Beiträge von Steintanz

    Welche Kombinationen benutzt ihr so?

    V.a. in kühleren Temperaturen benutze ich wasserdichtes Regenzeug möglichst (lange) gar nicht, sondern setze auf das Pile & Pertex-Prinzip, das man sich sehr leicht mit heute erhältlichen Teilen - wie etwa Baselayer (z.B. Brynje-Netz-Polypropylen), einer eher dichteren Fleece-Variante (nicht gerade Polartec Alpha o.ä., damit der Dochteffekt besser klappt), Windjacke und Synthetik-Puffy-Weste (am liebsten mit kurzen Ärmeln in einer Länge wie bei einem T-Shirt als Schulterschutz) zusammenstückeln kann.

    Nachfrage zu Pile & Pertex: Kannst du mehr dazu sagen, wie du das nähst? Welches Pertex? Welches Fleece? Gerne auch in einem extra Thread, falls ich bitten darf?

    Ich vernähe nichts, alles wird einfach übereinander angezogen. Hier mehr dazu. - Heute hatten wir z.B. starken Wind und Regen, dann Nassschneefall um den Gefrierpunkt herum mit nur kurzen Niederschlags-Pausen dazwischen, also das ziemlich übelste Wetter für Aktivitäten draußen. Ich hatte hierbei an: Polypropylen-Netzshirt, Langarm-Shirt Helly Hansen dünnes Polypropylen, 100er-Polyester-Fleece-Weste, Montane Extreme Smock (Pile & Pertex-Anorak). An den Beinen eine Decathlon-Polyester-Hose mit Innenfutter aus 100er-Polyester-Fleece, Regenrock Sil-Nylon. GTX-Jagdstiefel mit sehr hohem Schaft. - Angenehmes Klima und warm, nicht völlig trocken, aber so ist das hierbei. Ein Schirm wäre noch besser gewesen, aber in dem Wind eben auch nicht toll.

    Hmmm, vielleicht wären myog FroggTogg Gamaschen eine Lösung für mein dreckige Hosen Problem?

    Dieses Froggtoggs-Material ist aber nicht atmungsaktiv, was du zu bevorzugen scheinst im anderen Thread. Es ist auch nicht reißfest, also für anliegende Gamaschen, damit der Dreck nicht unten reinquellen kann, in Schottlands Mooren und Gesträuchen kaum tauglich, denke ich. Locker getragene Beinlinge könnten aber den Wadenbereich etwas sauberer halten, solange man nicht tief in die bog holes eintaucht :o)

    Neues Projekt steht noch an: Regenshorts (auch Windschutz/Wärme ohne Regen), an die man Beinlinge bei Bedarf anknöpfen kann und so auch eine gute Belüftung erreicht, aber eben weiter ausschreiten kann bzw. weniger im Gestrüpp hängen bleibt und weniger Windprobleme hat als mit Regenrock.

    Klingt interessant, ich bin gespannt, vielleicht stellst du das Projekt hier im MYOG vor.

    https://ultraleicht-trekking.de/forum/thread/7…ingen/#post8991

    Ein Prototyp aus einer Froggtoggs-Hose.

    • Idee ist gute Belüftung im Schrittbereich, so dass die Shorts auch ohne Regen als Windschutz bzw. Wärmeschicht taugt, ggf. auch als Badekleidung
    • bei Bedarf dennoch kompletter Regenschutz am ganzen Bein
    • weites Ausschreiten mit weniger Einschränkung als ein Regenrock
    • weniger Wind-/Gestrüppanfälligkeit als ein Regenrock
    • ein weiteres Modell (aus robusterem, evtl. diffusionsoffenem Material) soll vermutlich Druckknöpfe erhalten zur Verbindung Shorts + Beinlinge
    • weitere Überlegungen wären: Shorts diffusionsoffen oder Pile&Pertex (besseres Trageklima), aber die Beinlinge aus Sil-Nylon

    Und noch weitergehende Ideen gehen in Richtung eines Modul-Kleidungssystems, bei dem an verschiedene Westen- und Shorts-Varianten verschiedene Armlinge- und Beinlinge- (evtl. auch Kapuzen-) Typen angekoppelt werden; je nach Bedarf wind-, wasserdicht, diffusionsoffen oder -dicht, UV-dicht mit Handschutz, isolierend mit Daumenloch, Alpha-Material oder dichteres Fleece usw. usw. ... wobei da dann auch irgendwann die Grenze des Sinnvollen überschritten werden könnte, da Funktionalität und Gewicht kaum noch von "regulären" Bekleidungsteile-Kombinationen abweichen dürften oder es sogar wieder zu Nachteilen im Gesamten führt. - Und doch scheint mir der Bereich der "neugedachten" UL-Kleidungsideen noch nicht voll ausgereizt, wie ich neulich hier angerissen hatte, etwa bei der Idee einer Herren-Wander-Tunika statt Hemd und Shorts (vgl. Damen-Version) oder bei der Verbindung von Hose an Oberkörperbekleidung mittels Knöpfen o.ä. anstelle "schwerer" Gummizüge oder Gürtel im Hosenbund.

