Beiträge von zergcheese

    Heute kam ein Paket mit ein paar netten Stöffchen aus Slowenien an - die Daune dürfte die Tage ebenfalls ankommen. Auf dem Plan steht erstmal ein Sommerquilt (und ein neuer Bug Bivy).

    Wie erwähnt wirds das Design von Capere, ich habe mich aus verschiedenen Gründen gegen durchgesteppte Kammern und für kleine Baffles aus Moskitonetz entschieden (3x2cm inkl. Nahtzugabe). Unklar ist noch, ob ich mir die Mühe für einen Differentialschnitt machen möchte. Lohnt sich da der Aufwand im Ergebnis?

    Die einzelnen Bafflestücke habe ich mal in der Skizze vernachlässigt, die Mühe mache ich mir nicht. Die Fußbox wird die unteren drei Kammern zungenäht und mit einem runden Endstück verschlossen.

    Nachtrag: Beim Herumstöbern bin ich auf die Dinger gestoßen. Man könnte davon je zwei pro Pad-Strap auffädeln und diese dann in eine Schlaufe am Quilt einhaken. Hatte die jemand schon mal in der Hand und kann die Fragilität einschätzen? Wenn so ein Teil kaputt gehen sollte wäre die Reperatur sehr simpel, da nichts fest mit dem Quilt vernäht wäre.

    DIe Idee verwerfe ich wieder. Die Teile wirken zwar einigermaßen stabil aber die sind mir einfach zu groß/klobig.

    Stattdessen werden es - Stand jetzt - die Wafer Clips werden. Auf einer Seite das männliche, auf der anderen das weiblichen Teil, damit ich den Quilt auch direkt miteinander verschließen kann. Wie ich den eigentlichen Padstrap so UL wie möglich bastel muss ich noch herausfinden.

    Aktuell plane ich ca. 200g Daune ein und peile ein Gesamtgewicht von 300-350g an.

    Wie weit kann man es mit dem Design wagen? Enstehen irgendwann Kältebrücken an der Punktsteppung?

    Ich habe das bei meinem 400 gr. Sommerquilt so realisiert. Außerdem hat meine Frau einen bekommen mit deutlich mehr Daune. Der ist schon muckelig. Die Punkte sind natürlich eine Kältebrücke. Andererseits wiegt das Konstruktionsgedöns bei einem punktgestepptem Quilt eben genau null Gramm, im Gegensatz zu allen anderen Konstruktionen. Das gesparte Gewicht kannst du dann eben in mehr Daune investieren. Der Bauaufwand bei Punktsteppung ist deutlich reduziert und die Nachteile sind, zumindest bei Sommerquilts IMHO locker händelbar. Rutscht die Daune zur Seite, dann kriegst du das innerhalb von Sekunden wieder richtig hingeschüttelt. Das ist bei mir einmal alle Paar Nächte notwendig, keinesfalls mehrmals pro Nacht.

    Auch wenn du jetzt bald Ersatz hast, würde ich trotzdem deinen alten Quilt noch mit zusätzlichen Stepppunkten an der Außenkante versehen.

    Ich werde das Design auf jeden Fall für meinen Sommerquilt im Hinterkopf behalten, wobei sich bei mir die Frage stellt wo die Unterschiede zum Partial-Box Design mit durchgesteppten Nähten liegen. Ich würde mir ein paar Nähte ersparen habe aber weiterhin die großen Kammern die mich am aktuellen Quilt stören. Gewicht durch Moskitonetz/DCF fallen bei beiden eh nicht an.

    Ein Sommerquilt kommt sowieso. Hatte auch mal darüber nachgedacht den mit 133/167er Apex zu nähen wegen eben jenen Layering für den WInter.

    Das Problem ist, wenn man mal mit Daune angefangen hat, dann ist Kufa einfach sinnlos. Ein 167 er Quilt wiegt auch wieder an die 500 Gramm, ist aber deutlich kälter als dein Daunenteil. Einzig die Taupunkt Problematik im Winter wäre ein Argument für Kufa, aber wann mache ich schon Wintertouren (fast nie), Sommertouren aber ständig.

    Ähnliches Problem, deshalb wirds wohl Daune.

    Bezüglich der Mattenbefestigung gäbe es auch die Knoplochgummi-Methode

    Das war auch einige Jahre meine bevorzugte Quilt-Matten-Befestigung. Leider haben sich in der Nacht regelmäßig die Knebelknöpfe gelöst. Das Wiedereinfädeln und das Verstellen war meistens so, dass man danach hellwach war. Also suchte ich nach einer neuen Methode.

    Das ist eine gelbe elast. 3 mm-Kordelschnur, etwas rote feste 2 mm-Kordelschnur und 2 S-Biner. Die S-Biner werden mit einem Prusik-Knoten (3-fach ?) an der elast. Kordelschnur befestigt.

    An meinem Quilt habe ich auf jeder Seite 2 kleine Laschen. Auf der einen Seite waren zwei Knebelknöpfe angebracht, die ich entfernen konnte. In die Laschen habe ich jeweils einen kleinen Ring elast. 3 mm-(ca. 1,5 cm Durchmesser) Kordelschnur eingefädelt. Beim Herrichten des Schlaflagers straffe ich die Prusik-Knoten einmal.

