Beiträge von tib

    Noch ein Tipp: Schau Dir bei Deiner Suche auch mal die Baffle-Konstruktionen von Western Mountaineering an. Deren Winterschlafsäcke haben ab einer bestimmten Grenztemperatur so genannte, Side-blocked oder V-blocked Baffles. Das heißt, dass die röhrenförmigen Daunenkanäle nicht mehr durchgängig sind ("continuous baffles"), sondern durch eine ebenfalls mit Daunen gefüllte Sperrschicht unterbrochen werden. Dies führt dazu, dass die Daune von der Oberseite des Schlafsacks auch beim Schütteln oder Wenden nicht nach unten rutscht, wodurch die Isolationsfähigkeit auf der Oberseite dauerhaft bewahrt bleibt:

    In der Abbildung sieht man unten rechts den WM Puma mit aufgelistet. Aber interessant zu sehen, dass offenbar innen eine zweite, dünnere Lage Daunen ist, die ein continous Baffle hat. Der Valandre Odin hat auch kein continous Baffle, aber kommt aufgrund des Schnitts (die Kammerstege sind laut Marketing gebogen und nicht rechteckig) ohne die seitliche V-Kammer aus.

    Genau dafür wäre die von Skurka empfohlene VBL-Kleidung optimal, die hier diskutiert wird. Direkt auf dem Körper oder über einem dünnen Baselayer getragen, läufst Du damit nämlich gar nicht erst die Gefahr, dass Körperfeuchtigkeit in die darüber getragene (Daunen)Isolation gelangen kann. :)

    Für mich wäre das im Notfall eine Option, aber für den normalen Gebrauch nichts. Mir ist es so schon häufig zu eng in einem Winterschlafsack. Die Vorstellung dort auch noch mit der dicken Daunenjacke drinnen zu sein, fühlt sich schon gedanklich nicht gut an :D

    Aber dafür sehr robust und ziemlich wasserdicht. :) Bei Wintertouren würde ich niemals auf ExtremeLite oder ähnlich dünne und empfindliche Materialien setzen, um künstlich ein paar Gramm zu sparen. Vielleicht bin ich aber auch im falschen Forum... 8o

    Ich halte (ohne praktische Erfahrung) die normale Schlafsackhülle als vielseitiger im Einsatz und im Notfall pflegeleichter auf Tour. Bei der letzten Tour hatte ich statt Innenzelt einen Windsack im Zelt und habe darin geschlafen. Windsack ist sowieso dabei. Für die nächste Tour werde ich den wahrscheinlich nochmal etwas größer und die Kopföffnung etwas anders gestalten müssen, aber ansonsten scheint es mir immernoch ein sinnvolles Konzept zu sein. Ein GWS an Fußende und Kapuze würde ich aber wahrscheinlich ohne Lange Überlegungen nehmen.

    Das ist absolut krass schlecht bei den Parametern! Mein Cumulus Liteline mit 460g Daune hat exakt diese Werte im Loft. Regular und nicht large, klar, aber auch nur rund die Hälfte an Daune. Wiegt denn der Valandre was er wiegen soll?

    Gute Idee, den Schlafsack zu wiegen! Laut Küchenwaage wiegt er 40g weniger, als im Bergzeit-Shop angegeben. Beim Hersteller steht gar kein Gewicht für L. Die 40g machen aber weder den fehlenden Loft aus, noch den deutlichen underfill in den Kammern.

    whr  schrenz  tib Was nehmt ihr da - Nalgene?

    Das ist die große Frage :/ Habe da auch noch nicht die richtige Flasche gefunden.

    Wenn du nicht zielpinkeln willst, sollte es schon weithalsig sein. Und mit weithalsig meine ich, dass die Luft auch wieder rauskann. Das musste ich erst lernen. Nalgene würde da sicherlich gehen, ist aber in meinem Kopf zu schwer.

    Vielleicht sind die Enten aus dem Apothekenbedarf leichter? Das gibt auch immer ein schönes Gesprächsthema, wenn die außen in der Meshtasche transportiert wird :D

    "pee bottle"

    Das ist auch mein Luxusgegenstand, wenn oft Regen zu erwarten ist!

    Und im Land der Midges :D Habe mir diesen Sommer in Schottland extra eine mitgenommen. Abends Zelt aufgebaut und bis zum Abbau auch nicht mehr verlassen. Die Bister haben am Mesh schon auf mich gelauert.

