Beiträge von Kay

    Zwischen mir und einem guten Outdoorschlaf liegt meist eine zu schmale Isomatte. Mir rutschen die Arme herunter und die Schulter schmerzen vom Zug nach unten. In kalten Nächten wird es dann noch extra ungemütlich durch die Bodenkälte an den Armen und Händen. Ich hab es versucht mit auf den Händen liegen (bringt Rücken und Schulterschmerzen), in den Hosenbund oder in vorhandene Jackentaschen einklemmen (Hände werden gefühllos und irgendwann werde ich wach, weil sie doch auf den Boden gerutscht sind), unterpolstern mit Rucksack und Rucksackinhalt, der nicht von mir nachts getragen wird. Insgesamt mag ich das tägliche McGyvern nicht, es ist unpraktisch, nervig und das Ergebnis selten zufriedenstellend. Ich fauler Hund mag schon das Matten aufblasen nicht besonders. Am liebsten wäre mir ausrollen und fertig ist eine herrlich breite Liegematte.

    Ich denke also über eine Evazote Lösung nach, die meine TAR Luftmatten ersetzen kann aktuell: 64 cm breite TAR Xlite und Xtherm. Ich habe zum Testen auf zwei Lagen 4mm Evazote auf Parkettboden probegeschlafen. Als Rückenschläfer fand ich das von der Härte akzeptabel.

    Wie viel mm Evazote braucht man denn um die Isolierung einer TAR Xlite zu ersetzen? Der R-Wert der XLite ist 4,2. Exped gibt für die 4mm Doublemat einen R-Wert von 1,2 an: 3 Lagen ergeben 3,6 R-Wert. 4 Lagen ergeben 4,8 R-Wert. Kann man das so rechnen?

    Wären dann die entstehenden 12 oder 16mm Unterlage auch mit einer 10mm Evazote plus 4mm Matte vergleichbar? z.B. eine 10mm Torsomatte, ergänzt um eine 4mm Beinmatte. Da kann bei Kälte auch der Rucksack drunter. Hat hier jemand Erfahrungen gemacht?

    PS: Ja, ich weiß, wie sperrig die Matten sind. =O Aber die Lage ist verzweifelt. :sleeping:

    PPS: Ich habe die blaue Exped Flexmat Plus LW (197* 65cm) getestet. Auch mit 4mm Evazote darüber ist mir das viel zu unbequem.

    Nächster angestrebter Verwendungszweck: April/Mai Schottland. Im März hoffentlich Gelegenheit zu einem Test Overnighter. Im Allgemeinen bevorzuge ich Touren in kühleren Klima.

    DerLandstreicher war das eine drinnen & warm Situation oder eine drinnen & kalt Situation? Mir ist aufgefallen, dass mein X-Boil im Winter deutlich mehr stinkt, als an warmen Sommertagen. Das ist jedoch nur eine anekdotische Beobachtung von 4-5 Sommereinsätzen zu 2 Wintereinsätzen. (Winter= Kocher steht auf einer Schneefläche) Der verwendete Spiritus war jedoch immer der gleiche. Bei Rossmann gekauft. Vielleicht stinkt es auch immer gleich, nur ich merke das in der kühlen Winterluft mehr als an einem milden Sommertag?

    Ich bin für den Winter wieder zurück zu Gas gewechselt. Ich habe keine Geduld für Spiritus bei Minustemperaturen.

    Interessant finde ich FroggToggs Beinlinge als Gamaschen mit normalen Shorts zu kombinieren. Dazu eine längere Regenjacke, die über die Hüfte geht. Oder ein Poncho, wer das mag. Damit könnte ich in der Übergangszeit laufen, wenn es ohne Regen noch Shorts-Wetter hat, aber der Regen schon zu kalt ist für die nackten Beine. Und es bleibt luftig im Schritt. Aktuell packe ich an solchen Tagen meine Windhose als Regensschutz ein. Für einen leichten Schauer reicht es aus. Ich vermute jedoch dass meine Windhose (70g im Packbeutel) leichter ist als Frogg Toggs Gamaschen, die ich ja auch noch irgendwo befestigen müsste.

    Hmmm, vielleicht wären myog FroggTogg Gamaschen eine Lösung für mein dreckige Hosen Problem?

