Overnighter mit Trak 2.0 Kajak und Hängematte

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  • Der Tag der deutschen Einheit versprach gutes Wetter und zugleich Menschenauflauf in der Hauptstadt - perfekte Bedingungen, um für einen Tag und eine Nacht dem alltäglichen Wohnumfeld den Rücken zu kehren.

    Mit der S-Bahn kommt man bequem zur Einsatzstelle am Griebnitzsee, die etlichen Berlinern von einem denkwürdigen Overnighter vor sieben Jahren wohlbekannt sein dürfte. Links die Tasche enthält mein Faltboot, rechts der Rucksack das Übernachtungsgepäck mit Hängematte, Zelt und Ofen (letztere kamen nicht zum Einsatz). Da ich nach längerer Paddel-Abstinenz versessen war, aufs Wasser zu kommen, gibt es vom Aufbau keine Bilder.

    Hier bin ich bereits die kleine Wannseekette bis zur Gienicker Lake gepaddelt und blicke in der Ferne auf die Glienicker Brücke, unter der ich dann durchgefahren bin. Weiter ging es bis zum Krampnitzsee, den ich mir mal genauer ansehen wollte, weil dort ein Anwesen liegt, das vor kurzem für 13,5 Millionen € versteigert wurde. Die äußerste Landspitze, das Stinthorn hätte mich - solange dort noch nichts gebaut - wird, als Übernachtungsplatz interessiert, aber das Ufer war eingezäunt und wirkte nicht wirklich zugänglich.

    Also kehrte ich zu einem schon erprobten Platz zurück, der noch einige Zeit von der Abendsonne beschienen wurde.

    Auf diesem Bild sind etwa 90% durchs Moskitonetz belichtet worden. Von außen sieht es dort so aus, wie man unten sieht, hinten liegt mein Boot.

    Ich habe mich dann für eine minimalistische Abendvariante ohne Zelt und Ofen entschieden, weil es nicht zu kalt und für den heutigen Morgen Regen angesagt war - außerdem wollte ich nicht zuviel Zeit mit Auf- und Abbau zubringen.

    Hier ein Blick aufs Boot.

    Die Hängematte habe ich nachts minimalistisch ohne Tarp genutzt, denn der Regen sollte erst gegen 9 Uhr einsetzen.

    Dem bin ich durch ein frühes Aufstehen bei Sonnenaufgang zuvorgekommen...

    ...und konnte noch eine schöne Lichtstimmung am gegenüberliegenden Ufer genießen...

    ...bevor es dann zuzog und der Regen einsetzte. Dann saß ich aber schon wieder in der Bahn.

    Fazit: hat viel Spaß gemacht und war ein gelungener Kontrastpunkt zum Alltag.

  • Bis hinter zum Krampnitzsee und wieder zurück waren es gestern 12 km, die ich nicht so gerne im Packraft abgepaddelt hätte, aber der Hauptgrund war, dass ich Lust auf das Boot hatte, das ein völlig anderes Paddelerlebnis bietet als die Pendelei im Packraft. Heute früh kam noch ein Gegenwind hinzu, bei dem man nicht in der Gummiente sitzen möchte. Und wirklich lange dauert das Auf- und Abbauen vom Trak auch nicht - bleibt aber natürlich der Transport des 25kg-Paketes in der Bahn. Aber selbst das ist durch den Rollkoffer einigermaßen komfortabel zu bewerkstelligen.

  • Ach,
    wie ist das denn schön!

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    Wahrscheinlich kennst Du das schon. ;)
    Für mich war der Aspekt der hinteren Kraftübertragung beim canted stroke neu.
    Ich habe zwar immer einen gewissen "Ankerpunkt" gespürt, aber die Theorie dahinter war mir nicht bewusst.

    LG. in meine alte Wahlheimat.

  • Die Hängematte habe ich nachts minimalistisch ohne Tarp genutzt, denn der Regen sollte erst gegen 9 Uhr einsetzen.

    Das nenn ich wahren Glauben an die Wettervorhersage 😄.

    Danke für die schönen Bilder.

    Die Stelle ist mir auch sofort ins Auge gesprungen. So gern ich ohne Tarp schlafe - aber die Wettervorhersage ist hier mittlerweile so grottig und ungenau, dass ich es nie und nimmer wagen würde, das Tarp wegzulassen, wenn Regen für den Morgen angesagt ist. Da hilft allerdings auch das Xfoil-Tarp, weil das den Blick in den Wald nicht versperrt. Auf meinem letzten Overnighter hätte es laut Wetterapp eine sternenklare Nacht geben sollen und das war auch am Abend noch der Fall. In der Nacht wurde ich dann von einem Donnerrumpler geweckt und bevor ich noch denken konnte, dass ich angesichts dessen vielleicht gleich zum Pinkeln aufstehen sollte, bevor es regnet, kam schon ein Wäscher runter, bei dem mir gar nichts anderes übrig blieb als aufzustehen, die Hängematte zusammenzuraffen und höher zu halten, weil das Xfoil-Tarp mit seiner Breite von 1,60 natürlich zu schmal ist, um einen vernünftigen Wetterschutz zu bieten.

    Edita fügt noch ein Danke für den schönen Bericht hinzu. Bei der Glienicker Brücke bin ich wenigstens mal zu Fuß rumgestapft, damit habe ich eine Vorstellung von dem Gebiet.

  • Schwarzwaldine Dass die Wettervorhersagen dieses Jahr ziemlich ungenau sind, ist mir besonders auf der Dänemarktour auch aufgefallen. Aber vorgestern war die Lage doch so, dass nach einer Schönwetterperiode ein Umschwung kommen würde, der einigermaßen genau abzuschätzen war. Ich hatte aber auch ein Tarp in Griffweite liegen, das ich auch im Dunklen schnell aufbauen kann. Und dann gab es ja auch noch ein dichtes Blätterdach, das in den ersten Minuten dichtgehalten hätte.
    Insgesamt ist es wohl auch eine Typfrage. Die kleine Unsicherheit, dass ich eventuell nass werden könnte, stachelt bei mir eher die Risikofreude an, weil ich mich im Erfolgsfall freue, dem Wetter ein Schnippchen geschlagen zu haben. Vielleicht schwer zu verstehen und kaum rational zu begründen, aber so ähnlich muss es wohl sein…

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