Mid-Inner anpassen / DCF kleben

Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
  • Allerdings muss man dabei die Webrichtung immer in Betracht ziehen.
    Auf Nahtkanten, die diagonal gehen, ist absolut keine Spannung zubekommen und diese haben auch den meisten Stretch.

    Ich habe mal mit dem 55er Silnylon eine Pyramide genäht, mit einer Geometrie inetwa wie das DuoMids.

    Tatsächlich sind die Diagonalen kaum unter Spannung zu bekommen. Ich hatte eigentlich gehofft, dass das 55 g/m2 Silnylon weniger dehnbar ist, aber nicht in Betracht gezogen, dass das nur in Richtung des Fadenlaufs der Fall ist.

    Da ich ein Mid wollte, dass auch in starken Wind stramm steht, ist Silnylon wohl grundsätzlich ungeeignet (ausser vielleicht bei einer Pyramide, die aus vielen Teilflächen zusammengenäht ist, quasi wie ein Tipi).

    Silpoly möchte ich wegen der geringeren Reissfestigkeit nicht verwenden, und DCF auch nicht unbedingt... :/

  • Hat schon einmal wer probiert doch wenigstens bei einem der Paneele die Naht entlang des Fadenverlaufs zu orientieren.

    Ich hatte das zufälligerweise zumindest Mal auf der Vorderseite des Zeltes bei meiner "breiten" Pyramide. Die Türpanele sind da wie beim Duomid, aber der Stoff der von der Schmalseite kommt, ist im Fadenverlauf genau entlang der Naht. Versuch macht klug.

    Andererseits steht mein Duomidklon aber auch so recht gut. Starken Wind hatte ich jetzt aber noch nicht damit, ich kann also nicht viel zur "Deformierungsfreudigkeit" sagen aufgrund des schrägen Fadenverlaufs in den Ecken.

    Bisher habe ich aber auch noch nicht viele negative Berichte diesbezüglich gehört. Hm...

  • Moin!

    Da ich ein Mid wollte, dass auch in starken Wind stramm steht, ist Silnylon wohl grundsätzlich ungeeignet (ausser vielleicht bei einer Pyramide, die aus vielen Teilflächen zusammengenäht ist, quasi wie ein Tipi).

    Daher fragte ich nach dem Schnitt. So hätten wir mit unserem Schwarmwissen vielleicht etwas optimieren können ...

    Soweit ich mich erinnere, hat nivi bei seinem Lavvu abwechselnd, gerade an gerade und schräg an schräg genäht.

    Zitat

    Wenn ich ein Mid für extremen Wind bauen müsste, würde ich das nur mit einem steilen A-Frame Gestänge konstruieren.

    Bei einem rechteckigen Grundriss, hätte ich mir angeschaut, wie ich den Schnitt so ausrichten kann, dass die geraden Webkanten in die Ecknähte kommen. Das würde natürlich mehr Näharbeit erzeugen und keinen kostenoptimierten Schnitt nach sich ziehen.
    Im Gegenzug hätte man damit leider auf der großen Front- und Rückenfläche eine Naht mit viel Stretch. Diese würde ich etwas ausstellen und dann von innen mit dem A-frame Gestänge stützen.

    Soweit die Theorie.
    Ob so ein shelter im Starkwind / Sturm erheblich besser steht als das normalen Dou-Mid, wäre interessant zu Testen.

    Silpoly möchte ich wegen der geringeren Reissfestigkeit nicht verwenden, ...

    Die Diagonal-Drehung ist mit Silpoly vielleicht etwas geringer als bei Silnylon, aber immer noch deutlich vorhanden.
    Silnylon hat schon eine etwas höhere Weiterreißfestigkeit, aber wie viel Lastreserve brauche ich für meine Konstruktion?

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Für mich ist die geringe wasseraufnahme des Gewebes ein wesendlicher Faktor für die Wahl meines Stoffes.

    ... und DCF auch nicht unbedingt... :/

    Wenn ich ein Bombproof shelter bauen müsste, würde ich das 34 q/qm DCF wählen. Das nimmt nur niemand in Betracht, da es vom Gewicht so nah an den guten Geweben liegt, aber kostenmäßig um ein Vielfaches teurer ist.
    Im Gegenzug bekomme ich reichlich eingebackene Dyneema-Fäden, die extreme Festigkeit erzeugen und nahe null Stretch in der Diagonalen.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    VG. -wilbo-

  • Daher fragte ich nach dem Schnitt. So hätten wir mit unserem Schwarmwissen vielleicht etwas optimieren können ...

