Ich weiß nicht, ob das einen Reisebericht wert ist, aber ich war das erste Mal 2 Nächte mit dem Zelt unterwegs. Insgesamt 42km und 1000hm, die Höhenmeter schaffen mich ziemlich.
Das Interesse für UL hat einiges für meine Ausrüstung getan, aber gewisse Glamping-Vorlieben werde ich in dem Leben vielleicht auch nicht mehr los.
Tag 1: vom Bahnhof Liesing zum Campingplatz Sulz im Wienerwald.
Ich bin im Regen los, aber während ich in der "Wiener Hütte" meinen Zwiebel Rostbraten gespeist hab, ist die Sonne rausgekommen.
Die Wege sind hervorragend markiert, wenn man mal die Farbe weiß, muss man das Navi quasi nicht Auspacken.
Am Campingplatz will ich mein Handy anstecken und es fällt runter... Und nimmt die Hälfte von meinem 2,8g Flextailkabel mit. Am ersten Tag der Tour, volle Powerbank, kein Kabel! 🫣
Im Ort kann man keins kaufen, aber der Chef vom lokelen Lebensmittelladen bietet mir an, dass er mir Seines borgt.
Ich hab es geschafft mein Zelt nicht zu fotografieren, das Abendessen seht ihr in der Futter-Bewertung.
Tag 2:
Mein Zelt war an allen Enden so nass, dass ich einfach eingepackt hab, es war ja Sonne angesagt. Der Handwerker neben dem Campingplatz erzählt mir, dass er an der Autoscheibe Eis gekratzt hat.
Man sieht bei der Auflösung den Sendemasten am Berg ganz hinten nicht, aber das ist das Ziel!
Erst Asphalt, dann nasses Feld und nasse Wiese, dann endlich wieder Wald.
Meine Schuhe waren so nass, dass ich überlegt hab, mitten durch zu gehen.
Aber die Trailrunner waren bis Mittag wieder trocken! Die meiste Zeit war ich auf Forststraßen, aber einmal war ein Weg eingezeichnet, wo keiner war. Ich hab mich dann in ein steiles Geröllfeld verirrt und bin da auf allen Vieren wieder raus. Das Adrenalin davon hat dann für die restlichen 250 Höhenmeter gereicht.
Ich hab mich dann getröstet!
Mit dem Wirt von Schutzhaus Eisernes Tor war ausgemacht, dass ich bei ihm Zelten darf, er hat mir sowas ein Eck freigeräumt und Rasen gemäht. ![]()
Er hat mir dann ganz viel über Wind und Abspannen erzählt und mit dem dritten Versuch war er dann zufrieden, dass ich die Nacht im Zelt übersteh, auch wenn es windig wird. Ich hab schon wieder kein Foto von Zelt gemacht! Aber vom Aussichtsturm!
Das Zelt hat bei der Mittagspause schon ein bissi getrocknet und jetzt nochmal. Bis zur Dämmerung war es fein.
Tag 3:
Nach einer ruhigen Nacht, hab ich dann am Turm meinen Löskaffee und meinen Overnightbrei gefrühstückt.
Mit der Aussicht!
An dem Tag gib es dann nur mehr bergab nach Baden, meine Knie sind "Not amused".
Aber im Helenental, das Wasser entlang, war es dann wieder schön!
Zur Ausrüstung:
Also Flextail werd ich noch ein Mail schreiben, ich find ein Outdoor-USB Kabel solle das Gewicht von einem Handy aushalten. Oder was meint ihr?
Ich hatte eine Z-Fold Sitzungerlage mit, das sind 35g die großartig investiert sind. Nachdem ich kein Groundsheet mit hatte ist die auch ein Super "Bettvorleger" um leichter ins Zelt aus und einzusteigen.
Außerdem hab ich 250g in einen Stepp-Rock investiert, der meine Polster Hülle perfekt ausfüllt, aber ganz aufgezippt eine Zusatz-Decke gibt oder einen Umgang zum Frühstück.
Ich war mit einem Raab Muon 40 unterwegs und ich genieße den Luxus, nicht ganz zu viel über das Einpacken nachdenken zu müssen. Ich glaub, ich bleib bei Rucksäcken mit Gestell, ich hab die ca 10kg am Rücken gar nicht gespürt. Ist aber halt auch weniger als 10% vom Eigengewicht...
Ich brauche wahrscheinlich noch eine andere Isomatte. die TAR Neoair light ist zwar warm und nicht unbequem, aber ich rutsche dauern runter und wenn dann wieder ein Bein am Boden hängt oder so, wache ich wegen der Kälte auf.
Alles in allem bin ich aber total zufrieden mit dem Erlebnis...