Elektronik = Lebenswichtig

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  • Mein Basis-Setup ist ein Smartphone Samsung Galaxy XCover 4s (173g) plus Wechselakkus (je 46g) und ein 1A Ladegerät plus Kabel (48g). Es passen auch die Akkus vom Galaxy S5 und ich habe 10 davon. Ein Akku reicht für anderthalb bis zwei Tage Offline Navigation bei ausgeschalteten Funknetzen. Mit dem Handy kann ich auch noch ein Quartier recherchieren und buchen, PDFs und Mails lesen und Filme schauen. Es ersetzt GPS, Fotoapparat, Taschenlampe, Uhr und Landkarten. Für eine Woche ohne Strom (4 Ersatzakkus) bin ich also bei 405g.

    Vorteil gegenüber einer Powerbank ist, daß man sich die Wandlungsverluste und das extra Gehäuse der Powerbank spart. Nachteil ist, daß man die Akkuenergie manchmal nicht komplett nutzen kann, weil ich mit viertel vollem Akku kein Hotel buchen kann. Funknetz und booking.com saugen den Rest in nullkommanichts aus und ich kann unter Druck nicht arbeiten.

    Auf den meisten Wanderungen nehme ich trotzdem wesentlich mehr mit: 2 Kameras, Reservehandy (wenn die Tour länger als 3 Wochen ist), Stirnlampe etc.

  • Ich denke, das Setup kommt sehr auf die Tour an. Wie lang ist meine Tour? Wie lange sind die Etappen bis zur nächsten Lademöglichkeit? Wie oft kann ich etwas aufladen? Spielt beim Laden Geschwindigkeit eine Rolle, um nicht zu viel Zeit an der Steckdose rumzuhängen oder plane ich, über Nacht laden zu können? Bin ich zivilisationsnah genug, dass ich ein Systemversagen riskieren kann oder brauche ich Redundanzen? Kann ich mich auf Sonneneinstrahlung und damit auf Solarpanel verlassen? Wie wichtig ist die Elektronik für meine Regeneration? Höre ich viel Musik oder Hörbücher beim Laufen? Wird es zu kalt für zuverlässige Akkus? Ich habe noch kein perfektes Setup gefunden. Vor allem kein finanzierbares.

  • Ich habe auf meinen langen Touren an Elektronik dabei:

    Smartphone, vor allem zum navigieren, aber auch bezahlen, Podcast hören, fotografieren, Unterkunft suchen und buchen, Fahrkarten buchen, Einkaufsmöglichkeiten suchen

    Inreach für den Fall der Fälle; letztes Jahr in Schweden habe ich etwa eine Stunde lang erwogen einen Notruf abzusetzen, ansonsten zum Tracking

    2 Nitecore 10.000 er Powerbanks

    1 Anker nano Ladegerät mit 2 USB Anschlüssen, 1 USB Kabel 1 m, 2 kurze USB Kabel

    1 mini Lampe , die ich allerdings noch nie benutzt habe

    1 Luftpumpe für die Isomatte, dachte immer so etwas sei überflüssig, aber wenn man abends müde ist und sein Zelt einrichtet doch eine große Erleichterung

    1 suunto core betrieben mit 2032 Knopfzelle um eine Uhr zu haben da ich abends meine anderen Geräte ausschalte, notfalls mit Höhenmesser und Kompass

    2023 bei meiner Tour zum Nordkap hatte ich ein zweites Smartphone mit gleicher Rufnummer und allen Karten und Apps als Redundanz mit. Tatsächlich ist mein Hauptgerät 2 mal ins Wasser gefallen, ein mal zusammen mit mir 😁, hat es aber problemlos überstanden, ich auch.

    Papierkarten nehme ich keine mit, höchstens eine ausgedruckte Übersichtskarte. Daher ist das Smartphone zum navigieren für mich essenziell. Letztes Jahr in Schweden hatte das GPS Aussetzer, vermutlich durch russische Störversuche. Da stand ich dann z. B. plötzlich etwa 50 Meter neben meiner eigentlichen Position in einem See oder der Richtungszeiger ist hin und her gesprungen und meine Position ebenso. War im weglosen Gelände nicht so ganz lustig.

    Solarpanel ist m. A. nach nur selten sinnvoll. Für mich zu schwer und zu wenig effektiv, ich mache tagsüber keine langen Pausen, es müsste also am Rucksack angebracht werden. Und eine Powerbank wäre ja trotzdem notwendig. Notfalls schafft mein Smartphone im Flugmodus mit navigieren und fotografieren 4 - 5 Tage, mit den Powerbanks könnte ich also etwa gut 16 Tage hinkommen.

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