Beiträge von dermuthige

    Drohne: 300g?

    Bin nicht mehr tief im Thema drin, hab meine Drohne verkauft. Aber es gibt eine EU-Drohnenverordnung und darunter fallen Anwedungs-Erleichterungen (höhö) für Drohnen unter 250g. Darum findest du typische Modelle mit der Gewichtsbezeichnung "<249g", wie z.B. die DJI Mini 4. Das Gewicht des Akkus ist hier schon mit einberechnet. Nachgeladen habe ich bei Bedarf direkt von der Powerbank in die Drohne via USB-C.

    Achso, plus Controller natürlich. Der wog bei mir 390g. Da war also der Hauptgewichtsanteil. Ließ sich aber während der Nutzung das Handy auch mit laden. Weiß nicht, ob das wirklich relevant war ...

    Dann gibt's noch so Sachen wie die DJI Neo. Keine Erfahrung mit. Wiegt aber nur 135g.

    Im Podcast mit RSBTR (Ripstop On The Record, Ep. 123) kommt Dan Durston auf die "stormworthiness"-Debatte in Bezug auf das X-Dome zu sprechen. Grob aus meiner Erinnerung: Er fühlte sich von der Kritik diesbezüglich etwas überrumpelt und meint, "stormworthy" bedeute in den USA und EU wohl etwas gänzlich anderes. Während der Begriff in den USA eher auf allgemeines Schlechtwetter (=Regen) abziele, würden wir Europäer dabei eben an richtige Stürme denken. Er sagt auch, dass der Begriff in der Vergangenheit von vielen Herstellern für Zelte verwendet wurde, die ähnlich "stormworthy" sind, es da aber keinen so großen Backlash gegeben hätte.

    Bin nicht mehr sicher, ob er meinte, dass sie die Kommunikation daraufhin angepasst hätten. Das Wort "stormworthy" taucht in der Beschreibung auf jeden Fall noch auf. In den Details dazu geht es aber tatsächlich eher um Regen: Viel Platz im Zelt zum Zurückziehen, überdachte Türen, kein Sag durch SilPoly, Vents und Double-Wall gegen Kondensation. Und es steht immer im Vergleich zu ähnlichen Zelten. Es gibt also aktuell nach diesem Verständnis keine pauschale Aussage mehr von wegen: "Damit zeltest du easy das ganze Jahr in Laugavegur!"

    Ich verstehe grundsätzlich die Kritik und teile sie auch – das Wort ist nach meinem (europäischen) Verständnis zu stark für das Zelt gewählt, insbesondere bei all den Schäden, die man beobachten kann, und die (aktuell) die Verlässlichkeit in Frage stellen. Gleichzeitig kann man, zumindest aktuell nicht mehr, Dan Durston unterstellen, er würde es noch als absolutes bomb-proof-Shelter verkaufen. In der Regel finde ich ihn in seiner Kommunikation sehr konkret. Dafür muss man dann auch genau lesen, in welchen Zusammenhängen er bestimmte Dinge sagt (z.B. im Vergleich zu ähnlichen Zelten). Wenn das dann von anderen Medien und Personen verzerrt dargestellt und extrem auf die Probe gestellt wird, kann man das nicht nur allein ihm zur Last legen.

    Weiterhin finde ich immer sehr spannend zu lesen, wie Dan Durston auf jegliche Kritik reagiert und immer überall sofort zur Stelle ist. Klar, das ist in erster Linie Imagepflege und Customer Support. Gleichzeitig gibt er viele Einblicke in Prozesse und was sie alles in Reaktion auf das Feedback anpassen. Da passiert wohl sehr viel und die Kommunikation wirkt transparent.

    Mein Fazit daraus? Ich würde vielleicht kein Durston-Produkt der ersten Generation mehr kaufen. Aber sehr wohl eins der zweiten oder dritten, wenn die Mängel nach dem Test der "Durston Gearheads" aus dem Weg geschafft wurden. Ist das alles ideal und sollte das Zelt von Anfang an besser sein? Bestimmt. Aber das rechtfertigt nicht jede negative Kritik.

    Das Schnittmuster für einen Rucksack-Korpus in groß und eckig ist nicht schwierig zu erstellen. Straps sind da schon schwieriger, vielleicht auch der Trailrunning-Korpus, wenn der wie häufig ein paar Kurven enthält. Da kann ich mir gut vorstellen, dass man von 0 auf 100 ein paar Versuche braucht, bis das Muster gut sitzt.

    Meine Empfehlung wäre also auch, auf ein bestehendes Muster zurückzugreifen und von da an anzupassen. Alternativ (oder außerdem) würde ich dir empfehlen, das Schnittmuster digital zu erstellen. Mit einem Programm wie Seamly2D. Da legst du eine Tabelle mit Variablen an (z.B.: Schultergurt-Länge: 50cm, Hüftumfang: 90cm, Rolltop-Höhe: 30cm, Korpus-Höhe: 40cm+Rolltop-Höhe). Dann legst du das Muster an und gibst bei der Länge von Linien deine Variablen an. Passt das Muster nicht, änderst du einfach den Wert der Variable und das gesamte Schnittmuster wird passend angepasst. Oder du änderst die Form einer Kurve deiner Straps und es wird ebenfalls entsprechend alles angepasst.

