Beiträge von Gernstl

    Ich habe jahrelang die Craghopper Nuoro Hemden in Skandinavien getragen (wie auf meinem Bild). Perfekt als Sonnenschutz und auch für etwa 6 Wochen als Mückenschutz. Leider verwendet Craghopper seit etwa einem Jahr ein anderes Material, dicker, glänzender und mehr eine Kunststoff Haptik als früher. Seit einem Jahr habe ich auch einen Sun Hoody von Arcteryx. Eine Kappe wird bei Hemd und Hoody getragen, sonst fehlt die Abschirmung der Augen. Allerdings ist mir der Hoody bei über 25 Grad zu warm, erst recht mit aufgesetzter Kapuze. Ein Hemd ist einfach luftiger und kann gut partiell zum regulieren geöffnet werden und ist für mich die deutlich bessere Wahl. Besonders da ich häufig wegen „Sonnenallergie“ auf den Händen Handschuhe trage ist eine offene Manschette deutlich angenehmer als ein eng anliegender Ärmel von einem Hoody.

    Mir ging es nicht um weitere Informationen. Ich fand nur interessant, dass man bei der Matte gut erkennen kann was sich alles ansammelt.
    Die frühere Matte hat definitiv geschimmelt, der Geruch war eindeutig. Bilder gibt es keine davon, aber die schwarzen Schimmelflecken waren gut erkennbar.

    Ich habe mir im März die neue Exped Ultra 3R in MW Mummy gekauft. Bisher geschätzt etwa 20 Nächte benutzt. Ich bin mit der Matte sehr zufrieden, komfortabel zum liegen, schnell aufgepumpt und noch schneller Luft abgelassen dank zweier Verschlüsse, leicht und sehr kleines Packmaß. Da das Material leicht durchsichtig ist, sieht man auch recht gut die kondensierte Feuchtigkeit. Die Matte wurde immer mit einer Pumpe gefüllt, nie aufgeblasen. Ich möchte den kurzen Beitrag auch nicht als Kritik an der Matte verstanden wissen, sondern nur als Information, bei anderen Matten wird es ähnlich sein. Eine TAR ist mir auch schon einmal innen verschimmelt.
    Und nicht das jemand auf die Idee kommt und meint ich solle die Matte doch abwischen, die Tropfen sind innen.

    Das Zelt ist das aktuelle Modell, es wurde im Herbst 2025 gekauft und bisher etwa 25 Nächte benutzt. Warum wurde es gekauft? Ich wollte ein wohnliches doppelwandiges Zelt das weitgehend freistehend ist, schnell und einfach aufzubauen und dazu einen Querlieger. Benutzen wollte ich es in deutschen Mittelgebirgen und generell in Waldgebieten.

    Das Gewicht mit Packbeuteln und Gestänge auf meiner Küchenwaage beträgt etwa 1100 Gramm. Die Farbe „Tangelo“ ist weniger ein Orange sondern eher ein schönes Terracotta, dass sich m. M. nach schön in die Landschaft einfügt, aber natürlich nicht so unauffällig ist wie z. B. ein dunkelgrünes Zelt. Ich habe aber auch zunehmend weniger Lust mich unterwegs zu verstecken.

    Was mir gefällt:

    - Die Verarbeitung ist Top, gerade, saubere Nähte, keine losen Fäden, sauber abgeklebte Nähte am Überzelt
    - Das Innenzelt ist durch die geraden Wände tatsächlich sehr geräumig und bietet Bewegungsfreiheit wie es schon der Grundriss vermuten lässt. Es steht straff und faltenfrei.
    - Der Eingang ist groß und komfortabel, besonders das Außenzelt mit RV mittig und am Rand ist klasse und variabel.
    - vier Taschen im Innenzelt bieten ausreichend Stauraum, besonders die 3 am Himmel lassen sich gut nutzen, die am Eingang hängt etwas durch.
    - bis auf einen notwendigen Hering für die Apsis freistehend
    - effektive Belüftung, öffnet man die Lüftung oben am Kopfende spürt man einen kleinen Luftzug
    - Apsis ist ausreichend groß für Rucksack, Schuhe und (vorsichtiges) Kochen

