Frage zum Hexatrek - Belfort Area

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  • Hey Leute,

    wie ich schonmal geschrieben habe, gehen wir seit 3 Jahren jedes Jahr ein paar Tage (5-8) den Hexatrek. Warum? Weils einfach und schön ist, Wildcampen ist dort entspannt und wir kommen relativ gut hin. Bis jetzt fanden wir es auch sehr schön!

    Letztes mal waren wir bei KM 340 (ja wir waren nicht so schnell das vorletzte mal... richtig bescheidenes Wetter) in Thann und wollten da eigentlich wieder starten. Jetzt sehe ich aber, dass da ein recht langer Bereich kommt der, jedenfalls auf der Karte sehr nach, urban aussieht. Ich habe halt keine Lust meine kurze Urlaubswoche mitten in der Stadt beim wandern zu verbringen.

    Jetzt meine Fragen an alle Kenner:

    • Ist das nicht so schlimm und wir sollen trotzdem durchlaufen?
    • Ist es smart bis zum urbanen Bereich von Thann aus zu wandern und dann Öffis nehmen um das Gebiet schnell zu durchfahren
    • Gleich von Anfang an nicht in Thann starten sondern in ...?
    • Wenn Option 2 oder 3: wo steigt man am besten wieder ein? :)

    Danke euch :)<3

  • Bauerbyter

    Ich bin zwar nicht immer exakt den Hexatrek gewandert aber habe den gesamten GR53 (Vogesen) gemacht, außerdem mit der GTJ von Culoz (Süden) nach Mandeure (Norden) das französische Jura gemacht und den GR5 ab Pontarlier (Jura) bis Mittelmeer (inkl. GR55/52). Dabei überschneiden sich die von mir genannten Wege immer mal wieder mit dem Hexatrek bzw. befinden sie sich in unmittelbarer Nähe zum Hexatrek.

    Meine Einschätzung dazu ist die: ab Thann bis Belfort ist schon in Ordnung. Bis kurz vor Belfort hast du schöne Passagen dabei, der Ballon d'Alsace ist touristisch aber die Gegend ist trotzdem schön (mir gefallen die Vogesen einfach). Kurz vor Belfort wird es dann unattraktiver aber trotzdem machbar.

    Das Stück Belfort bis Mandeure habe ich aus den selben Gründen ausgelassen, die du am überlegen bist. Meine knappe Zeit wollte ich nicht verwenden um ein eher unappetitliches Verbindungsstück zwischen GR53 und GTJ zu schaffen.

    Wenn du also kein Purist bist und auf einen zusammenhängenden "Footpath" bestehst, würde ich persönlich bei dieser kurzen Zeit den urbanen Teil Belfort bis Höhe Mandeure, ggf. St. Hippolyte überspringen. Solltest du irgendwann in Zukunft die Idee haben, doch noch das Teilstück zu beenden, dann ist das nicht aus der Welt und recht nahe zu Deutschland und in wenigen Tagen "erledigt".

    Du könntest z.B. ab Belfort mit den Öffis nach Mandeure anreisen (ist recht problemlos möglich), dann folgst du ein paar KM dem GTJ ehe du bei St. Hippolyte auf den Hexatrek stößt und diesem dann wieder folgst.

    Versteh mich bitte nicht falsch: ich kenne den Abschnitt Belfort bis St. Hippolyte am Hexatrek nicht aber aus dem was ich kenne, leite ich ab, dass es weiter südlich (Gorge du Doubs, etc.) deutlich schöner ist. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist der Abschnitt Belfort bis St. Hippolyte am Hexatrek durchaus bewältigbar (insbesondere auf einem längeren Thru- oder Section Hike), aber wie du schreibst: es stellt sich die Frage ob du nicht doch eher die Rosinen herauspickst bei limitierter Zeit.

