Beiträge von wilbo

    N´Abend!

    Der Hutzen-Schnitt ist eine schwere Geburt.
    Es hat bisher vier Schnitte und weit über 10 Einzeländerungen gegeben. :rolleyes:

    Im Grunde hatte ich mich zu sehr an den Maßen vom Tschum-2P orientiert, sodass die ersten Entwürfe für die Tonne waren. Diese nur leichte Veränderung des Kegels zieht in der Spitze natürlich ebenfalls eine komplett andere Form nach sich.
    Im Nachhinein betrachtet natürlichen sonnenklar, aber in Produktion bin ich manchmal sowas von betriebsblind.

    Mit Glück wird morgen DCF-Hutze-#1 fertig.

    VG. -wilbo

    Moin!

    - warum? :) Sorry für die ketzerische Frage ;)

    Berechtigte Frage!
    Der Sinn und Unsinn dieses Projekts wird auch bei uns in der Familie diskutiert.

    Es sollte schon öfter zum Einsatz kommen als nur im Winter.
    Für die kalte Jahreszeit wollte ich immer schon ein leichtes Ofen-Zelt haben, egal aus welchem Material. Bei unseren großen Lavvus hat mich der Aufwand der Ofenrohr-Installation genervt. Ich wollte mal sehen, wie flexibel eine gut konstruierte Hutze sein kann und ob sich dieses System über die Zeit bewährt.

    In Schnee und Eis ist DCF jedoch nicht so der ideale Werkstoff, da vereiste Stellen doch schnell das Laminat beschädigen können.

    Die Beschädigungen an meinem DCF Test-Tarp waren alle nur im unteren Bereich, der direkt mit Schnee am Boden in Kontakt kam. Hier ist der Schnee geschmolzen und wieder vereist, sodass es beim Abbauen zu den Laminat-Schäden kam. Auf der oberen Zeltfläche konnte ich nach dem Winter keine Beeinträchtigungen feststellen.

    Und wenn es zusätzlich auch nicht wirklich leichter als ein Teil aus SilPoly wird - warum?

    Mein Gewichts-Vergleich mit nivi’s Lavvu war ein wenig unfair zu Ungunsten von DCF. Natürlich würde ein baugleiches shelter aus Silpoly ca. 250 g mehr wiegen bzw. das Vergleichs-Lavvu mit Snow-Flaps eben 150 g zusätzlich.

    Die Snow-Flaps sind mir aus zweierlei Hinsicht wichtig.
    Ich möchte den Raumverlust zum Rand hin ausgleichen und damit die relativ flache Bauweise dieses Lavvus etwas optimieren.
    Bei Nutzung im Winter mag ich es, die Luv-Seite komplett abdichten zu können. Sei es mit Schnee, Laub oder Swno-Flaps. Welchen realen Nutzwert mir diese zusätzlichen 150 g geben, wird sich zeigen.

    Ich bin gespannt, ob es bei Verwendung vom DCF-Lavvu weitere Vorteile ergeben werden, die sich mir bisher noch nicht erschlossen haben. Denn nur rein vom Gewichtsvorteil ist es im Verhältnis zu den Kosten „bedenkenswert“. ;)

    VG. -wilbo-

    Da ich später einmal so ein ähnliches Modell aus Silpoly plane, frage ich mich jetzt wieder ,wieviel man da wohl vorsehen sollte.

    Bei Silnylon und Silpoly zieht sich das Zelt durch den Stoff schon gut in Form. Ich würde bei dem Material sparsam mit dem Cat-Cut sein. Wobei nivi bei seinem Lavvu 3,5 cm Bogenlinie eingenäht hat. :/

    Um den oberen Rand des Lavvu stramm zu halten, braucht es eine gewisse Länge der Spinne. Ich habe eine ganze Weile verschiedene Abstände zu Spitze durchprobiert, bis ich das Optimum für dieses Material gefunden hatte. (Die Stange ist jetzt auf 180 cm eingestellt). Da ich vorher die Proportionen von Hutze zu Zeltkörper nicht wirklich schön fand, wurde hier nochmals angefasst.

    Die Aufbauhöhe vom Saum bis zum Boden ist übrigens unabhängig von der Spannung der oberen Kanten.

    VG. -wilbo-

    Moin!

    Der erste Testaufbau.
    Mit dem Schnitt bis ich fast zufrieden. Die Flächen könnten für meinen Geschmack etwas mehr Spannung vertragen. Der aktuelle Cat-Cut von 1,5 cm hat doch weniger Wirkung als erwartet.

    Den Gedanken mit der halben Zeltbahn habe ich mit in den neuen Schnitt eingebaut. Wenn ich die Eingangsvariante nicht nutze, nähe ich die beiden Hälften halt aneinander.
    Ich bin mir nämlich gar nicht so sicher, ob ich den Eingangsbereich nur über eine Zeltbahn so gut finde.
    Ich mag den Eck-Eingang, da man durch den offenen Reißverschluss-Schlitz überraschend gut rein- und rauskommt.
    Besonders gut gefällt mir das komplette Öffnen des Eingangs über zwei Bahnen, da es aus dem Zelt heraus eine weite Aussicht bietet.

