Hi,
so nachdem ich meinen Plan mit Nepal und dem Annapurna Circuit dieses Jahr verworfen hatte, musste ein Plan B her. Schon viel von gehört vom Fischerweg, daher war das dann meine Alternative. Ist ein recht entspannter Weg, man weiß am Anfang läuft man halt durch weichen Sand, später dann ein gefühltes zum nächsten Strand runter, wieder auf, wieder runter und so weiter. Sofern es trocken ist, was bei mir das Fall war, sind auch die steileren Passagen eigentlich kein Problem. Wenns nass ist könnte es allerdings recht rutschig und damit auch nicht ganz ungefährlich werden. Es wird wohl zunehmend touristischer, eine Menge Bauaktivitäten in den Orten gesehen, und im Oktober, wo ich unterwegs war sind auch teilweise noch recht viele Surfer unterwegs. In Carrapateira hat mich das dann für eine Nacht 100€ gekostet, aber da ich nicht vorgebucht hatte und durchgehen wollte, war das halt der Preis dafür. Eigentlich soll es bei den 13 Etappen möglich sein, wenn man die letzte von Salema nach Lago in 2 kurzen Etappen macht, mit 10 mal Campingplätzen zelten können, aber ich habe auf meiner Tour nur 3 davon genutzt. Teilweise liegen die etwas fernab vom Trail und ich war dann einfach zu faul. Es war recht warm, mir eigentlich so 5 Grad zu warm, aber so ist das nunmal in der Natur, wünschen kannst Du dir viel, aber das geht nicht immer in Erfüllung. Obwohl das mit dem Wünschen und nicht in Erfüllung gehen ja irgendwie, zumindest bei meiner subjektiven Wahrnehmung im (un)normalen Leben auch nicht immer so hinhaut.
Habe dann doch recht häufig in Hostels gepennt, war überrascht, dass es doch recht zivilisiert war und man sogar pennen konnte.
Ich habe mir dann nach den 2 Übernachtungen in Lagos noch einen Rede Expressos Bus nach Fatima gegönnt, das war auch so im Vorfeld geplant und habe mir dann den Wallfahrtsort angeschaut und dort noch mit 2 Übernachtungen meine Reise ausklingen lassen, was aus diversen Gründen dann partiell doch etwas emotional war, aber so sollte es auch sein. Ich war relativ schwer bepackt unterwegs, durch die Elektronik und mein Zeltsetup und da man keine sauberen und vorhandenen Flüsse unterwegs hat geht Wasser filtern nicht, also das Wasser jeden Tag mitgeschleppt, so ca. 3 Liter, warm, schwitzen und so weiter. Einmal in Odeixe wäre ich fast mit 5 Litern gestartet, da ich nicht auf dem Schirm hatte beim Einkaufen, dass ich noch genügend Wasser dabei hatte, hab dann morgens irgendwo 1.75l Wasser abgestellt, das war spürbar. Viele Solo Hiker/innen gesehen, viele mit sehr leichtem Gepäck, ok kein Zelt dabei und nicht so viel Elektronik, aber ich habe es eh als kostenloses Workout gesehen, da ich seit Schweden wieder faul war, von daher Win/Win, auch wenn die erste Woche partiell etwas zäh war und ich den Eindruck habe, dass die neuen Altra Lonepeaks nicht mehr dasselbe sind wie früher, ich hatte nach 20km teilweise so platte und schmerzende Fußsohlen. Ich hatte diese Schuhe letztes Jahr in Schweden beim Kungsleden wo ich doppelt so weit gewandert bin und kann mich da nicht dran erinnern.
Achja, ich laufe mir ja gerne Blutblasen in den Trailrunnern unter den Zehennäglen, vor allem unter den Großen. Tag 3 hatte ich da eine am linken großen Zeh, hat etwas beim Drücken weh getan, aber ansonsten ging es. Plan war also, einfach weiterlaufen und möglichst nicht gegen alles gegentreten was auf dem Boden liegt und zur Prophylaxe diese Zehennägel noch etwas kürzen, damit dann bei einem Stoß von Vorne das nicht alles über den Zehnagel weiter getragen wird. Also Nagelknipser raus und Zehennägel kürzen, dabei aus Versehen die Haut unter dem Zeh zur Blutblase angeschnitten, kam dann halt raus, prinzipiell kein Problem, aber nun war das Ding offen und dadurch potentiell einer Entzündung empfänglich. Es war ja abzusehen, dass das unter dem Zehnagel wahrscheinlich nicht einfach trocknen und ausheilen wird. Ich also, KI befragt was man da am Besten macht. Mir wurde irgendwas mit Hydrochloridsprach empfohlen, das drauf sprühen und dann mit Compeed versiegeln. Dumm nur, Compeed hatte ich nicht mitgenommen, da ich mit normalen Blasen eigentlich weniger Probleme habe und das Hydrochloridspray hatte ich natürlich auch nicht zur Hand, aber es gab eine Apotheke, also dahin, mit Händen und Füßen erklärt worum es geht, das Spray erhalten, naja drauf gesprüht, Compeed gekauft in der XXl Version, draufgemacht und mit Tape dann nochmal fixiert. Ist gut gegangen. Glaube ich, also weh tuts nicht, aber ich sollte jetzt vielleicht mal das Tape abmachen und nachschauen was der große Onkel sagt. ![]()
Wenn Fragen da sind, fragen, ansonsten lasse ich das in der Tiefe hier mit einem Bericht. Ein paar Impressionen mit Bildern und wenn die Videoschnipsel was taugen gibts auch noch ein Hikervideo später dazu.
so long - happy hiking
Oska