Hallo zusammen,
in den vergangenen acht Tagen (7. bis 14.8.) bin ich den GR 54 gelaufen, ein wirklich sehr schöner Wanderweg. Wie ich gelernt habe, ist der Nationalpark einer der ältesten Frankreichs und sehr gut erhalten. Ich bin in acht Etappen gelaufen:
- von Bourg d‘Oisans nach Clavans-le-Bas,
- zur Refuge de l‘Alpe de Villar-d‘Arène,
- nach Vallouise,
- zur Refuge du Pré de la Chaumette
- nach La-Chapelle-en-Valgaudémar,
- nach Le Désert en Valjouffrey,
- zum Lac de la Muzelle,
- nach Bourg d‘Oisans.
Im Nachhinein wären neun Etappen vielleicht auch gut gewesen. Ab 12 Uhr wurde es in der drückenden Hitze sehr anstrengend. Früh aufstehen lohnt sich in jedem Falle sehr (ich war um 5 Uhr wach). Am schwersten waren für mich die Aufstiege zum Col de l‘Aup Martin, der sich sehr lange zieht, und der zum Col de la Muzette, der sich auch unendlich lange zieht und sehr steil ist. Ein wichtiger Tipp zu letzterem: ganz zu Beginn des Aufstiegs gibt es zwischen Trail und einer Schäferhütte eine unscheinbare Wasserquelle, die nicht wie die sonstigen bei OSM nicht eingezeichnet und die letzte vor dem Col ist. Weil die Bäche alle versiegt waren, war es die einzige Wasserquelle zwischen La Désert und Col de la Muzette - und dazwischen liegen 2000 hm.
Ansonsten ist der kurze Abstecher zum Pic de la Vandomme vom gleichnamigen Col empfehlenswert. Man läuft nicht weit und hat einen tollen Ausblick. Einmal habe ich auch in einer Refuge, der Refuge du Pré de la Chaumette, zu Abend gegessen, was sehr lecker und reichhaltig war - es gab eine gute Suppe, ein großes Stück Lasagne, Käse und Dessert für 24€. Am nächsten Tag fühlte ich mich trotz langer Tage vorher ganz frisch.
Einige Wanderer laufen, wenn sie nicht genügend Zeit haben, nur von Vallouise nach Bourg d‘Oisans (oder biegen nach dem Lac du Lauvitel anderweitig ab) oder laufen in umgekehrter Richtung nur bis nach Vallouise. Insgesamt ist das sicherlich der schönste Teil der Tour, aber dadurch verpasst man den wunderbaren Weg zwischen Villar d‘Arène und Le Casset. Ich war zum ersten mal in den französischen Alpen und überrascht, wie freundlich und zugewandt die Wandersleute dort alle waren.
Es gibt einige grandiose Zeltplätze, die auch bei OSM markiert sind, für die man ein bisschen Wasserschleppen und ein paar mehr Höhenmeter einplanen müsste. Ich habe es dieses mal verpasst.
Eine sehr schöne Tour!