    Das Bild zeigt die Verbindung auf einer Seite des Quilts.

    Elastische Kordel hatte ich anfangs auch benutzt, aber bei mir immer für Drafts beim Wenden gesorgt. Aber das Design mit den Prusikknoten wollte ich auch mal testen und werde das demnächst mal. Muss dann wohl bei der nächsten Ali-Bestellung an ein paar S-Biner denken.

    Bedenken hatte ich, dass die S-Biner in der Nacht drücken könnten. Aber da drückt nichts und da löst sich auch nichts. Die Verstellung ist denkbar einfach, indem die Prusik-Knoten einfach auf der gelben Schnur in die gewünschte Position verschoben werden. Das funktioniert auch im Halbschlaf.

    Ich liege oft genug Nachts auf meiner Elektronik rum dass mich sowas inzwischen gar nicht mehr stört :D

    Das ist eine gelbe elast. 3 mm-Kordelschnur, etwas rote feste 2 mm-Kordelschnur und 2 S-Biner. Die S-Biner werden mit einem Prusik-Knoten (3-fach ?) an der elast. Kordelschnur befestigt.

    Macht ihr euch da keine Sorgen dass ihr euch da die Matte kaputt macht wenn ihr drauf liegt?

    (Frage ich mich schon länger)

    Guter EInwand. Da hilft leider wohl nur anekdotische Evidenz.

    Andere Kammern: Karo-Step an sich funktioniert ganz gut

    Meinst du damit sowas? Falls ja, dann würde ich vorschlagen an den äußeren "Kammern" noch zusätzliche Stepppunkte zu machen damit da die Daune nicht hin verschwindet.

    Die Variante kannte ich noch gar nicht. Das sieht ja mal interessant aus :huh: Ich bin hauptsächlich dem Dubber-Tutorial gefolgt. Wie weit kann man es mit dem Design wagen? Enstehen irgendwann Kältebrücken an der Punktsteppung?

    Ansonsten würde ich nicht den "gleichen" Quilt mit ähnlichem Anwendungsprofil bauen. Da hast du nochmal die gleiche Arbeit und bis auf 50-100 gr. weniger Gewicht kaum Mehrgewinn. Mach dir lieber einen krass leichten Sommerquilt, das bringt dir einen echten Mehrwert, zumal du ihn ja dann mit dem alten kombinieren kannst und so schon etwas in den Winter hinein kommst. Für Version drei machst du dir dann ein 1 kg Wintermonster. So hast du drei Quilts mit deutlich getrennten Anforderungsprofilen.

    Ein Sommerquilt kommt sowieso. Hatte auch mal darüber nachgedacht den mit 133/167er Apex zu nähen wegen eben jenen Layering für den WInter. Aber erstens habe ich kein Bock auf das Packmaß selbst von dem dünnen Apex (Ich möchte demnächst mein Gesamtvolumen für den Sommer reduzieren) und außerdem möchte ich beim Sommerquilt auf maximale Gewichtsersparnis gehen (within reason, habe jetzt "nur" 850 Cuin Daune bestellt aus Kostengründen).

    DIe Überarbeitung meines aktuellen Quilts mache ich nicht nur wegen der Gewichtsersparnis. Ich fülle ja sogar etwas Daune nach was die Ersparnis fast negiert. Ich möchte nur gerne etwas mehr Loft und ich glaube durch die zu großen Kammern vom Karo Step Design verliert der Quilt etwas Potenzial. Außerdem das Problem mit der Befestigung.

    Aktuell nutze ich für den Winter meinen Mountain Equipment Helium 800 aus meinen prä-ultralight-Tagen. Ich liebe das Teil, hat mich zuletzt bei -10°C muckelig warm gehalten. Wenn ich einen extra Quilt für die Temperaturen nähen sollte, wäre es etwas in Richtung Zenbivy/Rockfront. Aber meine Touren bei den Temperaturen halten sich in Grenzen. Da lohnen sich aktuell die Kosten nicht wirklich. Für leichte Minusgrade würde ich Layern, wenns knackiger wird schleppe ich halt etwas mehr mit.

    Bezüglich der Mattenbefestigung gäbe es auch die Knoplochgummi-Methode. Kann man aus dem nachfolgende link vielleichterkennen. https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/20…/#comment-73080

    Ach du Scheiße :D In die Neoair nähen? Ne Danke aber das Knopflochband an sich ist ja ne geniale Idee. Ich habe die T-Stopper an meinen Bändern und nicht am Quilt wie im Video. Die Schlaufen am aktuellen Quilt sind aber zu groß sodass sie nicht wirklich halten bei Belastung. Könnte sie bestimmt notdürftig enger nähen, abe am liebsten komplett überarbeiten. Beim Sommerquilt lasse ich das wahrscheinlich eh weg, ansonsten bestelle ich wahrscheinlich sowohl genug Wafer-Clips als auch diese komischen Tankas und entscheide spontan - außer jemand kommt mit einer genialen anderen Idee um die Ecke.