    OnTopic: ich trinke abends auch oft nach, versuche aber tatsächlich die letzte halbe bis ganze Stunde vor dem Schlafen nicht mehr zu trinken.

    Darf ich fragen, für was für Touren der Schlafsack denn genutzt werden soll? Wesentlich kälter als -25° C wird es sogar in den Alpen nur selten. Oder strebst Du Skandinavien an?

    Ja, der ist für Skandinavien gedacht. Ich habe auch lange rumüberlegt, ob nicht 20°C reichen. Aber zum Einen ist vom Wetter her Reserve nicht verkehrt und zum anderen brauche ich nach einem langen Tag draußen auch ein bisschen mehr Komfort.

    Und auch bei -25°C ist ein -30er Schlafsack nicht verkehrt. Der Komfortwert gibt ja nicht die optimale Nutzungstemperatur des Schlafsacks sondern den unteren Grenzwert des Komfortbereichs bei optimalen Bedingungen an.

    Western Mountaineering Puma GWS (L)

    Nach der Enttäuschung beim Valandre kam ich über einen runtergesetzten Puma GWS. GWS heißt, dass der Schlafsack mit einer Membran (hier Gore Windstopper - künftig unter dem Namen Infinium) ausgestattet ist. Das gibt die Hoffnung, dass evtl auf ein Innenzelt verzichtet werden kann. Auf der anderen Seite wird die Langlebigkeit der Membran ein Problem. Laut Hersteller sind -32°C bei 1105g 850+CUIN-Daune (US-Norm) angegeben.


    Pros WM Puma GWS:

    • Der Sack ist wirklich gut gefüllt. Es zeigen sich kaum Flachstellen und wenn doch, hilft ein wenig aufschütteln. Das GWS lässt schon ein wenig schlechter die Luft rein.
    • Die vom Hersteller angegebenen 24cm Lofthöhe sind realistisch.
    • Die Kapuze sitzt bei mir wirklich perfekt.
    • Die RV-Abdeckungen sind wirklich gut gefüllt. So gut, dass das Schließen des RV schon etwas schwer wird.
    • Der RV geht bis in Fußhöhe runter.
    • Fußbereich ist innen mit einem anderen Material gemacht. Das soll wahrscheinlich robuster sein.


    Cons WM Puma GWS:

    • Ich mag das GWS nicht wirklich: raschelig und steif.
    • Der Schlafsack ist ein wenig eng - aber das liegt wohl eher an mir. Immerhin bekomme ich auch mit VBL noch keine Platzangst. Das hatte ich bei einem anderen Schlafsack schonmal. Das Problem besteht eigentlich hauptsächlich beim zu- und aufmachen.
    • Der RV läuft etwas schwer. Das liegt wahrscheinlich an mehreren Gründen: aufgrund der Enge muss ich mich selbst zum Schließen verbiegen (lange Schnur am Reißer nachrüsten!) und ich liege dadurch wahrscheinlich zu weit rechts, also halb auf dem Oberteil. Außerdem ist die Abdeckleiste leicht im Weg und das steife GWS macht vielleicht auch noch seinen Teil.
    • Hat keine Schlaufen zum Aufhängen am Fußende.


    Fazit: ein guter Schlafsack, aber ich würde ihn mit MF-Material bevorzugen.

    Bilderschau:

    Die RV-Abdeckungen sind eine Wucht. Und mit dem GWS sehr steif.

    Der Wärmekragen wird links mit Klett verschlossen und dann zugezogen.


    Sobald ich neue Kandidaten da habe, wird die Serie fortgesetzt. Es sind schon welche unterwegs.

    Da es gerade mit den Bildern nicht geklappt hat, noch ein Versuch, die Bilder für den Valandre Odin Neo hochzuladen.


    Nach ein paar Tagen lockerer aber 2x gefalteter Lagerung sieht er so aus:

    Und nach intensivem Aufschütteln:

    Hier erkennt man den 3D-Schnitt ganz gut

    Hier sieht man rechts die Halsöffnung des Wärmekragens und links den Klettverschluss, mit dem Ober- und Unterteil miteinander verschlossen werden:

    Der Wärmekragen ist nach unten versetzt:

    Der Doppentanka für die Kapuze lässt sich zusammenkoppeln. Nach viel Gezerre stellte ich fest, dass zum Öffnen an der Seite ein kleiner Knopf gedrückt werden muss. Nicht gerade intuitiv wenn man das nicht sieht. Und mit möglicherweise kalten Fingern auch nicht unbedingt leicht zu bedienen.

