Klasse Teil, vor allem sehr schick. Ist das das 133g/qm 200 x?
Danke! Ja genau, das Ultra 200x mit 133g/qm.
Klasse Teil, vor allem sehr schick. Ist das das 133g/qm 200 x?
Danke! Ja genau, das Ultra 200x mit 133g/qm.
Gefällt mir richtig gut! Wie hast du die Schultergurte gemacht?
Danke!
Tja, ich hatte zuerst viel mit Schnittmustern aus dünner Pappe versucht, mir am eigenen Leib einen Schnitt zu erstellen. Das hat nicht gut funktioniert, so dass ich mir als Absprungsbasis das Schnittmuster von Learn MYOG gekauft und dann an meine Vorstellungen angepasst habe.
Den eigentlichen Nähprozess habe ich sogar gefilmt. Aber da das Filmen soviel zusätzliche Arbeit macht, hatte ich als es an das Nähen des Korpus ging keine Lust mehr. Aber vielleicht schneide ich demnächst noch ein simples Video nur zu den Schultergurten zusammen. ![]()
Können jene welche die T8 Commandos besitzen mal was zu ihren Größen berichten? Wie groß/schwer seid ihr, was tragt ihr normalerweise für ne Boxershort Größe und welche bei der T8 und wie sitzt die dann bei euch (eng, weit, genau richtig)?
Also ich trage die T8 in Größe L bei 179cm und zwischen 80 und 90kg, je nach dem ![]()
Das Material der T8 ist super elastisch, ähnlich einer Feinstrumpfhose.
Hallo MYOG-Interessierte,
ich wollte hier noch meinen Anfang 2024 genähten Rucksack vorstellen. Er ist dem Prinzip meines vorletzten Rucksacks sehr ähnlich, aber hat nun keinen Hüftgurt mehr, sondern Schultergurte im Running-Vest-Style. Ich wollte mal ausprobieren, wie sich das so handhabt und trägt.
Als Hauptmaterialien kommen diesmal Ultra200X und das Ultra-Mesh zum Einsatz. Der Korpus hat wieder eine simple kubische Form mit Rolltop, das hat sich für mich bewährt. Das Volumen wird irgendwo zwischen 25 und 35 Litern liegen, je nach dem wie voll man ihn packt. Dazu kommen die beiden seitlichen Außentaschen, in die jeweils zwei 1l-Wasserflaschen passen, eine große Meshtasche an der Front und eine am Boden.
Insgesamt bringt er 470g auf die Waage, leider etwas schwerer als gehofft. Aber nun erstmal ein paar Bilder:
Das Volumen passt mit Essen für 4-5 Tage auf Frühling/Sommer/Herbst Touren bestens für mich. Mit knapp 4kg Baseweight, Essen und sagen wir 2 Litern Wasser lässt er sich super angenehm tragen. Aber ich hatte im Sommer auch schon 3-4 Liter dabei mit einem Luxusbaseweight von ca. 5kg, das ging auch noch erstaunlich gut, aber Nachmittags stellten sich dann doch die ersten Verspannungen im Schulterbereich ein.
Über der Tasche für die Trinkflaschen liegt noch eine weitere, in die man über den Reissverschluss z.B. seine Geldbörse verstauen kann. Darüber etwas tiefer eine weitere, die bis hinten zum Rucksackkorpus geht. Dort kann man noch allen möglichen Kleinkram reinstecken, z.B. Snacks, ne Actioncam, oder oder...
Unten drunter die Bodentasche mit seitlichem Eingriff. Dort verstaue ich immer meine Tagesration an Snacks.
Ansonsten gibt es allerlei Schlaufen und Gebamsel, um alles Mögliche zu befestigen: Regenschirm, Trekking Poles, Eisaxt, Kamerastativ, etc.
Insgesamt habe ich jetzt 2 kürzere und eine längere Tour mit dem Teil gemacht und bin insgesamt sehr zufrieden. Nur mit dem Gewicht bin ich nicht ganz glücklich und das Ultra-Mesh ist ein wenig zu fest/wenig elastisch für den Einsatz an den Schultergurten.
