Jetzt muss die Praxis zeigen, wie gut ich mit dem offenen Münzfach zurecht komme
Offen ist das Münzfach ja nur, wenn du es offen haben möchtest. Wenn das Portemonnaie in der Tasche steckt ist das Münzfach ja zu.
mfg
der Ray
Jetzt muss die Praxis zeigen, wie gut ich mit dem offenen Münzfach zurecht komme
Offen ist das Münzfach ja nur, wenn du es offen haben möchtest. Wenn das Portemonnaie in der Tasche steckt ist das Münzfach ja zu.
mfg
der Ray
Ohne diesen Ankerpunkt zieht man nur das Material des Rucksacks in die Form der Schultergurte. Das mag vielleicht auch eine Veränderung des Tragegefühls bringen, mir erschließt sich nur nicht, welchen Vorteil dies bringt.
Du bist der Lösung schon ganz nah! ![]()
Der Große Vorteil ist die Veränderung des Tragegefühls!
Ich komme am besten mit Rucksäcken zurecht, deren Träger sehr weit unten angebracht sind, am besten dann noch flexibel, um sich den Schultern gut anzuschmiegen. Das sorgt aber ohne Loadlifter dafür, dass der Rucksack als ganzes nach hinten kippt, ich mit Schultern und Oberkörper dagegen halten muss und es auf Dauer unangenehme Verspannungen gibt. Die Loadlifter ziehen dann den Rucksack nah an den Rücken, so dass es schön formschlüssig wird, sich die Träger eher anfühlen wie eine Weste, als ein Kutschenpferdegeschirr und der Rucksack ein festes verlängertes Stück des Rückens wird und keine ziehende Last mehr darstellt. Und das alles funktioniert auch ohne Gestell. Solange der Rucksack immer schön voll ist, hat er von ganz alleine genug Stabilität.
Kannst meinen Rucksack beim Wintertreffen gerne mal aufsetzen und dich davon überzeugen! ![]()
Natürlich gibt es auch Rucksäcke, bei denen Loadlifter keinen Sinn machen. Bei meinem ersten HMG (vor~10 Jahren) waren die Träger so weit oben angebracht, dass sie quasi Träger und Loadlifter in einem sind. Dafür hatten die Träger überhaupt keine Flexibilität, standen zu eng beieinander und verursachten scharfe Eindrücke in der Nackenmuskulatur. Wem das passt kann natürlich auf Loadlifter verzichten.
mfg
der Ray
Was wäre für dich der Schluss daraus? Den Boden fest einnähen?
Ja. Der Skirt wir schmaler und dann tacker ich einfach mit langer Stichlänge den Rollsaum vom Boden auf den Rollsaum vom Mesh. So kann ich im Zweifel auch "einfach" den Boden austauschen.
Für den nassen Einstieg hab ich ja den Überhang vorne am Zelt.
Der einzige Grund, der für mich dagegen spräche, wäre, dass ich meine schlammigen Schuhe gerne unter den Zeltboden schiebe. Damit dienen sie als Erhöhung unterm Kopf, es kommen keine Tiere rein, weil der Boden fest auf der Öffnung liegt und Wasser und Dreck können durchs Mesh ablaufen. Dafür probiere ich aber beim Winterzelt mal den vorderen Teil des Bodens klappbar zu machen. Wenn sich das bewährt, übernehme ich es bei den Firstzelten (Wenn der Prototyp jemals kaputt geht und ich ein neues nähen muss!
).
mfg
der Ray
Wie breit hat du den Meshskirt gewählt?
Das müssten ~23cm sein. Hab die Streifen auf 25cm geschnitten und ~2cm gehen für den Rollsaum drauf. ~1cm steckt dann noch im Rollsaum vom Außenzelt, je nachdem, ob du das mit misst, oder nicht...
Und wieviel Überlappung mit dem eingehängten Boden hat sich bei dir bewährt?
