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  • Du warst ja schon auf Stewart Island, und kennst dich also mit Regen und richtig gutem Schlamm bestens aus ;)

    Dass der Dusky wirklich sehr abgelegen ist, und du bei viel Regen ggf. auch mal warten musst, bis das Wasserniveau der Flüsse wieder sind, brauche ich also nicht zu schreiben.

    Auf der Nordinsel, wo ich eine paar Jahre gelebt habe, fand ich die Tararuas und Ruahines sehr schön. Das waren quasi meine Hausberge. In den Ruahines trifft man auch nur wenig Leute an. Auch die Gegend um den Lake Waikaremoana und den Whirinaki River fand ich extrem schön.

    inReach vs PLB: Die Iridium-Abdeckung ist wie whr schreibt sicherlich kein Problem. Allerdings weiss ich nicht, wie gut das inReach in dichtem Wald noch funktioniert. Auch sind gewisse River Routes in engen Tälern. Ev. ist da ein PLB besser geeignet. Habe das aber nicht recherchiert.

    Ich habe selbst das X-Mid 1 & 2, aber ob ich damit in NZ unterwegs hätte sein wollen, weiss ich nicht so recht. Ich hatte damals das MacPac Microlight. Mit dem bin ich im Sommer auf der Südinsel auch mal unter 40cm Schnee gelandet, und Wind steckt das sicherlich besser weg als das X-Mid. Meist ist das Wetter (abgesehen von viel Regen natürlich) "halbwegs ok", aber ein paar wenige Male habe ich dort unten wirklich sehr extremes Wetter erlebt, mit umgeworfenen Bäumen und Böen, in welchen ich nicht mehr stehen konnte. Solches Extremwetter scheint mir in NZ wesentlich häufiger vorzukommen als bei uns in Mitteleuropa. Vielleicht würde ich noch einen wasserdichten Biwaksack mitnehmen für Notfälle.

  • ULgeher wir haben das x-mid noch nicht so lange und ich kann es selbst nicht einschätzen, aber von dem was ich du darüber lese soll es im Gegensatz zum x-dome wirklich sehr sehr windstabil sein. Vll bestelle ich noch ne Folie für drunter, die man seitlich ein bisschen hochklappen kann, damit uns bei viel Regen das Wasser nicht reinläuft. 😬 wir waren vor 2,5 Jahren zuletzt dort und hatten richtig Glück mit dem Wetter, wenn wir mit dem Zelt unterwegs waren.

    In engen Tälern etc scheint das inreach tatsächlich Schwächen zu haben, daher werden wir für Dusky u.ä. einen zusätzlichen PLB ausleihen.

    Und was die Nordinsel angeht müssen wir mal schauen, was wir zeitlich schaffen. Vier Monate klingt so viel, aber ist soo schnell vorbei. 🥲

    Toll, ein Anderer trägt's

  • ULgeher wir haben das x-mid noch nicht so lange und ich kann es selbst nicht einschätzen, aber von dem was ich du darüber lese soll es im Gegensatz zum x-dome wirklich sehr sehr windstabil sein.

    Ich habe wie beschrieben die beiden X-Mids. Für meine letzte Tour nach Lappland habe ich ein Trailstar mitgenommen, da mir das X-Mid nicht windstabil genug erschien. Ein Trekkingpartner hatte ein X-Dome mit dabei, welches, wenn vernünftig abgespannt, wirklich sehr stabil stand. Wir haben das auf dem Fjäll bei gemeldeten 50-80km/h Wind mal ausprobiert. Mein persönlicher Eindruck ist also genau umgekehrt.

    wir waren vor 2,5 Jahren zuletzt dort und hatten richtig Glück mit dem Wetter,

    Ich wünsche dir, dass es wieder so wird :) mein Hinweis war einfach, dass es eben auch sehr extreme "Ausreisser" geben kann, die ich als durchaus vorsichtiger Europäer mit Alpinerfahrung unterschätzt habe, bis ich solche mehrfach selbst erleben durfte.

    Ich glaube, dieses extreme Wetter rührt daher, dass Wettersysteme, die sich von der Antarktischen Vortex ablösen, aufgrund der dort sonst fehlenden Landmassen relativ ungefiltert an die Nord-Süd-ausgerichteten Gebirge der Südinsel ranknallen. Je nachdem, wie absehbar das ist, kannst du ev. spontan auf einen Trek auf der anderen Inselseite ausweichen.

    Wann fährst du? Ich fand das Wetter im Febuar bis März eigentlich am angenehmsten (stabilsten) zum Wandern.

  • Ich habe wie beschrieben die beiden X-Mids. Für meine letzte Tour nach Lappland habe ich ein Trailstar mitgenommen, da mir das X-Mid nicht windstabil genug erschien. Ein Trekkingpartner hatte ein X-Dome mit dabei, welches, wenn vernünftig abgespannt, wirklich sehr stabil stand. Wir haben das auf dem Fjäll bei gemeldeten 50-80km/h Wind mal ausprobiert. Mein persönlicher Eindruck ist also genau umgekehrt.

