Beiträge von xfoil

    Bin gerade über dieses Pad von Yamatomichi gestolpert. 200x50cm bei 150g und mit einem R-Wert von 1,4 hört sich eigentlich zu gut um wahr zu sein an. Als Material wird XLPE genannt, was mir erstmal nix sagt. Weiß vielleicht jemand mehr?

    der R-Wert ist vergleichbar zu EVA, aber das niedrigere Gewicht wird sich durch weitaus weniger Robustheit erkauft "The surface isn’t very durable and can chip with friction, so some care is required when handling.". Da gibt es bessere Alternativen auf dem Markt, vor allem preislich, leichter als EVA, und trotzdem vergleichbar von der Isolationswirkung her. Ich wollte heute Nachmittag was dazu schreiben, in diesem Thread

    Moin!

    xfoil Ich habe vor kurzem dies Doppelklebeband getestet.

    3M 9088-200DoppelseitigHohe Klebkraft, LSE-geeignet, UV-beständigDauerhafte Verbindungen von xfoil-Folien

    Die Klebung ließ sich, selbst nach länger Lagerzeit, mit wenig Kraft abschälen.
    Wie war es bei Deinen Tests, hat es eine richtig feste Verbindung gegeben?

    VG. -wilbo-

    Danke für dein Feedback. Bei unseren Tests hat es einwandfrei geklebt, eher ist das Material gerissen als dass das Klebeband abging. Ich gehe davon aus dass du die anderen Verarbeitungshinweise eingehalten hast (meine ich nicht als Frage, da ich deine Verarbeitungsqualität als sehr penibel einschätze). Allerdings hat auch ein anderer Kunde per Mail eine ähnliche Erfahrung geschildert :cursing: Das wäre für mich ein Hinweis, dass verschiedene Klebstoffformulierungen im Handel erhältlich sind, und ein Grund, die konkreten Klebebandempfehlungen von der Website zu nehmen, was einfach sehr schade ist.

    mit einem Balkenschweißgerät geschweißt

    Und - wie macht sich die Verschweißung? :)

    Die Verschweißung hält bisher sehr gut, wie bei einer homogenen Verbindung zu erwarten. Die Schweißnaht erreicht rund 70 % der ursprünglichen Materialfestigkeit. Besonders zuverlässig sind zwei parallele, jeweils 3 mm breite Schweißnähte.

    Die unterschiedlichen R-Wert-Angaben resultieren aus der Kombination von Produktionsmethoden, variierenden Messverfahren und schwankender Materialdichte. Das macht den Vergleich nicht gerade einfach. Wir durchlaufen diesen Lernprozess gerade selber, da wir an einer eigenen Feststoffmatte arbeiten, und von potentiellen Produzenten unterschiedliche Aussagen zu ein und demselben Material erhalten. Und es gibt keinen internationalen Standard für die Messung des R-Wertes bei Isomatten. Manche Hersteller greifen auf ältere oder eigene Testmethoden zurück, andere nutzen moderne Standards – was zu deutlich unterschiedlichen Angaben führen kann. Außerdem kommt es noch zur Umrechnung zwischen US-amerikanischen und SI-R-Werten (z. B. 1 R-US entspricht ca. 0,176 R-SI).

    Bei Materialien wie kann es durchaus zu Schwankungen in der Dichte kommen. Diese Unterschiede beeinflussen direkt die Wärmeleitfähigkeit und damit den effektiven R-Wert, den man in der Praxis auch vorfindet. Man kann aber grundsätzlich sagen, dass EVA- und PE-Schäume grundsätzlich einen R-Wert von etwa 0,14 pro mm haben (bezogen auf das, was wir hier normalerweise als R-Wert nutzen). Die Dichte eines Materials hat einen Einfluss auf seinen R-Wert, obwohl die Beziehung nicht immer linear und einfach zu bestimmen ist. Bei Schaumstoffen wie EVA (Evazote) und PE (Plastazote) ist die Wärmeleitfähigkeit nicht stark von der Dichte abhängig. Die Wärmeleitfähigkeit dieser Materialien liegt typischerweise bei etwa 0,04 W/m·K, unabhängig davon, ob es sich um eine Dichte von 30 kg/m³ oder 50 kg/m³ handelt. So hat beispielsweise Evazote EV50 eine Wärmeleitfähigkeit von 0,0404 W/m·K, während Plastazote LD29 0,039 W/m·K und LD45 0,042 W/m·K aufweisen.

