Beiträge von Steintanz

    "Brutal" simpel, aber tauglich: https://andrewskurka.com/how-to-make-a-…-alcohol-stove/

    Löcher lassen sich auch mit Nagel etc. reinstechen. Verschüttsicherer wird die Sache, wenn man Karbonfilz reinlegt; den Effizienz-Unterschied dann habe ich aber noch nicht genauer verglichen.

    Noch eine Hinweis: Wenn man vor Ort keinen Spiritus, Methanol etc. kriegen kann aber Speiseöl, dann kann man mit einer Blechdose und etwas trockenem Gras oder WC-Papier als Docht einen Ölbrenner improvisieren. Rußt übel den Topf voll und man braucht einen Abstand zum Topfboden, aber die Küche muss nicht kalt bleiben und dieser quasi überall verfügbare Brennstoff kann auch verzehrt werden.

    Welche Kombinationen benutzt ihr so?

    V.a. in kühleren Temperaturen benutze ich wasserdichtes Regenzeug möglichst (lange) gar nicht, sondern setze auf das Pile & Pertex-Prinzip, das man sich sehr leicht mit heute erhältlichen Teilen - wie etwa Baselayer (z.B. Brynje-Netz-Polypropylen), einer eher dichteren Fleece-Variante (nicht gerade Polartec Alpha o.ä., damit der Dochteffekt besser klappt), Windjacke und Synthetik-Puffy-Weste (am liebsten mit kurzen Ärmeln in einer Länge wie bei einem T-Shirt als Schulterschutz) zusammenstückeln kann. An den Beinen Fleece-Hose und eher dünne, winddichte Lauf- oder Wanderhose. Oder man kauft sich einen fertigen "Klassiker" von Buffalo Systems oder etwas von Paramo, Marmot Driclime, RAB Vapour-Rise u.a.m. - Das Körperklima ist einfach extrem gut, außer es kommt langer, sehr starker Regen ins Spiel; dann kann das System längerfristig u.U. überlastet werden (eher theoretisch auch kritisch bei plötzlichen Temperaturstürzen, bei denen Regenwasser im System womöglich schlagartig gefrieren könnte, bevor es abgegeben wird; das ist aber ein extremes Szenario und man kann mit einer dünnen Regenjacke dann auch noch gegensteuern).

    Sommers eher Regenschirm alleine, evtl. mit Windjacke, dann mit Regenrock. Bei viel Wind und/oder Mehrtages-Touren statt Schirm eher diffusionsdichte Regenjacke mit großen Belüftungsöffnungen. Wird's schlimmer, dann noch Beinlinge/Gamaschen zum Rock oder gleich die Regenhose (am liebsten Sil-Nylon oder eine mit 3/4-Reißverschlüssen zum Belüften, damit man nicht ständig an-/ausziehen muss bei wechselhaftem Wetter. - Neues Projekt steht noch an: Regenshorts (auch Windschutz/Wärme ohne Regen), an die man Beinlinge bei Bedarf anknöpfen kann und so auch eine gute Belüftung erreicht, aber eben weiter ausschreiten kann bzw. weniger im Gestrüpp hängen bleibt und weniger Windprobleme hat als mit Regenrock.

    Synthetik, sofern es bei Aktivität benutzt wird (Nässe, Druck vom Rucksack usw.). Mein Tipp wäre eine Weste zu probieren, könnte reichen und besser lüften. Ggf. Windjacke darunter, für mehr Schutz der Arme. Falls syn. Jacke, wäre evtl. ein Modell mit Stretch-Fleece im Achsel- oder Seitenbereich besser lüftend.

    Discounter (Aldi, Norma etc.) oder Decathlon oder bei den Marken: Frilufts, Meru, Kaikkialla, Tagoss.

    Grid-Fleece-Shirt gibt es unter Stichwort "ECWCS" als Original oder Nachbau der US Army in Army Shops, z.B. auch von Firma Helikontex.

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    Bei Arbeitskleidung suchen, dort gibt es etliche Shirts in der Richtung.

    -30°C ohne Kapuze halte ich für zu kritische Kältebrücke. Meine kälteste Nacht bisher war ca. -18/-20 und die Kapuze schien mir extrem wichtig, um den Kopf mit der Wärme vom Torso mitzubeheizen.

    Die separaten Kopfwärmer, die ich kenne, dürften alle deutlich unter dem Loft einer Schlafsackkapuze für -30 liegen.

    Wenn sich im Topf versehentlich ein Hohlraum unter dem Schnee bildet, könnte es sein, dass der Topfboden überhitzt, bevor sich Wasser unten ansammelt und wieder kühlend wirkt. Daher wäre ich gerade bei dünnem Alu vorsichtig, dass der Schnee eben nicht "frei hängend" in den Topf gestopft wird, sondern eher nach und nach zugegeben wird.

    Ein größeres Volumen macht das Schmelzen etwas einfacher, weil Schnee ja enorm zusammensackt beim Schmelzen. Ist das Metall robust und der Topf groß, kann man vollstopfen, zusammenpressen und erstmal auf dem Kocher sich selbst überlassen, bis man dann mal nachfüllt.

    wozu der Magnet

    [ Damit hängt man auch gerne sein Messer ans Ohrläppchen. Es wird zum Schmuck, die Gewichte-Tabelle frohlockt. Fortgeschrittene lassen sich ein Loch stechen und drehen den Korkenzieher hinein, wodurch auch noch das Magnetgewicht entfällt. - Ähnlichkeiten mit anderweitigen Diskussionen sind rein zufällig beabsichtigt :o) ] Der UL-Scanner hat diesen Post als ultraleichtsinnige Trivialität erkannt. Seien Sie vorsichtig oder fragen Sie Ihre Großmutter.

    Pumpeffekt: durch Gehbewegung wird Luft rausgedrückt und reingesaugt in den Schuh über die Öffnung, wo man drinsteht; ggf. besondere offenporige Schäume usw. zur Unterstützung des Effekts. Meindl z.B. hat das mal in einigen Modellen beworben ("Meindl Air").

    Diffusion über GTX-Membran hinweg geht m.E. in Schuhen durchaus, solange der Außenstoff nicht durchnässt ist und die Temperaturen nicht zu hoch sind. Bei Nässe ist Wetout weniger stark fühlbar in Schuhen, ich denke auch, weil dort dieser spezielle, ich sage mal, Mikrofleece-Stoff auf der Innenseite (meist weißlich-grau) wie eine Art dünner "Pumpliner" (vgl. Paramo-Technik) wirkt und zudem die Socken viel abpuffern. In Jacken hat man diesen Innenstoff nicht, soweit ich weiß und trägt ggf. ja nur ein dünnes Shirt unter der Regenjacke. Die Füße sind außerdem feuchteres Klima meist gewöhnt und es fällt nicht so schnell unangenehm auf wie etwa am Oberkörper..

    Weiterer Vorteil von VBL-Kleidung: Man trägt, sofern man sie tagsüber an hat, nicht das Gewicht eines VBL-Sacks ohne Nutzen spazieren.

    Besonders minimalistisch wäre, die gleichen diffusionsdichten Teile

    • tags unter Null als VBL
    • tags über Null als Regenschicht
    • nachts als VBL-Anzug.

    Hat das jemand schon praktiziert, gerade z.B. bei Fjelltouren im Frühjahr, wo es von einem Tag auf den nächsten von -10 auf +5 springen kann und der Regen einsetzt?