Beiträge von Steintanz

    Wenn Techniken über Denken/Imagination, Atmen und bewusste Muskelentspannungsmethoden bisher nicht funktionieren, kämen evtl. Klopf- und Selbst"massage"-/Selbstumarmungstechniken etwa aus dem QiGong, Kum Nye oder der somatischen Körperarbeit (auch in der Trauma-Therapie angewendet) in Betracht, da sie, würde ich mal sagen, entwicklungsbiologisch am "tiefsten" ansetzen und man auf diesem Weg bereits Neugeborene und Kleinkinder runterreguliert, noch lange bevor ein angespanntes/ängstliches/überdrehtes Menschlein zu anderweitigen komplex-abstrakten Methoden überhaupt fähig wird. Man erreicht damit typischerweise das Fasziengewebe und Nervensystem, insbesondere eben das in diesem Fall anvisierte parasympathische Nervensystem bzw. der (ventrale) Vagus-Nerv-Anteil werden angesprochen. - Das sollte auch in engen Schlafsäcken halbwegs machbar sein.

    Wenn es richtig akut zugeht, etwa bei Gewitter oder Unruhe draußen im Unterholz und man innerlich richtig überdreht, dürften Mantras, Selbstaffirmationssprüche oder auch Beten wohl als Notfall-"Mittel" noch am geeignetsten sein, da man sie noch zwischen sich und die komplette Panik "schieben" kann, wo alles andere schon viel zu anspruchsvoll wäre.

    Oder man wandert mit Hund o.ä., denn Fell-Kontakt wirkt auch prima ;o)

    Ich würde mir Wandervereine wünschen, die untereinander kooperieren bzw. die Mitgliedschaft anerkennen (vgl. Alpenvereine in D, Ch, A oder Wandervereine in skand. Ländern).

    Dazu wäre es klasse, wenn sich solche Vereine v.a. um die verbesserten Möglichkeiten des ("Wild-") Zeltens bzw. um die Ausweisung/Unterhaltung entsprechender Zeltplätze kümmern würden. Die skandinavischen Vereine sind da aus meiner Sicht ein extrem gutes Beispiel, in wleche Richtung man denken sollte.

    Hm, wann verwende ich die Bivy-Funktion von einem Zelt-Bivy?

    ... oder wenn ich halt ganz flach und unauffällig oder unter niedrigem Gebüsch liegen möchte oder der Boden steinhart oder sehr weich (Sulzschnee) ist und ein "Aufbau" schwierig wird, Zeit fehlt usw.

    Das geht in eine ähnliche Richtung, weshalb ich oben überdimensionierte Biwacksäcke (vgl. Jerven Bag oder Fjellduken oder Bothy Bag) erwähnte: Man hat einen Sack, in dem man sich etwas bewegen und bequem sitzen kann ohne "Mumiengefühl" und den man mit Stöcken aber auch etwas anheben/aufspannen kann (nur kopfseitig oder beidseitig wie Dackelgarage), sofern es die Umstände bzw. Bäume/Büsche/Trekkingstöcke möglich machen, damit weniger Kondens und Engegefühl. - Je nach Machart, kann man den Sack auch zu einem Tarp öffnen (Jerven Bag ist z.B. ein simpler Rechteck-Sack, an 3 Seiten mit RV komplett zu öffnen, diverse Abspannpunkte, Armdurchgriffe und dementsprechend variabel anwendbar oder aufzubauen.

    https://ik.imagekit.io/raymears/abs/https://www.raymears.com/_rm_pictures_/Jerven-Thermo-Kingsize-Bag.jpg

    https://jerven.shop/cdn/shop/files/DSC7633.png?v=1700642789&width=1000

    https://jerven.shop/cdn/shop/files/lean_to.png?v=1700729562&width=500

    Wearing light synthetic (trail running) socks most of the time now. I don't know whether Decathlon is loved or loathed but, they have a good range. Never had a blister after many thousands of kms and they seem to never die.

    Same experience here. Even with lots of sand, mud and pebbles in the shoes, such socks remain intact. I bought some pairs of Decathlon synthetic socks many years ago, because I didn't know any other manufacturer then to get some, to wear in trailrunners or Crocs mainly for wet trails and for paddling. As they turned out so comfortable, I switched to fully synthetic socks for all my outdoor activities (before that I had used merino mix). Regular washing, quick drying or putting them on half-dry the next day, no problem. My socks are polyamide and polyamide/inner polypropylene (double layer sock). - Meanwhile I think I will give 100% polypropylene socks (e.g. by LIOD) a try sooner or later, or will test a thin polypropylene under-sock with a slightly thicker outer sock.

    Habe ein Auge auf den OR Helios geworfen, ~70g https://www.outdoorresearch.com/collections/su…-sun-hat-243458

    Gefällt mir in realo nicht wirklich. Eher dickes, stickiges Material, null Lüftung.

    Die Krempe ist schön stabil, 7cm seitlich, 7,5 vorne und hinten:thumbup:

    Finde auch, er könnte bei Hitze luftiger sein. Ich überlege deshalb, ob ich ein paar Löcher reinschmelze o.ä. - Sonst zufrieden.

