Beiträge von Eichkatz

    So, auch das letzte Problem ist behoben.

    Um das zu feiern habe ich erst mal eigene Brake Spacer gebaut.


    Um die Installation für andere zu vereinfachen sowie die schnelle Demontage zu ermöglichen habe ich die Achs-Halter neu designt. TPU-Straps waren leider untauglich, sie liessen sich nicht fein genug einstellen. Die Kombination von Klettriemen mit TPU innen funktioniert aber sehr gut.


    Jetzt bin ich bereit, den Roller auch anderen anzubieten.

    Der Aufwand, das ganze Set zu reproduzieren ist allerdings erheblich. Bei der Aufstellung der verschiedenen Einzelteile habe ich 91, davon 51 zugekauft, in 15 Kategorien gezählt. Die nötigen Arbeitsschritte werden mich jeweils einige Stunden beschäftigen.

    Deswegen werde ich zunächst nur maximal 5 Stück bauen.

    Falls Du einen Eichkatz Rinko Roller haben willst finden sich Details im Marktplatz-Eintrag.

    Ein Mini-Schutzblech vorne kann ich sehr empfehlen:

    Das hilft zuverlässig, dass kein Dreck ins Gesicht geschleudert wird. Ansonsten brauche ich keine sondern ziehe die Regen-Klamotten an. Die funktionieren auch in Extrem-Situationen wie hier mit reichlich nassen Schaf-Hinterlassenschaften:



    Allgemein ist aber der Mudrocker für hinten nicht schlecht, hab ich an einem meiner Ebikes und nervt auch auf Trails nicht. Für vorne empfehle ich aber etwas an die Gabel geschraubtes, wie hier zB den RRP Bolt On:

    1. hast du einen Carbon-Rahmen oder wie kompatibel ist das Ganze mit Carbon-Rahmen

    Mein Rahmen ist aus Alu. Um Carbon mache ich mir an der Stelle aber keine Sorgen. Zum einen wirken nicht wirklich große Kräfte, zum anderen werden sie durch die Kombination aus Schnürung und Gummi-Schicht gut verteilt. Wenn ein Rahmen mit einem Quick Rack o.ä. funktioniert passt er auch hierfür.

    Funktioniert das auch mit Dropbar Lenker

    Gute Frage. Sehr wahrscheinlich, müsste man ausprobieren. Mein einziges Rad mit Dropbar hat eine Lefty-Gabel, ist also leider raus … Wenn du dir die Bilder des Rollers von vorne anschaust ist da in der Breite vor den Rädern aber reichlich Platz. Und von der Länge her ist es ja eh unkritisch. Mein Lenker ist 76 cm breit.

    Beschweren sich Fahrgäste wegen dem schmutzigen Fahrrad/Reifen

    Bisher habe ich nach initialer Verwirrung („Ist das ein Rollstuhl?“) nur Komplimente bekommen. In der Bahn ist mein Rad allerdings auch sauberer als zuhause: Ich mache den gröbsten Dreck und Staub vorher ab. Alleine mit den Handschuhen abstreifen macht es schon deutlich besser. Wäre auf Tour das Rad voller Peanut Butter Mud würde ich auf dem Weg zum Bahnhof bei einer Tankstelle, Auto-Werkstatt etc vorbei fahren und es abspritzen.

    Wie verstaue ich mein Gepäck? Du schreibst ja was von Bikepacking. Ich hab da mehr Gepäck dran als nur ne Rahmentasche und ne Mini-Arschrakete

    Ich nutze meinen Lenker-Rucksack für das meiste Gepäck, das ist ideal. An den Roller selbst kann etwas zwischen die Kettenstreben und macht das ziehen sogar leichter. Bei mir ist das der (sehr große) Toptube Bag. Aufs Unterrohr könnte etwas, zB eine Lenkerrolle. Ein, auch sonst praktischer, Faltrucksack könnte etwas aufnehmen, zB Fork Bags. Und Gepäckträgertaschen ala Ortlieb Back Roller kommen mit Schultergurt iirc. Poste doch mal ein Bild von deinem Rad mit Gepäck, dann habe ich vielleicht noch konkretere Ideen.

    die Teile sind mit PETG gedruckt oder?