    Das Befestigungssystem von Nevegear ist ähnlich wie das von Katabatic, dürfte aber einfach zu nähen sein: https://nevegear.com.au/products/waratah

    Ich kann das auf den Bilder nicht zu 100% erkennen, aber die nutzen doch auch einfach nur Wafer-Clips oder? Die Befestigungspunkte nicht im Saum sondern ein paar Zentimeter weiter im Quilt zu vernähen hatte ich auch schon als Idee, nur vergessen im Startpost zu erwähnen. Denke an den Stellen sollte ich den Stoff aber vermutlich verstärken.

    Nachtrag: Beim Herumstöbern bin ich auf die Dinger gestoßen. Man könnte davon je zwei pro Pad-Strap auffädeln und diese dann in eine Schlaufe am Quilt einhaken. Hatte die jemand schon mal in der Hand und kann die Fragilität einschätzen? Wenn so ein Teil kaputt gehen sollte wäre die Reperatur sehr simpel, da nichts fest mit dem Quilt vernäht wäre.

    - Befestigungssystem: Schau Dir das von Katabatic an.

    - Stoff: Wie willst Du deinen Quilt nutzen? Leicht am Limit oder doch ein paar Gramm schwerer und hält dann auch mal ein paar Nächte im Dreck durch, z.B. in der Wüste etc. Und wie transportierst Du deinen Quilt? Hast Du einen geräumigen Rucksack oder stopfst Du ihn mehr oder weniger achtlos hinein?

    Danke für die PDF. Was für Cord Clips verwendet denn Katabatic und kann man die irgendwo bestellen?

    Ich stopfe immer meinen Quilt (lose) unten in den Rucksack. und alles andere kommt oben drauf. Sprich er wird nur so viel komprimiert wie nötig. Nutze dazu immer ein Polycryo-Groundsheet damit der Quilt nicht sofort nass/schmutzig wird falls er mal von der Matte hängt. Wüste zB steht in absehbarer Zeit nicht an.


    Edit: Habe mal etwas recherchiert. Die Clips von Katabatic sind proprietär. Da würde nur selbst bastlen oder Drucken helfen.

    Gude zusammen,

    ich war die letzten Tage auf Tour und hatte dabei genügend Gelegenheiten mir Gedanken über mein Schlafsystem zu machen. Aktuell besitze ich meinen selbstgenähten Daunenquilt, einen Winter-Daunenschlafsack (und theoretisch den 10° Sommer-Daunenschlafsack von Decathlon, der ist aber schwerer als mein Quilt und wird deshalb nicht mehr genutzt).

    Mein Quilt besteht aus 350g 900 Cuin ExTex Daune und leider 20D Nylon (hatte den Stoff damals noch rumliegen und war zu knausrig leichteren zu bestellen). Insgesamt bringt er 630g auf die Waage. Komfort ist bei ca +1-3°C, Limit um die -5°C. Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden mit ihm - vor allem dafür dass es mein erster Quilt ist - möchte ihn aber überarbeiten und verbessern.

    Positives am aktuellen Quilt:

    • Maße: Die habe ich auf Anhieb perfekt hinbekommen. Reicht locker bis unters Kinn und kann ihn bei sehr kaltem Wetter komplett um mich rum binden.
    • Geschlossene Fußbox
    • Verschluss am Hals mit Wafer-Clip

    Verbesserungsbedarf:

    • Leichterer Stoff
    • Andere Kammern: Karo-Step an sich funktioniert ganz gut (vor allem beim Befüllen). Allerdings sammeln sich immer sehr viele Daunen in den äußeren Kammern bei der Fußbox, die ich da auch schwer wieder rausbekomme. Die Kammern mittig im Brustbereich sind immer notorisch unterfüllt. Da würde ich mal die Partial-Box-Baffles von Capere austesten.
    • Pad-Strap Befestigung: Ich habe einfach nur je zwei Bandschlaufen vernäht und nutze die T-Stopper zum Einhaken. Die lösen sich aber sehr schnell wenn ich mich im Schlaf drehe und etwas Zug aufs System geben.
    • Eine handvoll mehr Daune für die Füllung.

    Dazu meine Fragen an euch:

    • Was wären denn eure Empfehlungen für den Stoff? Bei AdvEx sind zum Glück wieder alle relevanten Stoffe auf Lager. Aktuell ist der 7D Ripstop mein Favorit. Gibt es vernünftige Gründe stattdessen das 7x4D Nylon zu nehmen?
    • Ich weiß noch was für ein PITA es war das Moskitonetz für die Baffles zu vernähen. Habe schon ein paar mal gelesen dass manche stattdessen DCF verwenden. Mir gehts da nicht um die minimale Gewichtsersparnis, sondern um den nicht vorhandenen Stretch. Lohnt sich die Investition in mein Nervenkostüm?
    • Welches Befestigungssystem hat sich bei euch bewährt? Ich denke aktuell an Wafer-Clips, aber dafür müsste ich ja in irgendeiner Form Grosgrain/Gurtband in meine Padstraps verbasteln. Cord Hooks haben vermutlich ein ähnliches Problem wie die T-Stopper.
    • Zusätzlich zu besagten Quilt möchte ich mir noch einen Sommerquilt nähen. Da strebe ich einen Komfort von +10°C an. Komme ich da mit durchgesteppten Nähten aus oder würdet ihr doch schmale Baffles empfehlen?

    Wow :huh:

    Seitdem ich dein Penta-Mid hier hatte grübel ich rum, wie man ein Pyramidentarp mit Türen ohne RV idealerweise hinbekommt. Dein Entwurf sieht nach einer nahezu idealen Lösung aus - vor allem da das Problem mit der niedrigen Einstiegshöhe anderer Designs (Pocket Tarp/Abode/Cricket) gelöst ist.

    Vielleicht bastel ich mir das bei Gelegenheit mal nach, aber aktuell gibts andere Baustellen in meiner Packliste.

    P.S: Mein UltraTNT Tarp hatte die vergangenen Tage auf der Schwäbischen Alb seinen ersten "Sturm"test (Böen um die 60km/h laut Kachelmann) und diesen mit Bravur gemeistert. Alle Verklebungen haben gehalten und auch die Nahtlöcher haben sich nicht gedehnt unter Belastung.

    Danke für euer Feedback. Ich habe schon mal provisorisch einen Link zum Doc. Wenn ich alles richtig eingestellt habe solltet ihr euch das Dokument kopieren und eure eigenen Berechnungen anwenden können.

    Die Tabelle im Startpost möchte ich aber so übersichtlich wie möglich belassen, dort pflege ich nur nach und nach weitere Modelle ein. Für mehr Tiefgang gibt es das Dokument.

    Danke für die Arbeit! Ich freue mich schon auf das Doc, habe nämlich schon ein paar Spezialspalten im Sinn (Daunenvolumen errechnet aus Menge und Bauschkraft, Preis pro Volumen- und Gewichtseinheit, und sowas).

    Das mit dem Gesamtvolumen habe ich bereits umgesetzt, da mir der reine Daunenanteil zu ungenau ist und zu wenig Ausagekraft hat. Von Berechnungen mit dem Preis lasse ich aber die Finger, da dieser (vor allem bei größeren Marken mit Händlernetz) zu sehr schwankt.

    https://www.funfabric.com/nx.php?01_30_72__

    wurde hier für ne Windhose empfohlen, habs noch nicht getestet, aber steht am Plan

    Hab daraus auch eine Windhose genäht, die bietet aber nur sehr schlechte Bewegungsfreiheit im Schritt. Dieses Schnittmuster funktioniert viel besser. Musst dann nur die Beine verlängern.

    mfg

    der Ray

    Hm gute Frage wie viel das bei einer AD-Hose ausmacht? Ich werde die nur als Camp/Schlafhose verwenden und nicht darin wandern. Außerdem hat AD zumindest in eine Richtung etwas Stretch im Vergleich zu Stoffen für Windhosen

    Was die Marken angeht, könntest du eventuell noch einen Blick auf Pajak (Polen) werfen – die sind in Europa eigentlich ein Muss für so eine Liste. Auch PHD aus UK oder de Klassiker von Western Mountaineering (die in DE ja gut verfügbar sind) wären gute Ergänzungen für den Marktüberblick.

    Ich bin gerade dabei u.a. PHD einzupflegen, nur finde ich keine Angaben zur Füllmenge - kennt da jemand eine Quelle?

    Vielleicht noch Vallandre, Norröna und Bergans aufnehmen?

    Von Valandré habe ich die Gonzo Neo gelistet, den Rest schaue ich mir an.

    Als Preis-Leistung hätte ich noch die Haglöfs LIM Down jacket. Bei mir mit 190g im Lighterpack )Grösse L, ohne Kaputze) und Sie hält zusammen mit BL, Fleece und Puffy bis weit unter 0 warm.

    Damals war es so das günstigste was man haben konnte, der Preis scheint aber stark angezogen zu sein. Auch das Gewicht wird auf der Webseite mit mehr angegeben. Eventuell haben die den Stoff verstärkt (der ist schon arg dünn bei meiner, auch nicht ganz Daunendicht).

    Ich recherchiere mal nach, was sich so finden lässt bzgl. Stoff. Danke für deinen Erfahrungsbericht.


    Habe jetzt im Hintergrund alle Daten in eine Google Sheets Tabelle eingepflegt und werde das bald im Startpost verlinken. Muss aber erstmal alle Zahlen auf Übertragungsfehler kontrolleren und etwas aufbereiten.

    Besonders spannend wäre eine zusätzliche Spalte für die „Down Efficiency“, also das prozentuale Verhältnis von Daunengewicht zum Gesamtgewicht. Das ist oft der ehrlichste Indikator dafür, wie viel „UL“ wirklich in der Jacke steckt. Auch die Info zur Konstruktion (Durchgesteppt vs. Box-Kammern) wäre gerade in der Mittelklasse ein tolles Detail, da das massiven Einfluss auf Kältebrücken hat (mir ist klar dass das alles Kapazitäten benötigt, wollte es aber mal als Feedback dalassen).

    Über den Wert hatte ich sogar nachgedacht aber zunächst verworfen. Aber du hast vermutlich Recht und ich werde den demnächst einpflegen.

    Bezüglich Kontruktion: Alle Jacken aus Kategorie 1 und 2 haben durchgesteppte Nähte bis auf die Valandré. In Kategorie 3 haben alle eine Art von H-Kammern (La Sportiva spricht von "speziellen Daunenkammern" bei der Lumina 300, ich konnte nicht herausfinden wie sie letztendlich kontruiert wurde). Eventuell kann man das mit einen Vermerk bei "Anmerkungen" bei allen Jacken verdeutlichen.