    Paramo interessiert mich auch sehr. Falls du dazu mal kommst, wä

    Geht es dir um eine bestimmte Jacke von Paramo? Bei den Jacken für anhaltenden Regen gibt es ja einen Pumpliner. Der soll zwar das Wasser vom Körper weg transportieren aber er isoliert auch gefühlt wie ein 100er Fleece. Über 10°C ist das eher zu warm. Bei nasskalten Wetter ist das aber total angenehm.

    Die grundsätzlichen Erfahrungen interessieren mich, unabhängig von einem bestimmten Produkt. - Danke dir!

    Ich würde derzeit wohl meine Apha/Direct- oder die Teijin Octa-Bekleidung wählen. Einfach ein Luftpolster zwischen Haut und Regenbekleidung.

    Bei mir steht aktuell noch der Test der Paramo und der Columbia Outdry Extreme aus.

    Wobei mir scheint, dass Alpha und Octa deutlich weniger Dochtwirkung zeigen i.Vgl. zu klassischem 100er-Fleece etwa und v.a. Alpha, sobald es durchnässt, eher in sich "plattgedrückt" zusammenfällt (Erfahrungen irgendwer?).

    Paramo interessiert mich auch sehr. Falls du dazu mal kommst, wäre ein Bericht toll.

    ... Test ... der Columbia Outdry Extreme aus. Wenn es mal lange regnet ....

    Die ist auch bei langen Regen dicht. Der Vorteil ist, dass diese nicht imprägniert werden muss. Der Nachteil ist, dass die Membran außen liegend ist.

    Genau mein Eindruck. Super Starkregenjacke und es saugt sich kein Trägerstoff voll. Die Haltbarkeit der Membran/Beschichtung wird sich auch bei mir noch über die Jahre dann zeigen müssen.

    Wenn ich, weil es gerade vor Ort nicht anders geht oder die Zeit und das Unwetter drängen, mich in ein Tarp einwickle bzw. es direkt um mich herum einfach zusammenlege und womöglich an den Kanten noch unter die Iso einklappe ... ist das dann der beste und vielseitigste Biwaksack aller Zeiten? Und gewinne ich dann den Preis in diesem Thread für die Quadratur des Kreises? :)

    Ich würde evtl. von der Idee der Atmungsaktivität ganz weggehen hierbei.

    Also VBL nutzen - oder/und:

    Evtl. könnte es auch interessant sein, das Prinzip der isolierten "Jerven Bags" heranzuziehen: Übergröße, diffusionsdicht, eher dünne syn. Isolierung, welche Feuchtigkeit aufnimmt und vom Körper wegleitet. Muss aber tagsüber dann gut getrocknet werden.

    Vom Hersteller der Buffalo Shirts gibt es Pile&Pertex-Schlafsäcke mit all ihren Vorteilen (und hohem Gewicht).

    Grundsätzlich würde ich auf Übergröße gehen, wie z.B. die "bothy bags".

    Ein sehr schöner, abwechslungsreicher Küstenwanderweg (typischerweise 8 Etappen) in Spanien, Galicien: Malpica bis Fisterra, entlang der Costa da Morte. Lange Hose sehr empfehlenswert; ein anderer Wanderer hatte auf einer Etappe (Muxia - Lires) blutige, staubverschmierte Waden, da Stachelgebüsch teils sehr dicht. Fantastische Wegverläufe, Landschaften, Strände, Eukalyptus- und andere -wälder.

    Wir hatten Unterkünfte vorgebucht. Offizielle Zeltplätze gibt es meines Wissens nur auf einer Etappe. Immer wieder ebene Gras-/Laubfleckchen, auf die taugliche Verteilung über die Etappen hinweg haben wir aber nicht geachtet; es wird an Parkplätzen bei Stränden viel wild gecampt in Fahrzeugen, scheint offenbar weitgehend geduldet.

    Kleine Bäche kamen immer wieder aus Wäldern, somit wird das Wasser mit Filter o.ä. nutzbar sein; wir haben allerdings alles mitgetragen. Wie zuverlässig und gleichmäßig verteilt man auf den Etappen unterwegs an Wasser kommt, kann ich allerdings nicht sagen, hatten wir nicht eingeplant. Verpflegung nachkaufen geht in vielen Orten unterwegs problemlos (z.B. "Supermercado" in Google Maps o.ä. eingeben), also wird man kaum für mehr als 1-2 Tage Proviant tragen müssen. Bars, Cafes, Restaurants finden sich im Grunde fast überall (Preise für Essengehen günstig). Öffnungszeiten von Supermärkten und Cafes etc. beachten, v.a. wenn man sehr früh los will und noch etwas braucht. Keine Zecken und nur wenige Bremsen tags, nachts recht oft Stechmücken.

    Die meisten (fast alle?) Farb-Markierungen auf dem Weg sind nur von Norden kommend i.d.R. gut sichtbar, also ist Malpica nach Fisterra die Standardrichtung, in die auch das Gebüsch "gebürstet" ist, dort wo es dicht steht. Karten und Wegverlauf auf mapy.com gingen tadellos.