    Die RV-Abdeckleiste: einfach ausgeführt und nur mäßig gefüllt.

    Einmal raufgedrückt bleibt der Schlafsack platt (leider etwas schwer zu erkennen):

    Der Aufbewahrungssack im Vergleich zum WM Puma GWS. Beide sind für dieselbe Temperatur von -30°C angegeben.

    Valandre Odin Neo (L)

    Über das Wiki hier im Forum kam ich auf Valandre und konnte es kaum glauben, dass eine Westeuropäische Marke zu diesen Preisen produziert. Es wird an einigen Stellen die Qualität sehr gelobt. Besonders deren Daunen und der echte 3D-Differentialschnitt (die Kammerstege werdem rund zugeschnitten wodurch auch die seitliche V-Kammer entfällt, die viele Hersteller haben). Schon beim Bestellen wunderte ich mich ein wenig über die Füllmenge (ich finde nicht mehr, wo ich diese Angabe her hatte) von 900g 800+CUIN-Daune (nach EU_Norm) bei angegebenen -30°C laut eigener Komfort-Wertung. Aber gerade auch der Bericht auf Outdoorseiten (man bemerke es ist der Odin und nicht der Odin Neo) klang sehr gut. Wohlgemerkt wurde da der Sack von Valandre gestellt.

    Nun gut. Ich bestellte mir also den Odin Neo und war bei der Lieferung über den wirklich kleinen Karton sehr erstaunt.

    Pros Valandre Odin Neo:

    • Im Schlafsack habe ich viel Platz und kann mich sehr gut bewegen. Das macht auch das Schließen und Öffnen des Schlafsacks deutlich einfacher.
    • Der Wärmekragen passt sich wirklich gut um den Hals. Ich kann mir vorstellen, dass der gut funktioniert.
    • Der RV läuft sehr leicht.
    • Es gibt von Außen am Fußende Schlaufen, um den Schlafsack aufzuhängen.
    • Das Material ist angenehm auf der Haut und macht einen leichten und zuverlässigen Eindruck.

    Cons Valandre Odin Neo:

    • Der Aufbewahrungssack ist viel zu klein.
    • Es sind viel zu wenig Daunen eingefüllt. Nach reichlich aufschütteln erreicht der Schlafsack eine Füllhöhe von 15-18cm.
    • Die Daunen verschieben sich sehr schnell in den Kammern und es gibt keine gleichbleibende Füllhöhe.
    • Bei Druck auf den Schlafsack bleibt eine plattgedrückte Stelle - die Daunen sind einfach zur Seite weg.
    • Das Schließen des Wärmekragens ist fummelig.
    • Da der Wärmekragen unterhalb der Kopföffnung versetzt ist, sitzt mir die Kapuze beim zuziehen schlecht: ich habe die Öffnung mehr vor den Augen als vor dem Mund.
    • Die RV-Abdeckung ist einfach und mittelmäßig gefüllt - könnte aber vielleicht genug sein. Das konnte ich nicht testen.
    • Der RV geht nur bis kurz oberhalb des Knies zu öffnen. Das ist bei warmen Temperaturen (z. B. mal bei einer Hüttenübernachtung) dann nicht sehr flexibel.
    • Ich verstehe den Sinn des Doppeltankas für die Kapuze nicht. Klar, ich habe somit nicht zwei Schnüre (Wärmekragen und Kapuze) auf der rechten Seite die ich evtl. verwechsel, aber das Handling besonders beim Aussteigen wird damit auch nicht besser.

    Fazit: der Schlafsack ist in diesem Zustand für mich nicht brauchbar. Evtl handelt es sich um ein Montagsmodell. Ich habe den Versand angefragt, ob sie mir ein anderes Exemplar zuschicken würden. Mal sehen was sie antworten.

    Da ich mich gerade durch verschiedene Modelle wühle, um den passenden Winterschlafsack zu finden, möchte ich euch an den gewonnenen Erkenntnissen teilhaben lassen.
    Es werden also im Laufe ein paar Schlafsäcke unter die Lupe genommen. Wenn ihr Fragen zu den Säcken habt, dann stellt sie gleich, weil die meisten werden wohl wieder zurück gehen. 

