Ist den schon mal wer gelaufen? Sieht nett aus.
Pembrokeshire Coast Path - Wikipedia
en.m.wikipedia.org
Ist den schon mal wer gelaufen? Sieht nett aus.
Bin ihn vor ein paar Jahren gelaufen. Wenn man Küste mag und nicht unbedingt wild zelten will (gibt aber unzählige einfache Farm-Zeltplätze) oder die Einsamkeit sucht findet hier einen schönen Küstenpfad.
Hast du spezifische Fragen?
Moin, ja, allerdings mit lauter B&B. Hat Spaß gemacht: Klick!
und nicht unbedingt wild zelten will
wieso nicht wild zelten? Zu verboten oder zu windig oder zu steil oder....?
Über die offizielle Seite hinaus hatte ich diese Links mal gespeichert (kennst Du sicherlich schon):
Und hier kann man sicherlich auch gut fragen:
https://www.trek-lite.com/index.php?threads/pembrokeshire-coast-path.8323/
Hast du spezifische Fragen?
Danke, war eher zufällig drauf gestoßen, hatte ich noch nie gehört und hier auch noch nichts davon gelesen, da dachte ich erst mal, ich stell den mal hier rein.
In Sachen Zivilisationsnähe, Höhenmeter, Baumangebot und Exotik nicht wirklich mein Profil, aber wenn's mich tatsächlich mal zum Wandern auf die Insel verschlagen sollte...
und nicht unbedingt wild zelten will
wieso nicht wild zelten? Zu verboten oder zu windig oder zu steil oder....?
Zum einen nicht erlaubt, aber auch einfach nur schwer machbar. Viel Land ist in Privatbesitz, oft mit dichten Hecken abgeschirmt und bewirtschaftet (teils auch für Viehwirtschaft). Zusätzlich ist man hier einfach trotz vielen sehr schönen Abschnitten sehr sehr nah an der Zivilisation in einer absouluten Urlaubsregion. Abgeschiedene Plätze zu finden, die sich auch noch gut eignen und in der Nähe von Trinkwasser liegen (das Wasser aus den Bächen mitten in dicht besiedeltem Land würde ich auch nicht gefiltert trinken wollen) macht da nicht wirklich Spaß. Dafür gibt es besser geeignete Regionen.
Ich habe ihn für das nächste Jahr ins Auge gefasst…
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So, wir sind den PCP jetzt gelaufen und fand ihn nie langweilig und meistens wunderschön. Ein paar Bildgrüßchen habe ich ja von unterwegs geschickt.
Wir waren Ende Juli, Anfang August dort und haben - sehr ungewöhnlich - fast nur Sonne gehabt, nur zweimal ein bisschen Regen. Entsprechend trocken und eher gelb als grün sah es aus. Am wenigsten gebrauchtes Kleidungsstück war die Regenhose - was aber nicht normal dort ist. August ist dort Hauptreisezeit, es war meistens trotzdem nicht überfüllt, aber B&Bs und Hotels echt teuer. Wo wir es vergleichen konnten, war Booking günstiger als AirBnB. Nicht jedes Hotel ist auf Booking, oder nur zeitweise, weil die Gebühren so hoch sind. Und bei den Bewertungen sollte man generell aufpassen, ob die für einen wichtigen Sachen ausschlaggebend sind (also nicht der tolle Parkplatz hinter der Unterkunft, sondern z.B. das Frühstück).
Die Anreise haben wir mit KLM nach Cardiff gemacht und Glück gehabt, im dortigen Mountain Warehouse (ist wohl eine Kette) die beiden letzten Lindal-Gaskartuschen mit Propan-Butan-Mischung zu bekommen. Von dort mit dem Zug nach Milford und dann, statt den Bus nach Amroth zu nehmen, uns 20km eingelaufen.
Die Rückreise haben wir mit Easyjet ab Manchester gebucht, weil Manchester einfach von vielen Richungen aus gut zu erreichen ist und wir uns das Ende lange offenhalten wollten.