    Was die Marken angeht, könntest du eventuell noch einen Blick auf Pajak (Polen) werfen – die sind in Europa eigentlich ein Muss für so eine Liste. Auch PHD aus UK oder de Klassiker von Western Mountaineering (die in DE ja gut verfügbar sind) wären gute Ergänzungen für den Marktüberblick.

    Pajak hatte ich verworfen, da sie "nur" 750 Cuin Daunen verwenden. Aber da diese vermutlich nach EU-Norm getestet wurden entsprechen die ca. den 800 Cuin amerikanischer Marken. Ich werde sie demnächst einpflegen und auch die anderen Marken nochmal genauer anschauen.

    Hast du vor, das zugrundeliegende Spreadsheet auch schreibgeschützt zu verlinken? Das wäre genial, um die Daten selbst mal nach „Wärme pro Euro“ oder Gewicht zu sortieren.

    Starker Einstand mit der Liste, ich bin gespannt, wie sie sich weiterentwickelt! Wünscht du dir Ergänzungen etc.? Wenn ja, in welcher Form?

    Ha welches Spreadsheet? :D Ich habe die Liste (wahnsinnigerweiße) direkt hier im Forum geschrieben - weshalb sie auch nicht wirklich sortiert ist. Wenn ich Zeit und Muße habe übertrage ich die Daten gerne in ein Google Docs und teile hier den Link, damit man diese auch individuell sortieren kann.

    Ich denke für alle Leser die vor einer Kaufentscheidung stehen wären kurze Erfahrungsberichte zu den einzelnen Modellen durchaus sinnvoll. Aus der Daunenmenge und Bauschkraft kann man die Komforttemperatur erahnen, aber echte Erfahrungen sind Gold wert.

    Gude zusammen,

    einige von euch kennen sicher den Down Jacket Indicator von Reddit. Ein super großer Datensatz an allen möglichen Daunenjacken, aber ich habe so meine Probleme mit der Liste. Erstmal erschlägt sie dich mit Daten, mit denen der durchschnittliche Käufer vermutlich überfordert wird. Außerdem merkt man, dass sie aus Sicht eines Amerikaners erstellt wurde (Preise, Einheiten, Marken, etc).

    Deshalb habe mir als kleines Urlaubsprojekt vorgenommen hier eine Alternative aus europäischer Perspektive zu erstellen. Dafür ordne ich für eine bessere Vergleichbarkeit die Jacken in drei Kategorien - analog zum Decathlon System - ein:

    • DIe Leichtgewichte (MT100): Komfort zw. 0-5°C, durchgesteppte Nähte, teilweise ohne Kapuze.
    • Die Mittelklasse (MT500): Komfort zw. -10-0°C, holen das Maximum an Wärme mit durchgestepptnen Nähten raus, bestes Wärme-Gewicht-Verhältnis.
    • Michelin-Männchen (MT900): Komfort unter -10°C, Box-Construction, für den durchschnittlichen deutschen Winter (außerhalb vom Hochgebirge) oft Overkill

    Zu den Tabellen ein paar Anmerkungen:

    • Bei der Komforttempertatur gehe ich von einem durchschnittlichen Mann in Ruhe aus, der einen Baselayer, Fleece, Daunenjacke und evtl Regenjacke trägt.
    • Die Gewichtsangabe habe ich, wenn vorhanden, von Shops genommen die ihre Produkte nachwiegen. Diese markiere ich mit einem *. Wenn nicht nehme ich die Herstellerangabe.
    • Ich habe mich im Vergleich zur originalen Liste für weniger Datensätze und Modelle entschieden. Einige Marken sind aus europäischer Perpektive einfach uninteressant und manche Werte würden zu sehr ins Detail gehen. Die Tabellen sollen einen groben Marktüberblick geben, wer es vernerdeter mag kann sich gerne durch das Spreadsheet wühlen.
    • Alle Jacken haben mindestens eine Bauschkraft von 800 cuin (bis auf eine Ausnahme). Weniger wäre in einem UL-Forum nicht so gut aufgehoben :D Ich habe keine Unterscheidung zwischen den EU- und US-Testverfahren gemacht, da oft bei den Jacken nicht eindeutig nachvollziebar ist welches angewendet wurde.
    • Für den Preis habe ich - wenn vorhanden - einen Durchschnitt der letzten Monate bei Trackern wie idealo genommen. Zwischen UVP und Retail liegen teilweise mehrere hundert Euro.
      • Da die Timmermade-Jacken immer hoch angepriesen werden habe ich für den Vergleich eine gelistet. Der Preis ist inklusive Versand und Zoll laut Zollrechner.
    • Einen dicken :thumbdown: an alle Marken, die es nichtmal schaffen grundlegende Informationen wie das Gewicht auf der eigenen Webseite anzugeben :cursing:
    • Bei den Robert's Jacken gibt es zwei Varianten mit unterschiedlichen Füllmengen. Für eine Kapuze kommt mir der Unterschied zu groß vor, vermutlich handelt es sich schlicht um einen Overfill. Außerdem lässt sich aus verschiedenen Stoffen wählen (auf Anfrage).