    Die Cord-Locs mit Umlenkung funktionieren einwandfrei. Durch die Dopplung bekomme ich mit wenig Zug maximale Spannung auf den Punkt. Auch die „Lüftung-Haken“ hinter den Neben-Abspannungen erfüllen ihren Zweck.


    Der 5c Reißverschluss wird kurz vor dem Saum hin schon grenzwertig belastet. Hier werde mal sehen, wie weit die Zugentlastung hilft.
    Unschön ist auch, wie sich die Cord-Locs zur Seite verziehen. Hier erkenne ich beim Gurtband die Grenzen des Leichtbaus. An solchen Stellen sollte die Konstruktion und die Materialstärke stimmen.
    Diese beiden Cord-Locs werde ich noch mal abtrennen und die Zugaufnahme verändern.

    Nachdem ich die optimale Höhe eingestellt habe, wird
    die Spinne jetzt aus Kevlar gebaut. Dann kann ich das Ofenrohr an beliebiger Stelle durch die Spitze führen.
    Der Ofenrohrdurchlass wird dementsprechend in die Abdeckung einbaut. Das hat den Vorteil im Sommer einfach die Hutze wechseln zu können, ohne dass man ein Ofenrohrloch extra verschließen müsste.

    Das Anpassen der Hutze ist so eine Sache. Es gibt von Florian Homeier / Tschum zwar eine gute Vorlage, aber einfach skalieren funktioniert irgendwie nicht. Ich möchte zudem etwas mehr Überlappung am Rand, sodass ich die Maße eh anfassen muss.
    Der erste Entwurf wurde aus Tyvek gebaut und ich bin so semi zufrieden.

    VG. -wilbo-

    N´Abend!

    Nach dem Zusammennähen der Zeltbahnen habe ich eine Kantenlänge von 162 bekommen. Das ist fast genau mein Zielmaß, nämlich die Größe vom Sil-Hexpeak F6a. Die drei zusätzlichen Zentimeter bis 165 hätten es gerne noch sein können, aber durch die Flaps wird es eh zusätzlichen Raumgewinn geben.
    Die Höhe pendelt sich jetzt bei ca. 185 cm ein.

    Die 7 Haupt- und 6 Nebenabspannpunkte haben doch mehr Gewicht ins Spiel gebracht als ich gedacht hätte.
    Dafür wurde ich an anderer Stelle durch freundliche Gewichtsersparnis überrascht.

    In meiner Kalkulation hatte ich jedoch nicht die Abspann-Gummis und Halterungen für die Hutze einkalkuliert.
    Wahrscheinlich komme ich knapp über 700 g und damit sogar höher beim Silpoly Lavvu von nivi. :( Von den Kosten ganz zu schweigen.
    Der zeitliche Aufwand ist übrigens ähnlich. Also dürfte so ein DCF Lavvu im Verkauf nicht weniger als 1.500,– € kosten. (Was ganz schön absurd ist)

    VG. -wilbo-

    Moin!
    Diese mit Gummi überzogenen Klammern waren eine große Hilfe. Sie sind zwar nicht besonders klein, aber recht kräftig und rutschen wenigstens nicht auf der Silikonschicht.

    Ich habe jetzt schon vier vergebliche Anläufe unternommen an meinem Pentamid aus SilPoly eine Naht nur zu heften... :cursing: :rolleyes:

    Zwischenzeitlich habe ich für einen Kunden ein "one-cut" Penta-Mid aus dem 20 D Silpoly XL genäht. Das hat in der Diagonalen noch etwas mehr Dehnung als das 40 D Silpoly. Das Säumen war eine Pest!

    VG. -wilbo-

    N´Abend!

    Um einen kompletten Nervenzusammenbruch zu vermeiden, wurden die Snow-Flaps jetzt mit der Juki Zweinadelmaschine angenäht.
    Da es die einfache Kappnaht werden sollte und die Juki keine Nadelabschaltung hat, durfte ich munter die Nadeln aus- und wieder einbauen. Und weil die Nählogistik so verkorkst ist, gleich mehrfach. X/

    Aber das ist noch steigerungsfähig, wenn es ans nähen von diesem Glisch-Kram geht.
    Die Stichlänge hatte plötzlich volle Entscheidungsfreiheit und der Puller drehte komplett durch. (Ich bin immer noch stolz auf meine Selbstbeherrschung). :cursing:
    Mit meiner Zugunterstützung hinterm Puller und dem Halten einer angemessenen Spannung auf der Vorderseite, kann ich zwar halbwegs kontrolliert nähen, aber Spaß ist anders.

