Um den manchmal recht beschränkten Platz beim Bikepacken zu erweitern, habe ich mich entschlossen, die um den Dropbar geklettete (und schlecht zugängliche) Lenkerrolle durch eine Tasche mit Reißverschluss zu ersetzen. Als Material habe ich wieder das bewährte 180g-DCF genommen, aus dem meine anderen Taschen auch alle gefertigt sind. Leider gibt es das bei Extex nicht mehr zu kaufen. Den Schnitt habe ich, um möglichst wenige Nähte zu erhalten, aus einem Stück erstellt und natürlich exakt auf meine Aerobars und den Lenker zugeschnitten.
Als erstes wird der Reißverschluss eingenäht.
So sieht das von innen aus. Beim Anzeichnen der Flächen und Nahtzugaben ist es von Vorteil, wenn man auf den Millimeter genau arbeitet.
Außen bekommt die Tasche an drei Seiten aufgesetzte Taschen aus elastischem Dyneema/Nylon-Ripstop. Das Material ist zwar weniger dehnbar als anderes Stretch-Mesh, aber dafür unverwüstlich. Die Außentaschen habe ich zunächst auf Pappe gezeichnet, ...
... dann auf das Mesh übertragen, in einem Stück ausgeschnitten und schließlich vor dem Zusammennähen auf die Tasche gesteppt.
Erst dann habe ich die Tasche auf links zusammengenäht.
Anschließend habe ich alle Nähte mit 18er DCF-Streifen versiegelt. Meiner Erfahrung nach ist es dafür übrigens nicht nötig, alle Flächen mit Alkohol zu reinigen.
Danach ist die Tasche (bis auf den nur wasserabweisenden Zipper) absolut wasserdicht und wird gewendet.
Etwas Kopfzerbrechen hat mir die Befestigung an den Aerobars gemacht. Mit den üblicherweise verwendeten Klettlösungen bin ich mittlerweile immer unzufriedener und habe deshalb extra starke Zelt-Druckknöpfe verwendet. Das hat sich auf der letzten Tour, von der ich demnächst berichten werde, als absolut praktikabel herausgestellt.
Da die Tasche noch zwei D-Ringe hat, kann man sie auch als ganz normale Umhängetasche benutzen. Sie wiegt bei 14 Litern Fassungsvermögen (plus Außentaschen) mit Gurt nur 220 g. Sie ist damit die perfekte Ergänzung zu meinem übrigen Packtaschen-Set.