    Ich habe alle Daten auch in einem Google Sheets Dokument gespeichert. Dort gibt es auch ein paar mehr Berechnungen auf Grundlage der Daten. Ihr könnt gerne das Dokument in euren eigenen Account kopieren und weitere Berechnungen anwenden. In der folgenden Tabelle beschränke ich mich auf die grundlegenden Daten.

    Kategorie 1: Die Leichtgewichte

    MarkeModellPreisBauschkraft in CuinStoffGewicht (Größe)Gewicht DauneKragenformAnmerkungen
    Forclaz/SimondMT 10059,99€70015D 35gsm280g?StehkragenDurchgesteppt
    Forclaz/SimondMT 100 Kapuze69,99€80015D 35gsm320g (L)95g (L)KapuzeDurchgesteppt
    CumulusPlancklite229,00€9004x7D 18gsm130g (M)45g (M)StehkragenDurchgesteppt; Verschluss mit Knöpfen
    CumulusPrimelite Pullover225,00€8507D Pertex Quantum 22gsm190g (M)85g (M)StehkragenDurchgesteppt; Half-Zip
    CumulusInverse289,00€90010D Pertex Quantum 28gsm230g (M)80g (M)KapuzeDurchgesteppt
    La SportivaLumina 100185,00€1000Pertex Quantum170g (?)70g (?)StehkragenDurchgesteppt
    MontbellPlasma 1000360,00€10007D 21gsm146g (M)*45g (M)StehkragenDurchgesteppt
    MontbellSuperior Down255,00€80010D203g (M)*55g (M)StehkragenDurchgesteppt
    MontbellEX Light Down Anorak440,00€9007D224g (M)*85g (M)KapuzeDurchgesteppt; Half-Zip
    RabMythic Alpine Light240,00€90010D Pertex Quantum 28gsm277g (M)*80g (M)KapuzeDurchgesteppt
    Black DiamondDeploy Down 0.5 FZ350,00€10004D 17gsm172g (M)*47g (M)KapuzeDurchgesteppt
    Black DiamondDeploy Down 0.5 Pullover400,00€10004D 17gsm148g (M)47g (M)KapuzeDurchgesteppt; Half-Zip
    NordiskStrato 2.0360€9007D180g (L)*59g (L)StehkragenDurchgesteppt
    NordiskStoke 2.0370€9007D201g (L)*65g (L)KapuzeDurchgesteppt
    TimmermadeSDUL .75511€10007D 17gsm144g (M)57g (M)KapuzeDurchgesteppt; Kein RV

    Kategorie 2: Die Mittelklasse

    MarkeModellPreisBauschkraft in CuinStoffGewicht (Größe)Gewicht DauneKragenformAnmerkungen
    Forclaz/SimondMT50099,99€800?440g (L)149g (L)KapuzeDurchgesteppt
    CumulusIncredilite289,00€85015D Pertex Quantum 29gsm325g (M)108g (M)KapuzeDurchgesteppt
    CumulusMountlite409,00€90010D Pertex Quantum 28gsm365g (M)180g (M)KapuzeDurchgesteppt
    La SportivaLumina 200240,00€1000Pertex Quantum250g (?)124g (?)KapuzeDurchgesteppt
    MontbellPlasma 1000 Alpine Parka560,00€10007D 21gsm246g (M)*96g (M)KapuzeDurchgesteppt
    RabMythic G440,00€10007D 23gsm284g (M)*127g (M)KapuzeDurchgesteppt
    RabMythic Alpine230,00€90010D Pertex Quantum 28gsm325g (M)*140g (M)KapuzeDurchgesteppt
    MalachowskiZion Ultralight332,46€9007D 19gsm270g (M)116g (M)KapuzeDurchgesteppt
    Robert'sQuark341,00€850Pertex Quantum (Standard)370g (M)104g (M)StehkragenDurchgesteppt; Auf Anfrage indiv. anpassbar
    Robert'sQuark (Overfill)381,00€850Pertex Quantum (Standard)420g (M)157g (M)StehkragenDurchgesteppt; Auf Anfrage indiv. anpassbar
    ValandréGonzo Neo303,20€80042/55 gsm Nylon462g (M)149g (M)KapuzeH-Kammern

    Kategorie 3: Michelin-Männchen

    MarkeModellPreisBauschkraft in CuinStoffGewicht (Größe)Gewicht DauneKragenformAnmerkungen
    Forclaz/SimondMT900139,99€800? (50D Verstärkungen an der Schulter)630g (M)200g (M)KapuzeH-Kammern
    CumulusNeolite Endurance459,00€85010/15D PTX Quantum (Pro) 29gsm535g (M)255g (M)KapuzeH-Kammern
    La SportivaLumina 300335,00€1000Pertex Quantum350g (?)172g (?)KapuzeUnklar welche Kammern
    MontbellMirage Parka580,00€9007D 21gsm392g (M)*160g (M)KapuzeH-Kammern
    RabMythic Ultra390,00€90010D 28gsm501g (M)*240g (M)KapuzeH-Kammern
    Robert'sNeutron Plus487,00€850Microtex 54545g (M)181g (M)KapuzeH-Kammern; Auf Anfrage indiv. anpassbar
    Robert'sNeutron Plus Overfill516,00€850Microtex 54604g (M)244g (M)KapuzeH-Kammern; Auf Anfrage indiv. anpassbar


    Ich habe vor, die Liste in den kommenden Wochen und Monaten zu pflegen und gerne auch eure Tipps einzuspeisen, die ich übersehen habe.