    Vielen Dank für euren sehr hilfreichen Input. Ich muss da noch mal in mich gehen. So ähnlich wie die Luxe Gaiter war mein erster Ansatz, mit der Vermutung zu schwitzig (danke Steintanz ), die von Jurek sehen interessant aus, allerdings auch recht schwer (danke Carsten K. )

    Unter meinen Dirty Girls Gaitern bin ich auch immer dreckig. Der Feinstaub geht durch, ich vermute die feinen Sedimente im Matsch/Modder/Moor auch.

    Konradsky welches atmungsaktives Modell hast du denn und bei welchen Temperaturen benutzt du diese?

    mochilero vielen Dank, sehr interessant. Normaler gehe ich sehr gerne in Shorts. Aber in Schottland wäre das diesen Sommer nichts für mich gewesen. Ich habe genau an einem Nachmittag für ein paar Stunden die Hose hochgekrempelt. Am Strand. Aus Angst vor Zecken bin ich kein Freund von Shorts in Schottland, selbst wenn es warm wäre. Die Kniebundhose & Socken Lösung geistert mir schon seit Jahren als myog Idee im Kopf umher. Nur die Liste an myog Ideen ist soooo lang und meine Zeit so wenig. ;(

    Ich habe solide Goretex Gamaschen für die Berge, aber die sind mir eigentlich fast immer zu warm. Es hat nur noch selten richtig kalte Wintertage, die dann auch noch auf ein Wochenende fallen müssen. Ein Vorgängermodell hier von: https://www.mountain-equipment.de/products/alpine-pro-gaiter Vorher hatte ich so Klopper von Tatonka (in den späten 90ger/frühe Nuller-Jahre gekauft), die waren schon Minuten nach dem anziehen von innen mit Kondens feucht. So gesehen sind die GTX Gamaschen schon besser. Nur halt nicht das was ich mir für Schottland vorstelle.

    Ich habe diesen Sommer die Komperdell Carbon Vario Stöcke getestet und bin sehr angetan. https://www.komperdell.com/de/Carbon-Vari…1942367-14-Tele Ja, in der Farbe. Ja, das ist wirklich so grell. 8)

    • Ein Stock wiegt 212 g (inkl. etwas Dreck), die Schlaufe in Größe L 22g. Gesamt: 234g
    • Ich komme mit dem Schlaufensystem besser zurecht als mit dem von Leki. Sowohl die Schlaufe passt besser zu meiner Hand, als auch das Ein & Auskoppeln fällt mir motorisch leichter.
    • Bin die Jahre zuvor ohne Schlaufen gegangen, weil mich das Gebammsel genervt hat. Es war entweder zu eng oder zu weit, beim Heraus/Hereinschlüpfen musste ich wieder justieren. Und ich schlüpfe häufig aus der Schlaufe raus z.B. um tiefer zugreifen, zum Fotografieren oder im verblockten Gelände. Also habe ich die Schlaufe entfernt. Leider habe ich dadurch manchmal den Stock aus meiner Hand verloren, wenn ich gegen den Stock getreten bin.
    • Dank der Farbe habe ich es bisher geschafft nicht auf die liegenden Stöcke zu treten oder mich drauf zu setzen. Ein Sommer ohne Stockbruch, der Kauf hat sich für mich Grobmotoriker also gelohnt. :D

    PS 1: Als ich nach 4 Wochen in der Salzluft der Outer Hebrides festgestellt habe, dass die Steckverbindung nicht mehr so geschmeidig geht, habe ich den Support von Komperdell angeschrieben, wie ich die Stöcke pflegen kann. Mir wurde angeboten die Stöcke kostenfrei einzuschicken und man würde sie für mich reinigen. :love: Toller Service!

    PS 2: Die Durston Stöcke mit verlängerten Griff und Klickschlaufen wären für mich das nonplusultra. Da ich meine Stöcke meist nur zum Transport in den Öffis zusammenfalte, brauche ich diesen Trailrunner schnickschnack der schnellen Entfaltung gar nicht.

    Im Winter benutze ich Swix X-Tour Carbon Stöcke. Ein Stock wiegt 208g ohne Schlaufe, mit beweglichen Winterteller. Das Modell ist älter und ich habe auf die Schnelle keinen Link gefunden. Vermutlich nicht mehr im Sortiment.

