Die physikalischen Grundvoraussetzungen müssen natürlich erfüllt sein, damit Membrantextilien ordnungsgemäß funktionieren können.
Dazu gehört im Übrigen auch eine funktionsfähige DWR-Beschichtung auf dem Außenstoff der Kleidung, damit das Regenwasser dort sofort abperlt. Saugt sich der Stoff hingegen mit Wasser voll, dann kann natürlich auch die Membran keinen Wasserdampf mehr nach außen abgeben (Wet Out).
Also:
- Die Membran muss gereinigt sein, damit die funktionsrelevanten Membranporen nicht durch Schweißrückstände, Körperfett und Salze verstopft sind. Die häufig geäußerte Behauptung, dass eine hochwertige Regenjacke so selten wie möglich gewaschen werden sollte, ist völliger Humbug - und noch dazu sogar materialschädlich. Die Membran muss (!) geradezu regelmäßig gewaschen werden, damit die durch den Körperschweiß entstehende Buttersäure das Material nicht zersetzt. Idealerweise sollte die Reinigung bei intensiven Tätigkeiten nach etwa einer Woche erfolgen, bei nur gelegentlicher Nutzung natürlich seltener.
- Die DWR-Beschichtung soll nach etwa vier Waschzyklen erneuert werden, wobei sich Spray-On-Imprägnierungen als deutlich leistungsfähiger erwiesen haben, als Wash-In-Imprägnierungen. Nur beim expliziten Auftrag auf das Außenmaterial landet die Imprägnierung genau dort, wo sie hin soll. Bei Wash-In-Imprägnierungen ist eine gezielte Aufbringung jedoch nicht möglich, wobei die Substanz im schlimmsten Falle sogar die Membranporen verstopft.
Nebst dem das Gore Tex nach 10 Tagen Dauergebrauch (10 Stunden plus pro Tag) nach 10 Tagen [...] gewaschen werden muss
Das ist also korrekt.
[...] mit Spezialwaschmittel [...]
Das ist nicht korrekt. Ein handelsübliches Waschmittel reicht völlig aus, um die Schweißrückstände zu entfernen. Zum Schutz der Materialien sollte das Waschmittel aber frei von Tensiden und definitiv ohne Weichspüler sein.
[...] gibt es auch Temperatur Unterschiede, die möglichst gross sein müssen. Ist die Aussentemperatur fast gleich wie die Körpertemperatur hat man schon mal Pech gehabt.
Die Lufttemperatur ist für die Membranfunktion nur hinsichtlich der relativen Luftfeuchte relevant. Dazu sollte man die Hintergründe erläutern:
- Warme Luft kann viel Wasser aufnehmen,
- kalte Luft kann weniger Wasser aufnehmen.
Während also die warme Luft im körpernahen Bereich relativ viel Wasser pro Luftpaket aufnehmen kann, so sinkt diese Aufnahmekapazität mit sinkender Lufttemperatur rapide ab. Die Grundfunktion einer Membran basiert auf dem Prinzip der Osmose: Wenn der Wasserdampfgehalt der Luft im Inneren der Kleidung höher ist, als außen, dann findet ein Stofftransport durch die Membran von innen nach außen statt. Das kann sich im Übrigen auch umkehren, wenn z. B. die Luft im Inneren trockener ist, als die Luft außen.
Angenommen, die Luft im Inneren der Jacke hat eine Temperatur von 30° C und ist mit einer absoluten Luftfeuchte von 10 g Wasser pro kg Luft beladen, dann entspricht dies in etwa einer relativen Luftfeuchte von ungefähr 37 %:

Die Außenluft im Winter hat aber vielleicht nur 5° C bei 35 % relativer Luftfeuchtigkeit, was gerade einmal 1,9 g Wasser pro kg Luftpaket entspricht:

(Vielen Dank an die Firma Condair für die tolle Darstellung des Mollier hx-Diagramms!)
Der Sättigungsdampfdruck der Außenluft (= 100 % relative Luftfeuchte) liegt bei 5,5 g Wasserdampf pro kg Luft. Ergebnis ist, dass die Außenluft bis zur Sättigung noch etwa 3,6 g Wasser pro kg Luft aufnehmen könnte. Dies entspricht der Differenz zwischen gegenwärtigem Dampfdruck und Sättigungsdampfdruck. Durch den stetigen Luftwechsel außerhalb kann der Feuchtigkeitstransport also nahezu kontinuierlich ablaufen.
Daraus folgt: Nicht die Temperatur ist relevant, sondern die jeweils vorherrschende Dampfdruckdifferenz. Je größer das Dampfdruckgefälle zwischen der Atmosphäre innerhalb der Kleidungshülle und außerhalb im Freien, desto besser kann die Membran arbeiten.
Herrschen jedoch zeitgleich innen und außen 100 % relative Luftfeuchte, dann unterliegt die Membran natürlich einer Wirkungslosigkeit - wohin sollte das Wasser denn auch hin. 
Ab etwa 15° C aufwärts würde ich persönlich keine Membrankleidung mehr tragen, da sich die Sättigungen zu sehr annähern. Dann ist aber auch die Gefahr einer Unterkühlung deutlich verringert, weil es schlichtweg nicht kalt genug ist. Unterhalb dieser ~ 15° C habe ich persönlich mit ordentlichen Membranen nur gute bis sehr gute Erfahrungen sammeln können (GoreTex Pro, Shakedry & Co.).
Eine schöne Darstellung dazu haben auch die Bergfreunde erstellen lassen:
