Ameisenpfad (Fischerpfad)

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  • Trailkilometer 0–24.

    Wir sind im Mai den Fischerpfad gelaufen, von Porto Covo bis Lagos. Hier mein kleiner - aber hoffentlich feiner - Reisebericht :)

    Vor uns erstreckten sich die ersten Kilometer des Fischerpfades. Ein wenig demütig blickten wir dem salzigen und - wie sich später herausstellen sollte - überaus sandigen Küstenpfad entgegen, gleichzeitig aber voller Vorfreude auf die kommenden Herausforderungen und Entbehrungen, die das Wandern mit sich bringt.

    Vorbei an malerischen Klippen, immer am azurblauen Atlantik entlang, war eine der größten Herausforderungen auf diesem Trail tatsächlich der Sand. Jeder Weitwanderweg bringt schließlich seine eigenen Besonderheiten mit sich: im Epirus-Gebirge an der albanischen Grenze war es die knackige Hitze, die mich zum Schattenspringer werden ließ, in Schottland der schmatzende Torfboden und in Irland der meist vergebliche Versuch, dem schottischen Regen zu entkommen (was natürlich nur bedingt klappt 😉).

    Hier aber war es der Sand, der Timo und mir das Leben schwer machte. Die Adduktoren arbeiteten zwar zuverlässig mit, forderten aber auch ihre Pausen - meist in Form von Schuhe ausschütteln. Mit der Zeit bekamen wir jedoch ein Gefühl dafür, wo man weniger tief einsinkt und damit erstaunlich viel Energie spart.

    Und trotzdem: die salzige Luft, der Wind auf den Wangen und das Donnern der Brandung fühlten sich vom ersten Kilometer an nach Freiheit an. Zumindest so lange, bis hinter der nächsten Düne wieder der übliche Ameisenhaufen auftauchte 😉 Ganz so allein hat man die portugiesische Atlantikküste dann eben doch nicht.

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