Beiträge von Mr.Tidy

    Carsten010 Ich schick dir eine PM.

    Bzgl. VHS sehe ich es einfach auch als Learning. Klar, das Honorar ist unterirdisch aber die Erfahrung nimmt dir keiner. Die Unterlagen habe ich mal erarbeitet und werden nicht schlecht. Wenn ich an der VHS "verkacke", gut, dann ist es so. Verkacke ich beim 320€/p.P. Wochenendkurs, ist mitunter der Ruf dahin :D.

    Aber natürlich wusste ich, dass ich nicht verkacke :D. Man kennt ja seine Pros & Cons im Normalfall. Aber ihr wisst was ich meine.

    Vielleicht lieber auf Messen/Outdoor-Veranstaltungen Vorträge halten? Andrew Skurka hat es sogar mal zu Talks at Google geschafft. Das ist dann natürlich noch mal kürzer als 3h, man könnte bei sowas aber Werbung für längere Kurse machen.
    Carsten Jost, der auch im alten Forum aktiv war, hat früher auch Kurse angeboten.
    Ich komme aus der Pfadfinderecke und überlege auch immer mal wieder, da mal einen UL-Workshop anzubieten.

    Die Priorität meinerseits ist dzt nicht so hoch, als das ich mich intensiv mit der Akquise möglicher "Aufträge" oder Veranstaltungen beschäftige. Deswegen wählte ich den Ansatz über die VHS. Kurzes Anschreiben mit der Idee und dann gibt es ein Ja oder Nein. Natürlich wären solche Events nicht uninteressant, wenn sie einem denn einfach so in den Schoß fallen :D.

    Andrew Skurkas Talk bei Google kenne ich natürlich bzw. seine Company die ja namhafteste Guides der Szene beschäftigt. Das ist aber natürlich ein anderes Kaliber vom Namen her :D. Carsten sagt mir natürlich auch was, meines Wissens nach der erste in DE der sowas in die Richtung gemacht hat (?).

    Ich behaupte aber auch einfach mal, dass der amerikanische Markt in puncto UL dem europäischen um viele, viele Jahre voraus ist und die Akzeptanz und vorallem aber auch die Notwendigkeit dort viel höher ist. Stichwort Outdoor Lifestyle. In Nordamerika geht ein viel höherer Anteil der Bevölkerung raus Outdoor (damit meine ich inkl. Übernachtungen). Dort hat es einen anderen Stellenwert. Bei uns wundert mich immer die Diskrepanz, dass überall Outdoorgear wie Zelte, usw. verkauft wird aber eigentlich diese kaum legal genutzt werden können, außer auf Campingplätzen und in einigen definierten Gegenden;(.

    In puncto anderer Kurse wie z.B. deiner Idee mit den Pfadfinderkursen: Ich würde es ja interessant finden wenn es mehr Angebot gibt und potentielle Referenten auch besser vernetzt wären und Kompetenzen und Möglichkeiten bündeln würden.

    Wanderfalter hat mich in einer Nachricht darum gebeten mal ein bisschen über das nachfolgende Thema zu berichten. Dem Wunsch komme ich natürlich gerne nach.

    Falls der Faden an anderer Stelle besser aufgehoben ist, Moderatoren bitte gerne verschieben.

    Im Jahr 2022/2023, in einer Zeit als für mich nicht ganz klar war, ob ich aus gesundheitlicher Sicht jemals wieder selbst weite Strecken wandern werde, habe ich mich mit dem Gedanken angefreundet, anderweitig trotzdem mit der Materie in Berührung bleiben zu wollen. Dazu wollte ich mein Wissen und meine Erfahrung aus mittlerweile über 13 Jahren an Weitwandern nutzen.

    Dieser Gedanke beinhaltete zwei Säulen: 

    1. Gründung einer eigenen kleinen Cottage Brand inkl. Produktion und Entwicklung von eigenen Nischenprodukten im Bereich UL und Weitwandern. Vorhaben Nr. 1 habe ich im Juni 2024 mit dem Onlinegang des Webshops https://www.tidygear.at endgültig gestartet.

