Am letzten Wochenende habe ich mit einem Freund eine Bikepackingtour von Wismar nach Stralsund entlang der Ostseeküste unternommen, die ich nur empfehlen kann und hier kurz vorstellen will. Mit dabei war natürlich die neue Tasche an den Aerobars, die für mich alle Platzprobleme beim Bikepacking gelöst und sich absolut bewährt hat.
Da wir bei knapp 200 km und etlichen geplanten Strand-Schiebe-Abschnitten nicht unter Zeitdruck kommen wollten, sind wir 4:30 mit dem ersten Zug nach Wismar gefahren und konnten dort 3 Stunden später immer noch recht früh am Tag starten.
Die ersten Kilometer ging es noch über Land, ohne Wasserkontakt.
Zwischen Poel und Wustrow zeigte sich dann erstmals die Küste.
Dann kommt Rerik in Sicht. Dort endet das Salzhaff und die Ostsee beginnt. Ab jetzt geht es immer am Wasser entlang.
Hier führt der Weg durch den Gespensterwald, ...
... einen bis ans Meer reichenden Buchenwald, in den der Sonnenuntergang gespenstische Schatten zaubert. Den haben wir dort aber nicht erlebt.
In Rostock mussten wir unter einem monströsen Kreuzfahrschiff, das man noch 20km später sehen konnte, die Warnow überqueren.
In Markgrafenheide ging es dann runter an den Strand, weil wir nicht ins Landesinnere abbiegen wollten.
Auf dieser Strecke waren nur sehr wenige Leute unterwegs - anders als an vielen anderen Abschnitten.
Hier ließen wir natürlich nicht die Gelegenheit verstreichen, ins Wasser zu hüpfen.
Dann geht es aufs Fischland, hier mit dem höchsten Punkt, der ganze 18 Meter aus dem Meer ragt. Anschließend stellte sich die Frage nach dem Schlafplatz. Da dort oben alles Nationalpark ist, haben wir uns dafür entschieden, auf die Boddenseite zu wechseln und nach 110 km in Born einen auch für Hängematten sehr zu empfehlenden Campingplatz gefunden.
Da besonders die geschobenen fünf Kilometer am Strand an den Kräften gezehrt hatten, habe ich - frisch geduscht - 11 Stunden am Stück geschlafen.
Gestern Morgen ging es weiter an den Nordstrand bei Prerow, den wir so ziemlich für uns alleine hatten. Dort versagte für den Rest des Tages das Handy seinen Dienst, deshalb gibt es von der restlichen Strecke bis Stralsund keine Bilder mehr. Abends ging es dann mit dem Zug wieder nach Hause. Fazit: Bikepacking Rocks!