Wer sich einen Eindruck von dem Teil in Aktion verschaffen möchte, kann dies zum Beispiel mit diesem Video machen:
Ich bin schon mal vor den Mücken an der Aktse Hütte geflohen, auf der anderen Seite des Sees aufgestiegen bis wir gegen Mitternacht über der Baumgrenze waren und der Wind die Mückenwand um uns herum auflöste.
Oh oh, so schlimm war es bei mir zum Glück nicht, auch wenn die Biester rund um die Hütte schon ziemlich zahlreich und nervig waren...
Wasserdesinfektion: DUO
Das müssten diese hier sein. Nutze ich auch ![]()
Ich arbeite ja sehr gerne auf dem Boden.
Uii, echt? Das mache ich zur Not auch mal, aber Knie und Rücken finden das schnell uncool...
Vielleicht fragst du auch nochmal Snuggelz nach dem Steinbruch im Solling. Dort sind nämlich der "Küchenraum" mit Tischen und jede Menge Biertischgarnituren, die "unter Dach" im Freien aufgestellt werden können, im Preis mit drin.
An sich nicht schlecht, aber wenn schon nur leichter Wind geht, wird es sehr nervig. Spreche aus Erfahrung, da ich gerade die aktuellen Zuschnitte mangels Platz im Haus draußen unter dem Carport gemacht habe... Da wäre mir zum eigentlichen Arbeiten ein geschlossener Raum lieber. Ach, und gutes Licht muss er haben!
Cool, wieder ein sehr schöner und gut durchdachter Pack von dir!
Aber: Wie bist du ans Aluula gekommen?
Zuletzt hattest du Folgendes zu dem Material geschrieben:
Leider ist ein Bezug privat defacto derzeit unmöglich und von Aluula auch wohl derzeit nicht gewünscht.
Und eine zweite Frage: Welchen Stretch-Stoff verwendest du für die Taschen an den Schultergurten? Und wie robust ist der deiner Meinung nach?
Tag 14
Meine heutige Etappe ist bis zur Aktse Fjällstuga geplant. Ich freue mich schon darauf, da es heute größtenteils durch den Sarek Nationalpark gehen wird.
Aber zuerst ist die übliche Morgenroutine dran und dann mache ich mich auf den Weg. Zunächst geht es weiter durch den niedrigen Wald mit der sehr herausfordernden Wegbeschaffenheit, aber bald wird es etwas besser und es geht wieder bergauf Richtung Fjäll. Über ein paar Felsen und ich bin wieder über der Baumgrenze. Über eine Art kleinen Pass laufe ich auf Fjällhöhe auf ein Flusstal zu.
Der Weg verläuft weiter parallel zum Flusstal und es entwicklen sich immer spektakulärere Aussichten:
Immer wieder muss ich stehenbleiben und staunen, versuche die fantastische Aussicht auf Foto zu bannen. Aber alles wirkt nicht ansatzweise so gut, wie in echt vor Ort.
Leider hat dieser sensationelle Höhenweg nach ca. 4km auch sein Ende und es geht wieder hinunter in den Wald und alles Aussicht ist weg. Immerhin sind gelegentlich in der Ferne noch Bergspitzen auszumachen, hinter denen sich der berühmte Skierfe im Dunst verbirgt.
Nach etwa 5km durch den Wald erreiche ich das Seeufer. Bis ans andere Ufer sind es grob 3km, also scheidet Rudern für mich aus und ich warte auf das Motorboot. Es fängt kräftig an zu regnen und ich bin froh, dass es wieder eine kleine Schutzhütte zum warten gibt. Als das Boot ankommt, haben sich noch ein paar mehr Wanderer eingefunden und wir alle besteigen in voller Regenmontur das Boot. Auf der anderen Seite geht es noch gut 800m durch sehr hohes Gras und Blumenwiesen zur Aktse Hütte. Inzwischen bin ich durch das längere Warten, die Bootsfahrt und den Regen ziemlich ausgekühlt. Alles trieft vor Nässe und im Umfeld der Hütte gibt es nur noch wenige freie Zeltflächen.