    PETG und TPU.

    Update: Mittlerweile bin ich auf 13:31 min fürs zerlegen runter, siehe dieses Video.

    Noch mal: 13 Minuten und 31 Sekunden 😀

    Das hatte ich nicht mal zu hoffen gewagt!

    Und die Zeit ist Brutto, also von ankommen mit dem Rad bis zum wegziehen des Rollers, inklusive aus- und einpacken des Werkzeugs!


    Das erforderte einige Änderungen und zusätzliche Teile, nicht zuletzt auch eine dafür optimierte Tasche. Ich habe dabei Gewicht in Robustheit und Usability „investiert“. Am meisten hat sich die Achse geändert, die, nach der initialen Anpassung ans Rad, statt aus 7 jetzt nur noch aus 2 Teilen besteht. Ein willkommener Nebeneffekt davon ist die reduzierte Breite von nur noch 40 cm statt initial 42 cm. Damit wird das Ziehen oder Schieben in engen Gängen noch einfacher.

    Den größten Gewinn an Zeit gegenüber der anfänglichen knappen halben Stunde brachten neben der Tasche zwei Teile um die Gabel am Sattelrohr einzuhängen:


    Alles was nicht am Rad bleibt wiegt inklusive Tasche 253 g und hat ein Packmaß von 25 x 8,5 cm. Die Tasche kann, wie im Video zu sehen, am Sattel oder am Rahmen befestigt werden.


    Ich muss lediglich noch eine Sache verbessern: Das Hinterrad geht zu schwer auf die Achse, sieht man denke ich auch gut im Video.

    Ansonsten hat der Eichkatz Rinko Roller jetzt ein Niveau erreicht wo ich ihn guten Gewissens auch anderen anbieten kann.

    Es dauert nicht mehr lange …

    Ich bin gerade von meiner ersten Tour mit dem MTB zurück. Leider taten mir trotz Ergon GA3 Griffen und Sqlabs Inner Barents die Hände ab 40km ziemlich weh.

    Ich war echt zu naiv. In meinem jugendlichen Leichtsinn hatte ich angenommen, dass es einfacher ist. Nun habe ich Equipment gekauft, Touren geplant (Trans Bayernwald MTB, Transgermany)

    Alles hat eine Lernkurve und so steil ist sie üblicherweise einfach nicht. Stress dich nicht mit so einer riesigen Erwartungshaltung sondern fahr erstmal einfach öfter mal Rad und mach ein paar Overnighter. Wie du es vermutlich auch vom Trekking her kennst lernt man jedes Mal was dazu und variiert.

    Angenommen ihr wäret an meiner Stelle, Student..., was würdet ihr jetzt machen?

    Neben den anderen Sachen, die nix kosten und schon angesprochen wurden:

    - Fahr dein Rad möglichst oft, auch zuhause / im Alltag. Dann kriegst du ein ganz anderes Gefühl dafür und kannst bei jeder Fahrt genau EINE Variable verändern und so den Unterschied erfahren.

    - Experimentiere mit der Sattelneigung: Mehr nach hinten gekippt -> mehr Druck auf dem Intimbereich & weniger auf den Händen

    - Probiere verschiedene Neigungen für Flügelgriffe und Innerbarends. Bei meinen SQLab 710 liegen 5-10 Grad zwischen perfekt und Schmerzen.

    - Fahr ohne Polsterhose. Dann bemerkst du Probleme mit der Sitzposition schneller.