    Der Thread von Wilbo dazu bietet einige gute Insights und Anregungen zu der Wärmeleistung.

    Es gibt verschiedene Matten - die verlinkten Reviews beziehen sich auf Modelle mit niedrigerem R-Wert (siehe auch verschiedene Modelle unter meinem Link). Was davon übertragbar ist, ist unklar. Die R09 ist zumindest optisch eine ganz andere Matte mit anderen Kammern etc.

    Ich beziehe mich auf die R05, die wird überall mit 5,6 R-Wert beschrieben, sowohl bei Indiegogo, auf der Flextail-Website, als auch in den Youtube-Reviews. Tests zur R09 mit dem angegebenen R-Wert von 9,5 habe ich auf die Schnelle nicht gefunden

    So wie ich das verstehe ist es eine Produkt-Reihe, von der R03 über die R05 hin zur R09, und das (Kammer-)Design ist jedesmal anders, auch um die entsprechenden R-Werte zu "erreichen".

    Sehr interessant, ist mir bisher entgangen. Es gibt wohl auch schon ein paar Berichte auf Reddit bzw. Youtube (

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    ,
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    ), die von Zurückhaltung bis hin zu einer positiven Einschätzung bzgl. Wärmeleistung gehen. Das ersetzt natürlich keine genormten Tests.

    Und ich gebe dir Recht, das strotzt ja nur so vor übertriebenen Marketing-Aussagen, die viele Fragen wecken: "Insulating Space Cotton" hört sich nach einer Musk-Wortschöpfung an. Meinen die ernsthaft Wolle? Auf der Produktseite steht, dass die Matte nicht mit dem Mund aufgepumpt werden darf, da dies die Isolation durch die Feuchtigkeit negativ beeinträchtigt. Macht Sinn wenn es wirklich Wolle ist, aber dann ist die Frage wie man das in feuchten Umgebungen bzw. bei hoher Luftfeuchtigkeit umgeht ;)

    In anderen Reviews steht, dass der angegebene R-Wert von 5,6 eher eine 3 ist, und durch das Kammer-Design viele Kältebrücken zwischen den Kammern entstehen.

    Und dann wäre es einfach nur eine ziemlich schwere, aber robuste Matte mit einer leidlichen Isolation, und nicht das beworbene 8te Weltwunder.

    Ich steh zugegebenermaßen auch bei dem "Länta-See" etwas auf dem Schlauch. Aber egal ob damit der Liehtjitjávrre oder der Lájtávrre gemeint war, eine Route von Saltoluokta bis zum Njoatsosvágge und zurück kommt nach meinen überschlagenen Messungen bei mindestens 160 km raus, das ist zu viel für 9 Tage. Oder hab ich etwas missverstanden?:/

    Tatsächlich habe ich bei der Routenplanung die Distanzen etwas optimistisch geschätzt. Und mit dem "Länta-See" meinte ich den Álggajávrre – ich habe das grob im Auto im Kopf zusammengezimmert.

    Ich werde versuchen, mich die Tage mit der Karte und den Entfernungen auseinandersetzen, aber aktuell ist alles irgendwie ziemlich voll

    Hier ist mein XFOIL-Tarp, basierend auf einem Entwurf von Capere(Danke<3 nochmal für die Überlassung der SketchUp-Datei). Die SketchUp-Datei habe ich nochmal überarbeitet, was mich einige Stunden an Einarbeitungszeit in die freie Web-Version von SketchUp gekostet hat.

    Absolut klasse, die Verarbeitungsqualität ist wie hier gewohnt 1A. Könntest du bei Gelegenheit ein Foto der Stangentasche von innen hochladen? Bzw. wo die blaue Leine landet?

