müssen.

    Ich habe es jetzt schon mehrfach geschrieben, aber Maltodextrin in der Trinkflasche sind für mich die am leichtesten aufgenommen kcal. Es geht einfach so. Man merkt es nicht, man muss nicht kauen, man hat keine trockenen Krümel im Mund, es schmeckt nicht furchtbar, es fährt einem nicht hinterher im Bauch rum usw. Dazu ist es billig. ABER: großer Disclaimer: ich habe das getestet ob ich es vertrage und verwende es nicht im Dauerbetrieb, weil ich noch nicht weiß, wie sich das gesundheitlich auswirkt. Aber ob jetzt die Snickers-Haribo-Diät so viel besser ist, weiß ich auch nicht... Protein esse /trinke ich abends und nicht unterwegs..

    Das sind jetzt aber nur meine Erfahrungen mit moderater Belastung auf dem Rad oder zu Fuß...

    Wenn man wirklich den gesamten Verbrauch während der Aktivität nachführen will, dann muss man sich wahrscheinlich bei den Leuten umsehen, die sowas wie das TCR oder ähnliche Ultra-Rennen fahren und sich daran orientieren (die müssen mit dem klar kommen was man unterwegs kaufen kann) oder man schaut bei den Profis der Tour de France, wobei ich glaube dass diese Leute trotzdem alle während solcher Veranstaltungen abnehmen...

    Wenn man es schafft, dann nur mit extremer Disziplin und guter Planung. Wahrscheinlich muss man dann ständig essen, wenn man nicht schläft und man das auch gewöhnt sein. Ich könnte nie im Leben am Tag 6000-10000 kcal futtern! Schon gar nicht mit gesundem Essen, weil dann die Portionen echt riesig werden...

    Was oben richtig gesagt wurde: Muskelaufbau und Regeneration braucht auch Energie - das bedeutet, das man zusätzliche kcal aus nicht Protein (also Fett+Kohlehydrate) braucht - on top. Ich denke aber auch, dass bei harter Dauerbelastung wie bei den genannten Rennen es eh nicht möglich ist, alle kcal direkt wieder aufzunehmen und auch gar nicht die Zeit für ausreichende Regeneration ist - aber das ist ein anderes Thema als das hier diskutierte...

    Ich fände es auch interessant, hier mal von jemand zu lesen, der Erfahrung mit harten dauerbelastungen über einen sehr langen Zeitraum hat...

  • Hier eine Studie zu Ultra-Läufen die sich mit Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme im Training und während dem Rennen auseinandersetzt.

    Tiller, N.B., Roberts, J.D., Beasley, L. et al. International Society of Sports Nutrition Position Stand: nutritional considerations for single-stage ultra-marathon training and racing. J Int Soc Sports Nutr 16, 50 (2019). https://doi.org/10.1186/s12970-019-0312-9

  • Vielen Dank. Schmeckt sehr gut.

    Mir reicht von der Mischung die Hälfte auf 0.5l Wasser. Sonst wird mir das zu dickflüssig.

  • Nussmehle sind meist entölt, daher nicht so gut, wenn man eine hohe Energiedichte will. Ich mache mir meine Energie-Balls ebenfalls selbst, denke die haben ca. 500 kcal auf 100 g. Mit 8-10 Stück komme ich über den Tag.

    • 100 g (manchmal auch mehr) Erdnussbutter ≈ 600 kcal
    • 60 g Haferflocken ≈ 230 kcal
    • 30 g Honig oder Reissirup ≈ 95 kcal
    • 10 g Kakao & Zimt ≈ 25 kcal
      gesamt ca. 950 kcal

    Vielen Dank. Die Kugeln schmecken sehr gut.

    Ich habe weißes bzw braunes Mandelmus verwendet. Vanillezucker und ev. Kokosraspeln dazu.

    Mit Zucker anstelle des Honigs wird es zu trocken.

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