    Das ganze funktioniert sehr gut in Kombination mit Projector Sewing: Schnittmuster via Beamer auf die Schneidefläche projizieren. Da entfällt das stets neue Nachzeichnen oder Drucken von Mustern.

    nach 3 tagen wieder da Danke für die Ausführungen! Ich schiele auf die beliebte Rundtour (also ausschließlich die roten ut.no-Wege, da ist ja praktisch täglich eine Hütte, teilweise bedient, und bis 12.-14. September geöffnet). Würde primär Zelt planen, aber Hütten sind ein tolles Backup. Nass stört mich gar nicht so sehr, da ich bisher meist mit Wetterglück gesegnet war, mir dadurch aber Schlechtwettererfahrungen fehlen und ich meine Grenzen nicht kenne/austesten kann und daher noch nicht abseits der roten Wege und Hütten laufen möchte. Im Zweifel mal was auszusitzen könnte auch eine wichtige Erfahrung sein. Wenn ich die Karte lese, gibt es ja auch Ausstiegsmöglichkeiten. Je nach Wetter/Temperatur könnte es im Zelt durchaus frostig werden, aber die Region bietet ja ausreichend Ausweichmöglichkeiten, dass ich denke, ich buche mal bald den Transport und der Rest ergibt sich dann ... :)

    Mit den Ridges ist vielleicht das X-Grid gemeint, das such auf Dauer stärker abzeichnet?

    Ultra X ist der Nachfolger von Ultra. Ohne X gibt es nicht mehr. Ultra X hat eine neue Folie bekommen (vielleicht auch neuen Kleber, bin ich aus dem Kopf nicht mehr ganz sicher) und das X-Grid. Das alles diente der Bekämpfung der Delaminierung. Gibt wohl immer noch Fälle, mir persönlich bisher aber auch nicht passiert.

    Wir waren nun 3 Tage auf dem Affric Kintail unterwegs (Cannich bis Morvich) und weitere drei Tage ab Morvich bis Inverie.

    Ich fand den Affric Kintail Weg vom Ausbauzustand etwas zu wenig wild

    Da hast du absolut recht und ich habe es etwas bereut, dass ich nicht mehr Zeit in die Planung gesteckt hätte, denn das wäre dabei vermutlich noch offensichtlicher geworden. Wir hatten sogar extra den ersten Tag ausgelassen und sind in Cannich eingestiegen ... und doch ging es den ganzen ersten Tag nur über die Forststraße und der schöne Loch war hinter Bäumen versteckt. Auch danach viel Forststraße. Glen Affric wird wohl häufig das schönste Tal Schottlands genannt, aber das konnte ich nicht so richtig nachvollziehen. 3 Tage waren auch viel zu viel für die Strecke und unser Abschnitt wäre in 2 Tagen viel besser gewesen. Aber wir hatten uns auf den Campingplatz in Morvich nach drei Tagen zum Geräteladen und Essen eingestellt. Hm.

    Ich glaube, wenn man vom WHW und Camping an den Hostels oder auf Campingplätzen kommt, ist der Affric Kintail Way ein super nächster Schritt, um sich ans Wildcampen heranzuwagen. Um es wilder zu haben, muss man aber wohl wirklich weg von den ausgeschilderten Wegen (eigentlich logisch, aber da war wieder das Problem mit wenig Zeit für die Planung ^^)

    Dafür waren die nächsten drei Tage einfach richtig super wundervoll toll. :love:

    Wir waren Anfang September da. Ich fand es nicht wirklich voll, nur der Old Man of Storr war voll. Ansonsten ein paar mehr Leute im Norden und auf der Trotternish Ridge gesehen, aber die restlichen Wege waren recht einsam. Wir haben eigentlich immer super tolle Plätze zum Wildcampen gefunden, nie war was weg, nie hat wer verzweifelt gesucht.

    Ich empfehle den Weg von Süd nach Nord. Ich find Rubha Hunish ein ganz tolles Ziel zum drauf Freuen, da kann man schön entspannen und nach Walen Ausschau halten (wir haben zumindest Adler gesehen). Broadford als Ende stelle ich mir eher enttäuschend vor.

    Wir haben im Coop in Portree zwischendurch eingekauft. In Portree gibt es auch ein paar Möglichkeiten zum Essen (unsere erste Wahl war voll, also ggf. reservieren). Da war auch ein sehr netter Pub direkt über dem Coop für ein Gläschen Whisky.

    In Elgol gab es auch einen sehr kleinen Laden. Kurz vorm Ende im Norden gibt es eine Jugendherberge, die hatte zu. Auch der Weg, der dort lang geht, war versperrt. Aber man kann auch am Hotel vorbei (wir hatten draußen lecker Kaffee in der Sonne) und dort führt der Weg auch zurück auf den Skye Trail.

    Wir konnten an unserem Regentag problemlos in Portree auf den Campingplatz. Vielleicht waren wir auch einfach früh genug, ich glaub für Autos war irgendwann voll. Wir waren dankbar für die Waschmaschinen.

    Auf dem Rückweg waren wir zwei Nächte in ein Hostel am Loch Ness. Die großen Busse (auf/von der Insel) würde ich vorbuchen, kann voll werden.

    WonderBär Bis auf wenige Ausnahmen gibt es keine ausgebauten Wanderwege, aber durchaus Trampelpfade. Mal verliert man die auch und muss sich kurz selbst durchschlagen. Aber nicht wirklich querfeldein. The Long Crossing basiert zum Großteil auf existierenden Routen (und auf Karten verzeichneten Wegen), die passend aneinandergereiht sind, um die Insel in einer Reihe zu überqueren.