    Kurze Frage in die Runde: Kann jemand ein Schnittmuster für eine Hose aus Alpha Direct empfehlen?

    https://learnmyog.com/alphaCampPants.html

    Kostet zwar, aber kommt mit guten Instruktionen. Hab auch schon andere Muster von Tim von LearnMYOG gekauft und bin mit allen zufrieden. :)

    Kenne ich, habe nur die Hoffnung dass das günstiger als $20 geht - gibt ja etliche Schnittmuster ohne Outdoor-Tax.

    Kurze Frage in die Runde: Kann jemand ein Schnittmuster für eine Hose aus Alpha Direct empfehlen?

    Habe mir von Shelby die Vuokatti Tights ausgedruckt und zusammengeklebt, aber das Muster ist nicht für einen Stoff mit so wenig Stretch ausgelegt (Papier-Modell in XXL wäre zu eng für mich und ich trage sonst L bei Hosen).

    Tarp inklusive aller Schnüre, Clamcleats und drei Alu-Karabinern: 286g.

    Das ist ein ziemlich guter Wert!
    Mein DCF-Camo Tarp wiegt, mit allem Gezunsel 320 g. (Da ist zusätzlich eine Stangentasche aus kräftigem woven-DCF aufgeklebt)

    VG. -wilbo-

    Ich frage mich trotzdem wie du es schaffst bei fast gleicher Fläche, 9g/m² weniger Gewicht beim Stoff und vermutlich ohne Tape am Saum auf das Gewicht zu kommen? Macht die Stangentasche so viel aus? Das woven-DCF und Ultra100X PSA spielen gewichtstechnisch in einer ähnlich Liga. Für die Schnüre habe ich die 1.5mm reflektierende Leine von 3FUL (ca. 11m gesamt) verwendet, dazu 5 Mini-Clamcleats und 3 Alu-Karabiner von Ali ähnlich zu denen bei ExTex (ca. 2-3g/Stück).

    Wenn ich die Herstellerangaben zu meinen verwendeten Materialien mal hochrechne stimmt das einigermaßen mit meinem nachgewogenen Gewicht überein (6*33g+10*3g+0,1*150g+2*2,5g = 248g).


    Vielen Dank für den Bericht!

    Hast Du das Gewicht mit oder ohne Schnüre gemessen?
    Und ziehen sich die Nahtlöcher an den Ecken bei einer etwas kräftigeren Abspannung auf?

    VG. -wilbo-

    Nö bisher gar nichts, habe extra drauf geachtet aber leider wohl keine Fotos von gemacht (denke beim nächsten Aufbau hoffentlich dran). Genäht habe ich mit einer 60er Microtex und Gütermann Allesnäher.


    Edit: Habe mal bei dem einem Foto etwas reingezoomt. Ich mache dir nächstes Mal wirklich ein paar Detailaufnahmen...

    3x2m Flat Tarp aus UltraTNT

    Hallo zusammen aus dem Zug zurück vom Spessart.

    Vorneweg: Ich bin mir unsicher ob dieser Post hier richtig aufgehoben ist. Es handelt sich zwar um ein Tarp, aber die einzigen Nähte sind Box-Stitches, um die Schlaufen zu befestigen. Wenn die Moderatoren der Meinung sind der Post wäre in einem extra Thread besser aufgehoben dürft ihr das gerne verschieben.

    Benötigte Materialien und Werkzeuge 

    • UltraTNT (in meinem Fall 4lfm)
    • UltraTNT PSA 15mm (10-14m) (Ich hatte leider nur das 30mm Tape bekommen welches ich in der Breite halbiert habe um etwas Gewicht zu sparen.)
    • Ultra100X PSA (Kleinmenge von ExTex oder AdventureExpert reicht locker)
    • 3M Transferklebeband (2m)
    • 10mm Grosgrain oder Gurtband eurer Wahl (ca. 2-3m)
    • Üblicher Schneiderbedarf (Matte, Lineal, Metermaß, Klammern etc)
    • Rollenschneider
    • Andrückrolle (habe mir vom Baumarkt eine günstige besorgt, die eigentlich für Tapetennähte gedacht ist)
    • Feuerzeug/Kerze
    • Isopropanol 99%
    • Wattepads
    • (Etwas Wondertape ist für die Schlaufen ganz hilfreich)

