Die Wettervorhersage versprach nichts als Regen, aber wenn man einmal eine Tour geplant hat, möchte man doch nicht kneifen. Also ging es mit dem Zug nach Wismar. Das erste schöne Zwischenziel war das Schloss Bothmer, hier mit seiner berühmten Allee.
Weiter ging es Richtung Lübeck.
Abendstimmung mit Blick auf die Lübecker Bucht.
Am Priwall muss man mit einer Fähre übersetzen. So sieht übrigens mein Rad aus.
In der touristisch überfrequentierten Küstengegend hinter Lübeck haben wir lange keine Stelle zum Übernachten gefunden und mussten bis in die Nacht fahren. Bei der Schlafplatzsuche in der Dunkelheit habe ich die Lupine Radlampe erstmals richtig schätzen gelernt. Der Übernachtungsplatz zwischen Buchen hat dann aber die Suche doch gelohnt.
Am nächsten Tag ging’s weiter nach Eutin mit dem Sommerschloss der Holsteinischen Herzöge, und einem sehr schönen Küchengarten, der rein ehrenamtlich gepflegt wird.
Da es an diesem Tag lang heftig regnete, hier noch erkennbar am Rad, haben wir uns entschlossen, bis Flensburg mit dem Zug zu fahren.
Abends ging es dann entlang der Flensburger Föhrde und…
…über die dänische Grenze…
…bis zu einem Campspot am See. Der folgende Tag brachte einen ständigen Wechsel von Regen, Regenpause und Starkregen.
Wir haben etliche Zeit in Bushaltestellen abwarten müssen - nicht gerade ein Urlaubserlebnis, das man sich wünscht. Zwischenzeitlich haben wir sogar überlegt, in dieser nicht verschlossenen Hütte zu kampieren.
Aber gegen Abend gab es noch mal eine Regenpause, sodass wir einen See erreicht haben, an dem uns eine Kioskbetreiberin erlaubt hat, ihre Bäume zu nutzen und auch die Räder im Trockenen unterzustellen.
Bei der Gelegenheit will ich erwähnen,
dass wir in Dänemark ausnahmslos angenehme und hilfsbereite Menschen getroffen haben.
Auf dem See trieb ein Wikingerboot, das uns auf den nächsten Tag eingestimmt hat.
Denn dann führte die Tour über Jelling, in dessen Nähe sich Reste eines riesigen Begräbnisplatzes befinden, eine sogenannte Schiffssetzung von 350 m Länge.
Aber auch dieser gestrige Tag war völlig verregnet. Eine der wenigen Sonnenphasen haben wir in einem Café verbracht.
Funfact abends: auf dem Parkplatz beim Einkaufen sprach mich ein Mann an, der seinen Einkauf mit dem letzten Prozent Akku bezahlt hatte und jetzt seinen Tesla nicht mehr aufbekam. Aber dafür hat man ja als Bikepacker eine Powerbank mit: um den Teslafahrern mit Strom auszuhelfen.
Mit einbrechender Dämmerung riss mir gestern dann noch die Kette (dieselbe von der Tour mit Moch ), sodass ich nunmehr drei Schlösser in der Kette habe. Den Schlafplatz mussten wir uns dann wieder im Dunkeln suchen. Prompt fing es auch wieder an zu regnen, sodass wir fürs Grillgut nur mit Mühe ein Feuer anbekamen.
Mal schauen, was der heutige Tag bringt.
Fortsetzung folgt…