Beiträge von Cross Hammock

    Da das Wetter zwar sonnig (gern gesehene Voraussetzung), aber noch mal winterlich kalt zu werden versprach, haben Moch und ich uns gestern mit Zug, Rad und Übernachtungsgepäck ins Berliner Umland aufgemacht. Zufälligerweise haben wir im Zug noch Omorotschka getroffen, der gerade seine Ausrüstungsbasis bei einer Tour über die Flohmärkte noch mal verbreitert hat.

    Das Rad musste ich neben Lenkerrolle, Rahmen- und Satteltasche auch noch mit Gabeltaschen bestücken, weil neben dem Hängemattenübernachtungsgepäck auch noch der Zeltofen und das Hot Tent mit dabei sein sollten - wer will schon abends bei angesagten -1 Grad frieren. Aufs Tarp habe ich aber verzichtet (dazu später). Das Rad wog, wie es hier steht, mit 2 Litern Wasser, trotzdem unter 20 kg.

    Kurz nach Radelstart sind wir an einem zwar unscheinbaren, nichtsdestotrotz aber geschichtsträchtigen Ort vorbeigekommen, dem "Objekt 74", auf dem Anfang der 1980er Jahre etliche Mitglieder der RAF ihr Untertauchen in der DDR vorbereitet haben, während andere, unter Anleitung der Stasi, im Friedensstaat DDR an Kriegswaffen ausgebildet wurden (vgl. dazu auch den Film "Die Stille nach dem Schuss" von Volker Schlöndorff). Von dieser Vergangenheit will hier allerdings anscheinend niemand mehr was wissen. Es fehlt jeder Hinweis auf die Geschichte - und ein verblichener Hilfesuch-Zettel am verschlossenen Eingang reflektiert und verstärkt dieses Dilemma nur noch.

    Wir haben unsere Tour nach kurzem Zwischenstopp fortgesetzt und sind nach Überquerung der Spree...

    ... auf einen Gasthof gestoßen, auf dem wir uns vor der Übernachtung noch mal gestärkt haben.

    Leider ging dabei viel Zeit drauf, sodass wir erst zum Sonnenuntergang einen Platz für die Nacht fanden.

    Zelt und Matte habe ich noch eben in der Dämmerung aufgebaut bekommen.

    Aber bis der Ofen richtig brannte und Wärme spendete, war es schon weitgehend dunkel.

    Da es im Zelt wieder richtig schön warm war, haben wir unsere abendliche Konferenz recht lange ausgedehnt.
    Nachts erlebte ich dann eine unangenehme Überraschung, denn es fing - entgegen jeder Vorhersage - plötzlich an zu nieseln. Und ich hatte ja, wie man oben sieht, kein Tarp dabei. Die kurzzeitig aufgekommene Überlegung, ins Zelt umzuziehen, habe ich aber nicht in die Tat umgesetzt und bin kurz darauf wieder eingeschlafen. Obwohl Moch unter seinem Tarp das anders sieht, kann es nicht sehr viel geregnet haben, und die Sonne heute Morgen hat die letzten Tropfen auf dem Schlafsack dann schnell getrocknet.

    Die leichten Minusgrade in der Nacht sind schnell ins Plus gewechselt, aber es blieb trotz Sonne den ganzen Tag doch noch recht frisch.

    Eine weitere Schrecksekunde erlebte ich, als bei Beginn der Weiterfahrt, 10 km von jeder Zivilisation entfernt, meine Kette riss.

    Das ist der erste schwerere Defekt an meinem Gravel überhaupt - nach über 5000 km, auf denen ich (mit Tubeless-Reifen!) keinen einzigen Platten hatte. Zum Glück hatte ich ein Ersatz-Kettenschloss mit, sodass nach 5 Minuten Reparatur die Tour weitergehen konnte.

    Besichtigt haben wir noch eine mittelalterliche Burganlage, ...

    ... wo seinerzeit die Salzlieferungen nach Berlin vom Landtransport auf die Spree umgeladen wurden.

    An dieser Schleuse haben wir ein letztes Mal die Spree überquert, ...

    ... bevor es mit dem Zug wieder nach Hause ging.
    Was habe ich diesmal gelernt? Kleine Fahrradreparaturteile sind im Zweifelsfall wichtiger als ein Tarp ;)!
    Die Tour hat wie immer viel Spaß gemacht.

    Ich finde den Artikel eher nervig. Wurde als Kind zum Bergwandern genötigt und beschwert sich, dass die Leute heute Bergfotos auf Instagram posten (und nicht die Fotos vom Parkplatz). Ich war im Berchtesgadener Land, wo der Autor herkommt, kürzlich eine Woche im Winterurlaub. Wir waren die einzigen beiden Familien auf der Hütte, und auf den umliegenden Gipfeln war ich ganz allein - und hab dort keinen Müll gefunden, von dem der Autor behauptet, die Leute ließen ihn liegen, weil sie ihre Rucksäcke nicht dreckig machen wollten. Ärgerliches Geschreibsel.