Der Path ist knapp 300km lang, unglaublich gewunden und, wie es sich für Felsküsten gehört, ein ziemliches Auf und Ab. Je nach Quelle kommt man auf 10000-13000 Höhenmeter. Wir haben unsere nicht addiert aber festgestellt: Die zuvor angezeigten bei MapOut und bei Mapy stimmen einigermaßen mit dem dort Getrackten überein, aber an den beiden Tagen, an denen wir einen barometrischen Höhenmesser haben mitlaufen lassen, zeigte der jeweils deutlich mehr an: einmal über 600 anstatt gut 400 Höhenmeter und einmal ca. 850 statt ca. 600.
Wir sind ihn von S nach N gelaufen - und das würde ich auch immer so empfehlen, wenn mich jemand fragen würde. Gründe:
- Militärgebiet an (für uns) Tag 4 und
- viel heruntergekommene Industrie (Öl, Gas) im Gebiet Pembroke (dort Highlight: schickes Castle)- Pembroke Dock - Milford Haven. Ich fand es schon interessant, so allgemein geschichtlich, industrie- und sozialgeschichltlich, aber ich stelle mir vor, wenn man vorher die Naturschönheiten weiter im Norden gesehen hat, ist es ein ziemlicher Antiklimax.
Wir haben für die Strecke 13 2/2 Wandertage gebraucht und sind unterwegs in Pembroke Dock und in St Davids in richtige Unterkünfte gegangen. In St Davids sind wir sogar für 2 Nächte geblieben und haben die Spitze geslackpackt. Im dortigen Mountain Warehouse haben wir kein Gas nachbekommen, aber im örtlichen Hardware Laden. (Andere schreiben, St Davids sollte man weglassen, weil zu abseits vom Weg. Wir fanden das nicht. Geschichte, Pilgerstätte, Möglichkeit gemütlich zu slackpacken und mal anständig zu essen.
Und St Nun, Non oder Nonne, je nachdem. Nicht kanonisierte Schutzheilige für vergewaltigte Frauen, weil ihr, der Mutter von St David, das auch passiert sei. Wusste ich vorher auch nicht...
Die Meinungen über die Wildcampmöglichkeiten gehen in den Berichten anderer ja sehr auseinander. Es sind wilde Steilküsten, und sobald es flach ist, beginnt eingezäuntes Farmland. Immer wieder haben wir auch Stellen gesehen, an denen man wild hätte campen können bei unseren Wetterbedingungen. Es ist aber ein nahezu baumloses Gelände, lediglich die allgegenwärtigen Mauern bieten Schutz - aber das ist dann schon eingezäuntes Farmland. Wir haben fast immer auf die recht zahlreichen Farm Camping Möglichkeiten genutzt - 10 bis 12 Pfund pro Person, inkl. saubere Toiletten und meist warme Dusche, sonst keinerlei Services. Man findet sie praktisch alle einfach bei Google und/oder Mapy und/oder MapOut, mal als Caravanstellplatz, mal als Campingplatz gekennzeichnet, und wir hatten nie Probleme, einfach ankommend einen Platz zu finden. Nicht abschrecken lassen von "No vacencies" oder "members only".
Handyempfang war oft bescheiden bis kein Netz. Auf diesen Farm Campings gibt es kein WLan, und die Bandbreite der ein bis drei Striche LTE war offensichtlich kaum ausreichend, um auch nur den Wetterbericht abzufragen (Wir haben die Aldi-Karte; momentan funktioniert Roaming wie in der EU).
Ach ja: Kegelrobben gibt es, ab August sogar mit Babys, und Delfine und Tümmler.
Ach ja zwei: Kontraindikation: Hängemattenschläfer. Es gibt kaum Bäume.
Und noch eins: Wenn man in Cardigan angekommen ist, könnte man theoretisch durchs Inland wandernd den Ausgangspunkt in etwa 60km wieder erreichen. Aber es gibt auch Öffis. Die Busse sind spottbillig, werden aber recht ruppig gefahren...
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