Der Boden hat rundherum ~10cm zum Außenzelt, also ~12-13cm Überlappung.
Wie viel Überlappung sinnvoll ist hängt stark davon ab, wie das Zelt aufgebaut wird. Wird das Zelt sehr hoch aufgebaut, rutsch der Boden schon ein wenig vom Skirt herunter. Da würde ich die 12cm als Minimum ansehen. Wenn man das Zelt sehr bodennah aufbaut und der Boden schön straff darin sitzt reicht auch weniger.
Ich glaube aber, dass ich den separaten Boden nicht mehr so nähen würde. Hab dieses Zelt und auch die 1P-Variante immer nur so benutzt wie es auf den Bildern zu sehen ist und habe die modularen Möglichkeiten nie genutzt. Daher ist das für mich schlicht überflüssig.
mfg
der Ray
Ich habe zwei Probleme mit Luftmatratzen, die zu ähnlichen Symptomen geführt haben: Auf einer Luftmatratze liege ich auf der Seite nie richtig stabil. Wenn alle meine Muskeln erschlaffen würden, würde ich umfallen. Deshalb bleiben meine Muskeln unbewusst auf Dauer leicht angespannt, was früher oder später zu Schmerzen führt. Außerdem sinken meine Hüfte und meine Schultern zu tief in die Matte ein, sobald die Matte bei Kälte leicht an Spannung verliert. Hab schon versucht die Matte so prall wie Möglich aufzublasen, um sie stabiler zu machen, aber einen Kompressor habe ich selten dabei und im Prinzip kann ich bei voller Härte auch gleich eine Schaummatte nehmen.
mfg
der Ray
Hast du die Höhe des Zeltes parat?
vordere Stange: ~150cm
hintere Stange: ~80cm
Wenn ich vorne mittig im Zelt sitze habe ich noch entspannte Kopffreiheit bis zum Außenzelt.
Und wie viel wiegen nur das Fly und der Boden einzeln?
Keine Ahnung. Da ich das bisher Zelt nur als ganzes eingepackt und verwendet habe, habe ich es auch immer nur als ganzes gewogen. Vielleicht denke ich nächstes Mal dran das einzeln zu wiegen, wenn ich mal wieder im Lager bin.
mfg
der Ray
In den letzten Jahren habe ich viele Zelte und Tarps entworfen. Viele Ideen wurden wieder verworfen, einige tatsächlich genäht. Aus diesen Experimenten konnte ich die für mich wichtigsten Kriterien für „das Zelt“ für zwei Leute ableiten.
Das Zelt ist ein Längslieger. Damit braucht man nur einen Eingang für beide und spart den zweiten Reißverschluss und den zweiten Beak.
Die Front hat einen Überhang von gut 60cm. Dadurch ist der Eingang vor Regen geschützt, man kann darunter bei schlechtem Wetter kochen und die Stange steht beim Ein- und Aussteigen nicht im Weg.
Im Inneren befindet sich ein Beak, den man bei schlechtem Wetter, oder als Sichtschutz, aufspannen kann. Dafür muss man nicht einmal die Meshfront öffnen.
Der höchste Punkt vom A-Frame befindet sich am Kopfende, der niedrigste am Fußende. Dadurch strömt Luft vom tiefsten Punkt in das Zelt, erwärmt sich dort durch Atem und Körperwärme und verlässt das Zelt ungehindert am höchsten Punkt. Kondenswasser an der Innenseite entstand durch die konstante Luftbewegung so in den drei Jahren, die ich dieses Zelt nun nutze höchstens drei Male.
Das Fußende wird von einem äußeren Beak vor Regen und Wind geschützt. Diese Seite stelle ich daher immer in den Wind. Das verbessert auch die Luftbewegung im Inneren noch zusätzlich.
