Interessieren würde mich das ganze erst als Gesamtkonzept mit einem Hersteller, der ein Bike rausbringt welches genau auf die Problemstellung zugeschnitten ist. Am besten natürlich das ganze werlzeuglos …
Das gibts schon. Das nennt man dann … ein Faltrad. Eine tolle Fahrradart, ich hab selber eines der besten (Birdy Rohloff). 😉
Das ist hier aber nicht das Ziel. Ich will mein Rad fahren, also genau das was perfekt zu mir passt weil ich es gezielt ob seiner Eigenschaften gekauft und jahrelang auf meine Bedürfnisse optimiert habe.
Einer der besten Wege, meinen Roller zu verstehen ist als Meta-Faltrad. Die Falt-Eigenschaft ist losgelöst von bzw zusätzlich zu allen bisherigen.
und weitgehend gewichtsneutral.
Hier beginnen wir uns von der Realität zu entfernen: Falträder haben bei annähernd gleichen Fahreigenschaften immer signifikantes Mehrgewicht. Und „annähernd gleichen Fahreigenschaften“ ist noch sehr wohlwollend formuliert. Es gibt kein Faltrad, welches einem vollgefederten MTB das Wasser reichen kann. Und dann kommen pro spezifischem Rad noch etliche weitere Aspekte dazu, die dafür sorgen dass manche Leute genau dieses kaufen. Ähnlich sieht es mit Rädern in anderen Domänen aus.
Ansonsten denke ich, es wird eine Frage des Preises sein.
Wie alles. Den Preis habe ich hier bewusst nicht reingeschrieben, sonst verletze ich Forenregeln. Den Ausweg mit dem Marktplatz spare ich mir, die Einträge da laufen immer nur einen Monat. In meinem Post auf mtb-news steht der Preis mit drin. Du wirst feststellen, dass er deutlich niedriger ist als der, der selbst für ein sehr einfaches Faltrad aufgerufen wird.
Wenn ich dein Produkt richtig verstehe verbessert bzw ermöglicht es die Rollbarkeit, ich glaube aber das ist nur ein Nebenaspekt für viele.
Das ist tatsächlich nur einer von mehreren Aspekten, aber natürlich der offensichtlichste. Wie in meinem letzten Post geschrieben: „Bequem rollbar gezogen oder geschoben, stabil (während des Zerlegens ebenso wie fertig), schnelles Zerlegen, geringes Faltmaß“.
Das gesagt mag es auch Leute geben für die die Rollbarkeit sogar ein Ausschlusskriterium ist. Körperlich schwächere / eingeschränkte zB.
Klar ICEs nehme ich dabei nie, Flixbus selten
Dann gehörst du nicht zur Kern-Zielgruppe. Im Regionalverkehr musst du dein Rad meistens gar nicht zerlegen. Je nach Bundesland kostet das Rad auch nichts bis nur ein paar Euro. Falls Du auf Stoßzeiten angewiesen wärst (wo die Mitnahme normaler Räder manchmal verboten, die von Falträdern aber so gut wie immer gestattet ist) oder falls du dein Rad oft genug mitnimmst, dass die Summe der Fahrkarten den Preis des Rollers übersteigt wäre er eventuell wieder interessant.
ich denke die fehlende Rollbarkeit wäre in meinen Anwendungsfällen auch nie ein Showstopper gewesen wenn ich mit demontiertem Rad unterwegs wäre. Sondern das ganze Geschiss was man hat mehrere Teile ständig zu demontieren und zu montieren. Diese Schritte zu vereinfachen halte ich für wichtiger als das Packerl jetzt schieben zu können oder nicht.
Das sehe ich genauso.
Ich war früher mit klassischem Rinko unterwegs. Weil es sonst zu lange gedauert hätte (~30 min) habe ich mein Rad immer nur teilzerlegt. Also Gabel und Lenker dringelassen, „Easy Rinko“ hat es Volker Steger in Ausgabe 34 der Fahrradzukunft mal so schön genannt. Das war dann ok vom Aufwand (~15 min), bedeutete aber ein großes, nur lose verschnürtes Paket. Kann man machen, ist aber nicht optimal. Die Schlepperrei mit allem Gepäck ist lästig aber irgendwie ging es immer. Ich war so in England und auf dem Hinweg wurde mein Schaltwerk verbogen. Das war nicht so schön.
Durch den klar definierten Zerlege-Prozess, Stabilität die ganze Zeit über und Teile, die gezielt an frickeligen und zeitintensiven Stellen unterstützen macht mein Roller es um eine Größenordnung einfacher. Der Roller ist mittlerweile schneller komplett zerlegt als früher Easy Rinko!
Die Rollbarkeit ist nicht zwingend, aber deutlich angenehmer. Das ist sicher auch der Grund, warum heute fast nur noch Koffer mit Rollen verkauft werden 