    Mindestens so attraktiv wie der Fischerweg in Portugal, sommers aber geringere Temperaturen an der galicischen Küste meines Wissens (Klimadiagramme o.ä. online vergleichen). Der Fischerweg dürfte zu Hauptzeiten stärker frequentiert sein nach unserer Erfahrung.

    Ab Fisterra kommt man ziemlich gut mit Linienbussen zurück nach Malpica oder nach Santiago de Compostela (dort Flughafen); vom Flughafen nach Malpica weiß ich leider nicht, wird vermutlich auch ok sein.

    Etwas Spanisch oder Übersetzer-App hilft, insgesamt ging mit Englisch meist nicht so viel, teils aber mit Französisch.

    Etappen, Infos etc.: https://www.caminodosfaros.com/en/

    Hm, wenn ich die Tour auf September schiebe ist es Wettertechnisch schon recht garstig und ich bin mitten im Herbst, oder? Also eher alles braun?

    Die Chance auf übles Wetter ist dann auf der Hardangervidda groß (noch größer ...). Ich hatte mal Ende August Nachtschnee bei Finse nach tagelangem stürmischem Regenwetter. Man kann aber auch Glück haben. Wenn man die Herbstfarben sehen und weniger Wetterrisiko will, würde ich persönlich aber Dovrefjell oder Femundsmarka bevorzugen zu der Zeit.

    Hat irgendwer von euch einen Tipp wo ich in Oslo in der Nähe vom Hauptbahnhof Rødsprit / Brennspiritus in der Nähe vom Hauptbahnhof kaufen kann?

    Ich habe gehört den gibts in Tankstellen - gibts den in jeder Tanke oder auch im Supermarkt / Drogerie?

    An sich macht es keinen Sinn nur um Spiritus zu kaufen noch eine Nacht da zu bleiben. Will vom Flughafen über Hbf gleich nach Finse weiter

    Nachtrag:
    habe im Internet gefunden das Jernia das führen sollte - habt ihr da Erfahrung?

    Ich bin sicher, ich habe in einem Jernia schon Rödsprit gekauft.

    Tankstellen haben ihn recht oft, aber nicht immer.

    Ich meine, ich hätte in diesem Farbenhandel in Oslo Rödsprit gekriegt (wird auch als Farbverdünner benutzt): Flügger farve - Man hat mich damals in einem Outdoor-Laden (glaub es war innerhalb der Byporten Mall of Oslo gleich neben Bahnhof) dorthin weiterverwiesen; möglicherweise gibt es dieses Outdoorgeschäft noch und sie haben Rödsprit sogar mittlerweile selbst vorrätig.

    Wobei die Frage berechtigt ist, was du von dem aufgelisteten in einem Bach vorzufinden denkst. Nach meinem Verständnis filter zB der BeFree auch keine Viren raus, da bräuchte man Kohlefilter, oder?

    Wenn ich nicht weiß, was im vorliegenden Wasser drin ist oder im Oberlauf reinkam oder verwesend drinliegt, gehe ich im Grunde davon aus, dass ich nichts an Erregertypen ausschließen kann. Bei klarem, kühlem, schnell fließenden Wasser schätze ich das Risiko durch Viren i.d.R. sehr gering ein, daher filtere ich nur (BeFree o.ä.). Gehe ich zusätzlich von Viren aus, müsste ich chem. nach-/behandeln. Meist liegen Viren allerdings m.W. nicht frei im Wasser vor, sondern sind eher an Partikel angeheftet, so dass auch durch Filtern alleine schon eine Reduktion erreicht wird. Filter, die freischwebende Viren sicher erwischen, sind mir unter den leichten Hohlfaserfilter-Versionen nicht bekannt.

    Wurmeier wären statistisch denkbar, aber wohl eher echt selten?

    Hängt ab von den Umständen. Wenn es zweifelhaftes, stehendes Wasser ist oder nahe im Oberlauf bzw. vor Kurzem ein Tier ins Waser gekotet hat, sind etwa Band- oder Spulwurmeier nicht unbedingt selten. (Ich hatte mir mal in der Dämmerung nur das Gesicht in einem klaren Bach gewaschen, lief dann 4 Meter weiter und sah erst dann den toten, verwesenden Fuchs mitten im Bach liegend, zum Glück stromabwärts.)

    Gab es nicht grundsätzlich das Verhalten das UV Licht ein generelles Problem von Bakterien uvm ist, was zB sich auch auf die Reinheit eines Baches auswirken sollte?

    UV-Licht wirkt schädigend/tödlich auf Mikroorganismen, sofern sie lange genug eine ausreichend hohe Dosis abkriegen. Wenn sie aber durch Schwebstoffe usw. im Wasser quasi im Schatten "hocken", wirkt das UV-Licht nicht unbedingt sicher genug. Daher sind Steripen o.ä. nicht geeignet für trübes Wasser, soweit ich weiß.