    Arbeitsschritte

    1. Stoff begutachten und auf die gewünschte Größe schneiden - in meinem Fall in zwei Stücke je 2x1,5m. Tipp: der Stoff scheint zwei leicht verschiedene Seiten zu haben. Ich bilde mir ein dass eine leicht mehr glänzt. Deshalb habe ich die gleichen Seiten mit einem Stift markiert.
    2. Klebefläche mit Isopropanol reinigen. Anschließend auf einer Stoffbahn entlang der 2m Kante das Transferklebeband aufkleben. Achtet darauf dass der Stoff immer schön glatt ist. Mit der Rolle leicht andrücken.
    3. Das andere Stoffteil mit der nötigen Überlappung auf das Klebeband legen. Mit einer Hand das Papier vom Klebeband nach und nach lösen und gleichzeitig mit der anderen Hand den Stoff leicht andrücken. Unbedingt beide Stoffbahnen mit etwas Zug glatt halten! Ich habe in meinem Fall von Links nach Rechts gearbeitet. Die rechte Hand hat das Papier abgelöst und gleichzeitig etwas Zug auf den Stoff gegeben. Mit der linken Hand habe ich dann den ersten Druck auf die Verklebung gegeben. Anschließend mit der Rolle kräftig andrücken.
    4. Saum: Ich habe mich aufgrund der großen Abstände zwischen der einzelnen UHMWPE-Fasern gegen eine Naht entschieden und eine Nachfrage bei Challenge Sailcloth hat mich darin bestätigt. Stattdessen wird der Stoff zwei Mal je 1-1,5cm umgeschlagen und erstmal handfest "gefalzt". Stoffklammern helfen dabei den Saum in Position zu halten bevor geklebt wird. Klebefläche reinigen und nun nach und nach mit dem PSA Tape verkleben. Auch hier wieder kräftig mit der Rolle andrücken. Das ganze Prozedere mit den anderen drei Säumen wiederholen.
    5. Verstärkungen ankleben: Da ich Bedenken bezüglich der Klebekraft des PSA Tapes auf dem Ultra100X hatte habe ich mich dagegen entschieden die Verstärkung in den Saum zu verarbeiten. Stattdessen habe ich diese auf den fertigen Saum geklebt (auf der Innenseite des Stoffes). Dafür mehrere Kreise mit ca. 10cm Durchmesser aus dem Ultra100X schneiden (eine 230g Gaskartusche hat fast die perfekten Maße dafür). Die Stoffkante leicht abflammen. Entlang der Kanten habe ich Halbkreise verwendet, in den Ecken einen ganzen Kreis so gelegt, sodass dieser die Ecke komplett bedeckt und den Überstand abgeschnitten und für die drei Abspannpunkte in der Stoffmitte je einen ganzen Kreis. Reinigen, Kleben, Andrücken - das übliche Prozedere.
    6. Zu guter Letzt nur noch die Schlaufen annähen. Dafür das Band in die gewünschte Länge schneiden, Enden abflammen (bei mir 10 bzw 15cm) und mit Wondertape an gewünschter Position fixieren. Nun nur noch mit der Nähmaschine mit einem Box-Stitch vernähen. Bei den drei Abspannpunkten in der Mitte habe ich die Nähte mit etwas PSA Tape abgedichtet. Fertig! Vor dem ersten Aufbau mindestens 24h den Kleber arbeiten lassen.

    Resultat und erste Eindrücke

    Ich bin mit dem Ergebnis erstmal sehr zufrieden. Während des Prozesses habe ich immer mal wieder nachgewogen um zu sehen welche Schritte für wieviel Gewicht sorgen.

    • Stoff geschnitten und zusammengeklebt: 202g
    • Nach dem Säumen: 225g
    • Fertiges Tarp: 240-250g (meine Küchenwaage spinnt etwas rum)
    • Tarp inklusive aller Schnüre, Clamcleats und drei Alu-Karabinern: 286g.

    Habe jetzt zwei Nächte mit dem Tarp verbracht und erstmal großes Vertrauen in alle Verklebungen. Hoffentlich kann ich es in den nächsten Wochen mal bei etwas mehr Wind testen. Im Zweifel könnte man die Verklebung der beiden Stoffteil noch mit PSA Tape verstärken.

    Kosten

    • 4 lfm UltraTNT + Versand = 93,34€
    • 2m Transferklebeband = 4,80€
    • 10m UltraTNT PSA Tape (in meinem Fall 30mm) = 23€ (wenn ihr auf 15mm halbiert reichen 5m)
    • Ultra100X PSA Kleinmenge = 17,60€
    • 3m 10mm Grosgrain = 1,50€
    • Gesamt = 140,24€

    Wie willst Du den Saum verarbeiten?

    Mangels hilfreicher Threads habe ich einfach Challenge Sailcloth auf Instagram angeschrieben - und die haben nach knapp 2 Stunden sogar geantwortet. Ich zitiere mal direkt:

    Zitat

    Either way I would PSA tape a hem (fold at least twice) stitching can also offer the last line of defence to cord kicks etc. but it can also cause a weaker point from perforation.

    Etowah Outfitters versäumt ja mit einer Naht (und Tape?). Ich habe da wegen der großen Abstände zwischen den Fasern so meine Bedenken und werde es nur tapen (2x je 1cm umgeschlagen und Tape drüber). Habe leider nur das 30mm PSA Tape bekommen was ganze 6g/m wiegt. Bei 10m Kantenlänge wären das ganze 60g :huh: Habe vorhin angefangen das mit einem Rollenschneider zu halbieren. Ist etwas mühselig aber funktioniert. 15mm sollten hoffentlich reichen. Wenn nicht schneide ich es mir auf 20mm zurecht - habe etwas auf Vorat geholt.