    Hier der versprochene Klebeband-Guide für xfoil-Bastelprojekte:

    Klebeband-Guide für xfoil-Projekte
    Du hast es eilig und willst nur schnell wissen, welches Klebeband für dein xfoil-Projekt geeignet ist? Hier ist die Kurzfassung (unten wird es…
    www.xfoil.shop

    https://www.xfoil.shop/en/post/adhesi…-xfoil-projects (englische Version)

    Wenn ihr Feedback habt, oder ihr euch zu einem Punkt mehr Infos wünscht, schickt mir gerne eine Nachricht.

    Im Übrigen gibt es mit dem Gutschein-Code "ultraleicht-trekking" weiterhin 4 € Rabatt für das Forum.

    Nur mal so grob aus dem Bauch geschossen:

    • Start in Saltoluokta
    • Über den Länta-See nach Westen
    • Durch das Álggavágge (relativ gut begehbar)
    • Über das Njoatsosvágge (moderate Steigungen)
    • Zum Skierffe über die südliche Route (weniger steil)
    • Zurück über das Rapadalen

    Diese Route vermeidet die meisten großen Blockfelder, bietet dennoch spektakuläre Ausblicke, ist mit 12-15 km pro Tag gut machbar, lässt sich in 9 Tagen bewältigen, ist weniger frequentiert als die "Sarekautobahn" und schließt den Skierffe ein. Ich habe bestimmt an etwas nicht gedacht, also ergänzt / berichtigt mich gern :thumbup:

    xfoil was machen Deine Klebe-Tests?

    VG. -wilbo-

    Die Tests sind grundsätzlich fertig, veröffentlicht werden sie aber nicht, da die Verfügbarkeit der Produkte zu stark schwankt (zeitlich / geographisch). Teilweise sind die uns von 3M / Tesa zur Verfügung gestellten Lösungen nur im professionellen Bereich erhältlich (das war uns vorher nicht klar). Wir haben zwar Zusicherungen erhalten, das die Klebelösung in den Endkunden-Produkten grundsätzlich dieselbe ist, aber da ist uns zu heikel (und die Aussagen zu lapidar). Aber wir werden die Woche einen Kauf-Ratgeber für Klebstoffe online stellen. Er wird zwar auch konkrete Klebebandempfehlungen enthalten, das wird aber nicht der Fokus sein.

    In the next few days, we will be putting an article on the website that deals with gluing and a buying guide for adhesives online. As for recommendations, it's difficult because the geographical and temporal availability is very different. If you are from the USA, you could get tesa 4965 there, which is for low energy surfaces, UV resistant, waterproof.

    Du meinst, quasi ein Laufbursche ( HUCKEPACKS) Tanzpalast? ;)

    Den "Tanzpalast" habe ich bisher nicht gekannt, für mich ist es eher eine logische Weiterentwicklung eines A-Frames. Und das Platzangebot ist ja nochmal deutlich größer, da kann meines nicht mithalten :)

    Aber das Aricxi habe ich vor zwei Jahren auf einem Treffen in Süddeutschland mal gesehen, und für gut befunden :thumbup:

    Das Zpacks Plex Solo ist meines Wissens nach eine optimierte Version des Plexamid mit verbesserter Raumnutzung, besonders für größere Personen, dickere Isomatten etc.. Die Konstruktion erlaubt durch die höhere Stange eine straffere Spannung, was die Stabilität bei Wind und den Abfluss von Regen verbessert. Zusätzlich ist es minimal leichter und nutzt glaube ich ein etwas anderes Dyneema

    Zur Stabilität kann ich noch nichts sagen, glaube aber gut daran getan zu haben, richtige Abspannpunkte zu konstruieren, anstatt ein verstärktes Loch in die Folie zu machen.

