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  • Eine Frage an die Vielnäher:

    Welchen dieser beiden Stoffe würdet ihr für ein Tarp verwenden?

    Diesen hier von Extex oder den von wilbo kürzlich verlinkten von Esvo? Der von Extex ist ein silikonbeschichteter Ripstop-Polyester Stoff, der andere ein mit Silikon beschichteter Ripstop-Nylon Stoff.

    Anwedungsfall wäre ein trapezförmiges Tarp für die Nutzung mit einer Hängematte.

    Anvisierte Specs:

    - Firstlänge ca. 3,60 Meter.

    - Rechts und Links je zwei Abspannpunkte mit Dreiecksring, Shockcord mit Tanka, Abspannleine.

    - Kettenlinien an Kanten

    - Farbe: Sand (oder ähnlich)

    - Insgesamt brauche ich ca. 7 Meter Stoff, dann fällt auch noch ein Packbeutel mit ab.

    Es geht mir hier mehr um die Eigenschaften als um den Preis; wobei ich nicht sagen will, dass der egal wäre.

  • Aus dem Bauch heraus würde ich den sandfarbenen Nylonstoff nehmen.
    Das Silnylon hat mehr Stretch und ist damit strammer abzuspannen. Der Catcat muss dabei gar nicht so ausgeprägt sein, selbst eine gerade Linie zieht sich schön in Form.

    Die Wasseraufnahme ist beim Nylonstoff aufgrund der guten Silikonbeschichtung nur geringfügig höher als beim Silpoly.
    (Ich habe allerdings bisher nur einmal gemessen, 10 % zu 6 %)

    VG. -wilbo-

  • So, extra für dich.

    A: 3mm Paracord ohne Seele auf Längskante B: 3mm Paracord ohne Seele an Ecke

    Seil ist 1mm Dyneema Angelschnur mit 100kg Bruchlast nebst 2,5mm doppel shockcord mit

    Tarp worms von Dutchware.



    Gruß Konrad

    Dauerdraußenschläfer

  • Für ein Tarp würde ich Silnylon nehmen. das 30d von Extex ist gut. Das von ESVO kenne ich nicht, aber Wilbo ist ja begeistert. Warum also nicht. Silpoly hatte ich als Tarp noch nicht, allerdings ist das wohl nicht so stretchy und damit wäre es nicht unbedingt meine erste Wahl.

    Kettenlinien am Saum halte ich für ein Marketinggimmick. Das stiehlt dir nur überdachte Fläche und macht einen bodennahen Aufbau zuverlässig unmöglich. Der IMHO einzige Grund für sowas ist ein schnittiges und faltenfreies Katalogbild.

    Ein winziger Catcut (ca. 1 cm) an der Firstlinie kann hilfreich sein falls man das Tarp oft als A- frame aufbaut. Allerdings würde ich das nicht so krass machen das mir all die anderen Flattarp Aufbauoptionen flöten gehen. Bei meinem 3x3 Tarp habe ich keinen Catcut benutzt.

    Warum Trapezform beim Hängemattentarp?

  • Warum Trapezform beim Hängemattentarp?

    Weil es von der Größe her bei den meisten Wetterbedingungen reicht. Türen habe ich bisher so gut wie nie vermisst. Außerdem gucke ich gerne raus und liebe den freieren Blick. Wichtiger ist die Länge, bzw. der Überstand auf beiden Seiten.

    Beim Schnitt kann man ebenfalls durch die Diagonale etwas Material sparen.

    Ich nehme eine Stoffbahn pro Seite. In der Mitte oben dann eine Kappnaht. Hier habe ich auch schon mal Gurtband reingelegt.

  • Ahh, verstehe eine hexagonale Form. Das ergibt Sinn!

    Ich denke ebenfalls, dass es auf diesen langen Kanten nicht zwingend einen Catcut braucht.
    Wenn überhaupt, dann einen leichten oben am First und an der Seitenkante.
    (Nicht so übertrieben, wie gezeichnet. Besser konnte ich es nicht) :S

    Sundance  Konradsky Warum werden bei Hammock Tarps aufgenähte Schnur-Mäntel statt Gurtbänder verwendet?