    Die Schilderungen sind rein subjektiv. Und natürlich unabhängig / es wird nichts bezahlt, kostenlos zur Verfügung gestellt oder gesponsort. Ich bin auch wirklich kein Gear-Nerd, der die Nähte analysiert oder ganz besondere Ansprüche hegt, sondern will einfach einen Schlafsack, der für mich gut funktioniert.

    Zu den Anforderungen/Rahmenbedingungen:

    • Temperaturbereich: sub -20°C Komfort-Temperatur, am liebsten -25 bis -30°C (soweit das überhaupt angegeben wird - die Messungen sind in diesem Bereich ja nicht mehr zuverlässig)
    • Hauptnutzung bei 1-2 wöchigen Touren im Zelt; wobei auch mal eine Hüttennacht dabei sein kann
    • Körper: 188cm Länge und 95kg DaunenFüllung
    • der Sack (jetzt rede ich nicht mehr von mir) sollte möglichst lange halten, dafür ist ein pfleglicher Umgang meinerseits vorgesehen
    • der Schlafsack wird mit einem VBL verwendet
    • die Nutzungszeit wird nur wenige Wochen im Jahr betragen

    Noch als kleine Randnotiz: eigentlich war ich drauf-und-dran, mir einen Nahanny zu bestellen. Leider hat die Kommunikation per Mail mit ihnen nicht gut funktioniert. Teilweise wurden nicht alle Fragen beantwortet, die Bitte nach einem Telefonat oder Chat wurde von ihnen ausgeschlagen. Es stellte sich erst sehr spät raus, dass sie nicht mehr nach Maß nähen, sondern es nur von der Stange gibt, was für mich noch ok war. Im weiteren Verlauf sagten sie mir, welche Größen (nicht Modelle) ich in Betracht ziehen solle. Eine genaue Einordnung oder Tabelle, an der ich mich hätte orientieren können, um mich für die richtige Größe zu entscheiden, konnten sie mir dann aber nicht geben. Erstaunlicherweise waren die Preise auf einmal 20% höher als auf der Website - aber auch das ist im internationalen Vergleich immer noch im Rahmen! Nachdem ich über Wochen viele Mails mit ihnen geschrieben hatte (Antwortzeit ihrerseits ca. 1 Woche) und ich bei nicht beantworteten Sachen immer wieder nachfragen musste, wurde mir dann irgendwann mitgeteilt, dass sie meinen Auftrag nicht annehmen werden. Das fand ich sehr ärgerlich, weil auch meinerseits viel Zeit auf die Kommunikation verschwendet wurde und ich es gern sehr schnell geklärt hätte. Auch schade, weil ich vor ca. 10 Jahren mir mal einen Schlafsack dort hatte nähen lassen und mit dem zufrieden war.

    Danke für die Erklärung. Die erste Variante sieht wirklich interessant aus.

    wilbo Hast Du auch schon mal Ski Straps probiert? Günstig und müssten ja auch gut zu kürzen sein, um das Gewicht zu minimieren.

    Also ich habe für mein Lavvu beim Wandern immer die "In der Länge einstellbare Zeltstange aus zwei Trekking-Stöcken zusammengebaut"-Variante verwendet. Da habe ich statt den drei Querschnüren nur zwei Klettbänder benutzt und hatte stabile Wanderstöcke (Leki Sherpa). Das hat immer gut funktioniert, aber ich habe das auch nie unter Extremwetter testen müssen.

    ich tendiere in der Zwischenzeit zu den bonfus Middus Zelten

    Vorteil : Sie sind um einiges günstiger als die HMG

    ich weiß nicht, ob es ein echtes Schnäppchen ist, aber ich bin gerade über das Angebot bei wotws gestoßen. Immer noch teurer als das Bonfus, aber vielleicht ist es ja dennoch was für dich:

    https://www.walkonthewildside.de/2-personen-zelte/7640-hyperlite-mountain-gear-ultamid-2-zelt.html

    Ich glaube, das heißt Miederband/Miederstab/Stäbchenband. Meins ist 10mm breit und vielleicht 1-2mm dick.

    Sowas habe ich damals auch verwendet. Bin aber einige Nähläden abgelaufen. Hast du das online bestellt? Wenn ja, wo?

    gedoppelten Kegel

    Einen zu großen Kreis, bei dem du den überschüssigen Umfang dann faltest oder wie hast du das gemacht?