    - Auf Tour: Intimhygiene ist extrem wichtig. Wechsle abends möglichst schnell die Hose und wasch dich. Cool sowohl für Hygiene als auch Gewicht / Packmaß: Merino Boxershorts statt Polsterhose(n). Die lassen sich auch prima 1x / Tag waschen und sind am nächsten Tag wieder trocken. Ich trage jeweils die frische Hose als Schlafhose.

    Wenn es (ein bisschen) Geld kosten darf: Kauf ein paar unterschiedliche Sättel gebraucht auf Kleinanzeigen und finde heraus, welche Form dir am besten passt. Anekdote & Richtwert für die Kosten: Ich habe mich gewundert, dass ich auf meinem vollgefederten MTB trotz extrem breiten Reifen, Radhose, Polsterhose und sehr teuren, modernen Sätteln immer recht schnell Schmerzen hatte. Auf meinem Faltrad mit Jeans (!) und einem 15+ Jahre alten Sattel aus der Teilekiste aber quasi nicht. Dann habe ich den Sattel vom Faltrad ans MTB gebaut und Halleluja! Der hat eine reichlich unmoderne Bauform (lang, schmal, keine Intim-Aussparung), passt mir aber perfekt. Mittlerweile habe ich ihn 4x, gekauft jeweils leicht gebraucht und für ~20 € + Versand.

    Ich hatte jetzt schon ein paar Mal den Fall, dass ich unterwegs etwas geschenkt bekam, persönlich oder indirekt. Bei meinem letzten Overnighter auf dem Bergischen Panoramasteig kam ich an zwei verschiedenen Bücherschränken vorbei und habe tatsächlich für jedes Familienmitglied ein schönes Souvenir gefunden.
    Das hat den Wunsch in mir geweckt, auch etwas verschenken zu können. Jetzt sind Bücher ja aus mehreren Gründen dafür ungeeignet, sie auf Verdacht mitzunehmen. 2 der 3 Souvenirs waren aber keine Bücher (Kugelschreiber in Form eines Rennwagens, Schmetterlings-Stempel). Das hat mich inspiriert, über UL-Geschenke nachzudenken.

    Das hier ist ab jetzt meines:

    Zuhause nutze ich es als Lesezeichen, mit 1,5 mm Dicke ist es aber auch robust genug, um es als Anhänger zu tragen. Das Gewicht pro Stück liegt bei unter 2 Gramm. Davon werde ich ab jetzt immer 6, zusammengehalten durch ein Gummi mitnehmen 😀

    Wie siehts aus, nehmt ihr auch Geschenke mit oder macht etwas ähnliches?

    Meine Neoair, neu erlebt - Teil 2:

    Diesmal ist es das Kopfende und nur einmal umgeschlagen (wichtig: Ventil nach unten & vermutlich irgendwas drumwickeln um den Zeltboden nicht zu beschädigen). Fixiert ist es wieder mit einer nicht zu dünnen ~2 m Kordel, die ich immer am Schlüsselbund habe und einem Fuhrmannsknoten.

    Was bringt das aber jetzt?

    Aus einer Neoair in Größe L wird eine mit 165 cm Länge und mit etwas höherem, sanft ansteigenden Kopfteil.
    Ich will gerade lernen, auf dem Rücken zu schlafen und das ist für mich mit etwas höherem Kopf und niedrigeren Füßen bequemer.
    Als Bonuseffekt passen die Füße so auch noch besser in mein neues Zelt.

    In einem schwedischen MYOG Forum auf Facebook hat jemand das Lofoten auf unter 350g runtergetrimmt indem er die Stäbe und letztlich auch das Innenzelt ersetzt hat. Wenn ich es richtig verstehe, hat er sich ein half inner genäht, also Moskitonetz ans Aussenzelt samt Boden.

    Super spannend, das lese ich mal, danke!

    Er erhofft sich neben dem geringeren Gewicht auch bessere Belüftung. Das normale Inner war ihm zu warm.