Jetzt gewinnt mein innerer Schweinehund die Oberhand und ich Frage nach einem freien Bett. Und ich habe tatsächlich Glück - eines ist noch frei! Also ziehe ich in die zugewiesene Hütte ein, freue mich am warmen Ofen und hänge meine durchgeweichten Klamotten zum Trocknen auf. Mit im Raum sind noch sieben andere Wanderer*innen, darunter auch der junge Franzose A. und sein Kumpel, die ich seit dem Sami-Dorf immer wieder treffe. Er ist von seinem Zuhause in der Bretange aus losgegangen und möchte bis zum Nordkap. Wir machen es uns gemütlich, quatschen und kochen.
Ich habe mir noch etwas Brot, Preiselbeeren und Wurst im Hüttenshop gekauft. Dann wird es langsam Bettchen-Zeit und alle verziehen sich so langsam in die Doppelstock-Betten.
Das Bett ist bequem, es ist warm und trocken, draußen prasselt der Regen. Alles gut? Nein. Leider sind zig Mücken in der Hütte und ständig ist das hohe Summen zu hören und man wird attackiert. Schließlich gebe ich es auf, die Biester erschlagen zu wollen, es sind zu viele und ich will die anderen nicht noch mehr mit meiner Jagt stören. So versuche ich mich bestmöglich im Quilt zu verstecken und schlafe irgendwann ganz spät auch endlich ein.
Christian, wie siehst Du das, hättest Du Zeit und Lust sowas mit mir zusammen zu betreuen?
Ja gerne! So Aktionen finde ich immer klasse
Erinnert mich an die alten MYOG-Treffen bei Andi oder bei mir.
Wenn genug Interesse hier besteht ist wahrscheinlich eine geeignete Location die größte Herausforderung. Bei Tarps/Tarptents braucht man schon sehr viel gute Fläche. Der eine Zuschneidetisch von 1,5x3m war bei Andi und bei mir stets das Bottleneck, so dass ich für mindestens 2 Zuschneidetische dieser Größe plädiere. Plus genug andere Tische fürs Kleben und Nähen. Dazu eine Wiese, auf der man die Vorbilder und Nachbauten sowie Übernachtungsbehausungen aufbauen kann.
Muss das unbedingt DCF sein bei deinem Schnitt? Oder tut's auch anderes Material?
Ich bin gerade dabei die V2.0 von meinem Penta-Mid zu bauen, eines in DCF und eines in SilPoly. Das dauert aber noch eine Weile bis ich beurteilen kann, ob das wirklich taugt ![]()
Tag 13
Wanderkollege G. ist schon früh aktiv und so quäle ich mich auch aus der warmen Daunenwolke. Frühstücken, packen, Zelt abbauen und los geht es Richtung Bootsanleger. Da wir nicht einschätzen konnten, was für eine Wege-Qualität uns erwartet, sind wir mit viel zeitlichem Puffer gestartet, um sicher das 10 Uhr Boot zu kriegen.
Durch Lappländischen Wald geht es immer weiter runter hinab zum tiefsten Punkt des Kungsleden. Am Wegesrand steht ein Schild zu den verschiedenen Boot-Transfer-Möglichkeiten und wir melden uns telefonisch schon mal an.
Gegen kurz nach 9 Uhr sind wir dann auch schon an einer kleinen Schutzhütte, in der man auf das Boot warten kann. G. nutzt gleich das Angebot für die Pause und geht in die Hütte, ich mache erstmal einen kleinen Abstecher zum Bootssteg, der erst nach 100m sehr matschigem Pfad in Sicht kommt.