    2. Wollte ich meine Erfahrungen nicht einfach versauern lassen. Ich bin ein Typ Mensch der anderen gerne und geduldig Dinge erklärt und Wissen vermittelt. Das zieht sich ein bisschen durch mein Leben. Ich behaupte einfach mal, dass an mir ein guter Lehrer verloren gegangen ist. Für mich lag also nahe, Menschen in meine große Leidenschaft einzuführen.

    Bzgl. Nr. 2 habe ich im Frühjahr 2024 erstmals Kurse an zwei Volkshochschulen im Bodenseeraum angeboten. Hier gibt es ein paar Infos dazu inkl. Link zur offiziellen Ausschreibung: https://www.wegalsziel.at/ultraleicht-weitwander-kurs-2025/

    Die VHS bietet den Vorteil, dass die Organisation, Werbung und das Drumherum Großteils gestellt wird. Ich wollte erstmals mit wenig Aufwand erste Erfahrung sammeln. Außerdem ist die VHS eine bekannte Plattform der Erwachsenenbildung mit vorhandener Reichweite, etc.

    Ich komme zwar aus einer dicht besiedelten Region (österreichisches Bodenseeufer), die allerdings trotzdem eher ländliche Strukturen und Denkweisen aufweist. Meine Grundannahme war jene, dass die Zielgruppe in städtischen Gebieten (insbesondere in Großstädten) größer wäre und ich in meiner Region auf eigene Faust vermutlich kaum Teilnehmer_innen lukrieren hätte können.

    Der Kurs obliegt den Vorgaben und Strukturen der VHS Direktion. D.h. z.B. wollte ich ursprünglich mal eine längere Workshopreihe mit mehr Praxis anbieten. Die VHS hat darin kein verkaufbares Modell gesehen und im Endeffekt wurde nur ein beschränktes Zeitfenster zur Verfügung gestellt. Im Endeffekt lief es auf ein 3 stündiges Abendformat hinaus. Mangels Zeit habe ich den Kurs also als kompakten Einsteigerkurs konzipiert. Der aufgrund der Gegebenheiten doch recht theorielastig ist.

    Die VHS am Hauptstandort in meinem Bezirk Bregenz hatte kein Interesse an dem Kurs. Allerdings hat eine kleine "Zweigstelle" im Bregenzerwald Interesse bekundet. Ganz glücklich war ich darüber nicht aber man nimmt eben was man kriegt.

    Man muss dazu sagen, dass das Honorar für VHS Vortragender minimal ist und mir der Zusatzaufwand mit längerer Anreise, kleinerem Einzugsgebiet, usw. mir dann nicht ganz so gut gefallen hat. Zum ohnehin großen Aufwand der Vorbereitung (> 100 Folien von 0 aufgestellt, Übersichtslisten, Kistenweise Ausrüstung zum "Befummeln", etc.) kam also noch die Anfahrt und die Ungewissheit des Erreichens der Mindestteilnehmeranzahl hinzu.

    Mein erstes Angebot im Frühjahr 2024 kam an beiden Volkshochschulen an denen ich Kurse angeboten habe, nicht zustande. Mangels ausreichender Anmeldungen. Bei einem Kurs war es knapp, jedenfalls der VHS zu wenig. Ich hatte damals aber auch die Fristen für die Anmeldungen übersehen (bzw. konnte ich die wegen gesundheitlicher Einschränkungen nicht wahrnehmen) und die Kurse konnten daher nicht richtig beworben werden (Druckschluß der Kursbücher, etc.).

    Ich gab mir daraufhin noch eine letzte Chance und meldete den Kurs erneut an der der VHS für Herbst 2024. Diesmal innerhalb der Anmeldefristen.