    Ich habe deine Frage wohl missverstanden, und dachte, es geht um die Geometrie des Ganzen (also so was wie ein 3D-Modell).

    Der Schnitt ist wie hier, wobei die hintere Seite zusammengesetzt ist (eine vertikale Naht).

    Soweit ich mich erinnere, hat nivi bei seinem Lavvu abwechselnd, gerade an gerade und schräg an schräg genäht.

    Ich dachte, das gäbe dann sehr unschöne Nähte, da die Dehnbarkeit auf beiden Seiten unterschiedlich ist.

    Bei einem rechteckigen Grundriss, hätte ich mir angeschaut, wie ich den Schnitt so ausrichten kann, dass die geraden Webkanten in die Ecknähte kommen. Das würde natürlich mehr Näharbeit erzeugen und keinen kostenoptimierten Schnitt nach sich ziehen.
    Im Gegenzug hätte man damit leider auf der großen Front- und Rückenfläche eine Naht mit viel Stretch. Diese würde ich etwas ausstellen und dann von innen mit dem A-frame Gestänge stützen.

    Das hätte ich wohl tun sollen. Vorne ist das die Seite mit dem RV, der ist ja nicht dehnbar. Hinten könnte die Naht allenfalls verstärkt werden oder weiter abgespannt.

    Die Diagonal-Drehung ist mit Silpoly vielleicht etwas geringer als bei Silnylon, aber immer noch deutlich vorhanden.
    Silnylon hat schon eine etwas höhere Weiterreißfestigkeit, aber wie viel Lastreserve brauche ich für meine Konstruktion?

    Eine sehr hohe (Weiter)reissfestigkeit war schon das Ziel, deshalb auch das 55er Nylon. Einsatz soll Skandinavien sein, auf längeren Touren. Mia im Zelt hat da so ihre Erfahrung gemacht mit einen TarpTent aus Silpoly (ich weiss jetzt nicht mehr, welches - ein Stratospire?), welches in Norwegen gerissen ist, als sie über eine der Zeltleinen gestolpert ist. Das war ja Silpoly, und mit Silnylon wäre das ev. nicht passiert.

    Wenn ich ein Bombproof shelter bauen müsste, würde ich das 34 q/qm DCF wählen. Das nimmt nur niemand in Betracht, da es vom Gewicht so nah an den guten Geweben liegt, aber kostenmäßig um ein Vielfaches teurer ist.

    Das stimmt meiner Meinung nach so nicht. Das Tramplite Shelter von Colin z.B. war aus dem 34er DCF (0.75oz/yd²), und auch andere Hersteller verwenden es (z.B. ist das Bonfus Middus aus dem 0.75er DCF).

    Wobei ich bei den Materialkosten ein solches Mid eher fertig kaufen würde, da dann der Schnitt auch bestimmt passt.

  • Mia im Zelt hat da so ihre Erfahrung gemacht mit einen TarpTent aus Silpoly (ich weiss jetzt nicht mehr, welches - ein Stratospire?), welches in Norwegen gerissen ist, als sie über eine der Zeltleinen gestolpert ist. Das war ja Silpoly, und mit Silnylon wäre das ev. nicht passiert.

    Soweit ich mich erinnere, ist das ein 20 D Material beim Stratospire gewesen. Da gibt es mit der Fadenstärke von 40 D schon Unterschiede in der Festigkeit. Mia im Zelt (War der Abspannpunkt am Saum eigentlich als solcher vorgesehen?)

    Das stimmt meiner Meinung nach so nicht. Das Tramplite Shelter von Colin z.B. war aus dem 34er DCF (0.75oz/yd²), und auch andere Hersteller verwenden es (z.B. ist das Bonfus Middus aus dem 0.75er DCF).

    Ich habe gerade gesehen, dass ich ein q statt einem g getippt hatte.
    Das 0.75 / 0.80 Laminat hat 26 g/qm, und ist im Gegensatz zum 1.0er mit 34 g/qm um einiges leichter. Ich kenne keinen Hersteller, der das 1.0er als Material für ein Fly verwendet. (Bestenfalls für den Boden)

    Wobei ich bei den Materialkosten ein solches Mid eher fertig kaufen würde, da dann der Schnitt auch bestimmt passt.

    Das gibt es eben nicht zu kaufen. ;)

    Ich dachte, das gäbe dann sehr unschöne Nähte, da die Dehnbarkeit auf beiden Seiten unterschiedlich ist.

    Ja, die Nähte drehen sich bei Zug ein. Die Frage ist immer, welche Kompromisse möchte ich beim Entwurf eingehen.