Zurück an der Hütte ist noch win weiterer Wanderer aufgetaucht, mit verdächtig kleinem Rucksack im Trailrunning/Fastpacking-Style. Ein junger Schwede, Mitte/Ende 20 würde ich schätzen. Wir machen es uns in der Hütte gemütlich und schnacken über alles mögliche, bis es Zeit wird wieder zum Bootssteg zu gehen. Das Boot kommt auch sehr pünktlich und wir verlanden die Rucksäcke und rüsten uns mit Schwimmwesten aus.
Zunächst geht es sehr langsam durch die Bucht, das Wasser in sehr flach, nicht mal Hüft-tief schätze ich. Dann geht es durch einen natürlichen grünen Kanal auf den größeren und tiefen Fluss mit Vollgas Richtung Kvikkjokk. Der sehr freundliche Kapitän mach noch einen kleinen Abstecher zu einer weiteren Flussmündung, aus der milchig-blaues Gletscherwasser strömt, wie er uns erklärt.
In Kvikkjokk angekommen bezahlen wir die Überfahrt und machen uns auf den Weg zur Fjällstation. Ein Gebäudekomplex in typischen Schwedenrot neben einem reißenden Fluss. Doch für die Schönheit der Natur habe ich erstmal keinen Blick, sondern möchte dringend erstmal Duschen und was "Richtiges" essen. Die Rezeption ist schnell gefunden und ich bekomme den Schlüssel zu den Duschen. G. checkt für eine Nacht ein, er möchte mal wieder in einem Bett schlafen. Der junge Schwede möchte wie ich später weiter laufen, allerdings nicht auf dem Kungsleden sondern einem anderen Weg. Wir breiten uns erstmal im Gemeinschaftsraum an einem Tisch aus, hängen die Elektronik an die Ladegeräte und ich verschwinde in die Dusche. Was soll ich sagen - eine Wohltat!
Anschließend wasche ich noch meine Wäsche und bin überrascht, dass sie quasi trocken aus der Maschine kommt. Anscheinend ist da ein Trockner mit eingebaut. Richtig gut! Schön sauber gehe ich dann auf Shoppingtour im Minishop der Fjällstation. Leider ist das Angebot recht enttäuschend. Es gibt zwar eine gute Auswahl an Tüten-Trekking-Trockenfutter und Snacks, aber ich finde nix zum Frühstücken. Kein Müsli, kein Porridge, kein Brot oder Aufstrich... am Ende nehme ich einen Stapel Flapjack-Haferflockenriegel.
Dann ist es endlich Mittag und die Küche der Fjällstation macht auf. Wir bestellen und alle den gemischten Salat:
Frisches echtes Essen, ein echter Genuss!
Schließlich hocke ich mich noch in eine Ecke und nutze den Mobilfunkempfang, um meine Rückreise zu buchen. Inzwischen kann ich ganz gut abschätzen, wie lange ich noch für den weiteren Weg benötige. Von Abisko finde ich eine Nachtzugverbindung nach Stockholm, dann weiter mit dem Flieger nach Berlin.
Danach sammle ich wieder meine Sachen zusammen und der Rucksack wird gepackt. Vor der Fjällstation hängt eine Waage und der junge Schwede präsentiert stolz sein Rucksackgewicht ohne Essen und Wasser von ca. 7kg. Die Herausforderung nehme ich an und hänge meinen Rucki dran - 5kg. Da ist das Staunen groß bei dem Schweden und er fragt, ob ich auch mit Zelt, Isomatte und co. unterwegs bin... ![]()
Der Abschied fällt schwer, aber am Ende geht jeder seines Weges. Ich möchte noch ca. 15km bis zur Partestugan weiter laufen und mache mich auf. Zunächst geht es auf einem gut zu laufenden Weg an einem großen Parkplatz vorbei, weiter durch den Wald, über einen Fluss. Doch dann wird der Weg kontinuierlich schlechter, bis ich nur noch fluche. Vielleicht liegt es daran, dass ich doch schon etwas müde bin, aber es geht nur noch im Schneckentempo über die felsige, wurzelige, matschige Schneise im Wald, die hier den Kungsleden darstellt. Hier ein Bild von einem Abschnitt mit besserer Qualität ohne Wurzeln und Matschgruben:
Manchmal gibt es auch kleine Blech-Bäume zu bestaunen ![]()
Ich schleppe mich so weiter vorwärts, bis ich an einem Seeufer von einem Vater mit seinem Sohn angesprochen werde. Die beiden haben auch das sehr langsame Vorankommen auf diesem Abschnitt unterschätzt und schaffen es nicht mehr bis zur Partestugan, wo sie zwei Betten reserviert haben. Ich verspreche dort Bescheid zu sagen, dass sie in der Hütte nicht mehr mit den beiden rechnen müssen und die Betten anderweitig vergeben können.