    Die meisten Teilnehmer scheinen sich recht spontan für Kurse anzumelden. Jedenfalls habe ich ca. 3 Wochen vor dem Kurs Meldung bekommen, dass er diesmal zustande kommt.

    Im Endeffekt gab es 14 Anmeldungen. Besprochen war eine etwaige Gruppengröße von max. 15 Personen.

    Ich war jedenfalls froh darüber nun erstmals einen Kurs dieser Art anbieten zu können.

    Von den 14 Anmeldungen sind im Endeffekt 10 Personen erschienen. Der Kurs fand aber auch gerade am Abend eines Wintereinbruchs statt und die Anreise in den Bregenzerwald bei tiefwinterlichen Fahrverhältnissen war mehr als spannend (ich selbst bin jedenfalls bei der An- und Abreise bei lediglich Tempo 30-40 mehrmals ins Rutschen gekommen). Ich gebe also dem Winter die Schuld für die reduzierte Teilnehmeranzahl.

    Die teilnehmenden Personen waren durchaus gemischt. Trotzdem war die Sache für mich spannend, denn die Materie ist doch recht spezifisch. Von den Teilnehmenden war im Grunde niemand dabei mit richtiger Trekkingerfahrung. Touren mit Zelt, Schlafsack und Isomatte lagen nicht in ihre Profil. Generell war der Altersschnitt relativ hoch, der Frauenanteil größer als der Anteil an Männern. Ich habe also versucht den Fokus auch die Bedürfnisse jener abzudecken, die eben von Unterkunft zu Unterkunft unterwegs sind. Aber generell war der Inhalt so konzipiert, dass er auch für andere "Disziplinen" anwendbar ist wie z.B. Bikepacking, normales Wandern, etc. Die Grundgedanken von UL lassen sich ja übertragen. Generell würde ich also zusammenfassen, die Vorerfahrung war recht bescheiden, das Interesse und die Neugierde aber jedenfalls vorhanden.

    Inhaltlich gab es u.a. eine kurze Einführung zur Definition von UL, was ist UL bzw. Leichtwandern, woher stammt die Idee, was verstehen wir darunter, Philosophien, usw. Der größte Block waren 12 grundlegende Methoden wie man die Last im Rucksack reduzieren kann. Also angefangen von Verzicht und Weglassen über Ausrüstung modifizieren, Multi Use Gedanke, Wahl leichter Ausrüstung, MYOG und eben der ganzen Angebote des Buffets. Außerdem ging es auch um allgemeine Dinge wie Planung von Proviant und Versorgung, Wasser, etc.

    Damit das ganze nicht nur frontal und Theorie bleibt, habe ich u.a. meine eigene Ausrüstung dabei gehabt. Z.B. meinen fertig gepackten Rucksack durchgegeben, Gewichte schätzen lassen. Wir haben gemeinsam den Inhalt meines exemplarischen Rucksacks ausgepackt und genauer unter die Lupe genommen. Zu den einzelnen Methoden gab es immer wieder Beispiele z.B. anhand von eigener Ausrüstung die man anschauen konnte oder selbst in die Finger nehmen konnte. Dazwischen drinnen gab es auch immer wieder neugierige Fragen zu den eigenen Touren und Erlebnissen.

    Abgeschlossen habe ich das ganze noch mit der Vorstellung von einigen kleinen Helferlein in puncto Listen (Excel, Papier/Bleistift, Waage, Internettabellen wie lighterpack usw.), allgemeine Hinweise zur Tourenplanung bzw. wie wir es auch da schaffen Gewicht einzusparen mit richtiger Planung und natürlich gab es einige Informationen zu anderen Quellen im Internet (natürlich auch in die beiden deutschen großen UL-Foren) und in Papierform. Einige wollten gleich konkrete Shops und Quellen um zu shoppen :D. Von einiger Ausrüstung wurden auch gleich Fotos geschossen usw.