    VG. -wilbo-

  • Das stimmt meiner Meinung nach so nicht. Das Tramplite Shelter von Colin z.B. war aus dem 34er DCF (0.75oz/yd²), und auch andere Hersteller verwenden es (z.B. ist das Bonfus Middus aus dem 0.75er DCF).

    Ich habe gerade gesehen, dass ich ein q statt einem g getippt hatte.
    Das 0.75 / 0.80 Laminat hat 26 g/qm, und ist im Gegensatz zum 1.0er mit 34 g/qm um einiges leichter. Ich kenne keinen Hersteller, der das 1.0er als Material für ein Fly verwendet. (Bestenfalls für den Boden)

    Hast recht, da habe ich die Umrechnung natürlich falsch gemacht ;)

    (Nachtrag: Was mich hier verwirrt, ist dass 1oz/yd² zwar 34g/m2 sind, dass als solches bezeichnete Silnylon dann aber über 40g/m2 wiegt, da die Beschichtung noch dazukommt)

    Aber auch das 26g/m2 DCF sollte als Fly stabil genug sein.

    Jedenfalls nehme ich meinen Trailstar-Nachbau auf Tour. Der ist aus leichtem Silnylon, aber wenigstens sehr flexibel aufbaubar.

    2 Mal editiert, zuletzt von ULgeher (2. August 2025 um 19:37)

  • Der Schnitt ist wie hier, wobei die hintere Seite zusammengesetzt ist (eine vertikale Naht).

    Hm, und der Eingang ist dann auf der Ecke? Die geteilte Breitseite würde sich ja ideal für einen Reißverschluss eignen. Die kurzen Nähte an den Schmalseiten haben tatsächlich etwas weniger Nähte über dem Schlafbereich als die Anordnung der Nähte bei meinem Deneck. MLD macht das auch so - prima! Ich habe damals halt auf minimalen Verschnitt hin optimiert.

    Jedenfalls nehme ich meinen Trailstar-Nachbar auf Tour. Der ist aus leichtem Silnylon, aber wenigstens sehr flexibel aufbaubar.

    Also jetzt doch kein Duomid?

    Flexibel aufbaubar ist das Trailstar aber auch nur im Vergleich zum Zelt;). Hast du das Tarp schonmal irgendwo vorgestellt?

    Mich würde vor Allem das Platzangebot mit zwei Personen interessieren da ich finde es hat etwas viel Stoff für ein Ein- Personenzelt.

  • Der Schnitt ist wie hier, wobei die hintere Seite zusammengesetzt ist (eine vertikale Naht).

    Hm, und der Eingang ist dann auf der Ecke? Die geteilte Breitseite würde sich ja ideal für einen Reißverschluss eignen. Die kurzen Nähte an den Schmalseiten haben tatsächlich etwas weniger Nähte über dem Schlafbereich als die Anordnung der Nähte bei meinem Deneck. MLD macht das auch so - prima! Ich habe damals halt auf minimalen Verschnitt hin optimiert.

    Das verstehe ich nicht. Die breite Rückseite ist einfach nicht aus einem Stück, sondern hat eine vertikale Naht in der Mitte (also aus zwei rechtwinkligen Dreiecken zusammengesetzt). Eingang ist vorne wie bei deinem Deneck, wobei auch die Vorderseite zusammengesetzt ist (mit dem RV in der Mitte).

    Jedenfalls nehme ich meinen Trailstar-Nachbau auf Tour. Der ist aus leichtem Silnylon, aber wenigstens sehr flexibel aufbaubar.

    Also jetzt doch kein Duomid?

    Nein, weil das eben für die Tonne war wegen der fehlenden Spannung auf den Ecklinien.

    Mich würde vor Allem das Platzangebot mit zwei Personen interessieren da ich finde es hat etwas viel Stoff für ein Ein- Personenzelt.

    Ich verwende es alleine. Das Coole ist aus meiner Sicht gerade der viele Platz darunter, gerade wenn es regnet.

    Flexibel aufbaubar ist das Trailstar aber auch nur im Vergleich zum Zelt ;) . Hast du das Tarp schonmal irgendwo vorgestellt?

    Ich finde schon, dass das TS sich sehr flexibel aufstellen lässt. Einerseits kann ich es fast geschlossen oder sogar komplett geschlossen aufbauen, für maximalen Schutz:

    Mein Standardaufbau ist mit einer Seite "oben", das geht auch in schwierigem Gelände:

    Bei wenig Wind kann eine Ecke hochgezogen werden. Gerade bei Regen ist das toll, da hat man eine grosse "Veranda".

