Entscheidungsstups HMG Southwest 70l vs Unbound 55l

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  • Auf den ersten Blick zwei völlig unterschiedliche Rucksäcke.

    Und doch brauche ich ein Sparring mit euch.

    Im Moment liegt hier der Unbound 55l (+9l Außentaschen). Mag das schlanke Design, die Bodentasche, den abnehmbaren Hüftgurt. Auch die eine Strebe finde ich gut, weil die mehr Torsionsbewegung des Oberkörpers erlaubt meine ich. Die riesigen Seitentaschen finde ich etwas nervig, ebenso die Gummistrapse zur Volumenregulierung.

    Zweifel liegen in der Tatsache, dass ich hier doch auch für zwei tragen werde (Kleinkind). Da wird es sicher knapp mit dem Volumen, als auch, dass ich hoffentlich bald wieder packrafte - da wird es schon knapp, wenn alles rein soll.

    Der Southwest in der 70l Version wäre die Alternative. Was ich mich frage. Kann ich den auf 50l runterrollen und der trägt sich trotzdem passabel? Machen die zwei Streben das Teil steifer, sprich mich bewegungsunfähiger? Zweifelsohne übertragen die sicher mehr Last.

    War jemand mal in dem Luxusdilemma? Und nein. Beide will ich nicht.

    Danke euch,

    Dingo

  • Ich habe oder hatte Porter 70 & 85 sowie Northrim 55 & 70 und habe kein Problem die im Zweifel auf 30 Liter zusammen zu komprimieren. Sprich: Ich nutze die in der Regel für alles, was über einen Dayhike hinaus geht. Mit dem Unbound habe ich allerdings keine Erfahrung. Übrigig geblieben sind für mich momentan Porter 85 und Northrim 55.

    Packraft und Kind klingt für mich beides nach "mit 70L + musst du weniger Tetris-affin sein".

    Einmal editiert, zuletzt von Bohnenbub (17. Juli 2026 um 14:25)

  • Ja. Die 70+ sind von der Vernunft richtig - mir gefällt beim Unbound die Einstangenlösung.

    Und er sitzt nahezu perfekt.

    Aber ich habe noch den Berghaus Fast Hike 45l. Da ist ein 70l + der logische Schritt, weil ich den Berghaus vermutlich doch behalte.

  • Kann ich den auf 50l runterrollen und der trägt sich trotzdem passabel? Machen die zwei Streben das Teil steifer, sprich mich bewegungsunfähiger? Zweifelsohne übertragen die sicher mehr Last.

    Ich kenne nur den Southwest 55 von einem Bekannten, den ich mal kurz probetrug. Die zwei Stangen überzeugen mich in dieser Volumenklasse (55+ Liter) mehr als eine zentrale, da man meist mit 13+ kg unterwegs sein dürfte. Ich fand beim Probetragen die zwei Stangen nicht einschränkend in der Oberkörper-Bewegung, obwohl ich selbst den Exped Lightning mit einer zentralen Stange habe. Nach den Bildern sehe ich kein Problem, die 70 Liter zusammenzurollen.

    Southwest liegt ja bei 70+16 Litern laut hier, also i.Vgl. zu Unbound schon eine ganz andere Nummer, finde ich. Da wird es sich v.a. darum drehen, wie viel Volumen du lieber willst.

  • Hallo Dingo

    ich hatte ( nur kurz ) den HMG Southwest 70 und jetzt den HMG Unbound 55l.

    Also vor allem vom Tragekomfort sind da große Unterschiede zwischen den beiden. ( für mich und meinen Rücken ; in Größe M ). Der Unbound 55l ist einfach Viel ! komfortabler ( für mich ) . Und wenn nicht Wintertouren mit viel Dicken Daunen Quilts anstehen, ist der mehr als ausreichend.

    Und schöner finde ich den Unbound im übrigen auch . Ist eben Geschmacksache.

    Viel Grüße Moch


    Wanderung mit Hängematte im Elbsandstein Gebirge.


  • Steintanz

    Jetzt habe ich etwas Zeit. Danke für Deine Erfahrungen. Tatsächlich will ich hohes Gewicht vermeiden bzw sollte es auch.

    Aber Volumen wird mein Thema. Der Unbound ist für mich am Kipppunkt. Mit 55+9l könnte er reichen - aber ich muss mir mehr Gedanken machen.

    Einen PCT oder andere lange Vorhaben sind für mich nicht mehr greifbar - bis die Kinder groß sind, bin ich dann doch älter.

  • Moch

    Danke für Dein sehr persönliches Plädoyer. Ja. Der Unbound hat was. Allerdings hatte ich noch keinen anderen HMG auf dem Buckel.

    Und was für ein crazy Zufall, dass Du genau beide kennst. In den Unbound (schwarz) habe ich mich auch etwas verguckt. Recht untypischer Pack für HMG, denke größere Volumen gibt es wegen der einzelnen Rückenstrebe nicht.