    Als Fazit für mich kann ich festhalten, dass der Kurs nicht ganz die Zielgruppe angelockt hat, die ich mir erwartet habe. Eingangs ging ich dann einfach mal davon aus, dass es ein amüsanter Abend werden könnte und viele die Stirn runzeln werden. Im Endeffekt würde ich den Kurs aber als vollen Erfolg sehen. Das Feedback war gut, heute habe ich auch schon eine sehr nette E-Mail erhalten in der es überschwängliches Lob gab. Insbesondere wurde die Leidenschaft und Authentizität gelobt, was mich besonders gefreut hat. Ich gaube Leidenschaft ist eben auch ansteckend und dies ist in dem Kurs gelungen. Einige Teilnehmer haben definitiv neue Sichtweisen mitgenommen. Einige haben direkt leichtere Tourenvorschläge (z.B. Fishermen's Trail) mitgenommen und freuen sich schon auf 2025 um diese hoffentlich dann zu umzusetzen. Mit der Ausnahme von 2-3 Teilnehmern sehe ich auch zukünftig niemanden mit Tarp, Quilt und 3mm EVA losziehen aber ich würde behaupten der Rucksack wird beim nächsten Mal mit einer anderen Herangehensweise gepackt, bei einigen wird definitiv 1-2 kg auf der Hüttentour eingespart werden und einige Shops werden sich über neue Kunden freuen.

    Ob es für mich eine Weiterführung des Formats geben wird? Da bin ich mir noch nicht sicher. Die Rolle und die Materie macht mir riesig Spaß und liegt mir. Der Aufwand ist allerdings enorm und die finanzielle Kompensation sehr, sehr bescheiden. Im Grunde würde ich das ganze gerne um mehr Praxisnähe erweitern, das bedeutet aber automatisch deutlich mehr Aufwand. Da auch bei diesem "Theoriekurs" nicht wirklich die ursprüngliche Zielgruppe getroffen wurde, denke ich ist das Potential bei einem Praxiskurs noch kleiner. UL ist eben trotz einem deutlichen Wachstum in den letzten Jahren eine Nische (und das ist auch gut so wie ich finde). Interessant für mich wäre das Bündeln an Kompetenzen in diesem Bereich und ein potentielles Vereinen von Leidenschaft und Angebot. Aber diesen Gedanken habe ich auch in anderen UL-Bereichen wie z.B. auf Cottage-Ebene usw. Es wird viel gemacht aber es gibt leider sehr viel zergliedertes. Leider helfen da räumliche Distanzen auch nicht gerade beim Bündeln.

    Aber nun ist gut, sonst wird dieser Beitrag hier länger als mein Kurs selbst.

    Ich hoffe ich konnte ein paar Fragen von Wanderfalter beantworten. An sonsten gilt (für alle), falls jemand was wissen will, nur zu. Falls ihr euch fragt was soll bitte dieser Faden, dann einfach ignorieren :D.

    Falls du das überlesen hattest, ich hatte im Eingangspost folgendes geschrieben. Sitzen für meine Begriffe genau richtig. Haben sich noch nie hochgerollt, engen auch nicht ein.

    Danke. Ne das hatte ich schon gelesen. Habe nich auf andere Erfahrungen gehofft. Denn ich selbst bin 186cm bei dzt rund 79kg und trage zB ebenfalls normalerweise Größe L. Das macht mir den Vergleich leider noch schwerer :D, weil du scheinbar normalerweise ebenfalls L, tlw. sogar M trägst, obwohl du größer und schwerer bist als ich.

    Aber ich vermute ich benötige wohl L bei den T8.

    Hi Mia im Zelt , deinen Bericht kenne ich schon länger und stolpere immer wieder darüber. Danke!

    Ich plane gerade selbst den AZT für 2025. Früher gab's ja mal Aquamira als A+B Desinfektion. Die gibt's aber meines Wissens nach nicht mehr in DACH. Du schreibst ihr habt Wasserdesinfektion: DUO verwendet. Kannst du bitte einen Link posten bzw. genau sagen was ihr da dabei hattet? Finde dazu keine Angebote online (vl. weil ich gerade im portugisische Google stecke?).