    Immer wieder interessant, wie unterschiedlich die Anforderungen sind: Ich wollte es u.a. weil es wärmer ist als mein sehr gut belüftetes Rainbow.

    Allerdings weiss ich auch spätestens nach 3 Nächten im Kapselhotel mit defekter Lüftung letztes Jahr, dass ich selbst bei extremer Hitze passabel schlafen kann.

    Wie isses mit Kondens - der Nachteil von kleinen Zelten?

    Dazu kann ich persönlich noch nichts sagen: Meine beiden Nächte bisher waren trocken. Es hat sich aber keiner der Langzeitnutzer negativ dazu geäußert. Katie-Jane, die ich für die mit der intensivsten Nutzung halte hat sich in ihrem Review (s.o.) sogar bis auf eine Extremsituation positiv geäußert.

    Darüber hinaus machen sowohl der Abstand zwischen Innen- und Aussenzelt und die Lüftung einen guten (große Lüfter an Fußende und Eingang) bis hervorragenden (bei ausgestellter Tarpstange) Eindruck.

    Meine “Luxus-Version” des Nordisk Lofoten

    (Gewicht: Komplett 710 g)

    Um das Zelt für mich noch besser zu machen habe ich einige Aspekte modifiziert bzw hinzugefügt:

    • Mesh-Organizer. Der Packsack von Nordisk, der auch als Innentasche funktioniert hat nur ein Fach, wiegt 30 g und ist eventuell durch die Heringe nass und dreckig. Deswegen habe ich meinen eigenen gebaut, der an der selben Stelle befestigt wird, 3 Fächer hat (für Smartphone + Powerbank, Navi + Uhr, Stirnlampe) und nur 3 g wiegt.

    • Hering mittig am Fußende variabel platzierbar. Das ist extrem wichtig, weil die Position dieses Herings einen optimalen Punkt hat, an dem das Zelt genau richtig gespannt ist. Und wenn er dann dort zB wegen eines Steins nicht reingeht ... Zum Glück lässt es sich einfach mit einer zusätzlichen kurzen Abspannleine mit Leinenspanner aus dem beiliegenden Bonus-Pack ergänzen, befestigt am Metallring den normalerweise der Hering direkt hält. Westonfront hat die Dreiecks-Abspannung komplett durch eine mit Leinenspanner ersetzt, das wäre eine andere Option.

    • Abspannleine mit Haken für die Tarpstange. Auch aus dem Bonus-Pack.


    • Ich nutze die echten Heringe aus dem Bonus-Pack. Die Titan-Zahnstocher nehme ich stattdessen für eine Picknickdecke bei Familienausflügen.
    • Ich nutze nur den Schnurzug-Beutel (Gewicht 8 g). Gestänge und Heringe transportiere ich separat. Heringe sind tendenziell dreckig und Stangen lassen sich nicht komprimieren.
    • Gummis um die Haupt- & Fuß-Stange sowie die Tarpstange im geklappten Zustand zusammen zu halten
    • Fuß für die Tarpstange mit 3 Funktionen: Durch die größere & gummierte Oberfläche sinkt die Tarpstange auf weichen Böden weniger leicht ein & verrutscht auf Holz nicht. Durch die spezielle Form lässt sich die Tarpstange bei sehr schlechtem Wetter auch verkürzt benutzen. Gewicht: 2 g.

    (links die aktuelle Version, rechts eine ältere)

    • Magnet-Verschluss für die Aussentür. Damit lässt sich die Aussentür deutlich leichter im offenen Zustand fixieren. Mit dem Standard-Haken ist es selbst mit zwei Händen frickelig (siehe die Stelle 15:15 - 17:08 (!) im Video von Ultralightandcomfortable . Westonfront hat das Problem auch erkannt und es für sich mit Wäscheklammern gelöst). Mit meinem Magnet-Verschluss geht es deutlich einfacher, sogar mit einer Hand. Gewicht: 4 g. Da ein Haken eingespart wird ist das Netto-Gewicht noch geringer.