Ich schleppe mich weiter und weiter, nochmal über einen beeindruckenden Fluss, dann weiter durchs Grün. Irgendwann kommt tatsächlich das Schild zur Partestugan, endlich! Leider fängt es auch an zu regnen, doch ich suche erst den Hüttenwart, der sich als nette junge Frau herausstellt. Ich gebe ihr Bescheid zu den beiden Wanderern, die heute nicht mehr kommen. Dann suche ich mir einen Platz für mein Zelt, schlüpfe gleich rein, esse etwas und lege mich erschöpft hin.
Wenn dem wirklich so ist, und weit und breit kein Flugplatz zur Verfügung steht, würde das einiges erklären...
Das ist auch bei anderen Garmin-Produkten ein Problem, z.B. bei den Uhren wie Fenix. Die Wettervorhersage dort ist praktisch auch unbrauchbar, wenn man nicht direkt an einem Flughafen steht. ![]()
Als Alternative findet sich immer mal wieder TOPO zB der Pursuit. Wie sind da eure Erfahrungen?
Den Pursuit Gen1 hatte ich mir auch geholt, weil ich viel Gutes darüber gehört hatte. Ich laufe auch sehr gut darin, gefühlt hat er auch mehr Fußbett und hat eine steifere Sohle als die Lonepeak 5 bzw. 6, die ich sonst so verwende. Bisher hält er bei mir seit geschätzt 4-500km sehr gut, aber nach viel Laufen auf Asphalt im Sommer zeigen sich schon deutliche Abnutzungserscheinungen am Profil. Mein Altra Lonepeak 6, den ich auch gut 500km z.B. auch den ganzen Kungsleden getragen hatte, sieht aber noch genauso gut aus. Beide keine Löcher im Mesh und ähnlicher Verschleiß am Profil.
Folgende Wertung würde ich machen:
Der Pursuit Gen2 soll ja nun ein empfindlicheres Meshmaterial verpasst bekommen haben, aber ich weiß noch nicht, ob sich damit die hohen Mehrkosten ggü. Altra noch lohnen...
Tag 12
Gut erholt esse ich mein Frühstück und baue das Zelt ab. Heute soll es bis in die Nähe des Bootsanlegers nach Kvikkjokk gehen, von dem dann morgen um 10 Uhr das Boot rüber fährt.
Also geht es erstmal weiter durch den lappländischen Wald, vorbei an einem See, an dem auch ein weiterer Campspot gewesen wäre.
Stellenweise ist der Weg durch kleine Büsche und Bäume zugewuchert, was das Vorankommen leicht erschwert.
Nach einem Rentier-Gatter geht es noch eine Weile weiter durch den Wald, bis der Weg immer mehr Richtung Fjäll ansteigt. Parallel zu einem Fluss geht es bergauf.
Puh, da kommt der Motor wieder gut auf Touren, aber es ist nur kurz etwas steiler und oben belohnt der Ausblick zurück über die weitläufige Seenlandschaft, die ich gestern durchquert habe.
Hier treffe ich wieder auf das schwedische Geschwister-Paar aus Bäverholmen, aber wir schnacken nur kurz, da die beiden erstmal abseits vom Trail einen Kaffee mit Aussicht zubereiten wollen. Mir fehlt dafür das Wasser, für den Aufstieg habe ich mir nur einen kleinen Schluck mitgenommen. Also weiter die letzten Meter hoch.