    Der Flächenbedarf ist gross, da die Aufstellfläche aber nicht eben sein muss (man spannt dann einfach eine Fläche nach der anderen im Kreis rum ab, und was "übrigbleibt" wird dann mit dem 2. Stock hochgezogen) und auch Steine quasi in die "Apside" hineingenommen werden können, geht das ganz gut, ausser natürlich im dichten Wald. Aber auch da könnte man z.B. eine Spitze runterhängen lassen oder einfach einschlagen.

    Bei Bedarf kann das TS auch schnell umkonfiguriert werden: Stocklänge verstellen, und die Ecken umsetzen.

    Einmal editiert, zuletzt von ULgeher (2. August 2025 um 19:33)

  • Soweit ich mich erinnere, ist das ein 20 D Material beim Stratospire gewesen. Da gibt es mit der Fadenstärke von 40 D schon Unterschiede in der Festigkeit. Mia im Zelt (War der Abspannpunkt am Saum eigentlich als solcher vorgesehen?)

    20D Silpoly ist richtig. Es sind am Stratospire am Saum 6 Schlaufen (ich glaube aus Gurtband) angebracht. Zumindest wüsste ich nicht, welchen Zweck die sonst haben sollten.

  • Das verstehe ich nicht. Die breite Rückseite ist einfach nicht aus einem Stück, sondern hat eine vertikale Naht in der Mitte (also aus zwei rechtwinkligen Dreiecken zusammengesetzt). Eingang ist vorne wie bei deinem Deneck, wobei auch die Vorderseite zusammengesetzt ist (mit dem RV in der Mitte).

    Ok, bei deinem Schnittmusterbild sah es eben so aus dass eine der Längsseite keine Naht hat, wenn nun die Rückseite eine Vertikalnaht besäße, dann hätte halt die Vorderseite keine und der RV müsste auf die Ecke. Da habe ich zu kompliziert gedacht. Warum aber hättest du du sowohl Vorder- als auch Rückseite zerschnippelt, Nähte tragen nicht zur Wasserdichte bei.

    Ich verwende es alleine. Das Coole ist aus meiner Sicht gerade der viele Platz darunter, gerade wenn es regnet.

    Ja, ok, für eine Person ist das Trailstar natürlich ein Palast.

    Zum Trailstar:

    Ich finde halt drei Aufbauvarianten (Seite hoch, Ecke hoch, gar nix hoch) nicht gerade flexibel. Aber das liegt natürlch im Auge des Betrachters. Es sieht jedenfalls sehr schnittig aus und ist wohl auch sehr funktional. Ich kenne es nicht aus eigener Anschauung, habe aber auch schon gehört dass es aufgrund der Form für zwei Leute eben nicht mehr so ein Palast ist und damit ist es für mich eben raus. Da lobe ich mir mein 3x3 Tarp unter das ich sicher 2 Leute drunter kriege und das ich bei Bedarf auch komplett geschlossen aufbauen könnte.

  • Bei komplett geschlossenem Tarp, aber nur von Hobbits bewohnbar. ;)

    Ebenfalls OT: Im Prinzip hast du ja recht, wobei ich die Aufbauvariante Längspyramide und Startent auf meiner Seite noch recht praxistauglich finde. Vor allem, wenn man eine Seite wie gezeigt aufmacht und es dann eben nicht mehr rundum geschlossen ist ;-). Bunker sind es in meinen Augen trotzdem. Der Vorteil beim Rechtecktarp ist halt, dass es, wenn der Sturm vorbei ist, in der nächsten Nacht wieder als A- frame oder Schrägdach geriggt werden kann und dann hast du wieder Top- Belüftung und Platz.

  • Warum aber hättest du du sowohl Vorder- als auch Rückseite zerschnippelt, Nähte tragen nicht zur Wasserdichte bei.

    Weil die ganze Seite nicht auf die Stoffbahn passte, da die Höhe des Dreiecks zu gross war. Die halbe Länge passte aber.

    Ich finde halt drei Aufbauvarianten (Seite hoch, Ecke hoch, gar nix hoch) nicht gerade flexibel.

    Mit der Stocklänge variiert auch die Form, und du kannst auch weitere Ecken anheben, mit einem Stock zum Beispiel. Verglichen mit einem rechteckigen Mid finde ich das schon flexibel, gerade auch auf unebenem Boden. Ein Flat Tarp mit entsprechender Origami-Technik kann ev mehr, aber ob das auch bei Starkwind klappt?

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!