    • Footprint. Er ist dem Original von Nordisk in einem Aspekt unter- und in zwei überlegen: Er besteht aus weniger robustem 20d Silpoly, wiegt dafür aber nur exakt 100 g und kann am Zelt befestigt bleiben, womit die Aufbauzeit nicht steigt. 


    Erfahrungen, Tipps & Tricks

    Es macht einen Unterschied, wie man die Aussentür aufwickelt: Die größte Öffnung erreicht man, wenn man genau lotrecht auf die Zeltkante mit dem Verschluss zu wickelt, nicht seitlich entlang der Kante wie es gerade aus dem liegen einfacher ist.

    Eine Kackschaufel ist nicht nur ein prima Werkzeug um Heringe in dichtere Böden zu drücken sondern auch als 6. Hering für die Tarpstange nutzbar (Bild im nächsten Beitrag).

    Mein Neoair-Hack zum bequemen lesen funktioniert auch im Lofoten:


    Der beste Ablauf für den Einstieg mit dreckigen und/oder nassen Klamotten, auf den ich bis jetzt gekommen bin: Regenjacke stehend ausziehen, auf den Footprint setzen, Hintern hoch, Regenhose runterziehen, Hintern ins Innenzelt, Schuhe ausziehen, Regenhose ausziehen.

    Das Lofoten ist schon ab Werk sehr durchdacht. Mit den im nächsten Beitrag beschriebenen Modifikationen entspricht es endgültig meinem Anspruch als Usability-Enthusiast.

    Lebensgefühl / Framing

    "The mind is its own place, and in itself can make a heaven of hell, a hell of heaven." - John Milton, Paradise Lost

    Wie man darüber denkt kann ein und die selbe Erfahrung positiv oder negativ werden lassen. Deswegen hier einige, nicht bierernst gemeinte, Ansätze um das Nordisk Lofoten gut zu finden:

    • Free Yoga Lessons. Man kann, auch mit über 1,90 m wie ich, bei Bedarf tatsächlich alles Wesentliche im Lofoten tun: Umziehen, aus-/einpacken, Isomatte aufpusten / entleeren, kochen, essen, entspannt lesen. Dabei fördert es die Gelenkigkeit.
    • No sliding. Ich nutze die Neoair Xlite in Größe L und sie passt perfekt von der Breite her, rutscht also nicht weg.
    • Free Hugs. Das Zelt schmiegt sich an dich an.
    • Reverse T.A.R.D.I.S., bigger on the outside.
    • Eat like an ancient roman. Seitlich liegend speist es sich luxuriös.
    • The most luxurious bivy. Seiteneinstieg, überdachte Apside zum kochen und geringe Kondensation machen das Lofoten zum komfortabelsten aller Biwaksäcke.

    Interessante Testberichte von anderen


    (ergänzt am 11.6.2025):

    (ergänzt am 18.6.2025)

    • Stefan Berger (Outdoor-Influencer, Overnighter, mochte es eigentlich, hat aber ein Montags-Exemplar bekommen, nur Video): Hier

    (ergänzt am 26.6.2025)

    • ultralightoutdoorgear (Händler aus UK, neben den Fakten immer auch eine Einschätzung unter "Our Verdict"): Hier

    (ergänzt am 10.11.2025)

    • Katiejaneendurance (der Text zum Video oben, hatte ich vergessen ...): Hier

    (ergänzt am 6.1.2026)

    • Graham´s Wild Camping (normaler User aus UK, erste Benutzung, inklusive Kriminalrätsel 😉, Video): Hier
    • UL-MUC (Zusammenfassung von 7 Jahren (!) Erfahrung): Hier im Thread

    Es gibt noch mehr Berichte (zB von “Robert Schulz” und “Marcus Radelt”, jeweils auf YouTube), die ich aber ehrlich gesagt wenig aussagekräftig bis Banane fand. Falls jemand noch weitere interessante Berichte findet schreibt es gerne.