  • Hallo Dingo,

    also das tragen von "etwas " größeren Lasten ( ich versuche immer mit allem / ca. 2-3 l. Wasser ) nicht über 9- 10 kg zu kommen.

    Und da trägt sich der Unbound über einige Tag wie im Elbi deutlich bequemer !

    Wenn Du zufällig in oder um Berlin wohnst würde ich ich Dir das Teil auch gerne zum Probe Packen und Anprobe zu Verfügung stellen.

    Viele Grüße Moch

  • Ich bin mit dem Windrider 4400, also im Grunde der SW 70 mit Netztaschen, schon ein paar Jahre und Kilometer unterwegs, seit ich mit Hund wandere brauche ich meistens auch einfach das Volumen. Die HMG Säcke sind ja trotzdem relativ schlank und haben eine hohes Rolltop, so dass der Rucksack gegen Ende der Tour, wenn Menschen- und Hundefutter sich dem Ende entgegen neigen, eigentlich für seine 70L ziemlich kompakt ist.

    Ich hab auch noch den 3400, der passt aber oft schon nicht wenn ich einen 3JZ Schlafsack und den Hundeschlafsack mit habe, einen großen Unterschied im Tragegefühl merke ich aber eh nicht.

  • Ich kenne beide Rucksäcke nicht, aber ich kenne wandern mit Kind, bzw. drei kleinen Kindern.

    Mein Hauptproblem damals war, dass Kinder so schnell wachsen und wir eigentlich jedes Jahr einiges neu kaufen / leihen mussten. Und bei vielen Dingen, und das ist hier ja bekannt, kostet weniger Gewicht mehr Geld. Und da war dann bald eine Grenze erreicht, wo wir uns nicht für das Leichteste und Kleinste entschieden haben. In der Zeit habe ich auch mit MYOG angefangen.

    Ich würde also nicht von den Rucksäcken her meine Entscheidung treffen, sondern von der Packliste her - auch mit Perspektive auf die kommenden zwei bis drei Jahre. Also: Zwei Isomatten, zwei Quilts/Schlafsäcke, einen größeren Topf, einen schwereren Brenner (da die kleineren Brenner oft nur eine kleines Flammenfeld haben), eine größere Kartusche, mehr Lebensmittel, ... und schon setzt die Gewichts- und Volumenspirale nach oben ein.

    Und je nach dem wie klein euer Kind ist, kann es auch schon einen Rucksack tragen, da dann nur mit Kuscheltier drin.

    Einmal editiert, zuletzt von Sundance (18. Juli 2026 um 18:45)

  • Wenn Du zufällig in oder um Berlin wohnst würde ich ich Dir das Teil auch gerne zum Probe Packen und Anprobe zu Verfügung stellen.

    Viele Grüße Moch

    Danke für Deinen Einblick wie Du den nutzt. Lebe in Berlin und hab den Unbound zur Absicht. Für 5-7 Tage mit Tochter würds wohl gehen. Aber es könnten gut und gerne 10l mehr Volumen sein. Die 9l extra übet Außentaschen rechne ich ungerne mit ein, da sie nir eingeschränkt nutzbar sind für mich.

  • schrenz

    Du hast vollkommen Recht. Gerade mit Packraft sehe ich auch das Sondervolumen als praktikabel.

    Ich denke ich will den Unbound, brauche aber den Southwest 70l.

    Aber beide sind Luxus in meinem Fall. Oder ich verhöker den Berghaus.

  • Sundance

    Gut nachvollziehbar.

    Die Touren mit Kind sind ohne Einsamkeit geplant. Eher Etappen mit Versorgungsmöglichkeit/Gasthaus.

    Mit beiden Kindern wandern geht nicht. Die Gründe mag ich hier nicht erläutern.

    Aber ja. Volumen ist wie Ram durch nichts zu ersetzen.

  • Sundance

    Gut nachvollziehbar.

    Die Touren mit Kind sind ohne Einsamkeit geplant. Eher Etappen mit Versorgungsmöglichkeit/Gasthaus.

    Mit beiden Kindern wandern geht nicht. Die Gründe mag ich hier nicht erläutern.

    Aber ja. Volumen ist wie Ram durch nichts zu ersetzen.

    Oder Hubraum oder Membranfläche.

    Klar, jede Situation ist dann doch wieder individuell.

    Wollte dir auch nur den Gedanken einpflanzen, dass mit Kindern zu wandern, gepäcktechnisch eine eigene Disziplin ist.

    Unsere Kinder tragen inzwischen ihre Rucksäcke selbst, daher verkaufe ich auch meinen 80 Liter Rucksack wieder.

    Wir waren damals in Schweden unterwegs und da kamen neben dem ganzen Kram auch noch Lebensmittel dazu. Dafür waren die Etappen recht kurz.

    Und einer meiner Lieblingssätze in dem Kontext lautet: "Geht der Mund, laufen die Beine."

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