    Können jene welche die T8 Commandos besitzen mal was zu ihren Größen berichten? Wie groß/schwer seid ihr, was tragt ihr normalerweise für ne Boxershort Größe und welche bei der T8 und wie sitzt die dann bei euch (eng, weit, genau richtig)?

    War nun 5 Tage ohne Boxer unterwegs (nur Innenshort), da an Tag 1 mal wieder die Backen wundgelaufen sind. Meine Saxx speichert einfach zu viel Feuchtigkeit. Vaseline hat da nichts gebracht. Linola noch nicht probiert aber früher ging's bei mir auch ohne.

    Finde ich eine coole Idee deine Side Trips vorzustellen. Denn du hast natürlich recht, PCT Reports gibt es wie Sand am Meer und der Trail ist imho, wie du sagst, zu lange für einen kurzen Bericht.

    Bei einigen deiner Side Trips kommen alte Erinnerungen hoch. Ich durfte im Sommer 2016 für 3 Monate in einigen National Forests in Washington und Oregon (Gifford Pinchot NF, Mt. Hood NF, Willamette NF) für den Forest Service arbeiten und habe dabei natürlich auf intensiv die Gegenden erkundet. Vorallem die South Sister blieb mir besonders in Erinnerung aber auch beim Lassen NP gebe ich dir recht. Der kann viel mehr als der PCT Part hergibt.

    In der Nähe der Panther Creek Falls war ich ebenfalls einige Zeit untergebracht. Das du die überhaupt mitgenommen hast :D.

    In den Kaskaden gibt es noch so viele tolle Spots die mehr als spektakulär sind. Leider liegt natürlich nicht alles so nahe am PCT und eignet sich als Side Trip.

    Selbst bin ich ja einer der auf längeren Touren eher "faul" ist und Side Trips meist links liegen lässt. Ich bewundere immer hene, welche die Muse mitbringen das zu tun. Auch am CT dachte ich mir immer wieder wie toll, dass einige möglichst noch die 14er mitnehmen. Aber gut, ich bin ja selber schuld an der Sache bzw. will ich es ja so.

    Jedenfalls danke für diesen Überblick und die Fotos!

    Danke für den Bericht. Hat mich in vielen Punkten an meine GEA Wanderung im Mai 2024 erinnert. Bin dabei auch öfters auf dem SI unterwegs gewesen. Das mit dem Wetter kann ich bestätigen. Da kann es richtig heftig zugehen. Die Infrastruktur war im Mai vermutlich besser als vei euch aber auch im Frühjahr ist in der Region nicht auf alles verlass. Trotzdem eine spektakuläre Gegend, mit grandioser Sicht, wenn es das Wetter zulässt. Die zahlreichen Seen habe ich damals zB nicht gesehen.

    Habe übrigens auch ein bisschen was dazu geschrieben: https://www.wegalsziel.at/category/weitw…ne-appenninica/

    Und bei einer Unterhose begrenzt sich der Schweiß dorthin? Ich hab das Gefühl, dass sich der Stoff einfach vollsaugt, egal ob mit oder Ohne Unterhose. Die Laufshorts nehmen aber wenig Feuchtigkeit auf, lassen sich super schnell waschen, nass anziehen und sind in 15min wieder trocken.

    Zudem sorgten bei mir die anliegenden Boxershorts für mehr Reibung an unschönen Stellen und vor allem üble Geruchsbildung, da scheinbar nicht alles durchlüftet ist. Ich mag da speziell sein, aber ich hasse es zu stinken und auch sonst orgendwie eklig zu sein. Das ist grund genug fur mich "unten ohne" unterwegs zu sein.