    (ergänzt am 24.4.2026)

    Mein Testbericht des Nordisk Lofoten (ongoing)

    Mit dem Tarptent Rainbow habe ich schon ein sehr gutes Zelt mit dem ich extrem zufrieden bin. Warum habe ich trotzdem das Nordisk Lofoten gekauft?

    Das hat zwei offensichtliche und vier weniger offensichtliche Gründe:

    • Packmaß. Beim Bikepacking ist es mir mindestens genau so wichtig wie das Gewicht.
    • Gewicht. Selbst in meiner Luxus-Version (s.u.)  liegt das Lofoten komplett gerade einmal bei 710 g.
    • Stealth-Faktor. Farbe & geringe Höhe sind fast perfekt um nicht aufzufallen.
    • Wärme. Doppelwandige Zelte sind wärmer, kleinere Zelte auch. Ein wärmeres Zelt erlaubt einen kühleren Schlafsack, der wiederum leichter ist und ein geringeres Packmaß hat. Die beiden Primär-Aspekte werden also noch verstärkt.
    • Minimalismus. Mit wie wenig (Platz) komme ich aus?
    • Usability. Hier hat mich insbesondere die geringe Aufbauzeit von 2 min gereizt. Andere Aspekte haben mich fasziniert, weil sie mit so wenig Material umgesetzt sind (Beispiele: überdacht kochen mit einer < 40 g Stange, Doppelnutzen der Innentasche)

    Dabei bleiben die Primär- und Sekundär-Funktionen eines Zeltes, (trocken, warm & geschützt schlafen & kochen) für mich tatsächlich ebenso erfüllt wie beim signifikant voluminöseren & schwereren Rainbow. Nur eben etwas unbequemer.

    Warum keine der Alternativen (Terra NovaLaser Pulse, Vango F10 Neon UL 1)?

    Bei beiden sind die Gestänge-Elemente länger und werden mittels frickeligem Klett befestigt, was den Aufbau signifikant kompliziert. Bei beiden hängt die geöffnete Innentür im Dreck wenn sie nicht befestigt wird, sie brauchen mehr Heringe etc.

    Schon ein oberflächlicher Vergleich liess beide für mich als deutlich unterlegen ausscheiden.

    Warum habe ich mich für die Variante 1 ULW entschieden?

    Der Innenraum ist durch den Überhang besser vor Regen geschützt. Der Footprint schafft einen Zwischenraum: Sauberer & trockener als draussen, aber man muss nicht so sehr darauf aufpassen wie aufs Innenzelt. Die Apside fürs kochen bei Regen ist bei dieser Variante auch größer. Schliesslich dachte ich, dass ich den Platz ausserhalb der Innentür im Zweifelsfall auch noch zur Bewegung beim packen / aufpusten etc nutzen könnte, er mir also nicht fehlen würde.

    (April 2025)


    Tests und erste Übernachtung im Garten mit meinem neuen Schlafsack. Ergebnis: Kuschelig. Alles was man „drinnen“ machen können muss geht.

    (Juni 2025)


    Bisher bin ich noch nicht ganz bei den 2 min Aufbauzeit, habe es aber beim ersten Overnighter nach einem ganzen Tag auf dem Rad auch müde, im Halbdunkel und unter stetigen Angriffen von aggressiven Mücken gut hinbekommen. Sicher auch dadurch, dass die Tür des Innenzelts bei geöffnetem Reissverschluss weitestgehend geschlossen ist, ist auch keine einzige Mücke ins Innenzelt gelangt.

    Platz ist tatsächlich genau genug. In Rückenlage würden die Füße von einer weniger dicken Matte als meiner 6.4 cm Neoair profitieren. Vielleicht schiesse ich ja mal eine defekte und bügle mir eine Wide-Semi-Short-Spezialversion …

    Da ich aber lieber auf der Seite schlafe war es kein Problem und meine in Größe L insgesamt wieder sehr angenehm.

