ja, es ist mit ziemlich viel Rumsurfen im Internet verbunden. Ich rede von (zuletzt) Friaul, östlichen Dolomiten, Piemont, Schottland und Norwegen und jeweils Vor- bzw. Nachsaison oder völlig entgegen den üblichen Touri-Zeiten. In der Saison ist a) mir zu warm und b) seit ein paar Jahren wohl überall voll, overtourism.
In der Nachsaison bedarf es ggf. einiger Überredungskünste, weil Leute ihre Buden nicht nochmal aufsperren wollen. In Italien hatte es im Oktober mal geholfen, mit der Tür ins Haus zu fallen: "Wir sind ohne Auto und stehen schon vor der Tür [am Ende eines Starkregentages]. Wir sind Wanderer und brauchen keine Heizung.". Die Bude stand im Internet, wir hatten mal wieder kein Bock mehr auf Zelten und unmittelbar vorher fürs gleiche Dorf schon mehrere telefonische Absagen bekommen ("nö, schon zu bis Winter...") und die Hotels waren auch schon zu bzw. hatten Betriebsferien. Waren dann zwei Tage in der FeWo, keine Endreinigung, möglicherweise auch keine Steuern.
In Norwegen gibts reichlich Campings mit Klein(st)-Hütten für zwei. Und FeWos hier und da, auf die man sich allerdings vorher festlegen muss. Auch in Schottland hatten wir die Unterkunft für die erste Woche fast ein Jahr vorher gebucht (sonst findet man nur Teuerstes). Nach der Tour ist vor der Tour.
Für die Alpen tauchen mittlerweile bei gugel beim Reinzoomen in die Karte auch Biwaks mit Foto anklickbar auf, wenn man Unterkünfte sucht. Sind oft eigentlich unbewirtschaftete Hütten.
Ist die Frage, ob man ausser Zimmer auch noch Dusche braucht und bereit ist, sich zur Not "irgendwo" abzulegen (ablegen kann), also SchlaSa, Matte und irgendein Beutel gegen Dreck drumrum dabei hat.
Das mit "Können" (iwo ablegen können) meine ich im Hinblick auf körperliche Beeinträchtigungen, Alter usw.. Wir haben jetzt mehrmals als Gruppe mit Person(en) deutlich ü80 so geplant: unschwere Anreise an gut angebundenen Ort mit möglichst abwechslungsreichen Verkehrsmitteln, dort 2 Nächte (Nacht zum Ausschlafen mit anschliessendem Tag zum rumbummeln/spazierengehen), dann 1 Woche feste Unterkunft (Bude mit bestem Blick, billigst und Ort mit ÖPNV und Supermarkt nicht weiter als 3 Km und genug Tageswanderungen für 1 Woche und iwas Interessantem in der Nähe für Mistwetter, in der Woche 1 Ausflug mit möglichst kostenloser Übernachtung woanders (damit man 2 Tage leichte "Strecke" wandert), Tagesaktivitäten je nach Kondition auch paar Tage getrennt und dann Trennung (wir Wandern / Rest der Gruppe zwei feste Unterkünfte mit ÖPNV und kurzen sehr leichten Wanderstrecken dazwischen, die zweite Unterkunft/Zielort erst vor Ort entschieden (genauso wie das Gelände durchschaut man den ÖPNV ja bestenfalls erst vor Ort). Zum 75. hatten wir als Gruppe noch ne Zelt-Wandertour gemacht. So ähnlich kann man auch ne Woche überall hinkriegen, denke ich.
Und: "iwo ablegen" ist eigentlich nur nötig, wenn man es genau darauf anlegt. Augen auf und Abhängen in der Bar, fragen, wer was weiss - bisher fand sich immer auch spontan eine Übernachtungsmöglichkeit, selbst beim Anschein komplett "hochgeklappter Bürgersteige" öffnete sich ieine FeWo, wenn wir eine suchten.
Ich bevorzuge "Möglichkeiten", nicht "Strecke" und nicht Detailplanung. Bisschen was zu knabbern für alle für unterwegs packt man als Überraschung für alle anderen ein. Geht auch paar Tage ohne Restaurant.
Norwegen die Hütte für die Woche kürzlich war 20.-- E pro Kopf pro Nacht und perfekt. 2 SchlafZi und Schlafboden, alles da.