Am unteren Rand habe ich einen horizontalen Meshskirt eingenäht. Darauf liegt ein eingehängter Boden. Dieser lässt sich dadurch einfach austauschen und modular je nach dem zu erwarteten Untergrund einsetzen. Wird der Boden belastet, dichtet sich das Zelt so selbst gegen Insekten ab. Gleichzeitig hält der Meshskirt den Rand des Bodens nach oben, wodurch kein Wasser darauf fließen kann.
Die vier Lifter sorgen für ein gutes Raumgefühl, fast wie bei einem Tunnelzelt.
Dieses Zelt habe ich vor unserer Trekkingtour auf der Via Dinarica genäht. Das ist nun drei Jahre her. Seitdem nutzen wir das Zelt immer wieder in allen vier Jahreszeiten. Mit dem gesamten Konzept bin ich sehr zufrieden. Nur kleinere Details würde ich beim nächsten anders lösen.
Gewicht: 960g (inkl. Stangen, Heringen, Leinen, … )
Fly-Material: MEMBRANE Silpoly PU2000
Floor-Material: Hyper D300
Mesh: 25g/m²
Zipper: 3C YKK
mfg
der Ray
Wenn gar nix mehr geht, siesta. Bei mir meist dann zwischen 14 und 17h finde ich die unangenehmste hitze zeit.
Das ist auch meine Strategie.
Mütze und lange Kleidung, zumindest am Oberkörper, müssen sein, weil meine Haut sehr stark zu Sonnenbrand neigt. Und bei durchnässter Kleidung bekomme ich schnell Muskelverspannungen. Da bleibt nicht viel anderes übrig.
mfg
der Ray
Und noch zur Info von PU-beschichteten Zeltböden: Polyurethan altert mit der Zeit, indem es mit Wasser reagiert. Dabei zersetzen sich die Polymere zu Monomeren. Diese Reaktion nennt sich Hydrolyse. Den Prozess kann man nicht komplett verhindern oder aufhalten und ist komplett unabhängig vom Gewicht des Stoffes oder des gesamten Zeltes. Ich hatte das Problem auch schon bei einem 6+kg Expeditionsbunker.
Das einzige, dass wir machen können ist den Prozess möglichst zu verlangsamen und das Ende hinaus zu zögern. Das machen wir, in dem wir Zelte vor dem Einlagern komplett trocknen und möglichst locker und an einem Ort mit viel Luftaustausch lagern. Auch die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur sollte bedacht werden, denn für die Hydrolyse ist die absolute Luftfeuchtigkeit entscheidend. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, als kalte. Daher eignen sich kühle Räume am besten, oder welche mit trockener Heizungsluft.
Leider haben nicht viele von uns so optimale Lagerungsmöglichkeiten, weshalb früher oder später jeder PU-beschichtete Zeltboden davon betroffen ist, egal, ob der Stoff 65g/m² wiegt oder 90g/m² und ob das Zelt 500g wiegt oder 5kg.
mfg
der Ray
Könnte man nicht dein bestehendes Außenzelt, falls es denn wirklich undicht geworden ist, nachträglich nochmal mit einer Silikonschicht neu beschichten?
Könnte man tatsächlich. Wenn(!) der Stoff, die Nähte und Reißverschlüsse und so weiter noch in gutem Zustand sind. Oft schlägt die Alterung leider an mehreren Stellen zu. Wenn wirklich nur die Beschichtung das Problem ist, hier eine Anleitung in deutsch.
mfg
der Ray
Der Eggeweg endet - SoBo - offiziell in Marsberg. Ich empfehle, ihn mindestens bis Obermarsberg fortzusetzen.
Ich würde nur bis Blankenrode laufen und stattdessen eher früher auf dem Hermannsweg starten. Das Stück von Blankenrode bis Marsberg ist nun wirklich nicht ansehnlich.
mfg
der Ray
Ich arbeite bei flutschigen Stoffen mit einer Art Kappnaht (?)