    Schirm und Windweste, kombiniert mit T-Shirt oder Sunhoody mit aufgekrempelten Ärmeln verwende ich gerne bei warmen Regen.

    Bei kalten Regen und wenig Wind, z.B. in den nördlichen Vogesen habe ich mich in einem Poncho sehr wohl gefühlt. Da drunter ein longsleeve ggf. kombiniert mit Windjacke, da Ponchoärmel irgendwie immer zu kurz sind. Interessanterweise finde ich den UH vaude Wanderponcho angenehmer zu tragen. Der Stoff ist steifer als der StS UL Poncho. Letzterer klebt quasi auf der nächsten Schicht, es gibt also keinen Raum für Ventilation um den Kondens von innen abzutragen. Das Problem hatte ich bei dem steiferen Material des UH-Poncho nicht. Der war quasi immer trocken innen, außer am Unterarm (bei Stockgebrauch). Beim StS-Poncho war mir häufig fröstelig, weil meine Zwischenschicht vom Kondens dauerhaft klamm war.

    In Schottland habe ich einen Packcover-Mini-Poncho ausprobiert. Ich bin sehr angetan und plane über den Winter eine myog Version mit optimierter Kapuze, angepassten Rucksackvolumen und etwas mehr Bedeckung über der Brust (plus Bänder unter der Achsel zum stabilisieren im Wind). Dieser hier wars: https://www.walkonthewildside.de/rucksack-zubeh…pack-cover.html Dazu habe ich die Patagonia Torrentshell getragen und war sehr froh darum eine stabile Jacke dabeizuhaben. Ich habe noch die montbell Versalite, aber wenn es so richtig kalt und nass ist, finde ich das zu kühl, klamm, ungemütlich. Als Hose die Berghaus Paclite. Seit Jahren erprobt.

    Bei Schietwetter in den Bergen (Regen, Wind, kälter als 10 Grad) halte ich es wie caficon Embrace the suck. Und verschwinde am Tagesende in einer Hütte oder Unterkunft im Tal. Bzw. versuche Kaltfronten schon im Voraus durch Unterkunft im Tal auszusitzen. Berge bedeutet schwitzen, bei schlechten Wetter bin ich innen, wie außen nass. Auch hier trage ich gerne Poncho, solange es mit dem Wind geht, Patagonia Torrentshell (die gibt mir auch mit Kondens von innen und Nässe außen ein Gefühl von Wärme) sowie die Berghaus Paclite.

    Mit Regenrock habe ich experimentiert, finde es aber für meine Touren zu sehr Nische. Wenn es warm ist und regnet, brauche ich nichts um die Beine, wenn es kalt ist und regnet bevorzuge ich den Schutz am ganzen Bein durch die Berghaus Paclite. Würde ich warme Sommertage mögen, dann könnte ich mir Multiuse Regenrock und Zeltunterlage vorstellen.

    Es hat im blauen Forum mal jemand von einer Tour in Nordschweden (?) berichtet mit dreiviertel Hose plus knielangen Neoprenstrümpfen. Warst das du Stromfahrer

    Ich würde die Entscheidung abhängig machen von den Trockenmöglichkeiten auf der Tour. Daune und Merino würde ich als Leicht- und Vielschwitzer nur einpacken, wenn ich nachts beheizt drinnen übernachte.

    Ich war die letzten Wochenende bei -5 bis 5 Grad unterwegs, mit Sonne, Regen, Schneeregen, Schneesturm, Windstille, böiger Wind, Föhn Wind ... es war sehr wechselhaft. Übernachtung immer drinnen=Zuhause. Jedoch mit langer Mittagspause, zum.essen kochen und weil's draußen schöner ist, selbst bei Schietwetter.

    In Bewegung trage ich Sport BH, Polypropylen Netz T-Shirt, myog Hoody aus 150g/m2 Gridfleece. Und das reicht mir üppig. Meist sind die Ärmel hochgekrempelt. Bei Regen, Schnee oder starken Wind kommt noch eine dünne montbell (Versalite?) Jacke drüber. Pitzips weit offen. Eine Jacke ohne pitzips möchte ich bei um die null Grad nicht tragen wollen.

    Für die lange Pause wechsel ich auf Polypropylen T-Shirt (Liod), ein myog Alpha hoody, Patagonia Micro puff, eine solide Hardshell (Patagonia Torrentshell) Mit alle Lagen bleibe ich auch bei ungemütlichsten Schietwetter warm. Ich vermute das würde mich auch abends im Zelt warmhalten.