An der Bergflanke entlang geht es weiter über das Fjäll. Mein letzter Schluck Wasser ist getrunken, aber der große Durst noch da. Nur gibt es hier nicht wie sonst überall kleine Bäche. Durstig geht es weiter und ich schiele gierig zum Restschnee auf dem Berggipfel. Immerhin verziehen sich die dunklen Wolken und die Sonne kommt raus.
Irgendwann höre ich von vorne ein Rauschen. Ich laufe schneller - Wasser! Endlich ein kleiner Fluss in Sicht, schnell die Flasche eingetaucht und getrunken. Was für eine Wohltat! Ich nutze den schönen Ort und das schöne Wetter erstmal für eine kleine Mittagspause.
Ausgeruht und frisch gestärkt geht es weiter, es geht wieder bergab. Nach ein paar Kilometern stoße ich auf eine große Hängebrücke, die über einen großen Fluss namens Tsielejåkka führt. Dort gibt es auch eine gleichnamige Schutzhütte (Tsielejåkkastuga) und am anderen Ufer auch möglichkeiten zum Zelten. Ein paar Körner habe ich aber noch im Tank und möchte heute noch näher an den Bootsanleger kommen, um morgen nicht allzu früh aufstehen zu müssen.
Hinter der Brücke geht es erstmal wieder höher ins Fjäll, um dann nach ein paar Kilometern wieder in lichten Wald einzutauchen.
Bei mir stellt sich wieder die Erschöpfung ein und die letzen wenigen Kilometer ziehen sich eine gefühlte Ewigkeit. Irgendwann finde ich endlich den im Wanderführer versprochenen Campspot und ich suche eine gute Stelle für mein Zelt. Das ist gar nicht so einfach, die kleine Lichtung ist eng, steinig und durch die Nähe zu einem See ist der Boden sehr feucht.
Schließlich habe ich das Zelt ganz gut plaziert, da kommt ein ebenfalls erschöpfter G. um die Ecke getaumelt und freut sich, dass auch er es für heute geschafft hat. So trifft man sich wieder!
G. muss sich jetzt jedoch mit einem weniger guten Stellplatz zufrieden geben. Egal, es ist, wie es ist. Wir kochen dann unser Abendessen und schnacken noch eine Weile, genießen den Ausblick auf den See und verabreden und für morgen früh, um gemeinsam zum Boot nach Kvikkjokk zu gehen.
Tag 11
Der Plan war eigentlich vor 6 Uhr aufzustehen und zusammen mit den anderen Hikern früh auf den Trail zu starten. Naja, es kommt ja immer anders als geplant... Durch mein Oropax hörte ich nämlich meinen Wecker nicht und schlafe etwa eine Stunde länger. Als ich dann den Kopf aus dem Zelt rausstrecke, sind die anderen schon weg. Also frühstücken, abbauen und hinterher.
Es dauert etwas, bis ich den Ausgang aus Vuonatjviken und den Kungsleden wieder finde. Zunächst geht es durch Grün, Modder und Gestrüpp in Richtung des ersten Highlight des Tages - der Polarkreis. Langsam aber stetig geht es wieder höher und der Wald wird lichter. Und plötzlich ist es soweit. Ein unscheinbares Holzschild markiert diesen besonderen Punkt.
Die einsame Feier fällt kurz und bescheiden aus und ich mache mich weiter auf den Weg. Nach dem kurzen Tag gestern will ich heute noch oderntlich Kilometer machen. Kurz hinter dem Polarkreis quert der Weg einen kleinen Fluss und ich fülle meinen kleinen Trinkwasservorrat auf, der inzwischen nur noch aus einer 0,5 l Flasche besteht. Vor mir liegt der Anstieg ins Fjäll und es beginnt wieder leichter Regen.
