5. Grund
Landmannalaugur. Man kann da gut paar Tage rumschlenkern, ohne dass man auf den berühmten Trail muss. Jedenfalls muss man nicht gleich und überhaupt. Irgendwo Seitentalöffnung rein und hoch.
Wos qualmt nicht reintreten und gibt auch Leute, die machen da Fotokurs.
Hatte ich nicht nötig. Bei der ersten Tour war meine Kamera neu und die erste eigene Kamera, komme aus der "keine-Fotos"-Szene. Rucksackgewicht deutlich ü20, aber weder Ersatzakku noch Ladestation bei. Powerbanks gabs noch nicht. Beim Packen hatte mir unser Dauergast aufm Sofa liegend zugeguckt und sich enorm beömmelt bei meinen vergeblichen Versuchen, mein Zeug im extra für "Island!" angeschafften 75+20 Liter Rucki unterzukriegen. Der Rest der Geschichte: zu schwerer Rucki ist ein widrigster Umstand, den man vermeiden kann. In Reykjavik war schönes Wetter gewesen und in Landmannalaugur standen paar wenige arg gebeutelte Zelte und hinter der Windschutzmauer paar teetrinkende Zausel in dem Alter wie ich jetzt und erzählten, da schon seit ein paar Tagen zu stehen und noch paar Tage warten zu müssen und wir nach nem halben Tag nass in den nächsten Bus nach Skaftafell, wo schönes Wetter war.
Die Fotos zu #5 (edit: jetzt #6, kann passieren bei Overtourism) hier zwei Jahre später. Seit ich mal beim Blättern in einem Buchladen Fotos von hier gesehen hatte, war klar, dass ich hier mal hinmusste. Wie der Ort hiess, hatte ich mir nicht gemerkt. War auch nicht nötig. Wer den isländischen ÖPNV nutzt, landet unvermeidbar früher oder später hier. Und damit wäre ich ein paar meiner dauerhaften Lieblingsfotos schon mal los und mittendrin im Reisebericht. Für die Fortsetzung will ich erst mal Wochenende Wolfgang Müllers Island-Bücher raussuchen.
Wer weitere Gründe ergänzen mag, nur zu, welcome!
Edit: Wolfgang-Müller-Bücher-suchen ins nächste Jahr verschoben. Aber wer noch ein gutes Buch zu Weihnachten sucht ... kann ich empfehlen.