    Just my 2 Cents

    PS: Du findest übrigens kurze Tourenberichte sowohl zu GR53 als auch GTJ auf meinem Blog, vielleicht kannst du aus dem GTJ Bericht etwas für dich ableiten: http://www.wegalsziel.at

    Weg als Ziel | mein Blog (privat) - Tourenberichten, Ausrüstungstests, Tipps & Tricks

    Tidy Gear | mein Webshop (gewerblich) - Alpha Direct Produkte, Trail Gaiter Gamaschen, Rucksack Liner, und anderes

  • Ich bin kein Purist und wir hatten auch oft keine Lust auf die unnötigen Höhenmeter die der Hexatrek gemacht hat und sind auf den GR54?51? (weißt nicht mehr so genau) ausgewichen. Es geht uns nur darum eine schöne Wanderung zu machen mit wenig Stress beim campen :)

    Danke schonmal für die Infos, Mandeure schaue ich mir gleich mal an

  • Wenn du eh nicht sklavisch am Hexatrek hängst, wäre vielleicht die Variante über den GR533 eine Alternative. Endet auch in Belfort (so mehr oder weniger), verläuft westlicher und erschien mir viel weniger begangen als der GR5, an dem sich der Hexatrek an der Stelle wohl orientiert. Kleiner disclaimer: Ich war im März unterwegs, es lag noch Schnee und ich war der einzige Fernwanderer 😄.

  • Ich habe mir mal die Route ab Thann kurz angesehen. Ein Teil in den Vogesen bin ich dort auch gewandert.

    Ich würde sagen:

    • Von Thann bis Belfort lohnt sich (eventuell ab einem Vorort den Bus nehmen, z.B. ab Essert). Belfort hat auch einiges kulturelles und kulinarisches zu bieten). Es ist auch schade, dass man laut Route gar nicht in die Innenstadt kommt sondern aussenherum geführt wird. Das macht es natürlich weniger spannend.
    • Zwischen Belfort und Montbeliard würde ich auch überlegen, den Bus/Zug zu nehmen. Da würde man 1-2 Tage einsparen (ca. 20-30 km wenn ich das richtig sehe). Ich würde gucken gegen Abbévilliers oder Villars-lès-Blamont wieder einzusteigen (je nachdem wie gut erreichbar, habe ich nicht geprüft). Wobei ich finde Abwechslung zwischen Natur und ein bisschen urban (das sind je jetzt keine Metropolen) immer sehr spannend. Da gibt es auch einiges an Wasserbau zu sehen, es ist halt parallel zur Autobahn. Für die 2 Tage würde ich daher das grad wandern - der Transfer verschlingt ja auch einen halben bis dreiviertel Tag.
    • Den Teil Doubs an der Schweizer Grenze unbedingt mitnehmen. Sehr schöne Ecke, zum Teil auch überhaupt kein Handyempfang. Da bin ich schon auf Schweizer Seite von Le Brenet bis Saint-Ursanne gewandert (Au fil du Doubs Wanderland | SchweizMobil), wobei man immer mal wieder in Frankreich oder Schweiz war, Dafür habe ich mit meiner Frau 2.5 Tage gebraucht.

    Tipp : in den Vogesen gibt es immer mal wieder die Fermes-auberge, für das Alsace Liste hier : Les fermes-auberges du Haut-Rhin en Alsace wo man günstig und gut essen/schlafen kann (vor allem in den kleinen urigen. Im Jura gibt es das gleiche, dass heisst dann Métairies (da habe ich auf die Schnelle keine Liste gefunden).

    Einmal editiert, zuletzt von Patirou (14. Januar 2026 um 12:40)

  • Von Thann nach Belfort ist noch einigermassen erträglich, danach musst Du jedoch einem Kanal entlang. Dies ist definitiv nichts für schwache Nerven aber für sehr gut gedämpfte Schuhe (die Autobahn ist auch nicht weit entfernt). Mit einem beschränkten Zeitbudget würde ich mir dies definitiv ersparen.

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