    "Brutal" simpel, aber tauglich: https://andrewskurka.com/how-to-make-a-…-alcohol-stove/

    Löcher lassen sich auch mit Nagel etc. reinstechen. Verschüttsicherer wird die Sache, wenn man Karbonfilz reinlegt; den Effizienz-Unterschied dann habe ich aber noch nicht genauer verglichen.

    Noch eine Hinweis: Wenn man vor Ort keinen Spiritus, Methanol etc. kriegen kann aber Speiseöl, dann kann man mit einer Blechdose und etwas trockenem Gras oder WC-Papier als Docht einen Ölbrenner improvisieren. Rußt übel den Topf voll und man braucht einen Abstand zum Topfboden, aber die Küche muss nicht kalt bleiben und dieser quasi überall verfügbare Brennstoff kann auch verzehrt werden.

    Welche Kombinationen benutzt ihr so?

    V.a. in kühleren Temperaturen benutze ich wasserdichtes Regenzeug möglichst (lange) gar nicht, sondern setze auf das Pile & Pertex-Prinzip, das man sich sehr leicht mit heute erhältlichen Teilen - wie etwa Baselayer (z.B. Brynje-Netz-Polypropylen), einer eher dichteren Fleece-Variante (nicht gerade Polartec Alpha o.ä., damit der Dochteffekt besser klappt), Windjacke und Synthetik-Puffy-Weste (am liebsten mit kurzen Ärmeln in einer Länge wie bei einem T-Shirt als Schulterschutz) zusammenstückeln kann. An den Beinen Fleece-Hose und eher dünne, winddichte Lauf- oder Wanderhose. Oder man kauft sich einen fertigen "Klassiker" von Buffalo Systems oder etwas von Paramo, Marmot Driclime, RAB Vapour-Rise u.a.m. - Das Körperklima ist einfach extrem gut, außer es kommt langer, sehr starker Regen ins Spiel; dann kann das System längerfristig u.U. überlastet werden (eher theoretisch auch kritisch bei plötzlichen Temperaturstürzen, bei denen Regenwasser im System womöglich schlagartig gefrieren könnte, bevor es abgegeben wird; das ist aber ein extremes Szenario und man kann mit einer dünnen Regenjacke dann auch noch gegensteuern).

    Sommers eher Regenschirm alleine, evtl. mit Windjacke, dann mit Regenrock. Bei viel Wind und/oder Mehrtages-Touren statt Schirm eher diffusionsdichte Regenjacke mit großen Belüftungsöffnungen. Wird's schlimmer, dann noch Beinlinge/Gamaschen zum Rock oder gleich die Regenhose (am liebsten Sil-Nylon oder eine mit 3/4-Reißverschlüssen zum Belüften, damit man nicht ständig an-/ausziehen muss bei wechselhaftem Wetter. - Neues Projekt steht noch an: Regenshorts (auch Windschutz/Wärme ohne Regen), an die man Beinlinge bei Bedarf anknöpfen kann und so auch eine gute Belüftung erreicht, aber eben weiter ausschreiten kann bzw. weniger im Gestrüpp hängen bleibt und weniger Windprobleme hat als mit Regenrock.

    Synthetik, sofern es bei Aktivität benutzt wird (Nässe, Druck vom Rucksack usw.). Mein Tipp wäre eine Weste zu probieren, könnte reichen und besser lüften. Ggf. Windjacke darunter, für mehr Schutz der Arme. Falls syn. Jacke, wäre evtl. ein Modell mit Stretch-Fleece im Achsel- oder Seitenbereich besser lüftend.

    Discounter (Aldi, Norma etc.) oder Decathlon oder bei den Marken: Frilufts, Meru, Kaikkialla, Tagoss.

    Grid-Fleece-Shirt gibt es unter Stichwort "ECWCS" als Original oder Nachbau der US Army in Army Shops, z.B. auch von Firma Helikontex.

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    Bei Arbeitskleidung suchen, dort gibt es etliche Shirts in der Richtung.

    -30°C ohne Kapuze halte ich für zu kritische Kältebrücke. Meine kälteste Nacht bisher war ca. -18/-20 und die Kapuze schien mir extrem wichtig, um den Kopf mit der Wärme vom Torso mitzubeheizen.

    Die separaten Kopfwärmer, die ich kenne, dürften alle deutlich unter dem Loft einer Schlafsackkapuze für -30 liegen.