    VG. -wilbo-

  • Ich finde meine Skizze nicht mehr. Und nachmessen geht gerade nicht, da das Tarp eingepackt auf dem Dachboden liegt.

    Es ist jedoch bestimmt sehr ähnlich wie hier auf DIYGEARSUPPLY unter "Hex Tarp". Die Firstnaht hatte ich wie bei den Warbonnet-Tarps gemacht, also beide Stoffbahnen deckungsgleich übereinander gelegt, dann mit einer Nahtzugabe von 0,7cm zusammengenäht, umgeschlagen (aus außen wird innen) und dann die Kante mit einem in der Mitte gefalteten Einfassband eingefasst. Dies habe ich an den Enden überstehen lassen und anschließend zurück geführt, so das sich die Schlaufe als Abspannpunkt nutzen kann.

    Ich kenne übrigens deutlich mehr Hängemattentarps, die Gurtband an den seitlichen Abspannpunkten verwenden. Von der Variante mit seelenlosem Paracord hatte ich gehört, aber noch kein Exemplar in Live gesehen.

    Für mich ist bei der Abspannung der Goldstandard ein Shockcord mit Dyneema-Kern, welches ich auf Spannung bringe, um ein (nächtliches) Durchhängen des Tarps zu minimieren. Außerdem ist es bei Böen hilfreich, um die Spannungsspitzen abzufedern.

    Anbei ein Foto von der Abspannung meines Wintertarps. Diese Variante ist sicherlich schwerer, aber zum einen war mir hier Gewicht egal, zum anderen soll es auch Handschuhkompatibel sein.

    Anscheinden verwendet ihr jedoch die Eigenschaft "strechy" des Tarpstoffes, um es entsprechend auf Spannung zu bringen. Fast so als ob es das Shock-Cord ersetzen könnte. Das hilft immer noch nicht bei richtig böigem Wind, aber wäre eine Überlegung wert. Vielleicht könnt ihr mir dazu noch einen oder zwie Sätze schreiben?

  • Eine Nachfrage noch mal an wilbound Christian Wagner:

    So wie ich es jetzt verstanden habe, lassen sich Stoffe mit mehr Stretch (Silnylon vs. Silpoly) besser auf Spannung bringen. Richtig?

    Inwiefern ersetzt (oder ergänzt) die Dehnung des Stoffes die Verwendung von Shock-Cords?

    Ich sehe hier zwei Szenarien:

    - In Bezug auf die Dehnung bei Feuchtigkeit.

    - In Bezug auf die Abfederung von Windboen.

    Und falls ich falsch liege, würde ich gerne wissen: Inwiefern führen die Dehnungseigenschaften zu einem strafferen Aufbau? Denn festknallen kann ich doch jeden Stoff, oder?

  • Inwiefern ersetzt (oder ergänzt) die Dehnung des Stoffes die Verwendung von Shock-Cords?

    Gummibänder an Abspannleinen halte ich für kontraproduktiv.

    Will ich die Bewegung im Tarp minimieren, spanne ich die Plane stramm ab.
    Habe ich in der Abspannschnur ein Dehnungsgummi eingebaut, ist das eh auf Maximal-Spannung gezogen. Kräftige, (dicke) Expanderschnüre mit so viel Gegenzug, dass da noch Restdehnung drin ist, wird in diesem Anwendungsbereich kaum jemand verwenden wollen.

    Dehnt sich das Silnylon bei Nässe, ist bei strammem Aufbau noch genügend Zug im Material, sodass ich (bei dem obengenannten Stoff) nicht nachspannen muss.

    Denn festknallen kann ich doch jeden Stoff, oder?

    Je weniger Dehnung im Gewebe, umso eher macht ein Catcut Sinn, um in die Fläche Spannung zu bekommen. -> DCF

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