    Ich empfinde das Wetter um die null Grad als das herausfordernste Wetter für gute Kleidungswahlen. Daher sind bei dem Wetter auch schwere Teile am Start.

    Ich wünsche dir eine tolle Tour! Mit viel Sonnenschein!

    Ich hatte einen ähnlichen Zeit & Geld Luxus diesen Sommer. Umständehalber habe ich dann keinen großen Thru machen können, sondern war in Italien, Schottland und Frankreich länger unterwegs.

    Ich habe diesen Sommer gelernt, dass ich kein zielorientierter thruhiker bin. Ich bleibe auch gern mal ein paar Tage an einer Stelle oder gehe ganz woanders hin als geplant. Beispiel, der Hebridean Way auf den outer hebrides dauert 10-12 Tage je nach Endpunkt. Ich war vier Wochen auf den Hebriden wandern und es fehlen mir sogar noch Etappen von dem Weitwanderweg. 8) Dafür habe ich die Inseln viel intensiver erlebt und habe das angesehen was ich wollte und zum Wetter passte. Anstatt bei Sauwetter durch unter Wasser stehende Sumpflandschaft zu wandern. Nur um alle Etappen zu wandern, die sich mal jemand ausgedacht hat.

    Ich würde es wieder so machen. Die Flexibilität war für mich maximal entspannend. Hätte ich vorher übrigens nichts so gedacht. Hatte den ersten Monat minutiös geplant, bis der Strich durch die Rechnung ums Eck kam. Danke Strich durch die Rechnung! ^^

    Am 12.12. gibt es wieder den ÖAV Lawinenupdate Livestream auf YouTube. https://www.alpenverein.at/portal/bergspo…pdate/index.php

    Ein paar Tage danach gab es den in den letzten Jahren dann auch um die Pausen gekürzt auf YouTube. Ich finde diese Veranstaltung mindestens so lehrreich wie unterhaltsam und kurzweilig.

    Hier noch der Link zur letzjahrigen Veranstaltung. Ich schaue mir auch immer noch mal die älteren Ausgaben an. Die Basics zu wiederholen schadet nicht und es weden jedes Jahr andere Schwerpunkte gesetzt.

    Lawinenupdate 2023/24 – überarbeitete Version
    „Die Lawine ist der Star unter der alpinen Gefahren“, sagt Michael Larcher im Lawinenupdate. Sie fasziniert uns, sie schreckt uns – doch wie können wir verhi...
    youtu.be

    Ich denke darüber nach wasserabweisende Gamaschen zu nähen, die meine Unterschenkel sauber halten, wenn ich durch den Morast Schottlands wandere.

    Ich habe dieses Jahr festgestellt, dass ich gerne auch zivilisationsnahe Touren mache l. Mir war es unangenehm mit meinen Schlamm verkrusteten, siffigen Hosenbeinen Öffis zu benutzen, Gastro oder Handel zu besuchen etc.

    Da das Wasser in Schottland immer seinen Weg findet, sind mir trockene Beine gar nicht so wichtig. Meine Hose ist schnell getrocknet. Atmungsaktivität wäre mir sogar wichtiger. Damit fallen meine Silnyon Reste im Schrank heraus. Nur was dann? Halten stretchige Stoffe (Style Tiny Gear gaiters, nur halt höher den Matsch und Modder fern? Oder eher in die Cordura Ecke denken?

    Freue mich auf Ideen, Vorschläge und Erfahrungsberichte mit vorhandenen Gamaschen. :)

    Vielen Dank für den schönen Bericht! Ich bin schon mal vor den Mücken an der Aktse Hütte geflohen, auf der anderen Seite des Sees aufgestiegen bis wir gegen Mitternacht über der Baumgrenze waren und der Wind die Mückenwand um uns herum auflöste. Das Glücksgefühl ist mir auch nach über 20 Jahren präsent. Wir hatten allerdings T-Shirt Wetter, was Anbetracht der Mückendichte kein wirklicher Vorteil war.

    Ja, und wahrscheinlich schwitzt Du auch mehr am Oberkörper als an den Beinen?