    Daher baue ich nur noch Tarps oder Lavvus mit Hutze. ;)

    Ich verstehe den Vorteil noch nicht ganz. Dass dann weniger Nähte mit weniger Material aufeinander kommen oder was ist der Trick dabei? Du wirst es doch wahrscheinlich mit einer Naht den Vorder- und Hinterteil verbinden, oder?

    spart man sich auch sehr viel Zeit, wenn man alle 8 Blöcke beim Ausschneiden übereinander legt.

    Dafür bin ich nicht mutig genug. Bei mir wird jedes Stück Stoff einzeln geschnitten. Btw: bei EarthSeaSky in Neuseeland erfuhr ich mal, dass die für den Zuschnitt von Merino (ich weiß nicht mehr, ob nur dafür) extra einen freiberuflichen Cutter kommen lassen, der dann sehr viele Lagen auf einmal schneidet. Fand ich spannend, dass es das als eigenen Beruf gibt.

    Pro Kante habe ich 3,5cm Catcut auf 220cm Länge. Das klingt erstmal nach wenig, aber je mehr Kanten das Mid hat desto kleiner sollte der Catcut sein, sonst bleibt nicht mehr viel vom Innenraum übrig. Alles zwischen 3 und 4cm passt hier ganz gut, finde ich.

    Dafür dass sich Poly ja nicht so stark dehnt, finde ich das garnicht so wenig. Bei meinem Nylon Lavvu hatte ich auch nicht mehr genommen. Aber die Mittelnähte der einzelnen Seiten sind ohne Catcut, richtig?

    Kannst du noch was dazu sagen, wie du die Spitze genäht hast?

    Und was versteift die Hutze, dass die offen steht?

    Mein erster Schlafsack hat eine Hülle aus Pertex Endurance, was eine einfach mikropuröse PU-Membran ist. Die PU-Beschichtung ist dann genauso von Hydrolyse betroffen, wie andere auch. Nach 19 Monaten dauernder Feuchtigkeit hat sich die Beschichtung dann beim Waschen durchs OST komplett aufgelöst.

    OK, danke! Das war meine Befürchtung. Wie kommst du auf 19 Monate dauernder Feuchtigkeit? Tatsächlich so viel benutzt oder falsch gelagert?

    Leider ist es doch nicht ganz so einfach, die gewünschten Schlafsäcke ohne Membran zu bekommen.

    Ich habe übrigens meine Frage auch an WM gestellt und folgende Antwort bekommen:

    Zitat

    Our MicroFiber shells have an extremely long durability; they are a simple 40-denier nylon with a very balance weave, and a DWR coating. The shell material itself doesn't really have a shelf life; we routinely see MicroFiber bags that are 20-30 years old in great condition. After about 8-10 washing, the DWR treatment may need a refresh, you can find a spray on, or wash in DWR treatment online or at most outdoor shops.

    Gore Windstopper is a two layered laminated membrane, and potentially after 10-15 years of use, de-lamination can occur. This is highly conditional on how the bag is used and kept clean. Basically, body oils, extreme temperature flux, dirt and grime can all effect the longevity of the shell. Area that de-laminate will lose their water resistance.

    Dann schau ich mal, was es für interessante Schlafsäcke ohne Membran auf dem Markt gibt.

    Sehr schönes Zelt ist das geworden!

    Hast du die Seitenwände geteilt, um den Zuschnitt sparsamer zu gestalten? Wie viel Laufmeter hast du damit gespart?

    Da ich bisher nur Erfahrungen mit Silnylon habe: wie viel Catcut auf wie viel Kantenlänge hast du genommen und hat sich das bewehrt?

    Um mit dem Silpoly von Extremtextil zu üben, habe ich in letzter Zeit an einem Lavvu gebastelt.

    Was wird dann das nächste Projekt?

    Ich denke diese Membranen nutzt man dafür, dass keine Feuchtigkeit von der Außenseite hinein kommt, bzw der Wind nicht die Wärme weg bläst

    Ja genau. Und in meinem Fall in Verbindung mit einem VBL wäre tatsächlich nur die Wasserdichtigkeit und nicht mal die Atmungsaktivität das Feature.

    Ich meine, mal gelesen zu haben, dass sich Membrane auch zusetzen können und dadurch an Wirksamkeit verlieren?

    Das ist zumindest bei Regenbekleidung öfter mal der Fall, wenn sie nicht häufig genug gewaschen wird. Bei einem Schlafsack würde das wohl hoffentlich nicht ganz so schnell gehen.