    Der Schweiß begrenzt sich natürlich nicht nur auf die U-Hose, auch Liner und Short sind meist naß geschwitzt. Die U-Hose dient dann aber als Barriere gegen den "Schmutz". Also Salze, Öle, Fette und andere "Schweinereien" die da unten halt nun mal anfallen. Die habe ich lieber in der U-Hose als in der äußersten Schicht der Short, wo der "Grind" dann quasi öffentlich getragen wird.

    U-Hose trocknet eigentlich auch recht flott und ich trage sie auch meist feucht zum Trocknen nach dem Waschen.

    Ich glaube die meisten mögen es sauber und nicht stinkig zu sein, denke du bist da nicht speziell.

    Ach ja. Normalerweise laufe ich in kurzen Laufshorts ohne Innenhose oder Unterhose, ist also alles schon "belüftet". Unterhosen zieh ich nur zum schlafen kann.

    Die Variante habe ich auch schon ausprobiert, eigentlich mit gutem Erfolg. Was mir daran nicht gefällt ist, dass der Schweiß halt direkt in die Laufshort geht und die Hygiene bzw der Geruch dadurch halt dauerhaft schlechter wird. Klar Schere im Kopf und so, aber **schschweiß getränkte Laufshort find ich nicht so prickelnd. Boxershorts auswaschen geht gut, da man während die am Rucksack trockne eben nur in Laufshort geht.

    Hat jemand schonmal Babypuder umgefüllt und damit Erfahrungen gesammelt? Das sollte zusätzlich helfen Nachts die Wunde auszutrocknen und die Heilung zu beschleunigen ?

    Als allererstes: sauber halten! Regelmäßig den Hintern waschen hilft massiv gegen scheuern bzw das ganze zumindest zu reduzieren. Ein paar ml Wasser können ne Menge ausrichten, wenn's heiß und staubig ist kann man das durchaus auch mehrmals täglich machen.

    Definitv. Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Mehrmaliges Hintern waschen am Tag ist aber manchmal leider nicht möglich.

    Bodyglide im 5ml Minidropper.

    Welches Bodyglide verwendest du da? Hast du eine Quelle? Finde meist so "Deostick"-artige Anti Chafing Utensilien. Die kann man nicht wirklich umfüllen.

    Ich hab rund 10 Gramm Vaseline in diesem kleinen Behälter (12 ml) und das reicht mir für mehrere Monate, da das Zeug so fettig ist. Für die Lippen, zwischen die Beine oder wos halt sonst brennt oder aufreist.

    Vaseline habe ich auch immer dabei. Aber hilft Vaseline gleich gut wie dezidierte Anti Chafing Creme? Habe keine Erfahrung mit speziellen Cremen. Vaseline habe ich bereits probiert. Hat geholfen aber nicht gabz so gut wie erhofft bzw. Wie oft schmiert ihr da pro Tag nach bzw wann?

    Hallo zusammen,

    Ich bin mir nicht sicher ob es zu Hygiene passt. Sonst bitte verschieben.

    Eigentlich hatte ich früher keine Probleme mit Scheuern zwischen den Beinen/Pobacken. In den letzten Monaten bin ich da aber empfindlicher geworden. Was verwendet ihr gegen Anti Chafing bzw. wie transportiert ihr es möglichst ultraleicht auf Tour? Möchte ungerne mit 50g Stick durch die Gegend marschieren.

    Habe immer ein kleines Döschen Vaseline dabei (habe oft sehr rissige Haut an Lippen und Händen wenn ich draußen unterwegs bin). Reicht auch Vaseline für den Zweck?

    Die SuFu hat kein Ropic ausgegeben. Deshalb starte ich eines.

    Wie macht ihr das?

    Ok. Ich hoffe ich habe die beiden Regeln richtig verstanden :D.

    Kurze Frage: Kennt wer aus eigener Erfahrung den Fishermens Trail in Portugal UND den GR131 auf Fuerteventura/Gran Canaria? --> Welcher Weg hat euch besser gefallen und warum?

    Längere Antworten und Details bitte gerne per PM!