    Ich habe auch schon Hosen komplett nassgeschwitzt, also vor allem Hüfte und Schritt, aber auch an den Füßen. Das dürfte wohl der Schweißdrüsenverteilung entsprechen. Meine Temperatursensorik ist allerdings ungenügend verdrahtet. Im Allgemeinen bin ich untertemperiert, auch in Aktivität. Obwohl es sich für mich anders anfühlt (total überhitzt). Alles durch Messungen für die universitäre Forschung belegt. Privileg einer seltenen Krankheit, man ist auch Forschungsobjekt.

    Kay Das wäre zumindest die Vermutung. Die Umstände, die du da aber beschreibst sind ja schon ziemlicher worst case und sollten auf keinen Fall der Normalzustand sein, oder? Ansonsten würde ich persönlich doch lieber Kunstfaser auf so eine Tour mitnehmen.

    Laut den locals war das der nässeste und kälteste "Sommer" auf den westlichen Islands. Der 30.8. soll der erste warme sonnige Sommertag gewesen sein. Für mich war es nach 28 Tagen auch der erste sonnige Tag.

    [..] Bei den Hängemattisten bauen sich manche ein Lätzchen, welches an die Ridgeline

    aufgehängt ist, in das sie reinatmen.

    Mach und Berichte!!

    Cool! Faszinierendes Konzept. Das mit dem machen & testen ist leider gerade etwas schwierig. Ich komme erst wieder im Frühjahr/-sommer raus. Hier in den Bergen ist jetzt Winter dafür habe ich keine Ausrüstung. Und Urlaub gibts erstmal auch nicht.

    Die Luft in den Nächten war gesättigt mit Luftfeuchtigkeit. Sichtweite war gegen 21 Uhr vielleicht noch 15-20m. Kein Wind. Eine Nacht davon habe ich auf dem CP in Sligachan, Skye geschlafen. Da waren viele Autocamper mit Zelten. Am morgen war das Gesprächsthema die Kondensation. Ich habe auch mehrmals Mal nachts mein Zelt innen abgewischt. Jedes Mal konnte ich bestimmt ein Dutzend Mal den Lappen auswringen. Ich habe gesehen wie ein Car-Camper mit einer Tasse Wasser aus dem Zeltboden geschöpft hat. Bloody-hell condensation war seine Aussage, als ich Richtung Waschräume an ihm vorbei schlurfte. Also wirklich eine schwierige Wetterlage. Allerdings habe ich mich nun ziemlich in Schottland verguckt, vielleicht auch gerade wegen solcher Wetterlagen. :love:

    wilbo Wenn der Taupunkt also im Schlafsack lag, dann aber nur im Oberteil. Nicht im Bereich der Beine, da wirkte die Wärmflasche und schickte den Taupunkt außerhalb des Quilts. Habe ich deine Überlegung richtig verstanden?

    micha90 Im Allgemeinen halte ich es ähnlich wie du. Ich versuche mit Klamotten in den Quilt zu gehen, mit denen ich ohne Quilt leicht fröstel. Und dann ziehe ich im Lauf der Nacht weitere Lagen an. Deine Erfahrung ist also, dass du mit Körperwärme und einem dünnen Quilt den Taupunkt davon abhältst in den Schlafsack zu sinken. Und unter der Annahme, dass ich durch Isolierung der Klamotten nicht ausreichend nach außen abgegeben habe, kollabiert dann die Daune. Außer am Fußende, weil da die Wärmflasche liegt. Trifft es das in etwa?

    Ich hatte diese Sommer mehrmals das Problem, dass ich frierend aufgewacht bin und die obere Hälfte meines Quilts nur noch ein nasser Waschlappen war. Das Problem passierte immer in sehr kondensationstarken Nächten. Jedoch war der Quilt über den Beinen trocken und perfekt aufgeloftet, obwohl ich dort manchmal an die nasse Zeltwand anstoße. Also muss das Problem näher am Oberkörper liegen. Ich freue mich sehr über eure Erfahrungsberichte und Spekulationen, vielleicht kann ich das Problem dann besser eingrezen und eine passende Lösung finden. Einige Ideen habe ich schon.