Oben erwartet mich nach einigen Kilometern das zweite Highlight des Tages: Rentiere! Bisher hatte sich nicht eines der Tiere blicken lassen, nun erspähe ich die ersten Tiere in der Ferne. Es stellt sich als kleine Gruppe heraus, die in Richtung des Trails zieht. Wir kommen uns immer näher und ich nehme etwas Tempo raus, um etwas Abstand zu wahren.
Fasziniert bleibe ich eine ganze Weile stehen und mache ganz viele Fotos. Dies sollte dann leider meine einzige Begegnung mit diesen Fjällbewohnern bleiben.
Weiter geht es und schließlich knickt der Weg wieder rechts runter vom Fjäll in Richtung eines weiteren Seengebietes ab.
Am Wegesrand eine alte, etwas andere Schutzhütte, in der auch ein paar Leute rasten. Ich will nicht stören und laufe dran vorbei.
Landschaftlich jetzt wieder sehr abwechselungsreich mit Bächen, Seen, Felsen und Büschen.
Dann geht es weiter runter zu den größeren Seen.
So langsam ist auch mein Akku leer, etwa 27km stehen schon auf dem Tacho, aber ich muss mindestens noch 3km in der Nähe des Seeufers entlang zum nächsten Campspot. Der Weg macht es mir nicht einfach, recht zugewachsen durchs Gestrüpp und wieder viele matschige Stellen.
Endlich finde ich direkt an einem Fluss, der abenteuerlich durch einen gewundenen Felskanal rauscht, einen Campspot. Froh baue ich mein Zelt auf und habe Mühe, meine Beine nochmal zum Wasserholen zu motivieren. Schließlich ist auch das geschafft, das Essen fertig, der Magen gefüllt und ich falle erschöpft auf die Xlite. Der Fluss singt das Gute-Nacht-Lied.
Aluula lässt sich tapen - Ultra TNT Tape hält und es gibt auch von Aluula selbst UHMPWE-verstärktes Tape.
Hattest du das schon mal in den Fingern? Kennst du eine Bezugsquelle für Privatmenschen?
Über einen Post auf /r/MYOG bin ich gerade über "Teijin Technoforce® Steel" gestolpert. Es scheint ein neuer UHMWPE-Rucksackstoff zu sein. (?)
Hier gibt's das in den USA zu kaufen: https://thinkecofabrics.com/products/super…ic-uhmwpedd1191
Oder in Japan: https://yoshinaga.base.ec/items/87315075
Wirkt wie ein Gewebe aus 100 % UHMWPE, nicht nur zur Verstärkung (wie bei UltraGrid) und auch nicht als Laminat (wie bei Ultra oder DCF). Gewicht liegt bei nur 104g/m2.
Ich finde solche Entwicklungen immer sehr spannend. Vielleicht bekommt Ultra noch etwas Konkurrenz?
Aus den bisherigen Quellen kann ich aber nicht beurteilen, ob man hier wirklich Vorteile ggü. Ultra hat. Eines der wenigen Konkurrenzprodukte, das versucht die Schwächen von Ultra anzugehen, ist ja Aluula.
Ob das Teijin-Zeug da jetzt auch laminiert ist, keine Ahnung. Zumindest "coated", was mich etwas wundert. Irgendwo steht was von PU-beschichtet, was meiner Erfahrung nach nicht wirklich gut auf UHMWPE hält, auch beim Venom hält die TPU-Beschichtung nicht lange gegen Abrieb und die weiße Faser guckt raus. Auch beim Gewicht ist es nicht deutlich besser als Ultra100X, hier hat Aluula die Nase weiter vorne.
Zum MYOGen steht bei mir weiter Ultra ganz oben. Man bekommt es auch als Normalsterblicher, man kann es einfach nähen und easy tapen und ist somit wasserdicht. Aluula scheint man nur schweißen zu können, wenn es wasserdicht sein soll und Teijin Steel scheint sich mehr wie ein PU-Nylon zu verhalten.
FlexTail Zero Pump:
Hersteller: FlexTail (China)
Gewicht: 99 g
Die Zero wiegt 60g incl. Mattenadapter und Akku.