    Danke übrigens für's eröffnen eines "Kurze Frage" Fadens

    Ich finde das eine gute Idee für einen Thread. Deshalb will ich auch meine "Leiden" mit euch teilen.

    Im "blauen Forum" habe ich vor einiger Zeit einen Einblick in mein Schicksal gegeben, außerdem habe ich auf meinem Blog ein bisschen was darüber zusammengeschrieben. Wen es interessiert, hier ist meine "Krankengeschichte" zu finden: https://www.wegalsziel.at/category/leukaemie/

    Rein optisch würde ich vermutlich auch eher als "junger und dynamischer Vollsportler" durchgehen (vielleicht bin ich das sogar trotz meiner Leiden, das ist eben auch individuelle Ansichtssache).

    Aber nun zu meinen Problemchen:

    - Seit Jugendalter leide ich an einer Skoliose und anderen Rückenproblemen die sich im jüngeren Alter auch immer wieder schmerzhaft bemerkbar gemacht haben. Regelmäßige Schmerzen waren das Ergebnis. Als ich dann mit Mitte Zwanzig (ich bin Jahrgang 1985) begonnen habe etwas Sport zu machen hat sich das zum Glück gelegt. Ohne Sport und entsprechender Muskulatur hätte ich aber auch heute noch ständig Probleme. Gegipfelt ist das ganze Anfang 30 in einem starken Bandscheibenvorfall in der HWS. 6 Monate Schmerzen bis es endlich besser wurde.

    - Ende 2022 habe ich dann offiziell auch einen Grad der Behinderung "verliehen" bekommen. Im November 2022 hatte ich die Diagnose Akute Myeloische Leukämie. Unbehandelt eine Todesgarantie innerhalb kürzester Zeit. 6 Monate intensivste Chemotherapie haben den Krebs zurückgedrängt und seit Mai 2023 gelte ich als in Remission. Die starke Chemotherapie hat allerdings mein Knochenmark geschädigt und bis heute hat sich meine Blutproduktion leider noch nicht normalisiert. Die Ärzte gehen dzt. davon aus, dass dies leider auch dauerhaft bleiben kann. D.h. ich bin seither immungeschwächt.

    Seit der Chemotherapie habe ich mich körperlich wieder sehr gut erholt. Aufgrund der Immunschwäche leide ich aber deutlich öfters an Infekten und anderem Quatsch (z.B. Gürtelrose, Hautprobleme wie schneller Ausschläge, Sonnenunverträglichkeiten, Atemwegsinfekte, etc.). Vor meiner Diagnose war ich im Grunde max. 1 mal pro Jahr kränklich, nun viel öfters. Das führt dazu, dass ich mich eingeschränkt fühle wenn es um Touren geht. Insbesondere habe ich weiterhin Sorge vor längeren und intensiven Touren. Durch körperliche Belastung leidet ja auch das Immunsystem zusätzlich, hinzukommen verringerte Hygienemöglichkeiten, erhöhte Exposition gegenüber "fremden" Personen, etc.

    Vor meiner Erkrankung habe ich sehr intensiv Ausdauersport gemacht (~3000km Traillaufen/Jahr und im Schnitt nochmals ~2000km Wandern/Weitwandern/Jahr + anderes). Natürlich habe ich immer noch einen hohen Anspruch an mich und versuche weiterhin zu trainieren. Da ich aber in recht kurzen Intervallen immer wieder krank bin, leidet natürlich auch mein Training immer darunter. Ich fühle mich also in einem dauerhaften Auf und Ab gefangen. Aufbau - krank - Abbau - gesund - Aufbau - krank - usw. Das ist etwas mühsam weil es irgendwie einem Kampf gegen Windmühlen gleicht. Außerdem leide ich schon unter der Annahme, dass lange Touren u.U. nicht mehr wirklich machbar sein werden. Klar kann ich z.B. auf einen CDT starten, aber die möglichen Konsequenzen schrecken mich schon sehr ab. Seit meiner Diagnose bin ich generell viel ängstlicher wenn es um körperliches geht (und ich war davor schon eher der vorsichtige Typ).