    Erstmal zum Setup:

    • EE Enigma 950; 20F / -6C; Regular Xwide, Draft Collar, 10D Fabric, 950 fillpower: 460g fill weight, 690g mit Straps
    • TAR neoair XTherm
    • Durston Xmid 2 Pro (DCF)
    • Schottland: Hebriden, Skye. Keine Bäume, ein sehr feuchter Sommer, mit Wasser gesättigte Böden. Ich habe 28 Tage lang die Sonne nur minutenweise gesehen. Temperaturen tagsüber selten über 13C (laut Wetterbericht), nachts kein Frost am Zelt, aber gefühlt muss es mehrmals kurz davor gewesen sein.
    • In der Fußbox vom Quilt eine Wärmflasche (0.5l Nalgene).

    Schwitzen als Ursache?

    Ich schwitze und friere nachts häufig abwechselnd (unabhängig vom Setup: drinnen, draußen, Jahreszeit, Tagesfitness, Zyklus, ...). Das ist verursacht durch eine Temperaturanpassungsstörung durch eine neurologische Erkrankung. Das Problem des Durchschwitzen in die äußeren Lagen hatte ich die letzten Jahre mit einem Daunenquilt und dem Schlafen in Liods bestem Polypropylen und einer Windjacke eigentlich gut unter Kontrolle. Wenn ich aufwache, weil ich nass geschwitzt bin, kann ich mich abtrocknen, das PP nimmt kaum Feuchtigkeit auf, wärmt mich die ganze Nacht (im Gegensatz zu meiner früheren Merinokleidung, die danach klamm blieb) und seit Verwendung der Windjacke hatte ich keine kollabierte Daune mehr. Bis eben jetzt in Schottland.

    Atemluft als Ursache?

    Warum sollte ich auf einmal mehr Feuchtigkeit ausatmen, als sonst / früher? Wäre das möglich? Ich bin durchaus ein feuchter Atmer, die ersten 20 cm des Quilts sind morgens oft klamm. Aber ich habe noch nie bis zur Hüfte runter einen nasser Waschlappen produziert. Wenn es nicht so kalt ist wie es in Schottland war, lasse ich den Quilt nur bis zu den Rippen hochgezogen. Obenrum trage ich eine KuFa Jacke (Patagonia Micro Puff), die wird dann eben etwas feucht. Aber in Schottland habe ich nachts alle Lagen gebraucht um warm zu bleiben. Ich habe dann versucht meinen Rucksackliner über den Quilt zu drapieren. Das hat nur so semi funktioniert, ist schnell weggerutscht im Schlaf.

    Ich konnte nach solchen Nächten den Quilt immer trocknen, weil ich mir dann eine Übernachtung drinnen organisiert habe. Ich möchte in Zukunft jedoch gerne eine Lösung haben, in der ich nicht auf eine Unterkunft angewiesen bin.

    Mit einem reinem Apexquilt (gram expert eLite 200) habe ich keine gute Erfahrungen gemacht. Ich habe viel mehr geschwitzt oder gefroren. Allerdings habe ich den nur im Garten / auf dem Balkon ausprobiert. Ich finde Daune zum Temperaturmanagement wesentlich angenehmer. Das Packvolumen hat mich auch nicht begeistert. Und ich fand auch das Tragegefühl nicht gut, gerade im Fußbereich hatte ich ich das Gefühl es lasten Pfunde auf der Haut und ich bekomme dann fiese Nervenschmerzen. Mit Daune ist alles leicht und fluffig, meine Füße können sich nachts erholen.

    Ideen, falls es die Atemluft ist: mit KamSnaps etwas Polycro Folie über den Oberkörper fixieren? Einen myog Quilt der oben Apex und unten Daune hat?

    Ideen fürs Schwitzen: statt Windjacke einen VBL-Anzug tragen? Wäre ein Mehrgewicht ohne double-use.

    Ich sage schon mal Danke für eure Hilfe!

    Dankeschön :)

    Welche? Die warmen Temperaturen tagsüber oder die frostigen Nächte?

    Die tagsüber. Ich hab's diesen Sommer mal wieder in Italien versucht. Über 25°C geht nicht mehr viel mit Freude. Am liebsten ist mir doch unter 20°C. Und ich hatte auch meinen Sonnenschirm im Einsatz. Sonst wäre es gar nicht gegangen. Ich vermute inzwischen, es ist vielleicht eher die Sonneneinstrahlung als die eigentliche Temperatur. Aber wo kann man schon tagelang trockene Hitze mit viel Schatten testen? :/