    Hallo Wanderrentner, wir wollen uns hier ohne Provokation über Outdoorthemen austauschen. Also hör bitte auf, ständig gegen den Stachel zu löcken und deine alarmistischen Posts unterzubringen. Danke! (Dieser Post kann gerne zusammen mit dem vorherigen gelöscht werden)

    Das scheint mir das weiße 102er DCF zu sein. Ich habe mir daraus einen Seesack genäht, der dicht ist. Riechen tut das Material nicht, insofern halte ich es für unbedenklich. Ansonsten bin ich aber der Meinung von caficon : wer braucht denn sowas? Macht es wirklich Spaß, Speisereste aus Druckknopflöchern zu spülen?

    Sonnst kann man bei Android langsames Laden einstellen, sowie GPS, Bluetooth und WLAN direkt über Shortcuts an und aus und auch direkt konfigurieren (einmal wischen und man hat alles da - kurz getippt an/aus, lang getippt konfigurieren). Einer der Gründe, wieso ich definitiv beim Android bleiben werde. Das was aus versehen angeht, hatte ich noch nicht. Es gibt auch die Möglichkeit, die Akkuladung auf 80% zu begrenzen, was ich ausserhalb von Outdooraktivitäten gerne nutze (dann hält er bis zum Ende des 2. Arbeitstages)

    Das funktioniert alles bei meinem iPhone auch, der Akkuverlust im Flugmodus beträgt ebenfalls nur 1% pro Nacht. Insofern verstehe ich das Problem nicht wirklich…

    Ich schätze, der Trekking-Markt ist für Dyneema nur eine Nische.

    Das ist ganz sicher so. Das DCF, von dem wir hier reden, ist nur ein klitzekleiner Teil der Kunstfaserproduktion, die unter dem Namen Dyneema firmiert. Die Idee, diese widerstandsfähige Faser zu hauchdünnen Stoffen (keinen Segeln) zu verarbeiten, hatte die Firma Cubic Tech, die ihre Stoffe lange als Lizenznehmer von DSM (der holländischen Firma, die Dyneema erfunden hat) produzierte, bis sie von DSM rückübernommen wurde. 2022 hat DSM Cubic Tech aber wieder weiterverkauft an Avient, und das scheint der aktuelle Stand zu sein, wenn man dem 2 Monate alten Bild von Google Street View glaubt.

    Faktisch ist aber unser DCF immer noch dasselbe Dyneema-Nischenprodukt von Cubic Tech aus derselben Produktionsstätte.

    Ich habe vom Segeln keine Ahnung, weiß also nicht, wie viele DCF-Segel so unterwegs sind und wie viele Zelte man statt einem Segel herstellen könnte.

    Aus DCF werden gar keine Segel hergestellt, dafür benutzen die Hersteller traditionell Dacron oder neuerdings Aramid- und Kohlefaserlaminate. Das DCF das wir hier meinen und verarbeiten bzw. benutzen ist ausschließlich in der UL-Szene verbreitet. Segelmaterial ist viel steifer (und schwerer).

    Diese mit Gummi überzogenen Klammern waren eine große Hilfe. Sie sind zwar nicht besonders klein, aber recht kräftig und rutschen wenigstens nicht auf der Silikonschicht.

    Ich nähe ja sehr häufig Tarps aus Silpoly oder Silnylon. Mir reichen die normalen Wonderclips völlig aus, um die Stoffbahnen zu fixieren. Entscheidend finde ich die Verwendung eines Kappnahtfußes beim Zusammennähen. Damit gelingt es relativ einfach, die Bahnen zusammenzunähen, ohne dass sie sich verschieben. Außerdem muss man den Nähfußdruck vermindern und den Obertransport ausschalten, dann geht alles viel leichter.

    Der zeitliche Aufwand ist übrigens ähnlich. Also dürfte so ein DCF Lavvu im Verkauf nicht weniger als 1.500,– € kosten. (Was ganz schön absurd ist)

    Das finde ich doch sehr hoch gegriffen. Meine DCF-Tarps kosten (inzwischen) 600 €, und ich brauche dafür 6m DCF Camo und 30cm DCF der 35er oder 50er Gewichtsklasse. Ich bringe 10-11 Abspannpunkte an. Wenn du meinen Rat beim Zuschnitt beherzigtigst, brauchst du 8m DCF für dein Lavvu. Das sollte unter 1000 € machbar sein, sonst wirst du wahrscheinlich nicht sehr viele Käufer finden. Den zeitlichen Aufwand für den Prototypen kannst du nicht in Anschlag bringen, aber das geht schon beim zweiten Exemplar deutlich schneller.

    Da einiges an Material in diesen Schnitt geht,

    Die effektive Materialausnutzung ist bei DCF aus Kostengründen wichtig. Ich würde deshalb die diagonalen Anschnitte des ersten und letzten Segments vermeiden und daraus ein Teil zusammensetzen, in dessen Mitte der Reißverschluss kommt. Der ist ja ohnehin nötig.