    Ich beziehe mich eher auf Berichte, bei denen am x-Dome bei Wind Stangen gebrochen sind, wobei das glaube ich hauptsächlich beim Aufbau passiert ist. Es hat deshalb extra jemand eine Methode entwickelt, das Zelt zuerst mit den Trekkingstöcken aufzustellen und dann die Stangen einzufädeln. Ich denke aber eh nicht, dass wir mit dem Zelt in stark exponiertem Gelände unterwegs sein werden. Im Zweifel suchen wir uns einen geschützten Platz, weichen auf eine Hütte aus oder verschieben die Tour einfach, wenn so schlechtes Wetter angesagt ist. Wir wollen dabei ja auch noch Spaß haben.

    Wir werden von Mitte November bis Mitte März dort sein. In den letzten Jahren gab es glaub häufig Anfang Januar nochmal ordentliche Unwetter, aber ja immerhin mit etwas Vorwarnung. Wir werden sehen und passen unsere Tourplanung halt entsprechend an.

    Toll, ein Anderer trägt's

  • Ist das x-Mid wirklich so windempfindlich?

    Nein. Richtig ausrichten. Gut abspannen. Nicht allzu exponiert bei starken Winden aufstellen. Hat bisher jede Schottlandwanderung bei mir gut überstanden. Habe mir jetzt die Solidvariante als Nachfolger der Gen. 1 gekauft. Für die Moray Coast Wanderung habe ich mir dieses Jahr ein Khufu Mid mitgenommen. Das, oder als Steigerung ein Scarp, würde ich auf den Hügelkuppen bei richtig garstigem Wetter verwenden.

  • Ist das x-Mid wirklich so windempfindlich?

    Nein. Richtig ausrichten. Gut abspannen.

    Ja, solange der Wind schön gleichmässig aus einer Richtung kommt und nicht zu stark ist, mag das gehen. Bei meinem Xmid-1 z.B. liegen die beiden Panels auf der langen Seite fast in einer Ebene und bieten recht viel Angriffsfläche.

    Nicht allzu exponiert bei starken Winden aufstellen.

    Natürlich. Manchmal ist der Wind aber mies, mit Böen aus wechselnden Richtungen, und eine geschützte Stelle nicht so einfach zu finden. Oder man wird nachts überrascht. Das sind die Bedingungen, in welchen man ein stabil stehendes Zelt am meisten zu schätzen weiss. Da fühle ich mich in meinem Trailstar wesentlich besser aufgehoben.

    Hier z.B. eine Stelle, bei welcher ich nachts von einem Gewitter mit Fallwinden überrascht wurde. Ich dachte eigentlich, hinter diesen Zwergsträuchern sei ich einigermassen gut geschützt. In dieser Nacht hatte ich durchaus Angst um mein Trailstar und habe es von innen gestützt. Im X-Mid hätte ich da nicht sein wollen.

    Was aber nicht heissen soll, dass ich das X-Mid nicht mag. Aus meiner Sicht ist es aber ein Zelt für eher mässige Bedingungen.

  • Weils mich gerade interessiert, habe ich mal ein wenig zu PLBs vs inReach recherchiert.

    Das inReach sollte eigentlich schon gut funktionieren, und die Satellitenabdeckung sollte auch in relativ engen Tälern gewährleistet sein, da ab und zu ein Iridium-Satellit vorbeiziehen sollte.

    Auf der anderen Seite hat das PLB mit einer relativ hohen Sendeleistung bei tieferen Frequenzen (PLB: 406 MHz, inReach: 1.6 GHz) Vorteile bei dichter, nasser Vegetation. Weiter hat das PLB ein 121.5 MHZ Peilsignal, welches z.B. von Suchhelikoptern direkt empfangen werden kann. Das ist entscheidend, wenn z.B. kein GPS-Fix erhalten werden kann (z.B. in einem engen Tal) und man dann trotz SOS-Message nicht gut auffindbar ist. Auch gibt es wie bei Iridium tieffliegende (LEO) Satelliten, und die Abdeckung sollte bei den PLBs auch ganz gut sein (https://de.wikipedia.org/wiki/COSPAS-SARSAT).

    Das Department of Conservation jedenfalls empfiehlt ein PLB, und ein InReach als Zweitgerät (https://www.doc.govt.nz/parks-and-recr…istress-beacon/).

    Ich würde mir da aber nicht zu viel Gedanken machen. Mit einem inReach hast du schon was, und du bist ja, so wie ich das verstehe, nicht alleine unterwegs. Und vorsichtig sein sollte man sowieso.

  • Auch gibt es wie bei Iridium tieffliegende (LEO) Satelliten, und die Abdeckung sollte bei den PLBs auch ganz gut sein (https://de.wikipedia.org/wiki/COSPAS-SARSAT).

    Ich hatte es glaube ich schon mal im anderen Thread geschrieben: die meisten zu Gunsten von PLBs angeführten Argumente treffen nicht zu. LEOSAR hat ganz wenige Satelliten (max. 6, vs. ca. 80 bei Iridium und derzeit 650 bei Starlink direct2cell). Wenn Du Dich auf dem offenen Meer befindest, ohne jedes Hindernis, kann es bis zu 4 h dauern, bis der Notruf per LEOSAR detektiert wird. In einem tiefen Tal deutlich länger. GEOSAR wird in höheren Breiten schon durch einen mäßig steilen Hang auf der Äquatorseite, in NZ also einen Nordhang, komplett blockiert. Bleibt MEOSAR; die Empfänger sind auf GNSS-Satelliten installiert, 20x so weit entfernt wie LEOs (Sendeleistung!); wenn das geht, hast Du auch Satellitennavigation.

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