    Was für mich weniger wesentlich ist:

    - der Preis ist mit 500€ VK sicher nicht günstig, aber ich habe schon ähnliche teure Zelte gekauft die weniger Komfort geboten haben
    - der Packsack ist eine Wursteltüte, er funktioniert, könnte aber besser sein
    - Heringe sind beigelegt
    - das Klippsystem zur Verbindung von Über- und Innenzelt an den vier Ecken klappt manchmal nur mit Fummelei
    - Innenzelt zuerst aufbauen ist naja, das zusammenhängende Gestänge bietet ein straffes Innenzelt, wäre mir aber als einzelne Gestänge lieber
    - durch viel Netz im Innenzelt bei kaltem Wind kühl im Inneren

    Was mir nicht gefällt:

    - das Außenzelt dehnt sich bei Feuchtigkeit stark, Apsis hängt schnell schlaff und oben sammelt sich das Wasser in tiefen Falten
    - der Boden ist nicht dicht, es drückt sich Wasser durch

    Fazit:

    Eigentlich gefällt mir das Zelt und ich fühle mich darin wohl. Aber der Boden macht es m. E. zu einem Schönwetter Zelt und damit würde ich es niemandem empfehlen. Ich hätte gerne einen stabileren Boden auch wenn es dadurch etwas schwerer würde.

    Laut Webseite ist die Komfortlimite auch 2°C (Limite -4°C). Hat sich da was geändert ? Ultralight Bundle – Zenbivy Europe (weiter unten die Tabelle). Mit ein bisschen Kleidung sollte es aber locker hinhauen

    Zenbivy: -4°C models: Limit -20°C / Comfort 2°C

    Comfort (nicht Limit) 2 Grad C naja, und -20 Grad C Limit ist wohl zwischen tollkühn und einem darwinschen Experiment einzuordnen.
    Und was ist ein bisschen Kleidung? Stringtanga?

    DieTemperaturangaben passen nicht zu meinem Körper. Tendenziell ist das Teil eher was ab 5 Grad aufwärts. Zumindest fühle ich mich dann erst damit wohl

    Zu meinem auch nicht. Ich teile deine Einschätzung. Ich habe mir öfter 100 gr mehr Daunen gewünscht. Bin damit gerade in Polen unterwegs bei Frostnächten, das ist schon grenzwertig in der Nacht: 2 Hosen, 3 Shirts, Octaflecce und Windjacke und auf dem Kopf 2 Kapuzen. Es war zum aushalten, aber warm war mir nicht. Ein wenig hilft das Cover wenn der Schlafsack daran befestigt ist.

    Ich habe die Stöcke jetzt circa 750 km ohne Probleme in Benutzung.
    Was mir gefällt:

    - Klares schnörkelloses Design, hervorragender sehr angenehmer Griff mit luftiger dünner Schlaufe, Vibrations- und Klapperfrei wie noch kein anderer Stock, einfach zu bedienen mit zuverlässiger Klemmung der Längenverstellung.

    Was für mich nicht so wesentlich ist:

    - Packmaß ist recht lang aber er ist schnell außen am Rucksack neben dem Zeltgestänge untergebracht, der Preis ist hoch, Einzelteile können nach bestellt werden, sehr leicht, Carbon ist sensibel.

    Was mir nicht gefällt:

    - Es gibt Berichte über Mängel des Verriegelungssystems der Stockteile, muss bei Durstongear bestellt werden daher könnte ein Garantiefall aufwendiger werden.

    Fazit: Wenn die Stöcke mal eine halbe Stunde nicht gebraucht werden, trage ich sie meistens in der Hand statt sie zu demontieren. Faltstöcke habe ich dann eher gefaltet in der Hand getragen. Die Schlaufen nutze ich bisher nicht. Für mich die mit Abstand schönsten Stöcke ohne jegliche Vibrationen. Bisher ist es eine Freude sie zu benutzen.