    Ich bin super gespant, ob es sich bewährt. Weil es ein Ansatz ist, den ich bisher noch nicht gesehen habe, und potentiell stärker als meine bisher verwendeten Abspannpunkte :thumbup:

    Ich habe gestern einen anderen Prototypen von mir umgesetzt, ein Flysheet, 2,5 m lang x 1 breit (hinten) x 2,2 m (vorne), bei 1,2 m Aufbauhöhe. Es besteht aus zwei identischen Stücken, die ich mittig mit einem Balkenschweißgerät geschweißt habe. Da ich durch einen Flüchtigkeitsfehler die Überlappung zu gering gewählt habe, ist es nur eine Schweißnaht geworden, statt der angedachten zwei. Dafür habe ich es mit einem 2,5 cm breiten Klebeband über die ganze Länge verstärkt.

    Inkl. Schnüren (vorkonfektioniert) wiegt es 116 g, dazu kommen noch 6 Carbon-Herine, also insgesamt knappe 130 g.

    An der Firstnaht habe ich einen Catcut von 4 cm, an den Seiten war er auch geplant, allerdings war das dafür gekaufte Kantholz (1 cm breit) mit seine 2,2 m Länge zu kurz, und auf die Schnelle habe ich auch kein längeres organisiert bekommen. Daher muss der Catcut an den Seiten später ergänzt werden.

    Es lässt sich sehr straff abspannen, und steht auch gut im Wind. Am Wochenende steht die erste Tour damit an, wobei ich ich mit dem ursprünglich grob zusammengeklebten Vorgänger schon 4 Tage auf dem Forststeig unterwegs war, und daher etwa weiß was auf mich zukommt.

    Zu den Abspannpunkten: Da ich dieses Tarp für strengeres Wetter als meine anderen nutzen will, habe ich besonderen Wert darauf gelegt, dass die Abspannpunkte kräftige Böen wegstecken können. Das Poller-artige Design der Plastikstücke soll durch das direkte anliegen unten an der Kante des Filamentklebebandes ein Herausreißen verhindern. Diese sind aus 1mm dickem PE, was nur wenig flexibel ist.

    Die Stangenauflage besteht aus drei Schichten, einmal zwei überlappende Streifen Filament, darauf die PE-Scheibe, und dann wieder eine größere, sehr flexible Scheibe aus einer Käseverpackung. Von der anderen Seite kommt auch wieder Filament zur Abdeckung darauf. Die größere Scheibe wird auch einmalig mit einem Transferklebeband vor dem Herumrutschen bei großer Belastung fixiert:

    Beim hinteren Lifter habe ich auch eine Kombi aus 1 mm PE sowie einer flexibleren Scheibe aus eine Lebensmittelverpackung, allerdings kleiner:

    Die Konstruktion ist so gedacht, dass der vorderste Abspannpunkt nur bei starkem Wind genutzt werden muss, es steht also auch ohne diesen stabil.

    _____________

    Eines ist mir noch ein Anliegen: Wer Folientarps nutzt, MUSS damit sorgsam umgehen. Wer von vornherein aufgrund der Dicke des Materials etc. starke Bedenken hat, oder sonst nur mit sehr starken Tarps unterwegs ist, die auch einen Sturm aushalten, der wird damit keinen Spaß haben.

    Wer hingegen Lust am Tüfteln hat, und das Material als das nimmt, was es ist, nämlich eine superdünne Folie, der wird sich damit sehr gute Lösungen für spezifische Aufgaben basteln können. Die Fläche an sich kann sehr stark belastet werden, aber die Weiterreißfestigkeit ist sicher nicht das, was man von anderen Materialien im Outdoor-Bereich gewöhnt ist.

    Wenn man aber damit umgehen kann, dann hat man ein Material mit einzigartigen Eigenschaften. So wie es für viele Wanderer unvorstellbar wäre, mit superdünnen Zeltmaterialien oder leichten Trailrunning-Schuhen statt schweren Bergstiefeln loszugehen, oder Rucksäcken, denen sofort Zerbrechlichkeit unterstellt wird, wenn sie einer Brombeerhecke begegnen - genauso stehen Folientarps im Ultraleicht-Bereich für mich für eine neue Perspektive auf Ausrüstung.

    Es geht um Präzision statt Robustheit, um intelligentes Design statt plumper Kraft. Ein Ansatz, der Leichtigkeit nicht als Schwäche, sondern als Stärke begreift. Wer das nachvollziehen kann, der wird seine Folientarps lange nutzen :)