    Im Grunde ist es trotzdem jammern auf hohem Niveau. Aber "Leid" und "Verlust" ist eben subjektiv und jeder hat einen eigenen Maßstab. Und falls sich jemand fragt wieso ich mir das "antue" und den vermeintlichen Kampf gegen Windmühlen weiter kämpfe... Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass mein Körper eines Tages auch wieder so funktioniert wie davor.

    Während meiner Krankenhauszeit habe ich mich oft damit beschäftigt wie es wohl wäre wenn ich nach erfolgreicher Chemo niemals mehr Sport wie wandern oder laufen praktizieren können würde. Schon alleine bei dem Gedanken daran bin ich in Depressionen verfallen. Ich habe mich versucht damit anzufreunden auf "Zwang" neue Hobbies auszuüben. Aber singen, tanzen, malen, etc. auf Zwang auszuüben? Ich konnte es mir nicht vorstellen und dachte ich werde vielleicht ein trost- und freudloses Leben ohne Leidenschaften weiterführen müssen. Nach meiner Entlassung haben sich dann aber schnell (und ganz von alleine) neue Projekte und Wege ergeben. Z.B. haben wir eine Spendenaktion gestartet, ich habe meinen kleinen Ausrüstungswebshop Tidy Gear gestartet und auch sonst versucht meine Wanderleidenschaft anders ausüben zu können (z.B. Ultraleicht Volkshochschulkurse geben, usw.).

    Was ich damit sagen will? Egal wie schlecht es das Schicksal mit einem meint. Wege und Möglichkeiten für neue Leidenschaften finden sich, wenn man sie annehmen will.

    Mir war und ist es wichtig auch ein Vorbild zu sein für Personen die in ähnliche Schicksale rein stürzen. Klar ich bin ein Mensch und ich würde lügen wenn ich sage ich wäre immer positiv, alles wäre easy und alles wird gut. Es gibt für nichts eine Garantie aber man muss es zumindest versuchen. Weil wenn man nicht mal versucht hat, ist man schon gescheitert. Es gilt die eigenen Schicksale anzunehmen und einfach bestmöglich damit umzugehen. Beschweren bringt nichts, Dinge sind oft nicht umkehrbar und dann machen wir doch das Beste aus der Situation. So lange es eben möglich ist.

    Kanarische Inseln, z.B. der GR 131 auf Teneriffa, inkl. Besteigung des Teide.
    Die Flüge von DUS aus sind doch häufig ganz erschwinglich und gehen nonstop.

    Wie konnte ich nicht sofort an den denken 🙈 und "nur" den GR221 vorschlagen. War gerade 9 Tage auf Teneriffa im klassischen "Urlaub". War sofort angefixt von der Idee der Inselüberquerung. Tlw. genialste Landschaften, nicht von dieser Welt.

    wir sind auf der Suche nach einem schönen und vor allem günstigen Reiseziel für die Osterferien im nächsten Jahr.
    Budget für An- und Abreise sind 250€ p.P.
    Wanderung sollte rund 7 Tage dauern, entsprechend sollte die Anreise keine 2 Tage in Anspruch nehmen.
    Anreise entweder per Flugzeug/Bahn oder Auto (maximal 5 Stunden ab Wuppertal).

    Da ihr einem Flug nicht abgeneigt seid und der Fishermens Trail scheinbar eine Option wäre, wenn ihr ihn nicht schon kennen würdet, fällt mir da spontan der GR221 auf Mallorca ein. Ohne jetzt Flugpreise gecheckt zu haben ist die Anreise per Flieger i.d.R. sehr einfach und schnell. Für viele ist es eine klassische Wochentour aber auch wenn man schneller ist gibt es was zu tun vor Ort. Mir hat der GR221 damals jedenfalls sehr gut gefallen.