Wenn ich die Beschreibung richtig verstehe ist das eine französische Naht.
mfg
der Ray
das Problem ist (bzw. war) -der untere Stoff hatte eine "rutschfeste" Beschichtung (PU?) -der Obere nicht, heißt der obere leichtere hat sich dann trotz festhalten und überwiegend "Handtransport" nicht wirklich gut nähen lassen
Dann versuche ich mal zu erklären, wie ich es mache: Ich halte den Stoff, egal wie dünn, rutschig oder unterschiedlich, vor und hinter dem Fuß fest zusammen und bringe die Linie auf Spannung. Dann ziehe ich das ganze etwas nach hinten, und transportiere den Stoff so quasi mit den Händen und lasse den Untertransport den Stoff nur freigeben. So hab ich alles fest in beiden Händen und der Untertransport gibt trotzdem Geschwindigkeit und Rhythmus vor.
Ich hoffe das ist einigermaßen verständlich.
Ansonsten musst du dein Problem genauer beschreiben. Dehnt sich vielleicht eine der Stoffschichten?
mfg
der Ray
ok, wie verhinderst du das "rutschen"
Festhalten?!
Was genau meinst du mit "rutschen?
mfg
der Ray
Pfaff 260, Pfaff 130-6, Pfaff 93 und früher eine Singer 316G ohne Obertransport.
Pfaff 1209 Compact und Pfaff 1221 mit Obertransport.
Bei dünnen und glatten Stoffen merke ich kaum einen Unterschied. Vermutlich weil ich das Nähen auf Maschinen ohne Obertransport gelernt habe und jetzt die mit Obertransport aber genau gleich Nutze.
Was willst du sonst noch wissen?
mfg
der Ray
Genau so.
Hatte erst einmal einen kaputten oder undichten Zeltboden, als sich eine Heuschrecke von unten durch Groundsheet und Zeltboden gefressen hat. Und das war ein sehr dickes Groundsheet von Vaude aus Vor-UL-Zeiten. Hab das Zelt noch monatelang täglich weiter genutzt, ohne es zu flicken. Wasser kam nie rein, weil ich nie im See gezeltet habe. Hab bei MYOG-Zelten die Nähte im Boden noch nie abgedichtet.
mfg
der Ray
Ich kann ja meine Tyvek-Prototypen mal zum Verschenken einstellen.
Ich mach daraus Rucksack- oder Klamotten-Prototypen, dann gebe ich's weiter an Nando. Der macht daraus Beutel-Prototypen. Danach macht >>Namen einfügen<< daraus Namensschildchen-Prototypen. ... Konfetti-Prototypen... usw... ![]()
mfg
der Ray
Der Winkel der Schulterträger muss zu den Schultern genau so passen, wie der Abstand zwischen den Trägern.
Ich verstehe nicht, warum kein Hersteller mehr flexible Ansatzpunkte zwischen Träger und Sack verbaut. Das ist für mich tatsächlich die universellste Lösung.
mfg
der Ray
Sehr schöne Tüte! ![]()
Und vom Gewicht her sind wir auch gar nicht so weit auseinander. Mein Schnitt nutzt die Stofffläche mehr aus, dafür ist mein Pertex leichter. Hab auch schon einen 266er Sack mit 960g genäht. Ich vermute, dass die ungleichmäßige Stärke des Apex an den Schwankungen schuld ist. Sind auf die Gesamtfläche sind das auch nur knapp 6%.
mfg
der Ray
2,5 bis 3 Jahreszeiten: Trangoworld light plus auf Torsolänge geschnitten und eine 5mm EVA30 auf voller Länge. 200g
Winter: Thermarest Ridgerest Solar 540g
Hab noch weitere EVA50 und Plastazote LD29 um in Zukunft weitere Kombination zu testen, gerade für den Winter, weil die Ridgerest schon ordentlich in die Jahre gekommen ist.
Für's Bikepacking suche ich noch nach einer Lösung mit weniger Packmaß.
mfg
der Ray