    Beim 4P werde ich diesbezüglich die Nählogistik oder das Material ändern.

    N´Abend!

    Ihr redet immer alle so als Décathlon nur Ramsch liefern würde. Diese Erfahrung habe ich bisher nicht gemacht ...

    Ramsch würde ich den Großteil der Produkte auch nicht nennen. Es ist halt preis-orientiertes Produktdesign mit durchschnittlichem Qualitätsstandard. Wir haben bei uns in der Familie auch einige Erfahrungen mit der Decathlon Produktpalette machen können und ja es gibt einige Qualitäts-Highlights.
    Nur war das leider die Ausnahme und die meisten Produkte waren von geringer (oder nennen wir es, aktuell durchschnittlicher) Haltbarkeit.

    Ich glaube Ihr habt ein komplett falsches Bild von der Firma. Ich kenne Textil- und Designingenieure, die träumen davon für Décathlon arbeiten zu dürfen, und das war schon vor 10 Jahren so.

    Das mag sein, aber sind die Jobs so attraktiv aufgrund der hervorstechenden Produktqualitäten oder eher vielfacher Möglichkeiten der Gestaltung im Produktdesign.

    VG. -wilbo-

    Hast Du es auch mit 3 cm Abstand zum Topfboden versucht?

    Wenn ich ein Kochsetup einrichte, pfeife ich auf den Verbrauch. Ich fülle immer 25 / 30 ml rein und schaue wie sich das ganze verhält.
    Bei Carbonfilz-Brenner kippe ich auch gerne so viel rein, bis der Filz gesättigt ist und gieße den Rest zurück.
    Wenn ich die Menge nachher einmal wiege, bekomme ich eine Vorstellung von der Kapazität des Brenners.

    Die Bilder vom Decathlon-Teil zeigen aber mit den schwarzen Kanten, dass man hier in der Fügetechnik anders als der übrige Markt unterwegs ist.

    Da bin ich sehr gespannt drauf.

    (und wir sprechen noch nicht mal über den Lohn in den Produktionsländern, wobei das meistens relativ wenig am Endpreis ausmacht).

    Ja, leider!
    Wobei ich denke, dass es nicht viele buchbare Produktions-Unternehmen für DCF-Produkte geben wird.

    Z-Packs hat vorgemacht, wie weit man mit Haushaltsnähmaschinen und Klapptischen kommt. Und bei HMG hat eine einzige erfahrene Näherin das gesamte Produktionsniveau angehoben. Mit der finanziellen Power von Decathlon wird da einiges möglich sein.
    Ob sich das in der Produktqualität widerspiegelt, wage ich zu bezweifeln.

    Aber wer braucht schon ein gutes Produkt ... ;)

    VG. -wilbo-

    Moin!

    So, den ersten Silnylon Snow-Flap angenäht und kann sagen, dass es keine Freunde macht diese Materialkombi zu verarbeiten.
    Silnylon an sich zu nähen ist schon p.i.t.a. und ich hätte nicht gedacht, dass es noch schlimmer kommen kann!

    VG. -wilbo-

    Freundin und wilbo sitzen im Zug. Es ist Herbst und wir sind auf dem Weg zur Peene für eine Faltboottour.
    So auf Höhe Neustrelitz frage ich beiläufig: „Welches Zelt hast Du jetzt eigentlich eingepackt.“
    Kurzes betroffenes Schweigen. Sie: „Ich dachte, Du hast ...“

    So wurde es unsere erste gemeinsame Biwak-Tour.

    Bei einer kurzen Wintertour im Thüringer Wald habe ich am Hang unterm Tarp auf Polycro geschlafen. Nachts habe ich dann gelernt, dass sich Polycro hervorragend als Schlitten eignet! =O

    Hier werden noch die Vorzüge von Polycro besprochen. ;)


    (War die Folie eigentlich aus dem Bratschlauch gemacht?)

    VG. -wilbo-

    Moin!

    Ich nähe gerade für lampenschirm ein 2×3 m Rechteck-Tarp aus dem 18 g/qm Material.
    Nachdem ich mit meinem DCF-Kapper sehr gute Erfahrungen gemacht habe, bin ich davon ausgegangen, dass es mit dem ganz leichten DCF genauso gut funktioniert. Leider nicht!

    Mein Toleranzbereich beim Einführen des Stoffs in den Kapper sind 5 mm. Das führt zu ganz leichten Abweichungen beim Einfalten, mit denen ich die Naht „steuern“ kann. Irgendwie verhält sich dies dünne Laminat beim Nähen anders als das, nur etwas steifere Camo-DCF.

    In den ersten und letzten 50 cm bekomme ich eine seltsame Abweichung im Einzug der Naht. Ich habe es zweimal versucht mit ähnlichem Ergebnis. :(
    Jetzt wurde die Naht geklebt und kann entsprechend weiter verarbeitet werden.

    VG. -wilbo-