    (November 2025)

    Ein Overnighter in der Nähe um mich weiter ans neue Zelt zu gewöhnen. Auspacken, Neoair Large aufblasen & unter mich schieben, komplett umziehen, kochen, Neoair falten, definiert einpacken. Das habe ich alles im Lofoten gemacht, war aber natürlich auf dem Rücken und im Seitstütz zeitaufwändiger & anstrengender als mit einem Zelt in dem man aufrecht sitzen kann.
    Meine selbst gebauten Teile (Footprint, Mesh-Organizer, Magnetverschluss für die Tür) haben alle prima funktioniert.

    Wichtiges Ergebnis für mich: Trotz feuchten 8 Grad und gelegentlichem Regen war es kuschelig. Auf einer längeren Tour kann ich mich also auch falls es mal 1-2 Tage weniger gute Bedingungen sind auf die Kombi (Lofoten & Alpkit Ultra 120) verlassen.

    Nach mehr als anderthalb Jahren Recherche habe ich mir dieses ziemlich spezielle Zelt gekauft. Der Thread hier soll als Hub für alle Informationen dazu dienen. Dadurch haben es Besitzer leichter, sich auszutauschen und Interessenten leichter mit der Kaufentscheidung.

    Diese Themen kommen in den folgenden Beiträgen:

    Mein Testbericht des Nordisk Lofoten (ongoing)

    Interessante Testberichte von anderen

    Lebensgefühl / Framing

    Erfahrungen, Tipps & Tricks

    Meine “Luxus-Version” des Nordisk Lofoten

    Gerne werde ich alle bei Bedarf ergänzen.

    WonderBär Cool, was du alles ausprobierst! Rum-Aroma zum backen, da muss man erstmal drauf kommen 😀

    Ich habe bei Cola spontan an die Konzentrate für Sodastream etc gedacht. Für Afri Cola gibts zB eins, das auf 1/20 konzentriert ist (500 ml Konzentrat ergeben 10 l Getränk).
    Mit nem Zitronenlimo-Konzentrat werde ich bei Gelegenheit nochmal den Vodka-Lemon testen.

    Der Rest von meinem Schlechtwetter-Konzept:

    - lange MTB-Regenhose von Vaude („Drop“ iirc) ohne RV (sub 200 g, ich finde sie mit Sneakern sehr gut anziehbar)

    - Helm-Überzug

    - Überschuhe

    - Überhandschuhe

    - (bei Kälte zusätzlich) Handschuhe & lange Socken von Showerspass (äquivalent zu Sealskin)

    Jetzt wo noch schwerere Jacken erwähnt wurden traue ich mich, meine Lieblingsjacke vorzuschlagen 😉:

    Decathlon, keine Membran, 360 g in Größe L, Schnitt eher schlank, absolut robust, die Ärmel & Schultern aus noch stärkerem Stoff als der Rest, Lüftungs-Öffnungen unter den Achseln, erhältlich in Dunkelblau oder Orangerot, 40 €, siehe hier

    Einziger Nachteil fürs Wandern in meinen Augen: Keine Kapuze (auf dem Rad brauche ich keine). Ich hatte aber versuchsweise mal eine genäht und am Kragen hinten mit einer Schlaufe befestigt, war nicht besonders schwer (weder vom Gewicht, noch zu nähen).

    Eichkatz

    Wäre schön, wenn du nach etwas Nutzung des Nordisk Lofoten, hier eine kleine Review darüber schreiben könntest!

    Finde seit Jahren, das das Packmaß und Gewicht einfach super geil sind.

    Nur die Anwenderberichte gehen halt sehr weit auseinander, man weiß nie, eer dafür bezahlt wurde und wer nicht!

    Ja, mache ich gerne.